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    „Er wäre uns gar nicht böse“

    „Er wäre uns gar nicht böse“

    Andreas Riedl vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz über Alternativen zum Flughafenkonzept – und „Ex-Lugenbeitl“ Arno Kompatscher.

    TAGESZEITUNG: Herr Riedl, Sie sind gegen das Flughafen-Konzept des Landeshauptmanns. Warum?

    Andreas Riedl: Wo soll ich anfangen? Zum einen sagt selbst Flughafenexperte Johann Frank, dass deswegen kein Privater zum Zug kommt, weil „der ja schon eine Caritas sein müsste.“ Das heißt für mich: Weil sich kein Privater hervortut, darf das die öffentliche Hand machen. Die rechtlichen Defizite tragen trotzdem der Steuerzahler und die kleinen Handwerker und Betriebe, die an die Handelskammer Pflichtbeiträge bezahlen.

    Andreas Riedl vom Dachverband

    Andreas Riedl vom Dachverband

    Hätte es überhaupt ein Konzept gegeben, das sie glücklich gemacht hätte?

    Sicherlich. Ich hätte gerne eine Alternative für diese 80 Hektar, gesehen die da verbaut wurden. Da werden 160.000 Euro in ein Gutachten investiert, ohne dass man einen Plan B für diese Fläche hat, wenn das Land möglicherweise nach fünf Jahren nicht mehr in den Flughafen investiert. Marodiert er dann vor sich hin? Übernimmt das Militär? Ich hätte mir erwartet, dass man auch ein Konzept für ein Ausstiegsszenario bereithält.

    Müssten Sie aus Sicht der Umwelt nicht ein Konzept befürworten, das Touristen von der Autobahn abhält?

    Es ist unbestritten, dass das Flugzeug alleine auf die Kilometer berechnet das klimaschädlichste Fortbewegungsmittel ist – in Bozen noch einmal mehr. Die Start und Landephase ist noch dazu aerodynamisch ungünstig, wodurch mehr Belastung durch Abgase und Lärm zu erwarten ist. Wenn man schon ein autofreies Land will, dann ist das heute schon möglich, durch den Verkehr auf der Schiene.

    Den Flughafen darf das Land nicht subventionieren, die Schiene aber schon?

    Die Frage ist: Wie hoch ist die Subventionierung pro Fahrgast. Wenn 170 Millionen im Jahr für den Bahnverkehr verwendet werden, bedeutet das, dass jede Fahrt mit 2 bis 3 Euro subventioniert wird. Beim Flughafen ist die Sache ungleich höher. Muss man wirklich ein Verkehrsmittel subventionieren, das sich kaum jemand leisten kann? Wir sagen: Keine öffentlichen Mittel mehr. Wenn man einen Herrn Haselsteiner findet, der das macht, dann bitte – aber der will in Bozen ja auch keinen Fall einsteigen.

    Sie haben Landeshauptmann Kompatscher den „Lugenbeitl 2015“ verliehen, weil er die Volksabstimmung nicht machen wollte. Nun findet sie statt, darf er den „Preis“ zurückgeben?

    Es wäre sicher konsequent. Ich glaube, er wäre uns auch gar nicht böse, wenn wir ihm diesen Preis wieder nehmen würden. Wir werden darüber nachdenken, ich könnte es mir durchaus vorstellen. Die Frage ist dann: Finden wir nachträglich einen Ersatzpreisträger?

    Womit könnte Landeshauptmann Kompatscher die Flughafengegner glücklich machen?

    Mit einer ausgewogenen, fairen Diskussion, die beide Seiten berücksichtigt. Ich sage auch nicht nein, wenn uns der Landeshauptmann 160.000 Euro zur Verfügung stellt, um ein Gegenkonzept auszuarbeiten. Aber da wurde jetzt schon eine ganze Maschinerie in Bewegung gesetzt, mit der Kampagne der Handelskammer, mit Reinhold Messner und so weiter. Klar, wir sind David, die sind Goliath – wir wollen aber trotzdem einen ausgewogenen Wahlkampf.

