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Warten aufs Geld

317 Südtiroler Jungbauern warten auf Beihilfen. Wegen der verzögerten Genehmigung des „Ländlichen Entwicklungsplans“ treffen Geldmittel erst mit Verspätung ein.

Bei der Hofübernahme steht den Jungbauern laut Landesgesetz eine Beihilfe zu.

Doch die Jungbauern, die im Jahr 2014 einen Hof übernommen haben, warten immer noch auf die Auszahlung der sogenannten Existenzgründungsbeihilfe.

Da sich die Meldungen häuften und Fälle an den Freiheitlichen Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, herangetragen wurden, intervenierte er mittels einer Anfrage beim zuständigen Landesrat.

„Die gewährten Beihilfen für Junglandwirte stammen aus einer kofinanzierten Maßnahme der EU, des Staates und des Landes“, erklärt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete einleitend mit Blick auf die Antwort auf seine Anfrage.

„317 Jungbauern, denen im Jahr 2014 eine Beihilfe aus den kofinanzierten Mitteln gewährt wurde, sind von einer verspäteten Auszahlung betroffen. Die gestellten Ansuchen stammen zwar aus dem ‚Ländlichen Entwicklungsplan 2007-2013‘, aber sie sollen mit Geldmitteln aus dem ‚Ländlichen Entwicklungsplan 2014-2020‘ finanziert werden. Dieser Plan wurde erst im Mai 2015 genehmigt und erst jetzt wurden die Geldmittel zur Verfügung gestellt“, kritisiert Pius Leitner.

„Die Voraussetzungen für die Ausbezahlung der Beiträge sollen laut Auskunft des zuständigen Landesrates seit November gegeben sein“, entnimmt Leitner aus der Antwort. „Wird eine Beihilfe den Jungbauern zunächst zugesagt, so vertrauen sie auf eine baldige Auszahlung und planen die Summen zur Bewirtschaftung ihres Betriebes ein. Eine lange Verzögerung der Ausbezahlung wirkt sich auf Investitionen, die Rechtssicherheit und das Vertrauen in die Verwaltung aus“, kritisiert Leitner.

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