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    Die Vergessenen

    putzfrau putzen büroBeim Hilfspersonal an den Schulen macht sich Unmut und Frustration breit. Die Arbeitsqualität sei schlecht – und man werde kaum wertgeschätzt. Eine große Umfrage beweist nun, dass dies keine Einzelfälle sind.

    von Heinrich Schwarz

    Seit Jahren arbeiten die Gewerkschaften daran, die Arbeitsqualität des Hilfspersonals an Südtirols Schulen zu verbessern. Vergeblich: „Immer wieder sind wir mit Fällen konfrontiert, wo der Arbeitsdruck und die Arbeitssituationen bei den Bediensteten großen Unmut und Frustration auslösen. Die Landesverwaltung aber sagt, das seien Einzelfälle.“

    Um das Gegenteil zu beweisen, haben die Gewerkschaften ASGB, GS, AGB-CGIL, SGB-CISL und UIL-FPL eine Umfrage gestartet, die vom Arbeitsförderungsinstitut durchgeführt wurde.

    In Südtirol werden insgesamt 1.661 Personen der Berufskategorie Hilfspersonal zugeordnet. Ein großer Teil davon ist weiblich – und älter als 50 Jahre. 514 Personen haben an der Umfrage teilgenommen.

    Eines der zentralen Ergebnisse:

    71 Prozent gaben an, dass ihnen kein individueller Arbeitsplan ausgehändigt wurde, der die zu reinigenden Quadratmeter, die Häufigkeit der Reinigung und eventuelle Dienstzeiten der Aufsicht berücksichtigt. Dabei finden 60,9 Prozent, dass die Reinigungsarbeiten in der Schule nicht gerecht verteilt sind.

    Ein anderer, sehr interessanter Aspekt der Umfrage: Nicht weniger als 78,3 Prozent wünschen sich mehr Anerkennung und menschliche Wertschätzung am Arbeitsplatz.

    LESEN SIE IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG:
    – Die weiteren Missstände
    – Wem die Gewerkschaften die Schuld geben
    – Die Lösungsvorschläge

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (30)

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    • Stephan Mair

      Eventuell sollte diese Damen und Herren mal in die Privatwirtschaft umsteigen, dann würden sie sehen was „schlechte Arbeitsqualität“ wirklich bedeutet.
      Da kann man nur mehr Kopfschütteln.

    • Franz Waldner

      @Stephan Mair, nett, dass Sie in Ihrem Kommentar alle über einen Kamm scheren, (diese Damen und Herren !) und vermutlich wissen Sie ja ganz genau bescheid über unsere Arbeitsbedingungen. Wenn es Sie aber tatsächlich interessiert lade ich Sie gerne zu einer Vertiefung Ihres Wissens, in „meine“ Schule ein. Lg

      • alfons

        ich schreibe von bk.würde Ihnen gerne erzählen
        wieviel truck da ist Ausspeisung..glaube nicht in viele
        Hotels wird so gearbeitet.und noch dazu onhne Rentenversicherung.
        Gemeinde darf das machen …..

      • tammi

        Hatte viele Jahre regelmäßig in Schulen zu tun. Vor allem Abends. Wenn man aus Versehrn in den frisch geputzten Boden trat hab es immer einen Anschiss sondergleichen. Ohne Anschiss kam man nicht einmal in die Nähe dieser Damen und Herren. Erlebt an einer Oberschule in Bruneck über Jahre hinweg. Kein Wunder, dass dann die Wertschätzung fehlt.

      • MarkP

        @Franz Waldner
        1. Ich nehme das Angebot zur Besuch „Ihrer“ Schule an. Wenn möglich an einem Samstag, denn unter der Woche arbeite ich.

        Falls dies nicht möglich:
        2. Welche Probleme bestehen bei Ihnen konkret?
        3. Hat Mair nicht alle über einen Kamm geschert, sondern jene, die meckern.

        Ich danke für Rückmeldung

        • George

          @MarkP
          Ihre Antwort ist eine Frotzelei. Wann Sie ohnehin genau wissen, dass der Schule die 5- Tage-Woche aufgezwungen worden ist, dann machen Sie gerade das Angebot an einem Samstag die Schule besuchen zu wollen. Wollen Sie nur provozieren oder eventuell auch konkret mitdenken?

          • Walter Mair

            @George
            Wenn sie schon am Samstag nicht arbeiten,dann müssen sie wohl ihre Stunden unter der Woche unterbringen! Meist Vormittags,da man den Kanarienvogel , die Kinder den Hund Nachmittag betreuen muss. SO und nicht anders, waren die Forderungen, die man gestellt hat!! Dementsprechend stehen sie wirklich nur herum und kritisieren Alle und Alles Und sagen Sie mir ja nicht dass es nicht so ist! Ich glaube Sie sind Lehrer oder Direktor! Und es wird in Ihrer Schule auch nicht besser gewesen sein Ich habe 37 Jahre in einer Schule gearbeitet und habe die Gelegenheit gehabt einige Situationen zu erleben, die zum Himmel schreien! Wenn man „Putzleute“ etwas härter, wegen des Nichts Tun verwarnt hat, dann waren sie am nächsten Tag krank! Also: Denken SIE einmal konkret mit….

