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    Die Bus-Millionen

    WasserstoffbusDie Landesregierung will in den nächsten Jahren weitere 20 Wasserstoffbusse für Gesamtkosten von rund 13 Millionen Euro ankaufen.

    Die Landesregierung will in den nächsten Jahren weitere 20 Wasserstoffbusse für Gesamtkosten von rund 13 Millionen Euro ankaufen.Über ein EU-Programm soll die EU dazu rund 4 Millionen Euro beisteuern.

    Dies geht aus der Beantwortung einer Landtagsanfrage des Landtagsabgeordneten Andreas Pöder (BürgerUnion) durch Landesrat Florian Mussner hervor.

    Wie hoch die Wartungskosten für die einzelnen Busse sein werden, lässt sich laut Landesregierung noch nicht abschätzen, die Hälfte der Wartungskosten soll aber wiederum durch das EU-Programm abgedeckt werden.

    Ein Wassertoffbus wird zwischen 600.000 und 650.000 Euro kosten, im Vergleich dazu kostet ein Methanbus rund 220.000 Euro, ein Dieselbus 200.000 Euro.

    Pöder kritisiert die Entscheidung, neue Millionenbeträge für Wassertoffbusse auszugeben.

    „Damit werden weiterhin Steuergelder in die ineffiziente und überaus teure Wasserstofftechnologie investieren. Die mittlerweile ebenfalls sehr abgasarmen Diesel- oder Methanbusse kosten nur ein Drittel in der Anschaffung und deutliche weniger in der Wartung. Die Wasserstoffherstellung verbraucht viel Energie, die Speicherung des Wasserstoffs nicht unproblematisch. Zudem können die Wasserstoffbusse nur geringe Steigungen bewältigen“, so der Abgeordnete.

    Vor wenigen Wochen hat sich die Landesregierung selbst im Landtag im Zuge der Behandlung eines Beschlussantrages für eine wasserstoffbetriebene Vinschgerbahn nicht sehr begeistert über diese Idee gezeigt. Der Ankauf der teuren Wasserstoffbusse wurde jedoch bereits vor Monaten in die Wege geleitet und soll ab 2017 in die Tat umgesetzt werden.

    Pöder hält diesen Ankauf eher für ein Beschäftigungsprogramm für das teure Wasserstoffzentrum H2 in Bozen Süd.

    Der Abgeordnete:

    „Irgendwie muss man die dortige Investition von über einem Dutzend Millionen Euro rechtfertigen. Das Wasserstoffzentrum in Bozen Süd ist nur zu einem Drittel ausgelastet und deshalb will die Landesregierung wieder viele Millionen in den Ankauf von Wasserstoffbussen investieren, um dem Wasserstoffzentrum Arbeit zu verschaffen.“

    Günstiger und besser wäre es auf Methangasbusse zu setzen, die in der Anschaffung und auch im Betrieb ein Drittel der Kosten für die Wasserstoffbusse verschlingen würden.
    Oder gleich auf Elektrobusse zu setzen, deren Anschaffungskosten ebenfalls deutlich unter jenen der Wasserstoffbusse liegen.

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    Kommentare (34)

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      • Rocco siffredi

        Kaufen marsch marsch!!
        Che spreco raga

        • Puschtra

          Der Mussner glaubt er kann Geld hinausschmeißen wie viel er will.
          Solange wir ihn nicht aus dem Land jagen, stimmt das auch. Es ist ja nicht sein, sondern unser Geld.

          • der eine

            das mit dem jagen seh ich etwas anders. 15.000 jahre kulturgeschichte haben uns einige errungenschaften gebracht. dazu ghören demokratie und freie wahlen. ich denk allerdings, dass die entscheidung eher von landeskapser kompatscher getroffen wurde.

            nebenbei geht es mir hier weniger um politik geplänkl, sondern um kritik an einer völlig absurden sachentscheidung.

            • Puschtra

              15.000 jahre kulturgeschichte?
              Ein Blick in die nähere Vergangenheit zeigt was passiert, wenn der Topf überläuft und die Bevölkerung genug hat von den Schmarotzern von denen sie ausgebeutet werden.

    • Honecker

      @ der eine: nicht rausgeschmissen.
      die busse braucht es in zukunft, um zwischen terminal a,
      terminal b und terminal c des flughafens zu verkehren und die zahlreichen touristen (150.000) l,
      die mit dem a380 der emirates einreisen, zu den einreisehallen 1-4 sowie 5-7 zu bringen.

