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    „Gegen eine Senkung“

    richard theinerDie LKW-Maut für Schwerfahrzeuge auf der Brennerautobahn soll ab 2016 auf Nordtiroler Seite um etwa 25 Prozent gesenkt werden. Landesrat Richard Theiner ist strikt dagegen.

    Mit der Senkung der LKW-Maut reagiert das österreichische Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie auf die EU-Wegekostenrichtlinie. Laut dem Verordnungsentwurf des Bundesministeriums sollen die Tarife auf der A13 zwischen Innsbruck und Brenner um 25 Prozent gesenkt und von Kufstein nach Innsbruck um 5 Prozent erhöht werden.

    „Ich finde diesen Vorschlag sehr bedenklich, da dadurch der Umwegverkehr noch mehr steigt und die Umwelt noch mehr belastet wird“, so Umwelt-Landesrat Richard Theiner.

    Auch wenn die Mautgebühren auf österreichischer Seite gesenkt würden, seien sie in Italien immer noch niederer. „Es braucht daher eine Gesamtstrategie und nicht ein nach einzelnen Regionen ausgerichtetes Denken“, betonen sowohl  Theiner als auch Mobilitäts-Landesrat Florian Mussner, „denn nur dann können wir den LKW-Transitverkehr nachhaltig in den Griff bekommen.“

    Dies sei auch im Sinne der Euregio, die eine Harmonisierung der Mautgebühren anstrebe.

    Mussner verweist auf die zahlreichen Treffen mit seinen Amtskollegen aus dem Trentino und aus Tirol Mauro Gilmozzi und Ingrid Felipe zum Thema: „Wir haben für die kommenden drei Jahre Gelder für Maßnahmen bereit gestellt, die RoLa (Rollende Landstraße) von Brennersee bis nach Trient/Verona zu verlängern.“ Langfristig sei die Verlegung des Güterverkehrs in den Brennerbasistunnel die beste Option für den Alpentransit, so Mussner.

    Laut dem Tiroler Verkehrsbericht hat der LKW-Transit auf der Brennerautobahn seit 2003 um 18 Prozent zugenommen. „Tatsache ist, dass mit zunehmenden Verkehr die Luft- und Lärmbelastung steigt und damit die Lebensqualität in den betroffenen Gebieten sinkt“, so Richard Theiner. Ziel der Landesregierung sei es daher, verstärkt darauf zu setzen, den Verkehr auf die Schiene zu bringen, betonen Mussner und Theiner.

    Immer noch ausständig sei die Entscheidung des italienischen Transportministeriums über den Maßnahmenkatalog der Landesumweltagentur zur Reduktion der Stickoxid-Emissionen entlang der A22, gibt Theiner zu bedenken. Diese Maßnahmen würden zu einer Verminderung der Schadstoffbelastung entlang der Brennerautobahn beitragen.

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    Kommentare (23)

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    • Politikverdrossener

      Wer verschmutzt die Umwelt mehr.ein LKW oder ein PKW der bald mit 60 km über die Autobahn fährt? Entweder die Leute sind einfach nur dumm oder sie wollen sich wie die Grünen profilieren.

    • Grüner

      Theiner ist ein Ultraschützer ohne Realtitätssinn! Grün sein ist schon gut und Recht – aber man sollte nicht den eigenen Ast absägen!

      • Andreas

        Der einzige Weg die Ressourcenverschwendung einzudämmen und wieder mehr regional zu produzieren und regionale Produkte zu konsumieren, ist die Frachtkosten weltweit extrem zu erhöhen. Und ich bin sicher kein Grüner.

    • bernhard

      Wieso setzt sich dann Südtirol nicht ein, dass auf italienischer Seite die Maut erhöht wird??

    • ......

      Sie wollen Weltmarkt spielen, aber die Waren sollten von alleine fliegen kônnen. Dann wollen sie offene Grenzen, aber das wenn’s geht zu fuss. Ihr seit ein komplett verrücktes Gespann.

    • hans

      was regt sich der Theiner auf ,ist ja von den Tirolern bzw. Österreicher das Geld
      wenn die Wirtschaft floriert ist es egal was es kostet es wird trotzdem gefahren
      Euro 5 ist schon für alle Standard und Lärm ,wegen 2 Autos mehr wacht keiner mehr auf in der Nacht leeres Geschrei von Theiner

    • Spaltpilz

      @bernhard
      Weil es den Baumgartner gibt.
      Weil es die Fercam (und andere) gibt.
      Und weil es uns Polli gibt die die Rechnung begleichen.
      Wenn man bedenkt, dass die Autobahn durch einen LKW um den Faktor Tausend (mindestens) mehr belastet wird als durch einen PKW und anschließend die Mautgebühren vergleicht, merkt man sofort, da stimmt was nicht!
      Brenner – Campogalliano
      Klasse A (PKW oder Motorräder) 22,00€
      Klasse 5 (42t Sattelzug) 53,30€

    • Andreas

      Mautgebühren bzw. Frachtkosten sind sowieso viel zu niedrig, ich würde mindestens einen 1.000der von einem LKW verlangen, wenn er über den Brenner will. Den ganzen billigen Mist durch die Weltgeschichte zu schicken ist Unsinn.
      Für Autos würde ich die Maut auch stark erhöhen.