    Interview: Anton Rainer

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (64)

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    • Einereiner

      Goliath hat es 18 Jahre nicht geschafft den Flugplatz auch nur annähernd in eine positive Richtung zu bringen. Wie hätte Goliath es auch schaffen sollen, Bozen ist als Flughafenstandort nicht geeignet. Entweder es gibt in beide Richtungen der Landebahn einen flachen An- und Abflug, oder der Platz bleibt immer nur ein Schönwetterflughäfchen.
      Verlegt den Flughafen auf Kohlern oder sperrt ihn zu.

      • Anton

        Ich verstehe die Argumentation mit dem flachen An – und Abflug in beide Richtungen nicht.
        Einmal: ich arbeite in der Bozner Industriezone und habe zu den Zeiten der funktionierenden Linienflüge nach kaum etwas von den Flugzeugen gemerkt. Wahrscheinlich weil sie zu 90 % vom Süden her gelandet und in die selbe Richtung gestartet sind. Die paarmal, wo die Richtung geändert werden mußte, wurde über das Überetsch abgedreht. Als es noch Flüge nach Frankfurt mit den kleinen Dornier gab flugen die auch direkt vom Norden her an.
        Übrigens, die Logik sagt, dass, sollten die Berge im Norden ein großer Nachteil sein, dies in der Studie des Beratungsunternehmens wohl berücksichtigt worden wäre. Es soll ja kein Großflughafen werden.
        Leider hat der Landeshauptmann eine Volksbefragung beschlossen. Wenn er den Flughafen als sinnvoll erachtet, hätte er den Bau durchziehen müssen. Aber so sind wir schon in der direkten Demokratie angekommen. Aber das ist ja ein anderes Thema.
        Solange eine repräsentative Demokratie vorherrscht sollte es jedoch so sein, dass die Politik Entscheidungen im Sinne des allgemeinen Gemeinwohls trifft.

        • trottl

          @anton: ja dann kannst du dir ja gleich neben dem flüghäfchen eine wohnung richten wenns so leise ist, dann kannst du zu fuss zur arbeit gehen und einen beitrag für die umwelt leisten.
          und wenn du wikrlich schwerhörig bist: hör dir doch mal den „10 nach 10e flieger“ an wenn er aus rom kommt! da hört man 10 minuten lang wenn unsere beamten und politiker wieder zurückkommen. (oder fliegt sonst auch noch jemand mit dem trappele?)

          • Anton

            Deiner Argumentation folgend dürfte es keine Autobahn geben, weil es Häuser daneben geben könnte, das gleiche gilt für die Eisenbahnlinie.
            Also müssen sich solche Projekte nach den Anwohnern richten?

        • Einereiner

          @Anton
          Es gibt in der Luftfahrt zwei Flugverfahren: Sichtflug und Instrumentenflug.
          Bei der Landung im Sichtflug dürfen keine Wolken oder Nebel im weg sein. Ist dies gegeben, kann man in Bozen von Norden und Süden her auch in einem Winkel von 10° landen. Alles kein Problem.
          Bei Wolken und Nebel muss nach Instrumenten geflogen werden. Eine Landung ist dann nur möglich, wenn der Flughafen auch ein Instrumentenlandesystem hat. Bozen hat eines im Anflug von Süden. Im Anflug von Norden gibt es keines. Dies hat folgenden Grund: Instrumentenlandesysteme werden auf einen Anflugwinkel von 3° (also sehr flach) ausgelegt und dort stehen dummerweise die Sarntaler Berge. Im Nebel nur mit Instrumenten wäre ein Anflug mit 10° viel zu unsicher und deswegen nicht erlaubt.
          Anfliegen muss man immer gegen den Wind, das heißt, wenn Schlechtwetter und Südwind herrschen, ist in Bozen kein Anflug möglich!
          Somit wird Bozen von den Fluglinien nie als echter Flughafen wahrgenommen werden.
          Wie ist das mit der Logik? Die Südtiroler Landesregierungslogik sagt, wenn ich in einer Studie etwas nicht drinnenstehen haben will, dann wird es in der Studie auch nicht drinnen stehen (ansonsten gibt keinen Cash).

