Du befindest dich hier: Home » Wirtschaft » Kompatschers Mär

    Kompatschers Mär

    Kompatschers Mär

    Martin Fink von Projekt Bozen kommentiert die Astat-Daten zum Rekordsommer: Die Touristen „flögen“ auf Südtirol – auch ohne Flugplatz!

    Die Realität widerlege LH Arno Kompatscher, meint Martin Fink.

    Der Sprecher von Projekt Bozen nimmt „mit Genugtuung“ zur Kenntnis, dass laut jüngst veröffentlichten Zahlen 2015 ein Rekordjahr für Südtirols Tourismus werden wird. „Trotz großteils inaktivem Flughafen kamen im laufenden Jahr mehr Touristen als je zuvor in unser Land“, so Fink.

    Er schreibt weiter:

    Martin Fink

    Martin Fink (Foto: Projekt Bozen)

    „Damit dürfte wohl die Mär, dass Südtirol ohne Flughafen touristisch nicht bestehen, ja gar von der Landkarte verschwinden würde, eindrucksvoll widerlegt worden sein.

    Hingegen kristallisiert sich immer mehr hervor, dass hier auf Kosten der Steuerzahler ein Geschenk an einige Wenige gemacht werden soll – insbesondere an die Politiker, die für ihre dreitägige Arbeitswoche in Rom gerne subventioniert hinunterfliegen.

    Wenn der Flugplatz von der ,Wirtschaft‘ wirklich benötigt würde, warum ist dann kein Unternehmer bereit, sein eigenes Geld in dieses Projekt zu stecken?

    Vermutlich weil die Wirtschaftstreibenden besser rechnen können und sich deshalb hüten, Geldmittel in das Millionengrab Flughafen zu stecken!“

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (26)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • Klaus H.

      Besser Geburtenstationen halten als diese käsigen Flughafen. Oder sollen wir zukünftig zur Geburt nach Rom fliegen?

    • Wurznsepp

      Wo er Recht hat, hat er Recht, der Finkomane. Arno und Michl werden wohl bei der Volksabstimmung recht alleine zu Haus sein. Wobei es spannend wird, ob die vereinte Propagandawalze aus Landes- und Athesiarohren, die uns in den nächsten Monaten blühen wird, bei den Bürgern verfängt. Ich hoffe nicht.

    • Techno Guy

      Ach lieber Fink! Wenn man wirklich keine Ahnung vom Tourismus hat dann sollte man lieber still sein!

      • sogeatsnet

        Lieber Techny Guy
        Da hast du aber einen billigen Kommentar abgegeben!
        Wenn du anderen auf diese Art und Weise den Mund verbietest, solltest du uns zumindest deine Begründung lesen lassen!
        Also bitte um Antwort…

    • Franz I

      Nach 15 Jahren Probelauf, schlägt unser Lugenbeitelempfänger nochmals einen 5 jährigen Probelauf vor! Der erste kostete 120 Millionen.
      Solche Personen haben kein Führungsrecht einer Herde!

    • Markus Gufler

      Eine fragwürdige Argumentation vom Herrn Fink wie ich finde:
      Die Rekordsommer hat abgesehen von der Destination und der Gastlichkeit genau eine Ursache: das ausgesprochen gute Wetter – Punkt. Es wird auch wieder schlechtere Jahre geben. Das – dem Herrn Fink offensichtlich unverständliche – Kunststück ist es eine möglichst gute und gleichmäßige Auslastung speziell in der Nebensaison zu erreichen. Dazu braucht man ein möglichst großes Einzugsgebiet. Breiter aufgestellt und weltoffen sein würde ich das nennen.
      Übrigens nicht nur im touristischen Bereich: Wenn wir hochwertige Arbeitsplätze (Headquarters) haben und halten wollen, sollten wir mit jenen Orten gut verbunden sein, wo die Bürokraten und Neinsager weniger dreinpfuschen können. Oder würde sich irgend ein Unternehmer noch in einem Chaos-Kaff wie Bozen getrauen ein Projekt zu lancieren? Auslandsstudenten werden alles tun nur nicht hierher zurückkommen wenn sich das nicht deutlich bessert.

