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    „Verbeulte Kirche“

    Bischof Ivo Muser in Florenz

    Bischof Ivo Muser in Florenz

    Bischof Ivo Musser nimmt in Florenz an der Nationalen Kirchenversammlung teil. Was der Papst zu den Delegierten gesagt hat.

    Über 2000 Delegierte – darunter zehn Personen aus der Diözese Bozen-Brixen – sind derzeit in Florenz bei der Nationalen Kirchenversammlung, die noch bis Freitag andauern wird.

    Am Dienstag stand die Begegnung mit Papst Franziskus auf dem Programm, der sich für eine einfache, barmherzige Kirche aussprach, deren Inhalt, Weg und Ziel Christus ist.

    „Es geht bei dieser Kirchenversammlung vor allem darum, aus dem Reichtum der Erfahrungen in den verschiedenen Diözesen zu schöpfen“, so der Delegierte Markus Moling, der darauf hinweist, dass in den verschiedenen Ansprachen die Synodalität besonders stark betont wird – „da haben wir im Bistum Bozen-Brixen mit unserer Synode große und wichtige Schritte gesetzt, auf die viele andere Diözesen mit Aufmerksamkeit und auch mit Neugierde blicken, wie man aus den Gesprächen mit anderen Delegierten merkt“, so Moling.

    Am Dienstag stand in der Kathedrale von Florenz die Begegnung der Delegierten mit Papst Franziskus auf dem Programm.

    Bildschirmfoto 2015-11-10 um 15.36.11Der Heilige Vater hat von einer einfachen, barmherzigen Kirche gesprochen und mit Vehemenz an seine Aussage aus seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ erinnert: „Mir ist eine ,verbeulte‘ Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist.“

    Als „ermutigende Rede“ bezeichnete Bischof Ivo Muser die Ansprache von Papst Franziskus. Eine zentrale Aussage des Heiligen Vaters war für Bischof Muser die Anmerkung, dass es eben nicht die perfekten Strukturen oder die gut durchdachte Organisation sind, die der Kirche Zukunft geben, sondern: „Der christliche Glaube heißt Jesus Christus“, sagte Papst Franziskus.

    „Diese Christuszentriertheit hat der Papst auch aufgegriffen, als er sich an uns Bischöfe gewandt hatte und darauf hinwies, dass die Nähe zum Volk der Schlüssel für uns als Hirten sei. Es gehe nicht darum, vom Balkon aus auf das Leben und die Gesellschaft zu blicken, sondern auf lebendige Beziehungen zu bauen, nicht einfach Prediger von Lehren, sondern Verkünder Christi zu sein“, so Bischof Muser.

     

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