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    Der Plan K.

    kompatscher ebners dolomitenDie Menschen in Südtirol fragen sich: Welche Ziele verfolgt der Athesia-Konzern mit seinen Kampagnen? Die TAGESZEITUNG analysiert, worum es den Gebrüdern Ebner wirklich geht.

    von Artur Oberhofer

    Worum geht es den Gebrüdern Ebner?

    Welches Ziel verfolgt der Athesia-Konzern mit seinen Kampagnen, zuletzt gegen Senator Francesco Palermo? Was steckt hinter diesem Crescendo an medialen Attacken?

    Das fragt man/frau sich in Südtirol.

    Zweifellos:

    Es tut sich etwas in unserem Land, in dem der Kauf einer Zweit-Zeitung bis vor nicht allzu langer Zeit als subversive Handlung galt. Es bewegt sich etwas in dem Land, in dem der Chefredakteur der „Dolomiten“ mächtiger war als der Landeshauptmann.

    Das Tagblatt der Südtiroler war unzweifelhaft der sprichwörtliche Schwanz, der genussvoll und fidel mit dem Land und den Mächtigen gewedelt hat.

    +++ DER SCHLEICHENDE MACHTVERLUST +++

    Diese Machtfülle und die damit einhergehenden direkten Möglichkeiten der politischen und wirtschaftlichen Einflussnahme sind dem Athesia-Konzern im Lauf der Jahre immer mehr abhanden gekommen. Und genau dieser schleichende Machtverlust ist der Auslöser einer Serie von Kampagnen, die mithin die Konnotationen eines journalistischen Amoklaufs annimmt.

    Warum dieser Tabula-rasa-Journalismus? Warum diese Politik der verbrannten Erde? Warum diese medialen Machtdemonstrationen, die – siehe beispielsweise das Plose-Referendum – meist in die Hose gehen?

    zeller dolomiten artikelEs geht dem Athesia-Konzern wohlweislich nicht um das „politische Auslaufmodell Karl Zeller“ (Zeller über Zeller), es geht den Ebner-Brüdern auch nicht um den der Politik geliehenen Wissenschaftler Francesco Palermo.

    Nein, es geht den Ebner-Brüdern darum, wieder etwas zu gelten im Lande.

    Der Athesia-Konzern kann sich mit der marginalen Rolle des Beobachters und politischen Zaungastes nicht abfinden, nein, die Gebrüder Ebner wollen wie früher bestimmen, sie wollen in die wichtigsten Entscheidungsprozesse im Land und in der Partei miteingebunden werden.

    Sie wollen gefragt werden, sie wollen gefragt sein.

    +++ DAS ALTE AMIGO-MODELL +++

    Jahrzehntelang war Athesia ein Medien-Konzern, der sich – wie Berlusconi – eine Partei gehalten hat. Ein Medien-Konzern, der stets versucht hat, alle medialen Pflänzchen, die zaghaft aufkeimten, kaputtzutreten. Und wenn dies nicht gelang, wurden mediale Störprodukte mit Klagen eingedeckt – wie übrigens auch unser Blättchen.

    Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder hat sich stets das Okay der Ebner-Brüder eingeholt, wenn er einen Rai-Chefredakteur ernannt bzw. vorgeschlagen hat. Alle weitreichenden Entscheidungen in der Bozner Brennerstraße und im Palais Widmann wurden, bevor sie beschlossen wurden, den Chefs am Weinbergweg zum Abnicken vorgelegt.

    Landespolitik und Athesia-Konzern hatten sich arrangiert.

    Die Zauberformel bestand in einem gegenseitigen Geben und Nehmen. Ein Gentlemen Agreement – eine Art Amigo-Modell, so wie man es aus dem FJS-Freistaat Bayern kannte.

    Handelskammer als letzte institutionelle Bastion

    Die Handelskammer als letzte institutionelle Bastion

    Nur: Jetzt werden die Ebner-Brüder in die wichtigen Entscheidungen nicht mehr mit eingebunden. Weder in der Partei, noch in der Landesregierung.