          • Anton

            Ich gehe davon aus, daß Ihre Argumentation weitgehend stimmt. Ich kenne mich nicht so gut aus. Ich frage mich allerdings, ob es durch den Instrumentenanflug – ich kenne mich in der Funktion nicht aus – nicht möglich ist, vom Süden anfliegende Flugzeuge im Falle von Schlechtwetter oder starkem Südwind, über das Überetsch anfliegen zu lassen, so daß sie dann vom Norden her gegen den Wind landen können.
            Flugzeuge, die tatsächlich vom Norden kommen, müssten, da der Anflugwinkel vom Norden her, wegen den Sarner Bergen, zuerst eine Schleife Richtung Süden fliegen, oder?

            • Andreas

              Seine Argumentation stimmt schon deshalb nicht, weil BZ gar nicht mit Instrumentenlandesystem angeflogen werden darf. Nebenbei ist der Flughafen IBK der Alpenflughafen mit den meisten wetterbedingten Ausfällen, laut Aereoclub BZ.

            • Einereiner

              Beim Instrumentenanflugverfahren sind enge Schleifen (Überetsch-Kurve über Bozen-Endanflug von Norden) nicht erlaubt/nicht möglich. Der (gerade) Endanflug beginnt schon 20-50 km vor dem Flughafen.
              Andreas hat recht…..BZ darf nicht im Instrumentenanflug angeflogen werden, da nicht einmal der im Süden richtig funktioniert. Und der im Norden ist nicht vorhanden….also Totalausfall.
              IBK hat viele Ausfälle…vielleicht auch die meisten im Alpenraum. Aber Bozen würde diese rote Laterne sofort mit großem Abstand übernehmen!

        • BatMan

          @Anton
          „Leider hat der Landeshauptmann eine Volksbefragung beschlossen“

          🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 VOLLTREFFER !!!

      • bürger

        wie wahr! oder seiser alm, dann ist der lh und lb schneller daheim!

      • Darwin

        Auf den Punkt gebracht……………

    • Andreas

      Wer ist dieser Umwelttaliban und seine Schergen überhaupt?
      Hat die eigentlich jemand gewählt oder meinen sie die Welt kommt ohne ihre Ideologie nicht aus und jetzt brauchen sie Geld um sie zu verbreiten?

      „Ich hätte gerne eine Alternative für diese 80 Hektar,….“
      Warum genau sollte es jemanden interessieren was sie gerne hätten? Bis auf weiteres können sie nur für die paar Hanseln ihres Verbandes sprechen, wobei ich davon ausgehe, dass nicht alle mit diesem peinlichen Vorgehen einverstanden sind.

      Die Bahn braucht eine wesentlich größere Infrastruktur, welche aufwendiger zu erhalten ist als ein Flughafen.
      Ein BBT baut sich z.B. auch nicht von selbst und kostet Geld, welches auf die Kosten je Fahrt umzulegen wäre. Wobei ich mir sicher bin, dass dieser ungebildete Haufen, welcher annimmt den LH Lugenbeitl nennen zu können, auch gegen den BBT ist, die sind ja grundsätzlich gegen alles.

      Das Niveau dieser Aktivisten erkennt man schon an seiner lächerlichen Antwort „Die Frage ist dann: Finden wir nachträglich einen Ersatzpreisträger?“
      Soll das jetzt lustig sein oder brauchen diese Herren, ich nehme an da sind wenig oder keine Damen dabei, da ich denen so viel Feingefühl zutraue, dass sie nicht einen so saudämlichen Titel vergeben würden, einen „Lugenbeitl“ für ihr Ego und ihre Daseinsberechtigung?

      Nebenbei ist die von diesem Typ propagierte Bahn lange nicht so umweltfreundlich wie angenommen.
      http://www.faz.net/aktuell/wissen/klima/klimabilanz-der-bahn-noch-eine-unbequeme-wahrheit-1488587.html
      Addiert man noch die Umweltbelastung beim Bau eines BBT oder eines Bahnhofs Bozen dazu, würde die Bahn noch schlechter abschneiden, ohne die andauernde Belastung der Anwohner an der Strecke und den Bahnhöfen zu berücksichtigen.

      Wegen 10 – 20 Flügen mehr am Tag wird das Überetsch/Unterland nicht weniger lebenswert.
      Wäre es so weltbewegend, wäre IBK und Umfeld schon lange ausgestorben.

