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    Diskussion zu neuen Förderkriterien

    Landesrat Philipp Achammer: Kulturarbeit kann nicht nach starren mathematischen Parametern bewertet werden (Foto: LPA)

    Landesrat Philipp Achammer: Kulturarbeit kann nicht nach starren mathematischen Parametern bewertet werden (Foto: LPA)

    Mit dem Landeskulturgesetz, das im Juli im Südtiroler Landtag verabschiedet wurde, wurde der Rahmen für die Kulturarbeit in Südtirol neu bestimmt. Nun gilt es, die Förderkriterien zu überarbeiten. Gestern hat Landesrat Philipp Achammer in Bozen die öffentlichen Diskussion dazu eröffnet. Diese wird heute in Meran und morgen in Brixen fortgesetzt.

    Welche Spielregeln sollen bei der Förderung von Kulturarbeit Anwendung finden? Soll Kultur nach mathematischen Parametern bewertet oder soll Fachgremien Ermessensspielraum zuerkannt werden? Über diese und eine Reihe weiterer Fragen zu und über Kulturförderung wurde gestern Abend im Bozner Waaghaus diskutiert. Kulturlandesrat Achammer hatte die öffentliche Diskussion angestoßen, um Anregungen und Vorschläge für die Förderkriterien zum neuen Kulturgesetz zu sammeln, „aber auch des Austausches und der Verständigung wegen“, wie der Landesrat gestern betonte. Mehrere Dutzend Kulturschaffende, vorwiegend Vertretende von Kulturorganisationen, sind gestern dieser Einladung gefolgt.

    Die Bewertungsinstrumente in der Kulturarbeit standen dabei im Mittelpunkt. Einig waren sich die Teilnehmenden, dass Kulturarbeit nicht nach starren mathematischen Parametern bewertet werden könne. „Die Kulturlandschaft in Südtirol ist äußerst vielfältig. Bewertungsrichtlinien sind als Orientierung zwar wichtig, doch muss jede Situation in ihrem Umfeld gesehen und verstanden werden“, so Landesrat Achammer. Es gebe Bereiche, in denen Entwicklungshilfe notwendig sei und andere, in denen die Qualitätsfrage im Vordergrund stehe. Daher gelte es den Fachleuten im Kulturbeirat und in den Fachjurys Ermessensspielräume zuzuerkennen.

    Gesprochen wurde auch über die Förderung der sprachgruppenübergreifenden Kulturarbeit. Landesrat Achammer erklärte das neue Verfahren mit einer technischen Fachjury, für das ein eigenes Haushaltskapitel zur Verfügung steht. Ein weiteres Thema war die Planbarkeit: Diese wurde mit dem neuen Kulturgesetz verbessert, das eine dreijährige Förderung ermöglicht. „Diese Möglichkeit ist allerdings Kulturorganisationen vorbehalten, die auch entsprechende Mehrjahresprojekte vorlegen“, erklärte der Kulturlandesrat.

    Der öffentliche Dialog mit Kulturlandesrat Achammer wird am 27. Oktober, um 20.30 Uhr im Café Kunsthaus in Meran und morgen, Mittwoch, 28. Oktober, um 20.30 Uhr im ehemaligen Astra-Kino in Brixen fortgesetzt. Vorschläge können auch weiterhin auf der Website www.provinz.bz.it/kulturperspektiven eingebracht werden.

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