    Die Handelskammer ist die letzte institutionelle Bastion, die der Konzern noch hält.

    Begonnen hat diese (höchst überfällige) Phase der Emanzipierung der Landespolitik vom Athesia-Konzern bereits im Jahr 2011, als die „Dolomiten“ den damaligen Landeshauptmann wegen dessen 70-Jahre-Geburtstagsfeier unüblich scharf kritisiert hatten.

    Auch damals ging es nicht um Luis Durnwalders angeblich zu protzige Geburtstagsfeier, sondern der LH hatte die Athesia-Pläne bei der Brennercom und beim Thermen-Hotel in Meran durchkreuzt, bzw. er hatte den Athesia-Wünschen nicht entsprochen.

    +++ DIE EMANZIPIERUNG DER LANDESPOLITIK VOM ATHESIA-KONZERN +++

    Salopp ausgedrückt: Der LH hatte plötzlich nicht mehr herwärts geschaut.

    Deshalb war Durnwalder in Ungnade gefallen – und musste dies auch später, als die Sonderfonds-Affäre platzte, mit giftigen Kommentaren und Artikeln büßen.

    Der Athesia-Konzern führt nie Kriege, sondern immer „nur“ Stellvertreterkriege.

    Siehe die Causa Benko:

    Athesia hat monatelang eine regelrechte Kampagne gegen den Innsbrucker Investor gefahren. Auch dies war eine Strafaktion. Der Hintergrund: René Benko hatte es abgelehnt, Athesia mittels Vorvertrag mit ins Boot zu nehmen.

    René Benko hätte das Projekt (ohne publizistischen Gegenwind aus dem Hause Athesia) durchboxen sollen, in der Folge hätten sich die Ebner-Brüder, so der Plan, ins gemachte Nest gesetzt.

    Der Preis für die mediale Duldung des Großkaufhaus-Projektes durch die „Dolomiten“: Benko hätte, sobald das Projekt alle politischen Stationen durchlaufen hat, 50 Prozent der Anteile an Athesia abtreten sollen.

    Benko hat dankend abgelehnt – deswegen die Kampagne gegen ihn und sein Projekt.

    Politische Insider in Südtirol sind auch felsenfest davon überzeugt, dass der Athesia-Konzern bei der Eisackwerke GmbH des Hellmuth Frasnelli beteiligt sei bzw. über Strohmänner mitmische. Athesia und Frasnelli dementierten dies bislang mit Vehemenz.

    Der Athesia-Konzern startet keine Kampagne ohne Hintergedanken.

    ebner dolomiten albanerSelbst die unselige und umstrittene Kampagne „Stopp der Gewalt“ (die jedem anderen Medium ein Verfahren vor der Journalistenkammer  bzw. eine Rüge des Bischofs eingebracht hätte) wurde erst gestartet, nachdem ein Mitglied der Familie Ebner von albanischen Schlägern verprügelt worden war.

    Der Machtverlust und die Unmöglichkeit, direkten Einfluss auf Landesregierung und Mehrheitspartei auszuüben, treibt die öffentlich so brav und bieder auftretenden Ebner-Brüder zur Weißglut.

    Wenn es um die eigenen Interessen, wenn es um die Athesia-Sache geht, ist jedes journalistische Mittel recht.

    Den Über-die-Todesanzeigen-hinaus-Lesern des Tagblattes ist nicht entgangen, dass im Ebner-Blatt immer öfter Leute vorkommen, die vor wenigen Jahren noch auf der Black List gestanden hatten: Der einst „zu walsche“ und „zu kommunistische“ Senator Oskar Peterlini erlebt einen neuen Frühling der Aufmerksamkeit und kommt plötzlich ausführlichst zu Wort, wenn er dem aus Athesia-Sicht in Unehren ergrauten Senator Zeller widerspricht.

    Dasselbe gilt für Oppositionspolitiker, die dem Tagblatt einst zu rot, zu grün, zu blau, zu orange oder zu braun waren.

