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    Prämierter Ansitz

    GruppenfotoDer Ansitz zum Löwen der Familie Theiner in Burgeis ist der historische Gastbetrieb des Jahres 2016. 

     

    „Bereits seit 10 Jahren vergeben die Stiftung Südtiroler Sparkasse, das Landesdenkmalamt und der Hoteliers- und Gastwirteverband die Auszeichnung „Der historische Gastbetrieb des Jahres in Südtirol“ an Südtiroler Wirtshäuser, Gasthöfe und Hotels.

    Alle bisherigen Preisträger und besonderen Auszeichnungen sind ein leuchtendes Beispiel für eine einzigartige Kultur der Gastlichkeit.

    Die Gastbetriebe sind unverwechselbar, exzellent und authentisch, in ihrer Architektur und in ihrer zeitgemäß interpretierten Kultur der Gastlichkeit.“

    Mit diesen Worten eröffnete Vizepräsidentin Simona Kettmeir Altichieri in Vertretung von Stiftungspräsident Karl Franz Pichler die Pressekonferenz/Prämierungsfeier der nunmehr zehnten Ausgabe des Wettbewerbes „Der historische Gastbetrieb des Jahres in Südtirol.“

    Jurymitglieder und ehemalige Gewinner sowie Vertreter aus den Bereichen Tourismus, Architektur- und Denkmalpflege, des Gastgewerbes und der Medien kamen, um den diesjährigen Preisträger, die Familie Theiner (Ansitz zum Löwen in Burgeis, 1. Preis), für ihren Einsatz und ihre Verdienste zu danken und zu gratulieren.

    Der Gasthof „Ansitz zum Löwen“ am Hauptplatz von Burgeis war über Jahre nicht genutzt, unbewohnt und dem Verfall preisgegeben. Mit dem Ziel, das Gebäude wieder einer gastronomischen Nutzung zuzuführen und in den Betrieb des Hotels zum Weißen Kreuz zu integrieren, begannen im Jahr 2011 die Restaurierungsarbeiten.

    Als Rahmenbedingung für die Sanierung gab die Denkmalpflege die Erhaltung der Fassaden, der Grundrisse, der Decken, der Gewölbe und der Ausstattung der Räume vor. Mit dem Architekten–Duo Elke Ladurner und Stephan Marx wurde an einem Konzept für die Nutzung des Gebäudes gefeilt und die Idee entwickelt wieder einen Gastbetrieb mit Suiten bzw. großen Zimmern zu machen. Im Erdgeschoss wurde eine Dorf-Bar mit angrenzendem Laden und der örtliche Tourismusverein untergebracht.

    In der Laudatio auf den Ansitz zum Löwen meinte die Direktorin des Amtes für Bau- und Kunstdenkmäler Waltraud Kofler Engl:

    „Mit dem Ansitz zum Löwen“ hat sich ein Objekt für den Preis „Historischer Gastbetrieb des Jahres in Südtirol“ beworben, der nicht so sehr durch seine Kontinuität als Gastbetrieb ins Auge sticht, als vielmehr durch den vorbildlichen Umgang mit der historischen Bausubstanz in Kombination mit zeitgenössischen Architekturelementen“.

     

    Mit der Besonderen Auszeichnung“ des Wettbewerbes wurden in diesem Jahr gleich zwei Betriebe und zwar das Hotel Monte Sella in St. Vigil in Enneberg und das Schlernhaus prämiert.

    Das Hotel Monte Sella wurde 1903 am nördlichen Ortseingang von der Familie Mutschlechner äußerst aufwändig erbaut. Im 1. Weltkrieg wurde der Betrieb vom Militär und im 2. Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht beschlagnahmt. Abgesehen von erforderlichen Erneuerungen und Ausbesserungen ist der gesamte Bau von 1903 erhalten geblieben und erhielt erst im Jahr 2001 und schließlich auch noch im Jahr 2010 bauliche Veränderungen durch Erweiterungsbauten mit denen der Eigentümer Norbert Cristofolini den Architekten Erich Agreiter beauftragte. „Der sorgfältige Umgang mit dem denkmalgeschützten Altbau und seine Wertschätzung ist im ganzen Haus auf Schritt und Tritt wohltuend zu spüren. Nahtlos schließt die geschmackvolle Gestaltung der Neubauten an und zeigt, dass qualitätsvolles Weiterbauen möglich ist“, erklärte Jurymitglied Helmut Stampfer in seiner Rede.

    „Die besondere Auszeichnung des Wettbewerbes für das Schlernhaus hingegen ist im mehrfachen Sinne besonders: es wird ein Gastbetrieb prämiert, welcher vor 130 Jahren entstanden ist, gut erhalten geblieben und immer funktionsbezogen erweitert worden ist. Es wird symptomatisch lokale Geschichte prämiert, von welcher die Schlernhäuser als „ Schutzhütte/Gasthaus“ lange erzählen können. Es wird auch das (selbst)bewusste Gastgewerbe hervorgehoben als Musterbeispiel für echte Tradition, Erhaltung und Weiterführung im Wandel der Zeit“, meinte der Wettbewerbskoordinator Wolfgang von Klebelsberg und ergänzt: „Das Schlernhaus ist ein authentisches und lebendiges Beispiel geglückter Fortführung seiner Anfangsbestimmung, es wurde vor 130 Jahren als Gastbetrieb eröffnet und war im Stande, diese Tätigkeit, auch nach den einschneidenden politischen Umwälzungen der 20er Jahre und der Folgezeiten, mit Enthusiasmus, Einsatz und Hingabe fortzuführen“.

     

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