      Zum von den Gegnern sehr gerne als Drohkulisse dargestellten „Millionengrab“ nur soviel: 2,5 Mio Euro Steuergeld aufgeteilt auf ca. 250.000 berufstätige Südtiroler Steuerzahler sind genau 10 Euro pro Jahr oder 80 Cent pro Monat. Wenn man alle laut Konzept vorgesehenen Subventions-Jahre zusammenzählt sind es 80 Euro una tantum für jeden Südtiroler Steuerzahler.
      Im Vergleich dazu stellt sich die Frage warum für alles nur erdenkliche Steuergelder verwendet werden sollen, nur für den Flugplatz nicht. Eine – auch vom Herrn Fink geforderte – Trambahn ins Überetsch würde mehr als 100 Mio. Euro kosten. Das sind für jeden Steuerzahler Südtirols 400 Euro. Ich würde es z.B. eine gute Idee finden, dass man die Frage im Juni 2016 kombiniert: Flugplatz und Trambahn: ja oder nein?

      Zurück zum Flugplatz und dem Millionengrab-Alibi-Gegenargement der (zweifellos betroffenen) Anreiner. Bereits mit deutlich weniger als den anvisierten 170.000 Passagieren – die es nur braucht, wenn sich der Flugplatz zukünftig OHNE Steuergelder tragen soll – würde er sich im Bezug auf dem „Import“ von ausländischen Kapital im Form von Touristen rentieren. Wenn auch nur 25.000 Gäste pro Jahr (das ist ca. ein landendes Flugzeug an jedem zweiten Tag) 100 Euro im Land ausgeben, sind die 2,5 Mio schon wieder da. Natürlich ist die Kalkulation aus Wertschöpfung, Arbeitsplätzen, Umsatzsteuer usw… deutlich komplexer und umfangreicher. Aber das interessiert die Millionengrab-Stammtischler wohl herzlich wenig. Sie brauchen vermeintliche Argumente die auch im restlichen Südtirol die Nein-Sager zu den Urnen bringen.

      Dann kommt der schlaue Herr Fink zum Schluss, dass sich die Wirtschaft gefälligst selbst zahlen soll was sie unbedingt haben will. Würde man das weiterdenken, könnten sich auch die Vinschger, Sterzinger und Oberpusterer selbst das Krankenhaus zahlen. Neue Feuerwehrhallen und -Autos gibt’s erst wenn die Bürger der jeweiligen Gemeinde genug zusammengelegt haben. Warum sollten Tickets für Zug und Bus mit 70-80% der eigentlichen Kosten subventioniert werden. Gerade heute wurde beschlossen ein neues Schilf-Mäh-Boot für den Kalterer See zu kaufen für veranschlagte 400.000 Euro. Tja wie wär’s denn da wenn die ca. 3500 steuerzahlenden Kalterer das Schiff selber kaufen? 105 Euro pro Kopf. Wer unbedingt will soll doch selber zahlen sagt der Herr Fink…

      Obwohl: wenn ich so überlege, was die Bozner Politik so alles NICHT zustande bringt wäre mehr Selbstverantwortung, Eigeninitiative und Souveränität der Bürger und Unternehmen bei einer deutlichen Reduzierung der Steuern und damit verbundenen Kastration der Politik vielleicht gar nicht mal so schlecht.

      • Garuda

        Ein durch und durch sehr schlüssiger Beitrag. Ich kann dem hier Geschriebenen nur beipflichten.

      • sogeatsnet

        Genau so ist es!
        Und wenn wir erst mal einen gut funktionierenden Flugplatz haben, machen wir uns das schöne Sommerwetter auch selber!

      • Menasa

        Kompliment! 100% korrekt beschrieben.
        Zu „würde man da weiterdenken…“ könnte man auch noch die kirchturmpolitikmässig geförderten Vereinshäuser, Hallenbäder, Kletterhallen,… usw. dazunehmen, sowie einen Grossteil der landwirtschaftlichen Förderbeiträge, welche teilweise weit über die Zweckmässigkeit hinaus gehen.

      • Zugabe

        Anständige und bodenständige Analyse.

      • George

        @Markus Gufler
        Ihre Rechnung hinkt und begründet gar nichts; denn lange nicht alle 250.000 steuerzahlenden Südtiroler können und wollen fliegen und schon gar nicht vom Bozner Flughafen aus. Wer will den Flughafen unbedingt haben? Es sind ein Teil der (bestimmenden) Wirtschaftler (und da noch lange nicht alle) und ein Teil der bestimmenden Politiker, vielleicht auch einige wenige „Normal“bürger. Also sollen sich diese wirklich den Flughafen selber zahlen und die restlichen Steuerzahler damit in Ruhe lassen. Nur, wenn ssie das tun müssten, dann würden sie selber diesen flughafen am ehesten aufgeben.

        • Garuda

          @George

          Bis auf Weiteres bleiben die Aussagen Georges reine Unterstellungen, denn er kann nichts davon mit Fakten belegen.