    Das Kalkül: Wer das Spiel der Ebnerschen mitmacht, wird belohnt – egal aus welcher Ecke er/sie kommt.

    Viele Oppositionspolitiker machen das Spiel als sprichwörtliche nützliche Idioten mit.

    +++ ZUCKERBROT UND PEITSCHE +++

    Im vergangenen Jahr hat der Athesia-Konzern – wie es aus der engsten Umgebung von Arno Kompatscher heißt – zaghaft versucht, den neuen LH zu umgarnen. Und zwar mit einer Zuckerbrot-und-Peitsche-Strategie. Die Athesia-Chefs wollten offenbar ausloten, wie weit sie bei und mit Arno Kompatscher gehen können. Bislang hat Landeshauptmann Arno Kompatscher den schwierigen Balance-Akt, sich von den Athesianern einerseits nicht vor deren Karren spannen zu lassen, und andererseits nicht von ihnen gegen die Wand gefahren zu werden, einigermaßen geschafft.

    Auch wenn Beobachter noch immer davon überzeugt sind , dass sich der Landeshauptmann mit den Athesianern in Sachen Brennercom am Ende arrangieren werde (es geht ja auch noch um millionenschwere Athesia-Wünsche für die Sanierung der Schnalstaler Gletscherbahnen), sagen Kompatscher-Freunde: Nein, niemals.

    Der LH werde dem Druck, auch wenn er noch massiv werden sollte, standhalten, er werde sich nicht zur Athesia-Marionette machen/schreiben lassen.

    Philipp Achammer und Arno Kompatscher

    Philipp Achammer und Arno Kompatscher

    Genau in diesem übergeordneten Kontext des machtpolitischen Beschnupperns und Lauerns sind die derzeitigen Attacken aus dem Hause Athesia zu sehen.

    Den Ebner-Brüdern geht es nicht um die alternde Diva Karl Zeller oder um den politisch zu blauäugigen Francesco Palermo, nein, sie wollen die Kontrolle über die Partei, wobei sie im amtierenden SVP-Chef zwar keinen dezidierten Helfer, aber auch keinen Feind haben.

    Philipp Achammer ist, das wissen die cleveren Bosse am Weinbergweg, zu harmoniebedürftig, als dass er sich auf einen wie auch immer gearteten Konflikt mit dem mächtigen Medienkonzern einlassen würde.

    Achammer, der auch von den Athesianern mehr als Moderator denn als Parteichef oder gar Leitwolf gesehen wird, ist folglich auch nicht das unmittelbare Ziel der Attacken (auch weil die Partei nicht mehr ein Machtfaktor wie früher ist).

    Die Zentrale der Macht ist das Palais Widmann: Dort wollen die Ebner-Brüder wieder einen Fuß in die Tür bekommen.

    Dem Athesia-Konzern geht es in erster Linie darum, Arno Kompatscher entweder gefügig – oder, wenn das nicht gelingen sollte, bis spätestens 2018 mürbe zu machen.

    +++ DAS CREDO IM HAUSE ATHESIA +++

    Athesia hat also einen klaren Plan K: Das Tagblatt der Südtiroler wird seine Kampagnen fortsetzen – und wohl noch verstärken.

    Wie pflegt Chefredakteur Toni Ebner zu seinen SchreiberInnen zu sagen:

    „Es stimmt nicht das, was wahr ist, sondern das, was geschrieben steht.“

    Aus der Redaktion am Weinbergweg erfährt man hinter vorgehaltener Hand: In Kürze werde die nächste Bombe gezündet. Redaktionsintern ist sogar von einer „Atombombe“ die Rede.

    Die mit den Details vertrauten RedakteurInnen hätten gar eine Schweigeverpflichtung unterschreiben müssen.

    Mal sehen, wen es diesmal trifft.

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    Kommentare (38)

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    • ......

      Aufhören das Blatt zu kaufen, viele Bars (die machen die Auflage) kaufen Dolomiten schon lange nicht mehr.

      • G G

        Ich hatte auch schon seit langer Zeit keine Dolomiten mehr in der Hand, schaue aber halt immer auch auf stol und SüdtirolNews kurz vorbei, um mitzubekommen, was vor sich geht und das sind ja leider auch beides meinungsmachende Ebner-Medien.

        Es ist halt im Kleinen hier in Südtirol wie im Großen weltweit: «Es gibt in Amerika 1.500 Zeitungen, 1.100 Magazine, 9.000 Radiostationen und 1.500 TV-Anstalten. Die sind in sechs Händen konzentriert. Davon sind vier Rüstungsunternehmen und zwei Energieunternehmen. Jetzt wissen Sie Bescheid über „die freie Presse“.» – Dirk C. Fleck, freier Journalist und Autor

        Ich finde es gut, dass es zusätzlich noch salto gibt und für internationale Zusammenhänge zum Beispiel KenFm. Man braucht halt schon viel Zeit, um sich möglichst breit zu informieren und eins und eins dann mit einem größeren Überblick zusammenzählen zu können… in turbulenten Zeiten wie diesen ist das allerdings wichtig, um der Meinungsmache durch wenige reiche Mächtige nicht so leicht zu erliegen.

    • schnellermichl

      Habe des sch…..blattl schon vor 1 jahr abbestellt.

    • Hubert

      Was unterscheidet das ganze Hin und Her noch von der M…a?
      Und diesen Umstand gibt es nicht nur in Bozen, sondern in beinahe jedem Dorf gibt es ähnliche Auswüchse – und immer geht schlussendlich alles auf Kosten der Kleinen im Lande.
      Mit dem Geld, das hier zerstritten wird, könnte man leicht die Armut im Lande bekämpfen, oder?
      Ist dies noch christlich ?

    • Ulrich

      Haha, sehr gut Herr Oberhofer, so schaut’s aus! Eine unterhaltsame und wie ich finde treffende Analyse. An einigen Stellen konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen, jetzt kann der Tag beginnen 🙂

    • Andreas

      Eine etwas einseitige Betrachtungsweise der Situation, welche aber von Seiten der TZ verständlich ist, da Athesia in den ersten Jahren der TZ in Rom intervenierte, damit diese keine Beiträge erhält und sie so die neue Konkurrenz finanziell ausbluten lassen wollten.
      Es ist eigentlich nur dem Durchhaltevermögen des Eigentümers der TZ zu verdanken, da dieser ein hohes finanzielles Risiko eingegangen ist, die TZ am Leben zu erhalten, bis sie dann doch Beiträge bekamen.

      Die Dolomiten war jahrzehntelang ein nützliches Instrument der SVP die Macht zu erhalten und die Meinung des Volkes zu steuern. Jetzt die Dolomiten als die Bösen und die SVP als die Guten hinzustellen ist etwas zu kurz gedacht. Auch einem Zeller hat die Dolomiten z.B. zu seiner Position verholfen.

      Auf Druck von Durnwalder wurde z.B. vor Jahren der Chefredakteur der FF, ich glaub es war Kronbichler, gewechselt, da dieser über die bevorstehende Scheidung des Landeshauptmannes geschrieben hatte.
      Wochen vor dem Erscheinen des Artikel hatte Durnwalder alle Chefredakteure gebeten oder die Anweisung gegeben, was es war weiß ich nicht, nicht darüber zu schreiben, da er bestimmen wollte, wann es veröffentlicht wird.
      Meines Wissens ist auch Peterlini als Chefredakteur der FF gescheitert, als er über die Schwimmbadaffäre von Durnwalder geschrieben hat.

      Die SVP hat die Presse immer zu ihrem Gunsten ausgenutzt bzw. gesteuert und auch ihre Macht eingesetzt, um unbequeme Berichterstattung zu vermeiden.

      Die momentanen Unstimmigkeiten zwischen den beiden Parteien sind eigentlich positiv, da nun auch über Fehler der SVP, und davon gibt es genügend, berichtet wird.
      Bis auf Weiteres ist die Dolomiten aber notwendig, da die FF zu weichgespült ist, wie man bei der Berichterstattung über die Sparkasse gesehen hat und die TZ zu sehr Boulevardblatt ist.

