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    Geförderte Medien

    LH Arno Kompatscher

    LH Arno Kompatscher

    Die Landesregierung hat die Richtlinien für die Medienförderung genehmigt. Eine Besonderheit ist die Regulierung der anonymen Online-Kommentare.

    Rückblick: Am 22. September hatte der Südtiroler Landtag das neue Mediengesetz verabschiedet. Erklärtes Ziel des Gesetzes ist es, so Landeshauptmann Arno Kompatscher, „den Medienpluralismus sowie die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Südtirol zu stärken und ein unabhängiges, vielfältiges, ausgewogenes und flächendeckendes Informationsangebot zu gewährleisten“.

    Am Dienstag – fast genau zwei Monate nach der Verabschiedung des Gesetzes im Landtag – hat die Landesregierung die dazugehörigen Richtlinien verabschiedet, nach denen das Land lokale Medienunternehmen fördern will.

    Welche Medien werden gefördert?

    In den Genuss der Landesförderung in Form von Verlustbeiträgen können demnach lokale Radio- und Fernsehsender aber auch lokale Newsportale kommen, die Nachrichten und Programme von lokalem Interesse herstellen und verbreiten und darüber hinaus Informationen des Zivilschutzes, des Wetterdienstes und Verkehrsberichte sowie im Interesse der öffentlichen Gesundheit ausstrahlen.

    Da es einer angemessenen technischen Ausstattung bedarf, um diese Dienstleistungen zu erbringen, erhalten die begünstigten Unternehmen einen fixen Kostenbeitrag für Betrieb und Instandhaltung. Dazu werden 20 Prozent der im Bezugsjahr zur Verfügung stehenden Geldmittel auf alle begünstigten Unternehmen aufgeteilt.

    Wegen des jeweils unterschiedlichen technischen Aufwands allerdings werden die Mediengattungen gewichtet: ein Fernsehsender erhält das Vierfache des Festbetrags eines Online-Portals, ein Radiosender das Zweifache dieses Betrags.?? Der restliche Anteil von 80 Prozent der im Bezugsjahr zur Verfügung stehenden Geldmittel wird nach einem Punktesystem aufgeteilt. Dabei dienen die vom Landesstatistikinstitut ASTAT ermittelten Reichweiten oder für die Portale die Datenverkehrsanalysen des Landesbeirats für das Kommunikationswesen, die Lohnkosten für unbefristet beschäftigte Mitarbeitende und Journalisten sowie die Kosten für den Bezug von Nachrichtenagenturen als Kriterien für die Beitragsbemessung. Diese nimmt der Landesbeirat für das Kommunikationswesen vor. Ausgezahlt werden die Beiträge – nach der Zustimmung der Landesregierung – dann von der Landesabteilung Wirtschaft.

    Neu in der Medienförderung ist die Berücksichtigung der Newsportale. Um die „Diskussionskultur im Netz zu verbessern“, hat die Landesregierung die Nachverfolgbarkeit der Nutzer von Online-Foren zur Voraussetzung für eine Förderung gemacht. So müssen sich Nutzer mit Vor- und Nachnamen, Anschrift, Benutzernamen, Passwort und gültiger E-Mail-Adresse registrieren. Die Freischaltung erfolgt nach Annahme der Netiquette und Zusendung einer Freischalte-URL an die bei der Registrierung angegebene E-Mail-Adresse.

    Für diese Medienförderung stellt die Landesregierung heuer eine Million Euro zur Verfügung, im kommenden Jahr werden es 1,8 Millionen Euro sein. „Somit sind nun die Voraussetzungen geschaffen, dass um Förderung für das zu Ende gehende Jahr sowie auch schon für das kommende Jahr angesucht werden kann“, so Kompatscher.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (18)

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    • NameAdress

      … auf Stoll hatte ich auch schön brav ausgefüllt,
      … bis mich einer frühmorgens besuchte …
      lt.Infos wurde es zurückverfolgt …

    • Unterwind

      Ich kotz mich frei………!!!!!!! Da steht er nun der Putin Südtirols.

    • ......

      Den Iene flüstern, die hätten ihre Freude zu wissen, wie es unsere Politiker schaffen, Gehälter alla Obama zu beziehen…..durch Zensur. Jetzt auch offiziell.

