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    Malerei glänzt

    Auktion in der Galerie Prisma: 90 Prozent  der Arbeiten auf Leinwand verkauft.

    Auktion in der Galerie Prisma: 90 Prozent der Arbeiten auf Leinwand verkauft.

    Die immer wieder totgesagte Malerei glänzte beim Auktionsabends des Südtiroler Künstlerbundes mit dem höchsten Absatz. Die Hälfte der insgesamt 49 Werke kam unter den Hammer.

    Nachdem Brigitte Matthias um 18 Uhr am Freitagabend in einem Rundgang dem interessierten Publikum noch letzte Hintergrundinformationen zu den Werken und den 49 Künstlerinnen und Künstlern lieferte, ging es um 19 Uhr zur Versteigerung. Die Spannung in der vollbesetzten Galerie Prisma des Südtiroler Künstlerbundes stieg mit den ersten Losnummern und so wurde von Anfang an geboten und gefeilscht. Von den 49 Werken konnten insgesamt 25 versteigert werden.

    Dabei wurden Arbeiten auf Leinwand bevorzugt. 90 Prozent der angebotenen Öl- oder Acrylbilder wurden verkauft und erzielten zudem die höchsten Wertsteigerungen. Darunter sind Werke bekannter Größen im lokalen Kunstbetrieb wie Marius Spiller, Andrea Varesco, Markus Moling, Christine Gallmetzer oder Luis Seiwald. Im hitzigen Schlagabtausch konnten die Ausrufpreise zweier Nachwuchstalente ­Cornelia Lochmann und Elisa Grezzani ­ um ein vielfaches überboten werden. Gute Preis wurden auch mit Papierarbeiten erzielt, Zeichnungen und Drucke, wie von Sonya Hofer oder Peter Chiusole wechselten den Besitzer.

    Ähnlich wie im internationalen Kunstmarkt sind Fotografien schwerer an die Frau und an den Mann zu bringen als etwa Malerei. Richter, Basquiat oder Bacon sind in den renommiertesten Auktionshäusern, wie Christies oder Sotheby‘s die Rekordpreishalter, und allein daran lässt sich die gestärkte Position der Malerei auf dem Kunstmarkt ablesen. Ein Paradoxon, da in Ausstellungen der Gegenwartskunst aktuell viel mehr Objektkunst als Leinwandarbeiten zu beobachten ist.

    Mit Malerei der international bekanntesten Meister der Gegenwart, wie der Auktionator des Abends Walter Sonnberger, Direktor im Dorotheum Salzburg, erklärte ist die Versteigerung mit einem Verkauf von 50 Prozent als durchwegs positiv zu verbuchen und besonders erfreulich sei die lebendige Atmosphäre und das Interesse der jungen Besucherinnen und Besucher, welches sich bereits in der Vorbesichtigung abzeichnete. Lisa Trockner, Geschäftsführerin des Künstlerbundes zeigte sich ebenfalls erfreut über das Ergebnis und versichert, dass bereits jetzt am überarbeiteten Konzept für die nächste Ausgabe der Auktion gefeilt und weitergedacht wird.
    Wer es am Freitag nicht geschafft hat, hat noch bis zum 28. November die Gelegenheit, sich im Nachverkauf zu bedienen.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (3)

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    • Umbrella

      Ich zähle nur 20 versteigerte Ojekte, aber bitte.

    • X

      „…Christies, Sotheby‘s, Rekordpreishalter…“: nicht alles glauben was in den Zeitungen steht! Diejenigen die alles glauben, sind leichte Melkkühe. Die Marketingmethoden von Galeristen, Journailienschreibern, „Malern“ usw. kennen keine Grenzen. Manche würden sich wundern, was vor den Augen aller so abläuft. Aber es scheint, als bräuchte die dumpfe Masse die Täuschung.

    • Thomas Sterna

      „Die immer wieder totgesagte Malerei“ kommt auf allen Ebenen (international wie lokal) den Erwartungen der Kunstkonsumenten entgegen. Sie möchten ihre Wohnungen, Büros oder Empfangshallen mit Bildern dekorieren. So gesehen war die Malerei nie tot, sondern nahm in ihrer Eigenschaft als „Kunstware“ innerhalb des Spektrums der künstlerischen Medien schon immer eine priviligierte Stellung ein. Ob sie ihre Rezipienten im Sinne einer Irritation der Wahrnehmung tatsächlich noch herausfordern ist allerdings fraglich…

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