    • Stephan Mair

      @honecker wieso so kompliziert ..
      wir brauchen sie um die Wasserstoffproduktion in Bozen-Süd zu legitimieren und trotz horrender Kosten weiter zu betreiben.

    • Yannis

      Und wieviel „Emissioni“ werden durch die Wasserstoffproduktion generiert ? bestimmt nicht „Zero“

    • Andreas leitner

      Wo sollen wir denn sonst mit den ganzen Millionen hin?

    • BATMAN

      Während die Erfindungen Nikola Teslas irgendwo verstauben, läuten unsere gestrigen Politiker das Wasserstoffzeitalter ein. Das nennt sich Fortschritt!

    • George

      So schröpft man unsere Bürger-innen weiterhin, solange sie trotzdem den Schröpfern hinterher laufen.

    • Lisi

      Des geat schun guat, sollen eher amoll den Schützen und anderen nutzlosen Vereinen den Geldhahn zudrehen.

    • sandros

      @stephan mair
      da gebe ich Ihnen vollkommen recht………
      Man sollte sich die Akteure im Hintergrund anschauen, um zu verstehen was vorne läuft…..
      Der Präsident vom Wasserstoffzentrum kommt ja aus dem gleichen Dorf wie der „Präsident“ der STA, welcher wiederum ja vor den Landtagswahlen Gründer des Vereins „Wir für Arno“ war……

      Mag sein, dass Wasserstoff ein gutes Konzept für die Zukunft ist. Es darf aber nicht sein, dass mit öffentlichen Geldern auf einen mögliches gutes Konzept spekuliert wird.

      Das aber ist das Dilemma der öffentlichen Hand. Es sind Beamte und Verwalter, es nicht ihr Geld. Sie spielen aber Manager und Unternehmer. Wenn ein Unternehmer diese Investitionen aus eigener Tasche bezahlen müsste, denke ich nicht, dass hier irgendjemand investieren würde………

      Es wäre schön zu erfahren mit welcher Logik und Argumentation die Landesregierung diese Investitionen rechtfertigt.

    • George

      Die Effizienz der Wasserstoffbusse ist sehr niedrig und der Geld- und Energieverschleiß enorm hoch. Was hier an hineingesteckter Energie verlustig geht, das wird uns nie gesagt. Was gibt am Ende das Produkt Wasserstoff von jener Energie her, die man vorher hinein gesteckt hat und besser für weit notwendigere Bereiche bräuchte. Es ist wie bei der Nahrungspyramide, wer am Ende schlürft, hat die Natur schon x-mal ausgesaugt und dabei ein Vielfaches an Schadstoffen angehäuft, alles mit einbezogen im ganzen Erzeugungs- und Anhäufungs/Verlustzyklus.

      • Yannis

        @George,
        meine volle Zustimmung !!

      • Andreas

        @George
        Hast Du Quellen für Deine Behauptung der Ineffiziens und dafür, dass die Energie anderswo nötiger wäre, was ich jetzt für eine recht lächerliche Aussage halte, oder nimmst Du das nur an?
        Nenne doch bitte auch eine Alternative zu Diesel und Wasserstoff, Du scheinst hier mehr zu wissen.
        Verbrennungsmotoren sind jedenfalls keine Meister der Effiziens, kannst Du belegen, dass Wasserstoff da wirklich so viel schlechter abschneidet?

    • sandros

      Fast vergessen:

      viele Projekte sind gut, unbestritten. Doch sollte man sich auch die Mühe machen und auch mit ein wenig mehr Transparenz arbeiten. Wieso wird bei der Landesregierung Wasserstoff als beste Technologie angesehen? Im Vergleich zu welcher? Und wenn Steuergelder in den Sand gesetzt werden, dann sollten die Verantwortlichen auch dafür verantwortlich sein.
      In der letzten Zeit hat sich hier sicher einiges gebessert, doch es gibt noch viel zu tun.
      Und manche Projekte haben immer noch einen sehr faden Beigeschmack…… Sorry, aber auch das sollten die Verantwortlichen erkennen.

    • Hubert

      und sonst will man uns Bürgern vormachen, dass man überall sparen muss.
      Ist das nicht Gaunerei in Potenz, oder?

    • tztz

      Die Landesregierung verbessern was?
      Wasserstoff wird durch Stromerzeugung erzeugt und Strom durch Wasserkraft
      wo liegt da die Umwelt bzw Geldersparnis? wenn ein weiterer Arbeitsschritt dazukommt?

      Eines ist sicher die Busfahrer bekommen noch mehr Druck von A nach B zu kommen, nur fliegen müsste man können
      Also es wird weiter gestreikt

    • Spaltpilz

      Das Wasserstoffprojekt ist derart unsinnig, dass mir Zweifel kommen, ob da nicht kriminelle Energie dahintersteckt.

