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    „Reine Panikmache“

    „Reine Panikmache“

    Das Apfelkonsortium Südtirol schlägt zurück: Greenpeace versuche krampfhaft, die Äpfel in ein schlechtes Licht zu stellen.
    Greenpeace hat kürzlich in verschiedenen europäischen Ländern Rückstandsproben auf Äpfeln durchgeführt und, so kritisiert das Apfelkonsortium Südtirol, versucht, die Ergebnisse„ in ein schlechtes Licht zu stellen“.

    Dabei bewiesen die von Greenpeace gemachten Untersuchungen eines: die Äpfel in Italien seien „mehr als sicher und von höchster Qualität“.

    Im Durchschnitt sei bei den integriert angebauten Äpfeln nur ein Rückstand gefunden worden, und dieser habe deutlich unter der gesetzlich erlaubten Grenze gelegen. Ob sich Südtiroler Obst unter den gezogenen Proben befindet, gehe nicht eindeutig hervor.

    „Die Stoßrichtung ist klar: Man versucht mit Panikmache unsere Äpfel krampfhaft in ein schlechtes Licht zu stellen. Dabei war unter den von Greenpeace untersuchten Früchten kein einziger Apfel mit einem erhöhten Rückstand – im Gegenteil! Die Werte lagen zum Teil um das Hundertfache darunter“, sagt Georg Kössler der Obmann des Südtiroler Apfelkonsortiums.

    Und er führt einen Vergleich an:

    „Wenn die Straßenpolizei Geschwindigkeitskontrollen durchführt und kein einziges der 10 kontrollierten Autos schneller als erlaubt unterwegs ist, sondern bis zu 250 mal (!) geringer als erlaubt, dann frage ich mich, was man hier kritisieren will?“

    Der Hintergrund:
    Die Umweltorganisation Greenpeace hatte in Supermärkten verschiedener europäischer Länder Äpfel auf Rückstände untersucht und sprach in der Folge von belasteten Früchten.

    Tatsache sei: laut Studie fanden sich auf integriert angebauten Früchten in Italien im Durchschnitt nur 1,3 Rückstände. Und diese Rückstände seien teilweise so gering gewesen, dass sie kaum nachweisbar waren.

    Das Apfelkonsortium Südtirol folgert daraus:

    „Die Greenpeace Studie beweist, dass die Leistungen der Obstbauern und ihre Bemühungen auch nachweisbar sind. Die Früchte in Italien sind sicher! Die Studie belegt, dass die italienischen Äpfel bei der Anzahl der gefundenen Stoffe im europäischen Vergleich zusammen mit Frankreich die wenigsten Rückstände aufzuweisen hatten. Auf den Proben aus Spanien oder Bulgarien wurden hingegen im Durchschnitt vier Rückstände pro Äpfel gefunden.

    Seit Jahrzehnten setzen Südtirols Obstbauern Pflanzenschutzmittel sehr sparsam ein und geben natürlichen Gegenspielern den Vorzug. Vor über einem Viertel Jahrhundert wurde die Arbeitsgruppe für den integrierten Obstanbau (AGRIOS) gegründet, die sich um einen schonenden und naturnahen Anbau bemüht. Südtirol ist im integrierten Anbau ein Vorzeigemodell und viele Obstanbaugebiete weltweit versuchen Techniken und Innovationen des integrierten Anbaus zu adaptieren und dem Südtiroler Obstanbau nachzueifern.“

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    Kommentare (40)

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    • Andreas

      Ich würde Greenpeace für solche unqualifizierte Aussagen verklagen.
      Pauschal zu sagen in den Äpfeln sind Rückstände, aber weder Sorte noch den genauen Ursprungsort zu nennen ist eine Frechheit.

      • Guenther

        Andreas, hast du die Untersuchungsergebnisse überhaupt durchgelesen?
        NEIN! Denn sonst würdest du nicht so einen Blödsinn schreiben.

        Greenpeace schreibt ganz genau, wo in welchen Ländern welche Sorten untersucht wurden.

        Greenpeace untersuchte Äpfel aus elf europäischen Ländern, in 83 Prozent der konventionell produzierten Früchte fanden sich Pestizidrückstände. Wer keine Chemie im Obstanbau will, kauft lieber Bio – die Erzeugnisse von Öko-Bauern waren erwartungsgemäß komplett unbelastet.

        In Deutschland fanden sich in nur vier der 33 konventionellen Proben keine Rückstände. Zwar liegen die Messwerte alle unter den gesetzlich zulässigen Höchstmengen, Grund zur Beruhigung ist das aber nicht: In 60 Prozent der europaweit untersuchten Äpfel fanden sich teilweise regelrechte Pestizidcocktails, bis zu acht unterschiedliche Wirkstoffe stellte Greenpeace in einigen Proben fest. Über deren Wechselwirkungen miteinander ist bislang so gut wie nichts bekannt. Schon allein deshalb reicht es hier nicht, nur die gesetzlichen Mindestanforderungen einzuhalten.

