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    „Watschn für die Jugend“

    „Watschn für die Jugend“

    Der Südtiroler Landtag hat am Donnerstag einen Beschlussantrag der Freiheitlichen zu Investitionen in Südtirols Jugend abgelehnt. Die Reaktion von Ulli Mair.

    Ein Beschlussantrag der Freiheitlichen, der die Landesregierung dazu aufforderte, ein Maßnahmenpaket für Südtirols Jugend zu beschließen, wurde am Donnerstag im Südtiroler Landtag mehrheitlich abgelehnt. Die Erstunterzeichnerin Ulli Mair spricht in einer Pressemitteilung von einer „Watschn für Südtirols Jugendliche“.

    Der Beschlussantrag sah unter anderem die Einrichtung eines „Runden Tisches“ vor, an dem Südtirols Jugend die Zukunftsperspektiven ergebnisoffen mitdiskutieren sollten. Denn laut Mair sei Südtirols Jugend im Landtag durch die politische Mehrheit nicht vertreten.

    „Wir haben schon einmal einen Antrag an den Dreierlandtag bezüglich eines Jugenddreierlandtages gestellt, weil wir diese Diskrepanz festgestellt haben. Der Antrag wurde genehmigt, die Konsequenz war aber, dass sich die Landesregierungen wiederum ihre (partei)politisch korrekten Jugendverbände eingeladen haben. Wir wollen aber, dass die gesamte Jugend mitspricht und nicht nur die grünlinken Achammer-Freunde und dies über wichtige Themen wie die Selbstbestimmung, die Einwanderung und die Integration von Ausländern“, so Ulli Mair.

    Weitere Punkte im Antrag der Freiheitlichen forderten eine finanzielle Entlastung der Jugendlichen bei Wohnmöglichkeiten und im öffentlichen Nahverkehr sowie eine Förderung von jungen, innovativen Unternehmen. Dazu Mair: „In Südtirol ist es immer noch so, dass die Reallöhne sinken, dass Berufseinsteiger kaum bezahlt werden, dass junge kluge Köpfe abwandern und dass man zu bestimmten Posten nur mit Beziehungen oder eben der richtigen Parteizugehörigkeit kommt. Wir wollten ein Zeichen, das ausdrückt, dass dem Land seine Jugend am Herzen liegt. Da geht es um verbilligte Öffis zum Fixtarif oder um leistbares Wohnen, denn es ist ein Wahnsinn, was man hierzulande für Wohnraum zahlen muss, weil einige auf Kosten der Bedürftigen Immobilienhaie spielen.“

    Ebenso forderten die Freiheitlichen in ihrem Antrag einen moderneren Fremdsprachenunterricht an Südtirols Schulen, welcher auf Kommunikation und Konversation setzt, attraktive Studentenbüros in den wichtigsten Hochschulorten des Landes und eine gezieltere Berufsberatung.

    „Leider tut sich in der Fremdsprachendidaktik an Südtirols Schulen noch immer wenig. Man hört nur alle heiligen Zeiten von Immersion quaken. Bei der Studienberatung geht es darum, dass man Jugendliche über Arbeitsmarktchancen gezielt informiert. Technische Berufe sind seit Jahren gefragt und selbst die Landesregierung hat angekündigt, diese fördern zu wollen, während die SH angeblich das genaue Gegenteil predigt“, betont Mair.

    Schließlich finden sich im Maßnahmenpakt der Freiheitlichen auch die Forderungen nach Studenten- und Schüler-Jobbörsen für Sommerjobs und Praktika sowie deren angemessene Bezahlung und ein Ende der atypischen Arbeitsverhältnisse nach mehrmaliger Verlängerung. „Jugendliche müssen bei Sommerjobs und Praktika angemessen entlohnt werden und Betriebe, die dies den Jugendlichen anbieten, steuerliche Vergünstigungen erhalten“, so die Freiheitliche Abgeordnete.

    Die Ablehnung ihres Antrages durch die SVP-Mehrheit kommentiert Ulli Mair mit den Worten:

    „Landesrat Achammer hat sich auf Nebenschauplätze begeben und ist der eigentlichen Diskussion ausgewichen. Die SVP hat weiterhin nur ein Gehör für parteipolitische, systemfreundliche und bequeme Jugendliche, alle anderen werden ignoriert und ausgegrenzt. Ich wünsche mir vom SVP-Obmann und vom Landeshauptmann endlich mehr Taten und weniger ‚Erneuerungs-Gequake‘.

    Denn in Taten gemessen ist die ‚Erneuerung‘ dieser Landesregierung eine dünne Suppe.“

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