      • Andreas

        Täusch Dich nicht, Elektroautos sind in der jetzigen Form sicher nicht die Zukunft, da es weltweit nicht annähernd genug Lithium gibt, um alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zu ersetzen.
        Entweder Tesla findet ein grundlegend neues Speicherkonzept für Strom, sonst bleiben Elektroautos ein Nischenprodukt.

    • Snake Pliesskien

      Ich würde mal den Bozner Ing. Volcan beuftragen. Ich wette dem würde es mit seinen tüftlereien auch noch gelingen, die Busse mit den Abfällen aus der Apfelverarbeitung anzutreiben. LOL

    • Spaltpilz

      Elektroautos mögen ein Nischenprodukt sein, aber wo sie eingesetzt werden können, sind sie äußerst effizient.
      Eine Lithiumzelle hat einen Wirkungsgrad von über 90%, das heißt über 90% der zum Laden eingesetzten Energie werden beim Entladen wieder abgegeben.
      Beim Wasserstoff werden 50% schon bei der Erzeugung und weitere 50% in der Brennstoffzelle verloren. Also für den Betrieb der Bus(elektro)motoren bleiben nur noch 25% übrig.
      Da die Anschaffungskosten der Busse und der Wasserstofferzeugungsanlage horrend sind, Südtirol weder umweltmäßig noch ökonomisch oder technologisch (alle importiert) einen Vorteil hat, frage ich mich, wer da profitiert?

    • hubert

      Die einzigen die das nützt sind die Ökofuzzis wie der Foppa, und natürlich den Vettern, die gewaltig mitverdienen können. Dabei könnte es auch anders funktonieren, Landi Renzi rüstet Dieselfahrzeuge mit einer Methananlage aus, sodass diese im reinen Dieselbetrieb oder im Mischbetrieb bei dem Hauptsächlich Methan verbrannt wird gefahren werden können.

    • Spaltpilz

      1. Der Mussner ist ein SVP – Politiker und nicht bei den Grünen.
      2. Die Foppa ist zwar bei den Grünen, hat aber bei der Anschaffung der Busse nicht mitgewirkt. Nur der Sachlichkeit wegen.
      3. Es gibt von Solaris (polnischer Bushersteller) Elektrobusse, welche an jeder Haltestelle, oder an den Endpunkten nachgeladen werden.
      4. Diese Technologie funktioniert seit Jahren perfekt und ist fast wartungsfrei. Einen Haken hat die Sache allerdings: Der Hersteller ist nicht Mercedes und der Importeur nicht die Autoindustriale.

    • Mike

      ich frage mich, warum alle bedeutenden Autobauer bereits Prototypen mit Wasserstoff betreiben und diese auch in nächster Zeit serienmäßig bauen und anbieten möchten. Doch nicht etwa weil sie blöder sind als so manche Kommentarschreiber dieses Forums

      Was spricht gegen eine Energiequelle die unbegrenzt zur Verfügung steht, Wasser und erneuerbare Energien aus Sonne, Wasserkraft und Wind?
      Welche Rohstoffe benötigen reine Elektrofahrzeuge alleine für die Batterien und stehen diese unbegrenzt zur Verfügung?
      Ein Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb kann man genau so schnell auftanken wie ein Benzin- oder Dieselauto, mit Elektrofahrzeugen ist eine längere Standzeit einzuplanen.
      In einigen Jahren können wir stolz darauf sein, dass wir zu den Pionieren dieser neuen Technologie gehörten.

    • Spaltpilz

      Wasserstoff ist ein Energieträger, keine Energiequelle!
      Das heißt: Um den Wasserstoff zu erzeugen muss erst mal Energie einsetzt werden! Und zwar ca. doppelt so viel, wie dabei herauskommt.
      Wenn du dich genauer informierst, wirst draufkommen, dass so gut wie alle Automobilhersteller (Mercedes, Bmw, VW, Ford, GM) aus der Technologie ausgestiegen sind. Nur Toyota versucht es seit Kurzem noch einmal.
      Bei den (öffentlichen) Bussen ist das anders, denn da zahlt nie der der bestellt. Als deutscher Politiker mag das ja noch angehen, denn so wird die heimische (deutsche) Industrie gefördert. Aber wir Südtiroler, was haben wir von alle dem?
      Frage: Hat Herr Mussner nicht schon einmal einen Bürokomplex um 400.000€ im Jahr angemietet, der dann leer stand?

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