      Es ist die Aufgabe einen Staates oder eines Landes auch nicht wirtschaftliche Infrastrukturen zu bauen und zu betreiben. Wäre es nicht so, gäbe es z.B. kein Theater oder sonstige kulturelle Veranstaltungen oder keine Straßen und Tunnels.

      • Erich

        Bravo Andreas, wo wäre heute Innsbruck ohne Flughafen? Es geht gar nicht nur um den Fremdenverkehr, es geht darum, dass durch den Flughafen sich international aufgestellte Firmen, nicht hier niederlassen oder einheimische Firmen auswandern. Die jungen Ingenieure bleiben zum Großteil alle im Ausland weil es bei uns kaum Arbeitsplätze gibt. Wenn man die Intelligenz nicht halten kann, dann geht enorme Wertschöpfung verloren. Über die Kosten von denen die selbsternannten Umweltschützer hier reden sind nur pinatz von dem was ein Flughafen bringen kann. Auch die Uni Bozen bekommt einen anderen Stellenwert wenn sie mit Flugzeuge erreichbar ist.

        • Andreas

          Da sich dieser Dachverband anmaßt dem LH den Titel „Lugenbeitl des Jahres“ zu verleihen, könnten wir Beide über den Titel „Dummkopf des Jahres“ abstimmen.
          Ich glaube wir würden uns auf eine Person einigen und ein demokratisch erzieltes Ergebnis mit 100% hinkriegen.
          Den George lassen wir natürlich nicht mit abstimmen, der würde uns die 100% nur versauen 🙂

          • trottl

            @besserwisser andreas: zum thema anmassung hast du ja anspruch genügend mitreden zu können!

          • George

            Da würden die sich die Abstimmenden sehr leicht tun, 50 % für den einen „Dummkopf des Jahres“ zu vergeben und 50 % für den anderen; denn wer sind schon die „Forumdummköpfe“ hier? Oder sollte man vielleicht die Hinterfotzigkeit, die Dreistigkeit, die Niederträchtigkeit, die Bosheit, die Verlogenheit usw. testen?

        • goggi

          Warum international aufgestellte Firmen sich hier nicht niederlassen und
          einheimische Firmen abwandern liegt wohl nicht am Flughafen.Wer sowas glaubt,
          der hat von Wirtschaft wenig Ahnung.Vielleicht mal an den Bürokratismus und die
          Steuerlast gedacht. Sind nur einige Gründe. Ach ja,die Intelligenz ist ja abgewandert .
          Schönen Sonntag noch.

          • Erich

            Schau nach Innsbruck, trotz 1/3 weniger Landeshaushalt hat Innsbruck Bozen um ein vielfaches überholt. Dabei hätte Bozen durch die Zweisprachigkeit eine viel größere Bedeutung als Brückenfunktion zwischen deutschen und italienischen Wirtschaftsraum.
            Wer hier als Bremser aufstehen will lebt wirklich in der Steinzeit!

        • BatMan

          @Erich und Andreas, ihr seid Befürworter des Flugplatzes?
          Wollt ihr dort auf der Start- und Landebahn Skateboard fahren? Denn es sieht so aus, als ob ihr nicht zu jener Gruppe von Leuten gehört, die sich dann ein Ticket leisten könnten.

        • BatMan

          Erich,
          und ich habe immer geglaubt das Zentrum der Intelligenz sitzt Landhaus und jetzt sagst du die Intelligenz ist abgewandert? Warum seid Andreas und du dann immer noch hier? Ach ich verstehe, ihr wartet auf die längere Startbahn?

      • George

        Andreas, übertreiben Sie nicht immer so schergenhaft. Sie faallen von einem Extrem ins andere. Neben einem plötzlichen Tod gibt es auch noch einen schleichenden Tod. Einen Mittelweg gibt es bei ihnen anscheinend nicht. Und muss ein jeder gewählt sein, um etwas in der Öffentlichkeit darlegen zu dürfen? Sie sind wohl sehr obrigkeitshörig oder wollen selber ein „Tyrann“ sein.

      • Hush

        Danke Andreas für den Link zum Artikel in der FAZ. Sehr interessant und absolut empfehlenswert!

