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    Sieg im Derby

    HCB-Torhüter Jaro Huebl

    HCB-Torhüter Jaro Huebl (Foto: Max Pattis/Archiv)

    Der HCB Südtirol hat am Sonntag in der Eiswelle das Tiroler Derby gegen Innsbruck knapp aber verdient gewonnen.

    Das  Tiroler Derby am Sonntag in der Bozner Eiswelle stand ganz unter dem Zeichen „Family Day“: zuerst die Großen, dann die Kleinen.

    Die Haie waren nach dem Sieg gegen den KAC voll motiviert nach Bozen gekommen, die Foxes hingegen wollten den sechsten Tabellenplatz weiter absichern. Coach Tom Pokel beorderte Nick Palmieri wiederum in die erste Linie mit Vause und Pollastrone, in der Verteidigung bildeten Flemming und Franza ein Paar.

    Die Foxes starteten furios ins Spiel. Vause, Egger und DiCasmirro prüften sofort den Goalie der Gäste. In der fünften Minute bediente Pope mit einem schönen Pass den Bozner Kapitän, Chiodo war jedoch auf seinem Posten.

    Die Foxes spielten wiederum ein gutes Penaltykilling (Hofer auf der Strafbank) und ein schlechtes Powerplay (Hahn erhielt zwei Minuten). Gegen Mitte des Drittels spielten sich vor dem Tor der Innsbrucker wilde Szenen ab, der Puck fand aber nicht den Weg ins Tor.

    Dann vergaben Broda und Palmieri gute Tormöglichkeiten, bis vier Minuten vor Ende des Drittels Broda mit einem Superpass aus der Verteidigung alleine auf die Reise geschickt wurde. Der erste Versuch scheiterte, Broda holte sich aber den Puck zurück und traf zur verdienten Führung für den HCB. Zwei Minuten später ermöglichte ein haarsträubender Fehler der Bozner Verteidigung den Ausgleich der Gäste durch Lammers.

    Es waren gerade einmal zwanzig Sekunden im zweiten Drittel vergangen, als das Powerplay der Heimmannschaft endlich von Erfolg gekrönt war. Eine Kombination zwischen Palmieri und Vause wurde von Joel Broda mit seinem zweiten Treffer des heutigen Abends abgeschlossen. In einem weiteren Überzahlspiel nahmen die Foxes Chiodo unter Dauerbeschuss, dieser wuchs aber über sich hinaus und entschärfte Chancen von Pope, Flemming, Vause und einen Volleyschuss von Palmieri. Überhaupt steigert sich Letzterer von Spiel zu Spiel und integriert sich immer besser in die Mannschaft. Im Anschluss wurden die Foxes zusehends nachlässiger und ermöglichten den Innsbruckern einige Möglichkeiten, welche aber nichts einbrachten.

    Der HCB Südtirol begann das Schlussdrittel in Unterzahl, Innsbruck erzeugte Druck aber Jaro Hübl machte seinen Laden dicht. In der Folge ermöglichte ein weiterer Fehler der Bozner Defensive den neuerlichen Ausgleich für die Haie. Liffiton bediente Jeff Ulmer, welcher dem Bozner Goalie keine Abwehrmöglichkeit ließ.

    Und wenn die Stürmer nicht treffen, so springen eben die Verteidiger ein. In der dreiundvierzigsten Minute versuchte es zuerst Luca Franza mit einem Weitschuss und gleich im Anschluss daran erzielte Brett Flemming die neuerliche Führung für die Foxes mit einer Granate von der blauen Linie.

    Es sollte der Siegestreffer sein, denn weitere Tore gab es keine mehr. Hübl versperrte Vanballegooie den Weg mit einem Big Safe, als dieser alleine vor ihm auftauchte, Pope versuchte mit einem Sololauf das Resultat für den HCB zu verbessern, zielte aber knapp daneben.

    Drei Minuten vor Spielende spielte Broda Foster glänzend frei, dieser verfehlte aber das leere Tor. Dann in der letzten Minute eine kämpferische Einlage von Taylor Vause, welcher die Gegner im eigenen Drittel bedrängte und so den Innsbruckern nicht die Möglichkeit ließ, den Tormann herauszunehmen. Drei weitere wichtige Punkte wurden somit ins Trockenengebracht.

    Quelle: ebel

    Quelle: ebel

    Pokel auf die Frage, ob die Linienumstellung was gebracht habe:

    „Wir schießen so zwar weniger Tore, dafür hat Hübl weniger Arbeit. Wir müssen das Fehlen eines Verteidigers kompensieren.“

    Und Luca Franza: „Ich habe mir nicht erwartet, so viel Eiszeit zu haben. Zu Beginn war alles nicht leicht für mich, die Wechsel, der Unterschied zwischen Training und Spiel, … jetzt habe ich mich daran gewöhnt und glaube, auch gut gespielt zu haben.“

    HCB Südtirol – HC TWK Innsbruck 3 : 2 (1:1 – 1:0 – 1:1)

    Die Tore:

    15:24 Joel Broda (1:0) – 17:44 John Lammers (1:1) – 20:24 Joel Broda PP1 (2:1) – 41:38 Jeff Ulmer (2:2) – 42:48 Brett Flemming (3:2)

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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