            • Walter Mair

              @George
              Wann sind eigentlich die Klassenräume sauber zu machen? Während der Unterrichtszeit? 🙂
              Ich vergönne Ihnen gerne Ihren Posten! Doch verarschen Sie nicht die wirklich arbeitende Bevölkerung!!

            • George

              @Walter Mair
              Fehl geraten. Bin weder Lehrer noch Direktor und auch nicht ander Schule. Ha. ha! Erlaube mir deshalb aber trotzdem ein Urteil. 😀

            • Walter Mair

              @George
              Von Tuten und Blasen nicht die geringste Ahnung und dann noch urteilen??
              Bravo!!! 🙂

            • George

              @Walter Mair
              „Von Tuten und Blasen nicht die geringste Ahnung….“. Herr Mair, richten Sie diesen Vorwurf an sich selbst, denn Sie kennen mich gar nicht und wisen auch nicht, welchen Beruf ich ausgeübt habe, gerade ausübe bzw. noch ausüben werde. Aber groß zuordnen tun Sie,doch vöig falsch. Kenne die verschiedenen Arbeitsfelder bestens, deshalb sparen Sie sich solche Aussagen oder klopfen sich gegebenefalls an die eigene Brust. Mit solchen Zuordnungen liegen Sie bei mir nämlich völlig falsch. Und Vorurteile sollten Sie besser meiden um nachher bei einer Konfrontation mit der realen Situation blöd da zu stehen.

            • George

              Nochmals ohne Tippfehler:
              @Walter Mair
              “Von Tuten und Blasen nicht die geringste Ahnung….”. Herr Mair, richten Sie diesen Vorwurf an sich selbst, denn Sie kennen mich gar nicht und wissen auch nicht, welchen Beruf ich ausgeübt habe, gerade ausübe bzw. noch ausüben werde. Aber groß zuordnen tun Sie, doch völlig falsch. Kenne die verschiedenen Arbeitsfelder bestens, deshalb sparen Sie sich solche Aussagen oder klopfen sich gegebenenfalls an die eigene Brust. Mit solchen Zuordnungen liegen Sie bei mir nämlich völlig falsch. Und Vorurteile sollten Sie besser meiden um nachher bei einer Konfrontation mit der realen Situation nicht blöd da zu stehen.

            • Walter Mair

              @George
              Ich bezog mich auf das Thema Schule und auf das Hilfspersonal! Was Sie gemacht haben, machen oder noch machen werden, tut HIER nichts zur Sache.
              Von der Schule und DAS ist hier das Thema, haben Sie jedenfalls keine Ahnung, sonst würden Sie mit Fakten argumentieren und mir nicht einen Vortrag über Vorurteile halten… 🙂

          • MarkaP

            @George
            Was ist an meinem Beitrag eine Frotzelei. Ich schrieb ja, falls es Samstag nicht geht, kann er vorab meine Fragen beantworten. Ich bin aus dem Schulbetrieb mindestens 25 Jahre raus, WOHER soll ich wissen welche Schule NICHT mehr am Samstag in Betrieb ist. Deshalb frage ich ja, also.
            Bevor du mir irgendetwas unterstellst, kannst du ja vohrer nachfragen OHNE etwas zu unterstellen.
            Soll ich mich jetzt hier entschuldigen, daß ich mich ernsthaft um eine Gegendarstellung von Herrn Waldner Franz bemühe und dessen Antwort erwarte und nicht auf dasselbe Boot aufspringe wie mancher andere hier.
            Und um DEINE Frage zu beantworten: nein, das war keine Provokation sondern ernstgemeinte Frage.

            • George

              @MarkaP u. Waldner Franz
              Gut, dann einigt euch doch auf einen Kompromiss und macht die Sache nicht komplizierter als sie ist.

      • Mair STephan

        Haben sie diesen Job schon mal in der Privatwirtschaft versucht;
        für ca. 6.00 Netto Lohn

        Geregelte Arbeitszeiten… denkste! Sehr variabel, meistens Abends, (jeden Abend) und Vormittags… natürlich auch und vor allem Samstags
        Arbeitsort… viele verschiedene… Stress von einem Ort zum nächsten zu kommen …
        Wertschätzung… kommt darauf an… in manchen Orten wird man schon auch mal zum Kafee eingeladen..meistens aber wird nur genörgelt…
        Beachtung… es passiert nur sehr, sehr selten das dir keiner über die Stiegen, die du gerade nass wischt, raufgeht.

        Ja ich glaub ich kann behaupten ich kenne die Arbeitsverhältnisse; in der Privatwirtschaft zumindest.
        Oh ja, ich vergass zusätzlich sind die meisten in der PW nur mit befristeten Verträgen unterwegs.
        So long

    • BATMAN

      Dann geht mal hin zu unseren Politikern und Direktoren und sagt, dass ihr zu wenig verdient und zu viele Steuern bezahlt! Dann bekommt ihr zur Antwort, dann mußt du dir eine zweite Arbeit suchen.

    • Giz

      Jeder ist seines glückes Schmied! Also nicht lange nörgeln!

    • LUDWIG

      Wenn den Damen die Arbeitszeiten nicht passen, müssen sie sich eben einen anderen Job suchen. Keiner wird gezwungen, zu bleiben. Wer etwas verändern will muss sich bewegen und nicht abwarten, dass andere es für ihn tun.

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