      • bürger

        @besserwisser andreas: wenn man nicht da wohnt dann ist das sicher so. frag mal jemanden (z.b. mich) der ein paar jahre in hötting, in der schneeburggasse gelebt hat: ziel ist es ein ruhiges plätzchen zu finden!
        und ausserdem: kümmere dich um deine sachen. wenn es uns im überetsch zu laut ist so können wir das gerne selber entscheiden!

        • Andreas

          In der Nähe eines Flughafens, eines Bahnhofs, einer Autobahn, einer Landstraße oder von Schienen wird es immer lauter sein, liegt in der Natur der Sache, doch im Interesse der Allgemeinheit muss das, auch von Dir, akzeptiert werden. Die Anwohner zu fragen ob sie es wollen ist wohl das Unsinnigste was man machen kann, natürlich sind alle dagegen.

          • bürger

            gleich unsinnig wie dsa volk fragen gell andreas …

            • Andreas

              Das Dümmste was man machen kann oder man akzeptiert, dass die öffentliche Meinung, so wie in der Schweiz, nach rechts abdriftet.
              Aber so lustige Abstimmungen über Minaretten oder Zuwanderung könnten wir auch mal machen.

      • Luis

        Andreas für wen schreibst du ??

    • P

      Es ist anmaßend und über die Maßen geschmacklos, dem Landeshauptmann einen solchen „Titel“ zu „verleihen“. Eine Beleidigung nicht nur für jene, die ihn gewählt haben sondern für alle, die von ihm regiert werden. Der Träger dieses Amtes ist unser Vertreter und somit sind wir alle von diesen Leuten beleidigt worden. Man sollte in Erwägung ziehen, diese Personen bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen.
      Jedenfalls disqualifizieren sich diese Dissidenten durch ihr respektloses Auftreten von vornherein.
      Es wird schlussendlich auch mit dem Flughafen so sein, wie es damals mit der MeBo war. 20 Jahre haben Vorausdenker sie gefordert und danach waren plötzlich auch die erbittertsten Gegner ruhig! Nie wieder hat man etwas von ihnen gehört.

      • stefan77

        Ich fühle mich durch die Verleihung des goldenen Lugenbeutels an den Lh nicht beleidigt. Schlimmer ist es m.A. nach, wenn Wahlversprechen zuerst vergessen und dann nur auf öffentlichen Druck eingehalten werden sollen. Eine Schweinerei ist es, dass bereits vor der Volksabstimmung versucht wird, vollendete Tatsachen zu schaffen. Ich fürchte bereits jetzt die Propaganda die vor dem Referendum einsetzen wird. Die geballte Medienmacht des Athesia-Konzerns, die Politische Macht der Svp, die Wirtschaftsmacht der Handelskammer sowie der Wirtschaftsverbände werden eine sachliche Diskussion zum Thema Flughafen kaum zulassen.

      • bürger

        so a schmorrgn. wos hot a strosse mit an drittklassigen flughäfchen für a poor politiker und beamte zu tun?

      • BatMan

        Anmaßend ist schon der LH und seine Anhänger! 🙁
        Ich bin kein Anhänger von Anhängern!

        „Am schlimmsten finde ich, dass sich aus den Handlungen der Herrschenden, die die Erde zu zerstören drohen, ablesen lässt, dass sie durchgedreht sind, zu jedem Frevel bereit; und sie werden Verderben über sich und alle jene bringen, die mit ihnen verbunden sind. Manchmal befällt mich eine abergläubische Angst, zum selben Stamm wie sie zu gehören und auf ihrem Boden zu wandeln. – Doch nein. Die Menschen haben ein Recht darauf, verrückt, dumm oder anmaßend zu sein. Darin besteht ja gerade unsere Eigenart. Wir machen nur den Fehler, jeden mit kollektiver Macht auszustatten . ANARCHIE IST DIE EINZIG SICHERE POLITIK “

        Paul Goodman, Stoßgebete Nr. 19

    • Andreas

      Angenommen, Flug – Zug Hamburg – BZ

      Belastung Anwohner Flug 2 x 10-15 Minuten beim Start
      Belastung Anwohner beim Zug, durchgehend an der Stecke und zusätzlich in jedem Bahnhof, also die gesamte Reise von ca. 10 Stunden.