        • Markus Gufler

          @George
          Es ist zweifellos so wie sie sagen: Es gibt für sehr viele öffentliche Ausgaben-Posten keine breite Mehrheit die davon direkt profitiert. So lange Ihr Haus nicht brennt oder unter Wasser steht werden sie die Feuerwehr wohl kaum brauchen. Trotzdem ist es gut dass es sie gibt. Sofern sie nicht Nutznießer des „wärmsten Badesees der Alpen“ sind kann ihnen das Schilf dort doch relativ egal sein oder? Für die je nach Zulassungkriterien 3500 bis 7000 Berufspendler die weniger als 50.000 Euro Brutto verdienen, keinen Firmenwagen haben und keine (ebenfalls mit 70-80% steuer-subventionierten) öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können, werden pro Jahr 2,2 Mio Euro ausgegeben. Das sind 300 bis 600 Euro pro Kopf. Weil das in den vergangenen Jahren aber nicht reichte, gab es einen Rückstau bei den Auszahlungen und das Land musste 2014 einmalig 5,5 Mio Euro Steuergeld bereit stellen und an die privaten Konten der Empfänger überweisen. Sofern sie kein Sarner sind, wäre es sicher zumutbar gewesen, dass sie auf der bisherigen Straße die gelegentlichen Besuche abstatten, anstatt durch den neuen Tunnel mit über 200 Mio. Baukosten zu fahren. Der kostet jeden Südtiroler Steuerzahler 800 Euro.

          Spannend ist zu beobachten, dass die einen Projekte von denen die nichts davon haben toleriert werden, während für die Wünsche der Wirtschaft weder Toleranz noch Verständnis vorhanden zu sein scheint. Die sollen sich das doch gefälligst selber zahlen, heißt es dann.
          Winston Churchill hat dazu mal gesagt: „Manche halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse; andere meinen, er sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne; nur wenige sehen in ihm ein Pferd, das den Karren zieht“
          Ich würde das so ergänzen, dass wir den Karren alle gemeinsam ziehen und dass die von mir in einer sehr vereinfachten aber doch glaube ich realistischen Kalkulation der noch ausstehenden Beiträge für den Flugplatz im Verhältnis ein sehr bescheidener Beitrag der Allgemeinheit ist. Auch für den der (noch) nicht vorhat jemals selbst in ein Flugzeug zu steigen das in Bozen startet.
          Der kleine unternehmerisch tätige Handwerker aus dem Seitental kann sich dann ja auch gerne mal über Impulse eines lebendigen Wirtschaftskreislaufes und darin anfallende Aufträge Gedanken machen, anstatt sich von den elektronischen Schikanen der öffentlichen Verwaltung gängeln zu lassen und den Flugplatz als Sinnlos zu missverstehen. Wenn die neue Betriebshalle eines vom Flugplatz profitierenden Unternehmens an besser erreichbaren Plätzen gebaut wird, freuen sich die dortigen Fliesenleger und Elektriker. Der eigene Gartenzaun ist eine große Hürde, das ist mir schon klar.

          • George

            @Markus Gufler
            Wir sprechen vom Flughafen Bozen, der nicht odentlich funktioniert und es wahrscheinlich aus den uns bekannten Gründen auch nie tun und auch nur von wenigen gebraucht wird. Deshalb können wir diesen auch nicht mit der Feuerwehr vergleichen oder mit dem „wärmsten Badesee der Alpen, der so schon von der Natur platziert ist. Ihre Vergleiche, Herr Gufler, hinken einfach total und gehen am Konkreten völlig vorbei.

            • Markus Gufler

              Das sehe ich nicht so, denn der gesamte öffentliche Nahverkehr würde ohne die erwähnt hohen Subventionen nicht einmal Ansatzweise funktionieren. Wo ist da der hinkende Unterschied?
              Warum sollte die Allgemeinheit für die ca. 5000 Berufspendler pro Jahr gleich viel Geld auf deren Privatkonten überweisen wie für die mehr als 10-fache Menge an an/abreisenden Passagieren am Flugplatz?
              Wenn der Kalterer See von alleine zuwächst, dann „funktioniert“ er ja auch nicht ohne finanzielle Unterstützung für das Mäh-Boot.