      • Jenny Lein

        Lieber Andreas, du hast oftmals recht mit deinen Kommentaren. Diesmal hat aber Oberhofer den Nage auf den Kopf getroffen und nicht du.

        • Andreas

          Den SEL- und den Rentenskandal hat z.B. die Dolomiten nicht verursacht, sondern darüber berichtet. Ohne der Berichterstattung der Dolomiten wäre beides nie zu einem solchen Skandal ausgeartet.
          Es steht außer Frage, dass Athesia eigene politische und wirtschaftliche Interessen verfolgt, doch dadurch wird die SVP nicht unschuldiger.
          Nebenbei finde ich in einem Artikel Fakten immer noch besser als blumig ausgeschmückte Spekulationen.

          • barfusler

            Du kannst auch gerne bei deiner Meinung bleiben, deine etwas erstarrte Einstellung wird nichts daran ändern dass die SVP doch bei weitem flexibler zu sein scheint als Du und die Gebrüder Ebner

            • Andreas

              Welche Meinung habe ich eigentlich bei welcher ich bleiben soll?
              Versuche es doch mal mit konkreten Aussagen, Dein pauschales Blah, Blah beeindruckt mich jetzt nicht wirklich.

            • barfusler

              ist jetzt auch ganz bestimmt nicht meine Absicht dich groß zu beeindrucken, weshalb ich ja auch sage du kannst gerne bei deiner Meinung bleiben und in deiner Starre verharren, wie auch die Ebner Brüder, falls alles bleiben soll wie es war und genau dann auf den Fehlern der SVP herumreiten, während diese dabei ist aus diesen zu lernen und sich aus der Abhängigkeit der führenden Medien zu befreien.

            • Andreas

              Aha, Du forderst also Welpenschutz für die SVP, damit diese sich endlich emanzipieren und sich aus den Klauen der Athesia befreien kann 🙂

              Dann erkläre mir mal die Zusammenhänge beim Flughafen.
              Ebner beschließt in einem Alleingang eine Finanzierung durch die Handelskammer, da ihm der Flughafen für seine Sardinienflüge nützlich ist und hat aber erst kürzlich mehr Subventionen für diese verlangt, da sie sonst nicht alle Dienste aufrechterhalten kann.
              Und was sagt Kompatscher zu diesem Widerspruch?
              Genau nichts, da er den Flughafen durchbringen will und ihm das Interesse Ebners am Flughafen sehr nützlich ist.
              Der eine kann nicht mit, aber auch nicht ohne den anderen und an diesem Umstand wird sich auch mittelfristig nichts ändern. Ich erwarte jetzt aber nicht, dass Du das verstehst 🙂

      • Helmuth

        Andreas hat den Nagel am Kopf getroffen. Jetzt wäre es noch interessant zu wissen, welcher Wirtschaftsverband oder Seilschaft den Michl Ebner zum Kandidaten (wann und wie?) für die Handelskammer vorgeschlagen hat. Und es wäre auch interessant zu wissen, wer diesen Wirtschaftsverband führt und welche Verbindungen es zu Landtagsabgeordneten im Landtag gibt. Wer spielt in der Politik in Südtirol seit Jahren ein doppeltes und sehr intrigantes Spiel? Wer hat nach den Landtagswahlen bei der Vergabe der Landesräte kein gut honoriertes Pöstchen als LR erhalten? Welche Rolle spielen ehemalige Senatoren der SVP? All dies wäre wichtig zu wissen, dann würde man vielleicht auch die Hintermänner erkennen und die Falscheinsager der „Dolomiten“ durchschauen.

      • bürger

        @besserwisser Andreas: heute lieen sie wohl mal weit daneben. wie oft in letzter zeit …

        • kleiner Mann

          was wäre dann laut deiner Meinung naheliegender ? Finde Oberhofer und Andreas ergänzen sich hier ganz gut . . . aber wie gesagt, deine persönliche Meinung wäre sicherlich auch interessant zu wissen !