        Das ist nicht bloß unappetitlich, sondern auch gefährlich. Das verspritzte Gift bedroht ganze Ökosysteme, die Pestizide überdauern in der Umwelt und reichern sich in Lebewesen an. 39 verschiedene Wirkstoffe hat Greenpeace in dieser Untersuchung nachgewiesen, die Hälfte davon sind für Wasserorganismen, wie Fische und Wasserflöhe, sowie für Bienen und andere Insekten gefährlich.

        Es wäre eine Zeit eine sehr hohe Pestizidsteuer einzuführen, damit endlich mal ein umdenken in der industriellen Agrarwirtschaft, auch im Apfelland Südtirol, stattfindet.

        • Guenther

          Hier kannst du unter anderem alles genaustens nachlesen:

          https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/apple_testing_19-10_2.pdf

          Und nicht nur das glauben, was Dir der Bauernfänger (im wahrsten Worte) erzählt.

          • Andreas

            Sorte finde ich da keine und ein Lidl in Deutschland ist auch kein Ursprungsort.

            Was Greepeace da macht ist eine pauschale Unterstellung mit undifferenzierten Angaben und dient nur dazu Spendengelder zu aquirieren um ihren übertriebenen Verwaltungsapparat am Laufen zu erhalten. Sie suchen eine Daseinsberechtigung.

            In Italien sind 9 von 10 belastet und kommen aus den Kaufhäusern….
            Nennst Du das eine qualifizierte Analyse?
            Italien ist groß, Produzenten und Lidl gibts in Italien auch recht viele.

            Welche Äpfel sind also belastet und wo wurden sie angebaut?
            Eine einfache Frage, auf welche Greepeace keine Antwort gibt.

            • Yannis

              @Andreas,
              ein Lidl in Deutschland ist kein Ursprung ?
              So,so, bei Lidl in DE findet man Äpfel des „Herstellers VOG“ ist das nicht eine große Vermarktungs-Genossenschaft aus dem „windigen“ Vinschgau ?

    • Guenther

      Das Problem ist dass auch wenn nur Pestizidrückstände von 10% des gesetzlichen Maximalwertes festgestellt wurden, sind die Wirkungen von Mehrfachrückständen der verschiedenenen Gifte gemeinsam nicht bekannt, da es bis heute noch nicht erforscht ist wie eine Kombination mehrfacher Mittel im menschlichen Körper wirkt.

      Jedem verantwortungsbewussten sei es ans Herz gelegt diese Greenpeace Studie zu lesen und sich zu überlegen ob er wirklich diese 30 mal gespritzten Südtiroler Gift Äpfel essen will und muß. Ein gesundes Nahrungsmittel so wie es die Werbung propagiert ist das auf keinen Fall.

    • ......

      Der Markt ist hin. Man kann darüber diskutieren, ändert aber nichts. kein Mensch isst mehr Apfel. Genau wie in Indien, ein Interview eines Giftmischerbauern: ich muss nach Europa verkaufen, weil hier würde man mir die Ware nicht abkaufen, jeder weis, dass es von Pestiziden trieft. Das nennt man den Weltmarkt ankurbeln

    • hans

      endlich bewegen sich auch die Bauern und ihre Verbände auf diese Deformierung
      Menschen werden immer Älter und sollen angeblich ungesund Leben und wer meint Äpfel sind
      Giftig der soll s essen von Äpfeln lassen

    • Guenther

      Ich bürste die Stämme ab und schüttle die Bäume. Maden die runter fallen sammle ich ein. Befallene Äpfel entferne ich frühzeitig. Es sind immer genügend Äpfel ohne Wickler für uns und Freunde übrig.

    • Spaltpilz

      Günther, ich sympathiere mit dem Biolandbau , aber glaube trotzdem nicht, dass man mit einer Schrebergartenmethode 7 Milliarden Leute ernähren kann.

      • Guenther

        Nein, das kann man nicht. Weil ein Großteil der Menschen auch keinen Boden zur Verfügung hat den er bebauen kann und will.
        Aber darum geht es nicht. Es geht um eine Diskussion dass man im industriellen Äpfel Anbau nach Alternativen suchen muss, um uns und die Umwelt weniger zu schädigen. Z,Bsp andere Sorten, oder andere Art die Bäume hochzuziehen.

        Das was in Südtirol gemacht dient nur der maximalen Gewinnerzielung beim kleinst möglichen Aufwand.
        Leute die das davor noch nie gesehen haben fragen oft warum Obstbäume hier sollte aussehen.