              Es gibt tausende Dinge die man da aufzählen könnte. Je nach dem wie man persönlich geografisch, profit- und prestigemäßig dazu steht wird man deren Sinnmäßigkeit anerkennen oder in Frage stellen. In Rabland wünscht man sich zum Beispiel eine Umfahrung, und die soll laut derzeitigem Entwurf 44,5 Mio Euro kosten, also ca. 180 Euro für jeden Südtiroler Steuerzahler. Die bereits getätigten Investitionen für die anderen Vinschger Umfahrungen und die parallele Reaktivierung der Vinschgerbahn, die man früher einmal wegen scheinbarer Unrentabilität aufgelassen hatte, sind da noch nicht mit einberechnet.
              Die bereits getätigten und noch ausstehenden öffentlichen Investitionen in das Breitbandnetz könnte man genauso gut in Frage stellen, je nach dem ob man den Bedarf hat und die resultierenden Effekte der digitale Erreichbarkeit anerkennen kann.
              Den Flugplatz als angeblich unrentables Millionengrab finde ich im Vergleich dazu alles andere als teuer. Die Gegner sollten zu den eigentlichen Gründen ihrer Abneigung stehen anstatt mit einem „Millionengrab“-Argument Südtirolweit Wähler zu täuschen.

    • Garuda

      „kristallisiert sich hervor …“ und „hinunterfliegen …“ also ich kenne kein schöneres Deutsch als dieser Herr an den Tag legt. Aber vielleicht ist dies das Ergebnis der gemischtsprachigen Kultur Südtirol.

      Wer also den LH kritisieren will, sollte doch etwas mehr an Sprachkenntnis haben, denn ansonsten fehlt es erst Recht an der Glaughaftigkeit der restlichen (scheinbaren) Argumente.

      Ich bin deutlich für das Konzept des LH.

      • Sirena

        Du solltest eher das Kirchenambiente kritisieren, da gefällst du mir am besten, warum wohl?

        • Garuda

          @Sirena

          Ich rede weder Ihnen noch sonst jemandem nach dem Mund. Aber was kann man sich denn von einer Heulsuse auch erwarten, wenn sie einen solchen Nickname freiwillig auch noch wählt?

        • Garuda

          @Sirena

          Warum gefällt Ihnen denn am meisten meine Kirchen kritischen Kommentare?

          Es scheint mir einfach eine linke Heuchelei, wenn man sich daran gütlich tut, genau jene rückwärts gewandte Institution zu kritisieren, wo man sich selbst aufspielt, als hätte man die Weisheit und Wahrheit gepachtet, und sich berufen fühlt, Denkverbote aufstellen zu können und gleichzeitig nicht merkt, wie sehr man als politisch Linke sich moralisch und ethisch an den Menschenrechten vergeht, zum Preis der Rechthaberei und ideologischen Scheuklappen.

          • Sirena

            Da wollte ich dich haben, schön wie du aus dem Nichts so viel herauszaubern kannst.

            • Garuda

              @Sirena

              Langsam erden Sie ja gar nett und liebenswürdig.

              Mal abgesehen vom plumpen Du, das Sie mir geben.

            • Sirena

              Du enttäuscht mich nicht, hast glatt wieder was herausgefiltert, aber damit, mein Lieber, musst du leben, mehr steht dir nicht zu, hier im Forum werden alle gleich behandelt, die Feinen, die Besserwisser, Pseudo-Gescheiten, die Frechen, Arroganten und Schnöden.

            • Garuda

              @Sirena

              Jetzt bin ich auch noch Ihr Lieber? 😉

    • drago

      Wie bei allen Beratungen, Gutachten oder Businessplänen auf Bestellung, deren Resultat vom Auftraggeber vorgegeben ist, stellen sich natürlich immer verschiedene Fragen. Ich möchte nur eine aufgreifen und zwar die Anzahl der (zusätzlichen) Touristen (siehe Markus Gufler). 25000 zusätzliche Touristen heißt 25000 Touristen pro Jahr mehr, die praktisch nur des Flughafens wegen nach Südtirol kommen würden. Ich würde mal sagen, die Argumente pro Flughafen sind ungefähr so pauschal und fundiert wie jene dagegen. Ich hätte mir nur von einem professionellen Plan und dann von der Diskussion etwas mehr erwartet.

      • Yannis

        der Flughafen ist das eine, die Airlines die den Flughafen anfliegen sollen ist das andere.
        Wenn für Airlines das bedienen eines Flughafens sich nicht rechnet, werden sie ihn auch nicht bedienen und aus den 25000 Touristen Plus wird dann auch nichts.
        Die Frage ist viel mehr, finden sich Airlines die BZ in ihren innereuropäischen Flugnetz einbinden wollen, wenn nein ist der Flughafen überflüssig.
        Also der entscheidende Faktor über die Sinnhaftigkeit des Projekts liegt viel mehr bei den Airlines als bei den Gegnern öder Beführwortern des Flugplatzes.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen