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    Die Luftwerte-Farce

    Messstation Vomp/An der Leiten – Das Gerät steht inmitten einem Wohnviertel, die Luftgütegrenzwerte werden kaum überschritten

    Messstation Vomp/An der Leiten – Das Gerät steht inmitten einem Wohnviertel, die Luftgütegrenzwerte werden kaum überschritten

    Die Handelskammer kritisiert: Durch die unterschiedliche Positionierung der Luftgütemessstationen auf der Brennerautobahn seien die Messerergebnisse nicht vergleichbar.

    Die Handelskammer kritisiert:

    Durch die unterschiedliche Positionierung der Luftgütemessstationen auf der Brennerautobahn seien die Messerergebnisse nicht vergleichbar.

    Die Handelskammer liefert denn auch ein konkretes Beispiel:

    In Vomp/Tirol stehe ein Gerät direkt an einer Beschleunigungsspur, während andere Stationen entlang der A22 an Streckenabschnitten mit geringer Beschleunigung zu finden sind.

    Es stelle sich die Frage: Wie repräsentativ sind dann die Messergebnisse?

    Die technische Ausstattung der Luftgütemessstationen entlang der Brennerautobahn entspricht den Kriterien der EU-Richtlinie 2008/50/EC und auch ihre Positionierung entspricht der Richtlinie.

    Diese besagt, dass die Messstationen von 0 bis 15 Meter von der Fahrbahn entfernt aufgestellt werden dürfen.

    In den Gesetzen wird immer von repräsentativen Messstationen gesprochen, doch die aktuellen Messstationen entlang der A22 sind nicht repräsentativ, da es für die Ergebnisse von Bedeutung ist, ob sie direkt an der Fahrbahn aufgestellt sind oder 15 Meter entfernt sind beziehungsweise ob sie an günstigeren oder ungünstigeren Stellen stehen.

    Messstation Vomp/Raststätte – Das Gerät steht direkt an der Beschleunigungsspur der Raststätte und an einer Steigung, die Luftgütegrenzwerte werden oft überschritten

    Messstation Vomp/Raststätte – Das Gerät steht direkt an der Beschleunigungsspur der Raststätte und an einer Steigung, die Luftgütegrenzwerte werden oft überschritten

    Zu den beiden Messstationen in Vomp, die nur wenige hundert Meter voneinander entfernt sind:

    Die Messstelle Vomp/Raststätte steht direkt an einer Beschleunigungsspur, einer leichten Steigung und bei einer Raststätte mit Tankstelle. „Hier kommt es sehr oft zu einer Überschreitung der Grenzwerte, während es bei der anderen Messstelle in Vomp dieses Problem nicht gib“, so die Handelskammer Bozen.

    Damit werde klar, dass die Positionierung der Geräte ausschlaggebend für die Ergebnisse ist.

    Es mache also einen Unterschied ob die Messstationen direkt an der Autobahn stehen oder 15 Meter entfernt, an einer Steigung oder an einem flachen Stück, nahe einer Beschleunigungsspur oder entlang der normalen Fahrbahn.

    Die Messstelle Schrambach/Brixen stehe hingegen weit außerhalb eines Ortskerns. Auch hier stellt sich wieder die Frage wie repräsentativ diese Messstation ist. „Es ist nicht nur wichtig, dass die Messstationen normkonform sind, sondern auch ihre Positionierung muss vereinheitlicht werden. Es ist unmöglich, vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, wenn eine Messstelle mitten im Grünen steht und die andere an einer Beschleunigungsspur und an einer leichten Steigung“, sagt Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen.

    Ausschlaggebend für vergleichbare Messwerte sei auch das geografische Umfeld der Messstationen. Steht das Messgerät im urbanen Raum sind die Ergebnisse beeinflusst durch die Verschmutzung, welche von der Stadt selbst kommen und sind damit naturgemäß höher als wenn das Gerät im Grünland steht. Zudem gelten unterschiedliche Grenzwerte in den drei Regionen.

    Die Handelskammer fordert für die gesamte Brennerautobahn  ein einheitliches Konzept bezüglich der Luftgütemessungen gefordert. Vor allem für die Positionierung der Messstellen müsse eine einheitliche Regelung gefunden werden, damit die Ergebnisse schlussendlich wirklich repräsentativ und vergleichbar werden.

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    Kommentare (7)

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    • anarchoseppl

      Was haben die Messwerte mit der Handelskammer am Hut?

    • anarchoseppl

      Schon vor vielen Jahren habe ich eingesehen, dass Wählen-gehen nichts für mich ist… geändert hat das leider gar nichts… und Trotz des herabwürdigen Kommentars habe ich nicht verstanden , wieso sich die Handelskammer mit Abgaswerten beschäftigt? Geht es endlich um Uferzins für die umliegenden Gemeinden? Worum geht’s. ? Denn wenn sich die Wirtschaft um unsere Umwelt kümmert, dann Gnade uns Gott…

    • Fritz Gurgiser, 6134 Vomp

      Mein Gott, sind das peinliche Sichtweisen – die Luftgütemessstellen in beiden Tiroler Landesteilen zeigen seit Jahrzehnten (!) die weit überhöhten Grenzwerte an Stickstoffdioxid zum Schutz der menschlichen Gesundheit in Kundl, Vomp, Gärberbach, Klausen/Schrambach und Neumarkt und sind längst sowohl auf wissenschaftlicher als auch auf europarechtlicher und politischer Sicht außer Streit.
      Die Handelskammer-Spezialisten sollten sich lieber dazu äußern, dass ihre Transitflotte mit Abgaswerten unterwegs ist, die hinten und vorne zu nieder sind und daher diese hohen Überschreitungen ganz massiv beeinflussen (genau wie bei den Diesel-Pkw’s, ob von VW oder anderen ist dabei gleichgültig).
      Was mich aber verwundert, ist dieses unglaubliche Wissensdefizit, denn dieser Unfug hat ja schon einen Bart bis zum Erdmittelpunkt und es ist nur zu hoffen, dass der Herr Generalsekretär der Tiroler Handelskammer zumindest bei anderen Fragen, welche den Standort der Südtiroler Betriebe betreffen, nicht so weit hinten ist, dass wir ihn schon aus den Augen verloren haben.
      Und eine Bitte an die Südtiroler Tageszeitung: Schreiben’s halt bitte nicht jeden Unfug nach, nur weil er aus der Handelskammer kommt – wir haben entlang der Brennerstrecke von Rosenheim bis Verona ganz andere Probleme zu bewältigen, um unseren Standard – privat wie betrieblich – noch halbwegs zu erhalten.
      LG
      Fritz Gurgiser
      http://www.transitforum.at

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