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    Im Zeichen der Trompete

    Aerophone: Die drei Herren mischen Rock’n’roll und Swing mit Gegenwartsjazz und zeitgenössischer Musik und nähern sich auch schon mal der Grenze zum Free-Jazz.

    Aerophone: Die drei Herren mischen Rock’n’roll und Swing mit Gegenwartsjazz und zeitgenössischer Musik und nähern sich auch schon mal der Grenze zum Free-Jazz.

    Intensives Zusammenspiel und musikalische Nuancen: Das französische Trio Aerophone eröffnet die Winterausgabe der Club Series des Südtirol Jazzfestivals.

    Mit einem Gastspiel in Bruneck startet am 10. November die neue Club Series des Südtirol Jazzfestivals. Im Getränkeladen Harpf spielt ab 20 Uhr das von Yoann Loustalot angeführte Trio Aerophone aus Frankreich auf – und eröffnet damit eine Konzertreihe, die vor dem Jahreswechsel drei herausragende Trompeter und deren Ensembles präsentiert.

    Der Mann gehört heute zu den originellsten Trompetern im französischen Jazz. Yoann Loustalot wurde 1974 geboren, studierte zuerst klassische Trompete und konzentrierte sich an den Konservatorien in Versailles und Bordeaux dann auf den Jazz. Heute leitet dieser Ausnahmemusiker, der inzwischen in Paris lebt und 2006 für sein erstes Album „Primavera“ (mit Maxime Fougères – g, Yoni Zelnik – b und Guillaume Nouaux – dr) mit einem „Choc“ des französischen Fachmagazins „Jazzman“ ausgezeichnet wurde, vier Formationen: das Yoann Loustalot Quartet, das Quartett Lucky Dog, das Trio Loustalot Chesnel Paganotti und das – ungewöhnlich besetzte – Trio Aerophone, mit dem er 2013 die von Kritikern hoch gelobte CD „Flyin’With“ aufnahm. Ein intensives Zusammenspiel, rhythmische Kontraste und das feine Gespür für musikalische Nuancen seien die herausragenden Merkmale dieser Formation, stellte die Tageszeitung „Le Monde“ fest.

    Aerophone ist eine der wenigen Jazz-Formationen, die ein Blasinstrument (Trompete und Flügelhorn) mit Bass (Blaise Chevallier) und Schlagzeug (Frédéric Pasqua) kombiniert. Dass die beiden Rhythmiker in diesem Projekt gleichberechtigt als Solisten tätig sind, versteht sich da fast von selbst. Dabei mischen die drei Herren Rock’n’roll und Swing mit Gegenwartsjazz und zeitgenössischer Musik und nähern sich auch schon mal der Grenze zum Free-Jazz. Kurz gesagt: Aerophone lädt den Zuhörer zu einer kurzweiligen Entdeckungsreise in unerforschtes Terrain ein, die man auf keinen Fall versäumen sollte.

    Die Winterausgabe 2015 der Club Series des Südtirol Jazzfestivals wird am 18. November mit dem Quartett Amok Amor (Peter Evans – tp; Petter Eldh – b, Christian Lillinger – d, Wanja Slavin – sax) und am 3. Dezember mit dem Rava New Quartet (Enrico Rava – tp, Francesco Diodati – g; Gabriele Evangelista – db und Enrico Morello – dr) im Sudwerk des Batzenhäusl in Bozen fortgesetzt. Beide Konzerte beginnen um 21 Uhr.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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