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    Die im Geld schwimmen

    posthotel lammDie Umlaufbahn Seis-Seiseralm AG expandiert im großen Stil im Nachbarort Kastelruth: Das vor zwei Wochen ersteigerte Posthotel Lamm wird um drei Millionen Euro adapiert. Geplant ist auch der Bau eines Dorfliftes.

    von Thomas Vikoler

    Steuerersparnis. Die Investition in ein statutarisch festgeschriebenes Firmenziel (Bau und Betrieb von Liftanlagen und Gastbetrieben). Die Verhinderung eines „Ausverkaufs der Heimat“. Und die gute Kapitalausstattung.

    Diese vier Gründe nennt Alexander Egger, Präsident der Umlaufbahn Seis-Seiser Alm AG, für eine Geschäfts-Operation, die auf dem Schlern-Hochplateau für viel Aufsehen sorgt: Die Übernahme des Traditionsbetriebs Posthotel Lamm am Kastelruther Dorfplatz.

    Wie am 24. Oktober von der TAGESZEITUNG vorab berichtet, hat die Seiser Umlaufbahn-Gesellschaft das Hotel über eine Leasing-Firma am Landesgericht Bozen ersteigert. Um 4.450.000 Euro.

    Dies bestätigte Egger auf der Aktionärsversammlung am Donnerstag vergangener Woche. Zunächst hatte der Präsident nichts über die Investition sagen wollen. Der Vorstand hatte die (geplante) Investition aber bereits zuvor abgesegnet.

    Am Rande der Aktionärsversammlung wurde auch bekannt, dass die Leasing-Firma bei der Versteigerung einen Mitbieter aus Kastelruth (das Hotel Alpenflora) um 25.000 Euro überboten hat.

    Und so gerät das Posthotel Lamm, deren frühere Eigentümer 2011 in Konkurs gingen, in Seiser Besitz.

    Es soll, so wurde den Aktionären vergangene Woche versichert, trotz in einigen Jahren auslaufender Konventionierung weiterhin ein Hotel bleiben. Nicht nur. Die Umlaufbahn Seis-Seiser Alm AG will weiter investieren: Das Lamm soll um rund drei Millionen Euro adaptiert und dann voraussichtlich verpachtet werden. Einstweilen wird es von der Falkensteiner Gruppe weitergeführt werden.

    Die Aktionäre segneten die Hotel-Investition am Donnerstag ab – bis auf wenige kritische Wortmeldungen gab es keine unerwarteten Zwischenfälle.

    Die Brixner Tourismusmanagement-Firma Brandnamic erhält nun den Auftrag für ein Gesamtkonzept im Hinblick auf die geplanten Umbauarbeiten.

    Damit soll die Expansion des Seiser Liftunternehmens in den Nachbarort nicht abgeschlossen sein.

    Es gibt noch ein Liftprojekt …

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    Kommentare (6)

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    • Puschtra

      Da der Steuerzahler 75% der Kosten für den Bau eines Liftes übernehmen darf, ist es kein Wunder wenn die Besitzer dann enorme Gewinne einfahren.
      Für 25% Investitionskosten bekommen sie 100% Gewinn.
      Sollte die Rechnung einmal nicht aufgehen, wird so lange von unseren Steuergeldverwaltern herumgedreht bis der Steuerzahler selbstverständlich für die Verluste aufkommen darf.

      • walter

        nicht nur das! meines Wissens ist auch die Straße auf die Alm gesperrt und alle Leute müssen mit der Bahn auf die Seiser Alm, man hat ihnen ein Monopol geschenkt!!!
        die Preise sind gesalzen und dann wundert man sich wieso die so große Gewinne machen!?

    • Hubert

      wenn hier alles mit rechten Dingen zugegangen ist, dann glaube ich auch, dass das Gras rot ist.
      Geld zu Geld und möglichst kritische Elemente ausmerzen, oder?

    • @ Puschtra

      75 % der Kosten übernimmt sicher NICHT das Land! Die meisten erhalten gar nichts bzw. höchstens einen Finanzierungsbeitrag! Nur Dorflifte können mit einer angemessenen Förderung rechnen und das ist auch gut so!

      Manche haben keine Ahnung!

    • Gynne

      Jetzt braucht die Seiseralm aber dringend einen Flugplatz ! Wir hätten einen zu Verkaufen .

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