    • Betrachter

      Die Welt hat genug für jedermann Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
      Mahatma Gandhi

    • Kassandra

      Her Oberhofer, Sie haben die unselige Kampagne mit dem Rentenskandal vergessen, der vor allem LH Kompatscher treffen sollte.

    • goggi

      Ich habe irgendwann in einer deutschen Zeitung das gelesen:
      Es ist einzigartig in Europa,dass sich eine Zeitung eine Partei hält.
      Das sagt doch alles,nur im Ausland wir es anscheinend so gesehen,
      aber in Südtirol nicht.

    • Martinique

      Die Ebner’sche Gegendarstellung wird nicht lange auf sich warten lassen … Wie immer eben.

    • PROF:

      Obwohl i decht olm die „Dolomiten“ les und weiterhin lesn wer,ober wenn i irgendwo es Bild von Michl Ebner sieg kimm mir meistns zum sp……..m!

    • Playboy

      Zum Glück gibt es das Internet und wir man ist nicht mehr auf diese einheimischen Käseblätter angewiesen.

      „Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wie viel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen.“
      Albert Einstein (*1879, †1955), dt.-amerikan. Physiker, Nobelpreis 1921
       

    • Silvius M.

      Hahahahaha, eine „Bombe“ lässt der Weinbergeweg platzen? So wie beim SEL-Skandal, wo Athesia alles monatelang medial aufgebauscht wurde, ja sogar ein Organimgramm der Zusammenhänge publiziert wurde. Und jetzt werden die Hauptverantwortlichen der Reihe nach freigesprochen und die ganze Angelegenheit verjährt. Oder nehmen wir den Renten-Skandal her! Das Rentengesetz fusst auf falschen Berechnunngen, darum ist ohnehin das ganze Rentenzauber mit den Altmandataren für die Katz und Hanspeter Munter im Hingergrund frohlockt. Solche „Stinkbomben“ reißen in Südtirol nur mehr die obrigkeitsgläubigen Athesianer, die Pfaffenheimer und die dummen Leute vom Hocker

    • maria

      Habe diese katholische Kirchenbesitzzeitung nie gekauft und lese sie auch nicht

    • Playboy

      Die Show dient dazu, das Volk zu unterhalten um von den wahren Geschenissen hinter den Kullissen abzulenken.
      Verarschung pur. Nachher gehen sie alle miteinander ein Bierchen trinken.

      https://m.youtube.com/watch?v=uPvGtlYxv5U

    • franzo

      Dann dürfen wir ja gespannt sein wenn die „Atombombe“ kommt.

      Wer die Medien hat, hat die Macht.

    • P

      Wie kindisch, gegen die Macht zu feixen! Il potere logora chi non ce l’hahaha!

    • George

      Die Ebner Brüder sind nicht die Dolomiten allen, sondern viel mehr und die SVP ist auch nicht die Partei allein, sondern viel weit verstrickter. Beiden ist nicht zu trauen und beide sind ineinader verstrickt. Es geht beiden und auch Vielen am Rande dieser nur um die eigene Macht und das Sagen im Lande und nicht um das zentrale Befinden und die Weiterentwicklung des gesamten Landes und deren Einwohner. Dass dabei auch so manches für die Einwohner des Landes abfällt, aber auch ausfällt, ist nur das Instrumentarium, das es in sich hat und ohne das es nicht geht. Wir alle sind häufig Mittel zum Zweck, einmal mehr, einmal weniger. Und dem einmal mehr müssen wir entgegenwirken, egal wer dieses Mittel immer für sich persönlich oder seine machtgruppe ausnutzt.

