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    Ticket für die Heimat?

    meran zelle tDie Bozner Quästur prüft die Möglichkeit, die beiden am Montag aus der Haft entlassenen mutmaßlichen Terroristen Hama Mahmoud Kaml und Mohamad Fatah Goran auszuweisen. Kommen weitere Verhaftete frei!

    Von Thomas Vikoler

    Es war zu Beginn dieser Woche:

    Die Trienter Staatsanwaltschaft war nach der Lektüre von Tausenden Ermittlungsakten zum Schluss gekommen, dass für sieben der 17 vor einer Woche verhafteten mutmaßlichen Terroristen keine Haftgründe bestehen. Der Trienter Voruntersuchungsrichter Francesco Forlenza hob die von seinem römischen Kollegen Valerio Savio unterzeichneten Haftbefehle auf.

    Am Dienstag konnten Hama Mahmoud Kaml und Mohamad Fatah Goran, zwei in Meran wohnhafte kurdische Iraker, die Gefängnisse von Trient und Bozen verlassen.

    Aufgehoben wurde auch der Haftbefehl gegen Ibrahim Jamal, 31, einem in Bozen ansässigen Mann, der sich derzeit angeblich in Syrien aufhält, um für den IS zu kämpfen.

    Sein Übername lautet „Hitler“.

    Bei der Staatsanwaltschaft sorgte die Entscheidung der Trienter Staatsanwaltschaft für „Zorn und Ärger“, wie mehrere nationale Zeitungen berichteten.

    Das Wirtschaftsblatt „Il sole 24 ore“ sprach von einem „Fehler“ seitens der Staatsanwaltschaft Trient.

    Denn die Anschläge von Paris vom vergangenen Samstag stellen die Meraner Zelle in ein neues Licht – aus dem knapp 1.200 Seiten umfassenden Haftbefehl werden immer neue Details über die einzelnen Rollen der mutmaßlichen Terroristen bekannt.

    Haml und Goran, die beiden Enthafteten aus Meran, sind demnach keineswegs allein Sympathisanten der mutmaßlichen Terrorzelle Rawti Shax. Sie waren als Paketkuriere (von was genau, ist unklar) aus Deutschland bzw. in den Irak aktiv.

    Goran räumte beim Garantieverhör immerhin ein, bis 2013 ein Anhänger des mutmaßlichen Zellen-Chefs Mullah Krekar in Oslo gewesen zu sein.

    Die Bozner Quästur prüft nun die Möglichkeit, Haml und Goran aus Italien auszuweisen.

    So wie Ende 2014 den aus Pakistan stammenden und in Bozen wohnhaften Informatiker Usam Kahn, der sich auf Facebook positiv über Terroranschläge und den IS geäußert hatte.

    Für eine Ausweisung bräuchte es allerdings die Zustimmung der Staatsanwaltschaft Trient, denn das Strafverfahren wegen Bildung einer internationalen terroristischen Vereinigung bleibt ja weiterhin aufrecht.

    Nach Informationen von TAGESZEITUNG Online sollen am Freitag weitere Tatverdächtige in Freiheit entlassen werden.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (5)

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    • xy

      Ob mit diesen Typen, und nicht noch die Wohnung bezahlen .

    • Rasputin

      Diese Fachkräfte werden dringend gebraucht. Die ganze Gruppe gehört samt ihrem Caposquadra sofort nach Deutschland geschickt.

    • goggile

      lebenslange haft. und nit Long obschiabn dassi wido wos auffirhrn!! wia hintn sein insre gsetzte=

    • christian waschgler

      Was nützt ein Ticket in die Heimat ? Morgen kommen sie mit den „Flüchtlingen“ wieder zurück und vielleicht werben sie unterwegs noch einige „Neue“ an. Die Politiker sagen man soll Flüchtlinge und Terroristen nicht in einen Topf werfen. Wie will man aber die einen von den anderen trennen oder erkennen ? Wenn man nicht einmal imstande ist alle zu registrieren wenn sie wie einer Invasion gleich die Grenzen überrennen. Die Politiker betrifft es ja nicht – sie haben damit nichts zu tun- sie haben gepanzerte Autos, Leibwächter und ihre Häuser und Regierungsgebäude werden bewacht. Wenn sie dann genug Schaden angerichtet haben treten sie einfach zurück – ohne irgendwelche Verantwortung zu tragen.

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