      Eingriff in die Natur beim Flug, Bau der beiden Flughäfen
      Eingriff in die Natur beim Zug, ca. 1000 Kilometer Schiene, also im ganzen Land und zusätzlich Bau der ganzen Bahnhöfe auf der Strecke.

      Niemand dieser Umweltatlibans würde heutzutage zustimmen Schienen durchs ganze Land zu legen und überall Bahnhöfe zu bauen, um ein solch unflexibles und extrem teures Verkehrmittel wie den Zug zu betreiben. Die Infrastrukturkosten und der Eingriff in die Natur war/ist enorm.

      Aber wichtig ist gegen allem Neuen zu sein.

      • stefan77

        Nicht sehr seriös. Beim Flughafen ist die Belastung der Anreiner nur beim Start gegeben, beim Zug jedoch entlang der gesamten Strecke? Wusst gar nicht, dass ein Flugzeug nach dem Start die Motoren abstellt und somit keinen Lärm und Abgase produziert. Auch das Landen geht also geräuschlos und ohne jedweden Antrieb vonstatten. Wenn wir schon dabei sind, bitte vergessen Sie nicht den Transferaufwand mit einzurechnen um vom flughafen in die Stadt zu gelangen.

        • trottl

          @stefann 77: besserwisser andreas hat sichr eine passende antwort!!!!

        • Andreas

          @stefan77
          Die Landung hab ich vergessen zu schreiben, die 2 x 10-15 Minuten bezogen sich aber auf Start und Landung.
          Ich habe Belastung der Anwohner geschrieben, deshalb ist diese, sobald das Flugzeug an Höhe gewinnt, vernachlässigbar bzw. nicht gegeben. Über Südtirol ist der Luftverkehr enorm, deshalb spielen die paar Flieger mehr keine wesentliche Rolle für die Umweltbelastung in der Höhe.
          Die Transfers entstehen auch bei der Bahn, sofern Touristen kommen und in die Hotels wollen, deshalb sind diese, auch durch die zentrale Lage des Flughafens BZ, in etwa gleich.

          @trottl
          Passender Nick

      • trottl

        wieso neu? der trappeleflughafen funktoniert seit 30 jahre net. sogar mit dem superstar durnwalder hobn sies net derrichtet. zusperren sofort!

    • Werner

      1.Man findet keine Airline die Bozen anfliegen will, weil dies unvernünftig ist und nicht weil es keine kleinen Flugzeuge gibt.
      2.Wenn bereits der alte 30 Personen Dash8 unausgelastet war, ist es normal das ein 50 Personen Flieger est recht nicht voll wird. 12 Flugzeuge zu je 300 Personen sollen hingegen immer voll sein ?

      • Anton

        Aktuelle Pistenlänge = kleine Flugzeuge = hohe Ticketpreise = wenig Passagiere = höheres Defizit für den Flugplatz, wenig Nutzen für die Allgemeinheit (Wirtschaft und Private)
        längere Landepiste = größere Flugzeuge = niedere Ticketpreise – mehr Passagiere = niederes Defizit für den Flugplatz, mehr Nutzen für die Allgemeinheit (Wirtschaft und Private).

        Geschickt versuchen die Umweltschützer seit Jahren die Verlängerung der Landepiste zu verhindern, weil sie wissen, dass so das Defizit des Flugplatzes nicht verringert werden kann. Und reiten das Argument des Defizites, obwohl sie dieses überhaupt nichts angeht.

        • sell woll

          Niederes Defizit ist leider weiterhin Defizit zu Lasten der Steuerzahler

          • Anton

            Dienstleistungen, welche die öffentliche Verwaltung für die Bereitstellung von Infrastrukturen und Diensten übernimmt sind immer ein Defizit.
            Müssen wir z.B. dafür zahlen, dass unsere Kinden in die Volks-, Mittel- und Oberschule gehen können? Gerade im Zusammenhang mit dem Flugplatz wird immer wieder auch die Bezuschussung der öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus und Bahn bemüht. Werden mit der Bezahlung der Fahrscheine etwa die Kosten gedeckt. Nein, das Defizit wird mit öffentlichen Mitteln abgedeckt. Warum das Defizit des Flugplatzes nicht?