    • Steuerzahler

      Da kann man nur den Kopf schütteln. „Diskussionskultur im Netz zu verbessern“,
      Viel wichtiger wäre die Anstandskultur unserer Politiker zu verbessen und zwar mit Mandatsentzug. ( Rentenskandal, SEL Skandal, ESF Skandal usw…….!!!

    • ......

      Der Stein ist bereits losgelöst und im rollen, den hält man auch mit Kommentarzensur nicht mehr auf, der sucht sich seinen Weg. „Das“ wenigstens bremsen? Sinnlos. Die einzige Rettung für die Politik wäre eine 180˚ Wendung, was anscheinend nicht geht, weil sie sich mit ihren Gesetzen selber den Weg versperrt hat. Wenn ich die Tageszeitung wäre, würde ich auf einen lebenden Gaul setzen, nicht auf einen dem Tod geweihten.

    • Nirvana

      Seit man bei Stol (Online Nachrichtenportal der Christlichen Brüder) seine DNA bestimmen lassen muss um seine Meinung posten zu dürfen, sind die Einträge um 99% geschrumpft. Auch ich habe seitdem nichts mehr gepostet. Warum wohl?…in Südtirol werden Personen welche die Wahrheit sagen verfolgt. Es gab mal eine Partei die nannte sich SED…..diese wurde ins Südtirolerische übersetzt und nennt sich hier SVP!
      Es lebe die Freiheit!

      • Senoner

        Ich poste auch nichts mehr auf Stol. Aber nicht nur das: ich lese auch nicht mehr Stol. Wenn mehrere so sind wie wir, dann müssen bei Stol die Werbeeinnahmen ganz schön gesunken sein. Nun will man dieses Fianzloch wohl per Gesetz stopfen.

    • Frage?

      Wie einst im „ARBEITER UND BAUERNSTAAT“!

      Damit AUFWIEDERSEHN MEINE HERRN UND HABTS MI GERN……

      frei nach W.AMBROS!

      Das wars……………, wieder Freizeit gewonnen!

      Auf WIEDERSEHN in NORDKOREA……….

    • Spaltpilz

      1. Regime die sich durch Zensur an der Macht halten, haben nicht lange Bestand.
      2. Da unsere Politiker den Kontakt zur Bevölkerung verloren haben, erleben sie Kritik nur mehr über den Online-Foren und die soll nun unterbunden werden.
      3. Die TZ kann auf die Kommentarseiten kaum verzichten, denn an Hand der Klicks, die natürlich gezählt werden, weiß die Redaktion genau, dass die Kommentare fast wichtiger sind als der Artikel selber.
      4. Wie haben die Oppositionsparteien abgestimmt?

    • Florian Egger

      jetzt wird sich zeigen, welchen Medien die Meinungsfreiheit wichtiger ist, als das Taschengeld des Landes

    • checker

      Vergesst es! Widerstand!!! Die Onlinekommentare auch anonym unterliegen nicht der Klarnamenpflicht, dies ist eine unsägliche Einschränkung der Freiheit des Einzelnen. Ich glaube nicht, dass wir ein Problem mit Onlinekommentaren haben. Jede Seite kann Kommentare, die nicht einer korrekten Form entsprechen ohne Probleme regeln, bzw wegschalten. Die Politik (und auch die Kirche)sieht sich mit dem Netz als einen Gegner konfrontiert, den man zunehmend nicht unter Kontrolle hat. Seit dem Rentenskandal hat man Angst vor dem Volk… DIe kleineren Zeitungen wie die Tageszeitung usw. sollten sich wehren. Ich erwarte mir absolut ein Statement.
      Eines kann ich hier schon ankündigen: Sollte die Tagesezeitung die Kommentare klarnamenpflichtig machen, kündige ich das Abo.
      Mehr noch, wir werden uns zu wehren wissen und die geballte Macht der Netzwerke usw. ins Gefecht schicken.
      Eine Welle der Einschüchterung, die auch in Südtirol unsäglich um sich greift.
      Schämt euch Politik

    • Gynne

      Habe kein Problem wenn ich nicht mehr schreiben kann was ich denke , sag ich hat denjenigen direkt ins Gfries ,wenn er oder sie es liabor so hot, bittschian !!!!

    • Armin

      Da werden sich Kommentarschreiber halt andere Wege suchen.ZB Facebookgruppen Gründen die sehr Populär werden….Im Internet kann man kaum was zensieren

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