    • George

      Korrektur: Die Ebner Brüder sind nicht die Dolomiten allein, sondern viel mehr und die SVP ist auch nicht die Partei allein, sondern viel weiter verstrickt. Beiden ist nicht zu trauen und beide sind ineinander verstrickt. Es geht beiden und auch Vielen am Rande dieser nur um die eigene Macht und das Sagen im Lande und nicht primär um das zentrale Befinden und die Weiterentwicklung des gesamten Landes und deren Einwohner. Dass dabei auch so manches für die Einwohner des Landes und deren/dessen Weiterentwicklung abfällt, aber auch ausfällt, ist nur das Instrumentarium, das es in sich hat, wenn man es als Mittel zum eigenen Zweck verwendet und ohne das es nicht geht. Wir alle sind häufig Mittel zum Zweck, einmal mehr, einmal weniger. Und dem „einmal mehr“ müssen wir entgegenwirken, egal wer dieses Mittel immer für sich persönlich oder seine eigene/n Machtgruppe/n ausnutzt.

    • peter.g

      Wie sagte mal ein Bekannter zu mir: ich nehme Dolomiten und Tageszeitung mit auf mein Häusl. Die Tageszeitung lese ich und die Dolomiten nehme ich zum A…. abwischen.

    • Sehender

      konkurrenz tut immer gut. auch die neuen, salto und ut24, die ich zwar beide nicht oft lese, sind wichtig für südtirol. dolomiten muss man trotzdem noch lesen, sie sind immer noch meinungsführend. die nstz hat nicht so einen einfluss – noch nicht.

    • Franz I

      Jo iatz werdn de buadn Tipn mit Hilfe van drittn Tip gonz Südtirol ibon Tisch ziachn?
      Ebner & Athesia brauchen den Südtiroler Flugverkehr damittn sie ihr Blattl in die Welt ausi schickn kennen.

    • Sachlichkeit

      Schön, dass es auch in Südtirol manchmal Recherchen, Hintergrundanalysen und einen investigativen Journalismus gibt. Es wäre aber schön, wenn es all das auch dann gäbe, wenn nicht nur eigne Interessen betroffen sind. Ein solcher Journalismus ist für eine Demokratie essentiell, unabhängig vom Druck der Politik! Leider ist die südtiroler Medienlandschaft sehr schwach. Sie reduziert sich zumeist auf die Selbstpräsentation egomaner Scheinfachleute, die zu allem und überall ihren Kommentar geben müssen. Das Allermeiste ist nicht mehr zumutbar. Schade, dass dies auch auf die Tageszeitung zutrifft (verstehe das als Anregung zur Verbesserung). Wir braüchten eine kritische Berichterstattung heute mehr denn je, Themen haben wir mehr als ausreichend: Flughafen, Benko, Sparkasse, Sanitätsreform uvm….

    • Vingscher

      Unterhaltsam, aber letztlich ein schwacher Kommentar.

    • Martin Senoner

      Im Gegenzug hat sich di nstz mit dem ehemaligen Abgeordneten aus Meran versöhnt;-)

    • Silvius M.

      NSTZ Liebkind Zeller? Der ist aber noch Abgeordneter, aber man hört nix mehr!

    • Walter Harpf

      NEBENSCHAUPLATZ LESERBRIEFE was mMn einen wesentlichen Teil guter und objektiver Informationspolitik darstellt, sind die Leserbriefseiten. Daran ließ sich bis vor nicht allzulanger Zeit die Stimmungslage im Land halbwegs objektiv einschätzen. Ein diesbezüglicher Höhepunkt waren die zuweilen bis zu vier engbedruckten Seiten an Bürgermeinungen zum Rentenskandal. Ich bin überzeugt, dass in Toni Ebners Leserbriefredaktion auch jetzt noch jeden Tag ein vielfaches der schließlich veröffentlichten Leserbriefe eingehen. Wäre schön, wenn sich wieder Platz dafür finden ließe! Momentan schaut es eher danach aus, als ob man minimal, selektiv, und harmloses bevorzugend abdruckt. Stellt die alte Praxis der breiten Veröffentlichung fundierter Bürgermeinungen zu viele Unwägbarleiten für größere politischen Spiele dar? Dieser Aufruf geht auch an die TZ.
      (ich persönlich hatte übrigens nie Veröffentlichungsprobleme).

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