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    „Bewegtes Jahr“

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    Auf der heurigen Versammlung des Landesausschusses der Tiroler Schützen in Brixen ging es um den Doppelpass, den Unabhängigkeitstag und die Renovierung des Hofer-Denkmals.

    Ganz im Zeichen der guten Zusammenarbeit zwischen den Schützen Tirols stand die fünfte Sitzung des Landesausschusses der Tiroler Schützen am 28. November 2015 im Forum Brixen. Daran teilgenommen haben insgesamt 57 Delegierte des Bundes Tiroler Schützenkompanien, des Südtiroler Schützenbundes und des Welschtiroler Schützenbundes.

    Der Landesausschuss hat sich mit der weiteren gemeinsamen Vorgehensweise zur österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler befasst. Bereits im kommenden März werden alle österreichischen Parteien zu einer entsprechenden Diskussionsveranstaltung nach Bozen eingeladen. Es kam eine Resolution zur Abstimmung, in der beschlossen wurde, Aufklärungsarbeit zur Verleihung einer österreichischen Staatsbürgerschaft an die Bürger der deutschen und ladinischen Minderheit in Italien zu unterstützen und gemeinsam mit Kompanien aus allen Landesteilen durchzuführen.

    Erstmals wurde der Eduard-Reut-Nicolussi-Preis vergeben, und zwar an den Obmann des Milchhofes Sterzing, Adalbert Braunhofer, und an dessen Direktor Dr. Günther Seidner sowie an Anton Steixner, ehemaliger Landeshauptmann-Stellvertreter des Bundeslandes Tirol. Mit dem Eduard-Reut-Nicolussi-Preis werden Persönlichkeiten bedacht, die sich für die Tiroler Landesteile und die Einheit Tirols verdient gemacht haben. Alle drei Preisträger betonten in ihren Dankesworten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Landesteilen und versprachen, sich auch weiterhin für das Zusammenwachsen Tirols einzusetzen.

    Angekündigt und vorgestellt wurde auch der Unabhängigkeitstag in Bruneck im kommenden Jahr am 14. Mai, bei dem nach Unabhängigkeit strebende europäische Völker eingeladen werden, um gemeinsam für die Freiheit ihrer jeweiligen Länder einzutreten.

    Auf Antrag der Welschtiroler Schützen wurde eine Resolution einstimmig beschlossen, dass die Euregio Tirol aufgefordert werden soll, den Unabhängigkeitsprozess in Katalonien aufmerksam zu verfolgen und eine Delegation dorthin zu entsenden, um weiteren Entwicklungen Rechnung tragen zu können.

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    Der geschäftsführende Landeskommandant Elmar Thaler hielt einen Rückblick über ein sehr bewegtes Jahr. Unter anderem wurden heuer in einer landesweiten Aktion 70 Gedenkkreuze entlang der ehemaligen Frontlinie im Ersten Weltkrieg vom Stilfserjoch bis zum Karnischen Kamm aufgestellt. Die Spendenaktion zur Renovierung des Andreas-Hofer-Denkmals in Meran war ein voller Erfolg. Insgesamt konnten dabei 35.557,02.- Euro gesammelt werden, die vollständig dem Bauvorhaben zugutegekommen sind.

    Landeskommandant Paolo Dalprà zeigte sich erfreut über das vergangene Projekt „An der Front“, welches den Welschtirolern ihre Geschichte vor Augen geführt hat. Er zeigte sich besorgt über das geplante, provokante Alpinitreffen in Trient im Jahr 1918. Die Traditionsverbände in ganz Tirol werden dieses nicht gut heißen, so Landeskommandanten Fritz Tiefenthaler. Dieser bedankte sich für die Spenden aus dem südlichen Tirol bei der Spendensammlung „Tirol in Not“ für die unwettergeschädigten Landesleute in Sellrain und See/Paznaun. Es konnten insgesamt 28.889,50.- Euro gesammelt werden. Diese Gelder werden demnächst den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden übergeben.

    Statutengemäß übernimmt der Welschtiroler Landeskommandant Paolo Dalprà die Geschäftsführung der Tiroler Schützen für das bevorstehende Jahr 2016.

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    Kommentare (3)

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    • Silvius M.

      Ich gehöre nicht den Schützen an und habe ihn in anderen Zusammenhängen hin und wieder auch scharf kritisiert. Froh bin ich aber schon, dass der der Schützenbund „klare Kante“ im Vorantreiben der doppelten Staatsbürgerschaft zeigt! Wer seine eigene Identität nicht kennt oder gar leugnet und wer so saudumm ist, die „Optionszeit“ in diesem Zusammenhang zu zitieren (Grüsse an den Weinbergweg!) der darf sich meinetwegen gerne als „Italienischer Staatsbürger deutscher Muttersprache“ bezeichnen. Allerding dürfen sich solche Südtiroler dann nicht wundern, dass Österreich schon bald seine Aufsichtspflicht gegenüber Südtirol nur mehr recht als schlecht ausübt, da die Südtiroler ohne Bezug zu Österreich entwurzelt dastehen. Spätestens dann ist Südtirol eine inneritalienische Angelegenheit. Danke, Weinbergweg!

    • Silvius M.

      errate corrige: „mehr schlecht als recht“ muss es natürlich heißen

    • Huber

      Bewegtes Jahr?
      Ausser reichlich Pressemeldungen, was ist denn konkret bewegt worden?

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