    • wert

      Habe beim BIObauern Äpfel gekauft . Die waren gleichviel wert wie Gold . Was solls ,hab mir Bäume besorgt ,heuer das 1.x 3 Steigen geerntet, nie gespritzt , sehr gute Apfelen und der Nachbar kann sich Seine auf den Bauch auflegen . Ich lebe ohne Pistizide um sehr viel gesünder egal ob Rückstände oder nicht .

    • Mabe

      Dabei bewiesen die von Greenpeace gemachten Untersuchungen eines: die Äpfel in Italien seien: „alle mit Pestiziden kontaminiert”!

    • Thomas Wüst

      Das Problem ist doch ganz ein anderes. Ich lebe in München und hier ist es dem Konsumenten wurscht, wo der Apfel herkommt, solange es ein konventionell angebauter ist. Da wird nur über den Preis verkauft. Der Südtiroler Apfel gilt hier nicht als Qualitätsapfel, insbesondere deshalb weil die Kunden im Urlaub sehen, wie in Südtirol Äpfel angebaut werden.
      Da ist es dem Kunden dann auch schon egal ob der Apfel aus einer chinesischen oder südtiroler Monokultur kommt.

      • Andreas

        @Thomas Wüst
        Nichts für ungut, aber um sich den Essgewohnheiten der Deutschen anzupassen, müssten noch mehr Pestizide verwendet werden, sofern dies die Kosten reduzieren würde, in D werden Lebensmittel primär über den Preis verkauft.
        Deutschland hat europaweit die niedrigsten Lebensmittelpreise und die meisten hausgemachten Lebensmittelskandale. Südtirol hier einen Vorwurf zu machen ist nicht wirklich angebracht.
        Qualitätsobst mit guten Preisen verkauft Südtirol eher in Italien oder nach England.

        Mir ist immer noch schleierhaft warum sich Leute beim Pferdefleischskandal aufgeregt haben, dass ihn ihren 400 gr Lasagne für 99 Cent Pferd drin ist. Für 99 Cent war ich überrascht, dass überhaupt Fleisch von einem Tier drin ist.

    • Oberwind

      Gibs iatz an Beitrog für die Bauern?

    • Felix Reatia

      Greenpiss braucht den Skandal wie andere die Luft zum Atmen, wie sollte den sonst die an der Börse verzockte Kohle wieder reinkommen?

      http://derstandard.at/2000002031683/BerichtGreenpeace-verlor-Spender-Millionen-bei-Waehrungsgeschaeften

      Da muss man dann schon was liefern um die naiven Spenderschafe bei Laune zu halten, auch wenn’s halt nur konstruiert ist…

    • Der den Arno kämmt

      Das Apfelimperium schlägt zurück! Na Hauptsache Südtirol produziert 5 Kilo Äpfel pro Kopf und Tag. Ob das nachhaltig und ökosozial verträglich ist? Wenn wir die ganzen Rückstände in diesen Megatonnen von Äpfeln zusammenrechnen, wird schon was zusammenkommen.

    • Werner

      In einem Dorf Urlaub zu machen, wo alle Plantagen rundum 40 mal im Jahr mit Gift besprüht werden? Nein danke!
      Das die Immobilie im Bio Anbaugebiet mehr Wert ist, ist wohl klar!
      Egal ob man dort Urlaub macht, dort lebt oder dort die Kinder groß zieht.

    • schnellermichl

      Die Bauern verkaufen uns fuer blöd

    • captano

      Die Pestizid-Landwirtschaft führt früher oder später in die Sackgasse. Es ist schon erstaunlich, dass Südtirols Obstwirtschaft ganz vehement den Einsatz von chemischen Spritzmitteln verteidigt und damit rein wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund stellt. Mit Pestiziden wird unser Ökosystem und unsere Gesundheit aufs Spiel gesetzt. Deshalb sollten alle verantwortungsbewusste Konsumenten nur biologische Lebensmittel kaufen.

    • Martin Senoner

      Dann ist auch zu überlegen wir groß die Stichprobe war (wie ich hörte, haben die gerade mal 11 Supermärkte in Ganz Italien kontrolliert!

      • Guenther

        das ist sicherlich ausreichend, handelt es sich dabei um Italiens größte Lebensmittelketten: Auchan, Carrefour, Lidl, etc.
        Die kaufen ihre Produkte über Großhändler ein, welche direkt von den Genossenschaften beliefert werden.

    • ajt

      So ein blödsinn. Eine Organisation wie Greenpeace hat keine interesse irgendwem schlecht zu reden. Die haben schon Feinde genug! Lächerlicher Todeszucken der Südtiroler Äpfellobby…

    • Franz Xaver

      ich finde die Polizei hat das Recht zur Annahme, dass jeder der hier gegen Südtirols Äpfel wettert ein Verdächtiger ist für die Taten in Kalten und Magreid

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