    • Einereiner

      @Andreas
      @Erich
      @P
      ich bin ein großer Befürworter eines funktionierenden Flughafens für Südtirol. ABER IN BOZEN WIRD DAS NIIIIIIIIIIEEEEE FUNKTIONIEREN.
      Hätte man ihn vor 18 Jahren nach Kohlern verlegt, wäre das über die Jahre billiger gewesen und wir hätten heute einen FUNKTIONIERENDEN.

    • Anton

      Nach dem Urteil des Staatsrates und spätestens nach dem Ergebnis der Studie hätte der LH die Verlängerung der Landepiste einfach durchziehen müssen. Insbesondere, da die Finanzierung bereits beschlossen war.
      Ich frage mich, wie man einen Businessplan über die Zukunft des Flugplatzes in Auftrag geben, die Nutzen des Flugplatzes bei jeder Gelegenheit unterstreichen und dann eine Volksbefragung beschließen kann. Zumal der Businessplan zu positiven Ergenissen gekommen ist.
      Eine sonderbare Vorgangsweise für einen Landesrat der Wirtschaft, welcher der LH ja auch ist.

      • unternehmer

        @unternehmer: als landesrat für wirtschaft müsste er auch wissen dass ein businessplan nur sogut ist wie er begründbar ist. die daten sind nicht begründbar, und das wissen alle! nicht mal die ibk – wien flieger sind immer voll!!!!

    • Armin

      Andreas ist ein kleiner Handlanger der immer nach dem Mund der gerade regierenden redet…Würstchen

    • Alfons Zanardi

      Diese Dachverbands-Leute sind Amateure, die nur in einem Experten sind: DAGEGEN SEIN.
      Was heisst „Flüge die sich niemand leisten kann“? Wir sind ja nicht in den 1960er Jahren. Fliegen ist ein alltägliches Massenverkehrsmittel.
      Ad Kosten: Der Flughafen soll vom Land mit 2,5 Mio jährlich finanziert werden. Dazu im Grössenvergleich die Kosten für die Umfahrung Auer: 70 Mio Eur. Damit kann ich den Flughafen 28 Jahre betreiben!
      Und Umweltverschmutzung: 35000 Autos und 5000 LKW passieren jeden Tag die Brennerautobahn. Was dagegen 4 – 8 Flüge täglich an Belastung sein sollen ist einfach abzuschätzen. EinFlugzeug benötigt im Reiseflug 3,6l/100km/Passagier, auf der Kurzstrecke etwas mehr. Also vergleichbar mit meist nur von einem Passagier benutzten Autos.

      Also bitte lieber Dachverband der Totalverhinderer; Bitte Argumente, Zahlen und Fakten anstelle von dumpfen Geraune und Gejaule.

      • George

        @Alfons Zanardi
        Mit dem Geld anderer ist leicht stinken. Wenn ihr schon den Flughafen wollt, dann zahlt ihn euch gefälligst selber. Erfunktioniert ohnehin die Hälfte der Zeit nicht. Das euer Expertentum alle Kosten, alle Schulden, alle Lasten und alles Versagen immer auf andere abzuwälzen. Wir zahlen Steuern und haben auch das Recht mitzubestimmen, was mit unserem Steuergeld passiert. Eine alte Wahrheit lautet, wer zahlt, der bestimmt auch.

    • Luis

      Wer in der heutigen Zeit noch einen Flugplatz ausbaut dem ist nicht zu helfen. Verona bekommt jetzt sogar Ryanair also wird es noch verrückter. Wir haben 20 Jahre getestet und wissen es anscheinend noch nicht dass es nicht funktionieren wird. Ich bin sicher dagegen obwohl ich auch oft fliege!

    • Spaltpilz

      Wie haben die Eurac, das Tis, das Bic und einen Flughafen für unsere Wirtschaftsbosse (so fühlen sie sich wenigstens) und was hat das Trentino?
      Das Trentino hat nichts von alle dem und trotzdem: http://taz.de/Start-ups-in-Italien/!5241769/
      Ich glaube die hatten den besseren Riecher!

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