    • Steuerzahler

      Theiners Geschwafel ist den Nordtirolern sowas von egal wie ihnen egal ist wenn beispielsweise in China ein Sack Reis umfällt.

    • Spaltpilz

      Du hast die verzerrende Wirkung von Subventionen aber noch nicht durchschaut?
      Der Transport soll in den Endpreis mit seinem richtigen Anteil einfließen. Wenn der Apfel um die halbe Welt gekarrt wird soll der teurer sein als jener der vor der Haustür wächst. Das ist in Zeiten der Globalisierung auch ein gewisser Schutz für die heimische Wirtschaft.

      • Andreas

        Wenn Du mich meinst, über die Transportkosten, ev. über Steuern auf den Sprit, würde ich den weltweiten Warenverkehr auf ein Minimum reduzieren um so die regionalen Wirtschaften zu stärken.

        • Armin

          Andreas hat kein Auto und konsumiert nur einheimische Waren,hat selbstverständlich kein Smartphone
          Und benutzt einen öffentlichen Computer und seine Kleider lässt er von einheimischen Schneidern nähen selbstverständlich nicht aus Baumwolle…Sonst kann ich mir nicht vorstellen dass er 1000Euro verlangen würde für einen Transport über den Brenner.EGOISMUS ist das.Was man selber nicht brauch ist zu verbieten

    • Yannis

      >>>den weltweiten Warenverkehr auf ein Minimum reduzieren um so die regionalen Wirtschaften zu stärken.<<<

      dann müssten die Südtiroler doch glatt ihre ganze Apfelproduktion selbst essen um ihre regionale Wirtschaft zu stärken.

    • Oraculus

      Eine Harmonisierung der Mautkosten ist sicher notwendig! Weiter – verstärktes regionales Wirtschaften statt weiteres internationales HIN und Her nationaler und internationaler Güter – somit weniger Verkehr und daher nur eine Röhre notwendig für den BBT – und zwar für den schnellen Zug und nicht für den Warenverkehr !?

    • Peppi

      Mautkosten abschaffen, freie Fahrt für alle!

    • Spaltpilz

      Wieso ist die Anzahl der PS im Auto umgekehrt proportional zur Anzahl der Neuronen des Autobesitzers?

    • Gregor Beikircher

      Es ist eine Provokation, jetzt in der Zeit des ringens um neue Maßnahmen gegen die erderwärmung und gerade anlässich des Klimagipfels die LKW-Maut senken zu wollen. Eine Harmonisierung der Maut für all die Transportstrecken über die Alpen ist notwendig, damit aufgrund einer verbilligten Maut auf einer Strecke kein Umwegverkehr gefördert wird. Aber ein Absenkung der Mautgebühren spricht einerseits gegen die Kostenwahrheit und andererseits gegen jeglichen Prinzips zur Ergreifung von wirksamen Maßnahmen gegen den Klimawandel. Die Kosten auf der Straße müssen sich gemäß den Grundlagen zur Gesundheit, zur Lebensqualität, zur Umwelterhaltung und des Geleichgewichts unseres Planeten richten und nicht allein zur Wertschöpfung einiger Weniger und zur Ausbeutung unserer Erde.

    • Gregor Beikircher

      Leider sind mir einige Tippfehler unterlaufen, sodass ich den Beitrag nochmals wiederhole.
      Es ist eine Provokation, jetzt in der Zeit des Ringens um neue Maßnahmen gegen die Erderwärmung und gerade anlässich des Klimagipfels die LKW-Maut senken zu wollen. Eine Harmonisierung der Maut für all die Transportstrecken über die Alpen ist sicher notwendig, damit aufgrund einer verbilligten Maut auf einer Strecke kein Umwegverkehr gefördert wird. Eine Absenkung der Mautgebühren spricht einerseits gegen die Kostenwahrheit und andererseits gegen jegliches Prinzip zur Ergreifung von wirksamen Maßnahmen gegen den Klimawandel. Die Kosten auf der Straße müssen sich gemäß den Grundlagen zur Gesundheit, zur Lebensqualität, zur Umwelterhaltung und des Gleichgewichts unseres Planeten richten und nicht allein zur Wertschöpfung einiger Weniger und zur Ausbeutung unserer Erde.

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