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    Der Millionen-Betrug

    Der Millionen-Betrug

    Die Finanzpolizei hat zwei Männer aus dem Burggrafenamt, die Luxusautos verliehen haben, wegen Steuerhinterziehung angezeigt. Die Brüder sollen 15 Millionen Euro nicht versteuert haben.

    Die Finanzpolizei hat zwei Brüder aus dem Burggrafenamt wegen Steuerhinterziehung angezeigt.

    Die beiden Männer haben ein Mietwagenunternehmen mit Hauptsitz in Deutschland geführt. Dabei sollen sie Luxusautos nach Italien verliehen und auch verkauft haben, ohne Steuern auf die Einnahmen zu bezahlen.

    Die Geschäfte florierten.

    Denn laut Finanzpolizei sollen die beiden Männer Einnahmen von knapp 15 Millionen Euro nicht versteuert haben.

    Die Brüder sollen ihre Geschäftstätigkeit fast ausschließlich in Italien abgewickelt haben.

    Die Verträge waren aber so abgefasst, als wären die Geschäfte in Deutschland abgewickelt worden. In Wahrheit sollen die Kunden gar nicht nach Deutschland gereist sein, um die Autos zu holen, und auch die Wartung der Fahrzeuge wurde nicht in Deutschland, sondern in Südtirol gemacht.

    Nun wird die Agentur der Einnahmen die Summe, die die Brüder aus dem Burggrafenamt an den Fiskus zurückzahlen müssen, festlegen. Und die Staatsanwaltschaft am Landesgericht wird die strafrechtliche Relevanz der Taten prüfen.

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    Kommentare (28)

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    • christian waschgler

      Wenn der Staat und die Politik mit seinen zehntausenden „Juristen“ nicht imstande ist klare Gesetze zu machen ist schon traurig. Dass aber immer der Steuerzahler der Dumme ist hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Beispiel energetische Sanierung: Es gibt seit 2008 ein Gesetz dass bei energetischer Sanierung, wenn mehr als zwei Handwerker tätig sind, der BAUHERR eine Meldung ans Arbeitsinspektorat machen muss (welcher Bauherr weiß das schon). Dieses Gesetz wurde aber ERST IM AUGUST 2014 veröffentlicht bzw. an die Techniker, Bauämter usw. verschickt. Wer diesen (überflüssigen) Wisch nicht hat der kann nichts abschreiben im Gegenteil der erhält noch eine „Strafe“

      • Honecker

        christiann waschgler du musst im pustertal sein?

      • Zeitgeist

        @Christian waschgler

        Für die energetische Sanierung braucht es keine Meldung an das Arbeitsinspektorat vor Beginn der Arbeiten! Diese Regelung gilt nur für die klassischen Wiedergewinnungsarbeiten und diese Voraussetzung besteht schon seit über 10 Jahren! Solltest mal einen Steuerberater aufsuchen!

      • Idefix

        Muss dir widersprechen. Ich war nämlich persönlich im Steueramt von Bruneck um mich zu informieren. Die dafür zuständige Beamtin hat mir genau Auskunft gegeben. Von der dir zitierten Meldung wurde mir nichts gesagt und schliesslich müssen sie es ja wissen.
        Wäre ja noch schöner wenn die Steuerabschreibung gestrichen würde auf grund eines Fehlers von Seiten des Amtes, da ich nicht korrekt informiert wurde.

    • ......

      Interessanter sind die Skandale die Equitalia betreffen…..fragt sich mal irgendwann jemand wo das eingezogene Geld hingeht. Der „geschädigte“, meistens opastaat, bekommt einen Bruchteil, und der ganze Rest?

      • Franz

        (….) Skandale die Equitalia betreffen…

        Laut Verfassungsgericht gibt es bei Equitalia 767 Direktoren Posten zu viel –
        Scontro nel governo su Lady Fisco: „Si deve dimettere“, „anzi no“
        26 Ottobre 2015- iberoquotidiano.it

        Il caso era in realtà scoppiato in primavera dopo che la Consulta aveva dichiarato illegittimi 767 dirigenti nominati senza concorso pubblico,
        Il casus belli è stato però un altro. Giovedì scorso, la Orlandi si sfoga sul rischio di „morte“ delle agenzie che in questi mesi hanno resistito solo grazie alla buona volontà dei dipendenti. Immediato l’attacco di Zanetti, secondo il quale se il direttore delle Entrate «continua a esternare il suo malessere e a dire che così l’agenzia muore, le dimissioni diventano inevitabili».

        http://www.liberoquotidiano.it/news/politica/11842270/Scontro-nel-governo-su-Lady-Fisco.html

    • ......

      Letztes Jahr bekam Renzi arge Rügen von der EU, weil er nicht imstande war den vereinbarten Betrag beim Volk durch Equitalia einzutreiben, vielleicht klappts heuer

    • Spaltpilz

      Diesen Rechten und Nationalen fehlt jegliches Unrechtsbewusstsein! Man zeigt einfach auf andere mit dem Hinweis (meist Verschwörungstheorien), dass es dort ja noch viel schlimmer sei!

    • Karl

      Die Frage ist warum es solche Unternehmen gibt. Wenn die Geschäfte florieren, dann bedeutet das, dass es viele Leute in Italien (Südtirol inklusive) gibt, die viel Geld haben, eine dicke Kiste fahren wollen, aber es nicht einsehen den tollen SUPERBOLLO zu zahlen. Die Ursache ist zu hinterfragen. Ist der SUPERBOLLO legitim? Hat er dem italienischen Staat was gebracht? NEIN. Im Gegenteil. Seitdem meldet kaum ein Italiener ein Auto mit über 250 PS in Italien an. Was machen diese Leute? Sie leihen ein Auto bei diesen Agenturen. Ist doch klar. Das war doch nur eine dumme Idee vom Dummkopf Monti. Hätten Sie die Steuern in einem vernünftigen Maß erhöht, hätten die Italiener ihre Autos trotzdem in Italien angemeldet und unterm Strich hätten sie damit mehr Steuern eingenommen. Klar, wenn das Leihgeschäft in Südtirol abgewickelt wird und nicht in Deutschland so wie es die Papiere verraten, dann haben die Finanzer leichtes Spiel. Wenn ich hingegen ein Auto in Deutschland miete und in Italien damit rumfahre geht das dem Fiskus einen feuchten Dreck an. Wofür haben wir denn die EU?
      Man muss es nur richtig machen! SUPERBOLLO zahlen wofür? Damit die italienischen und südtiroler Politiker das Geld selber wieder stehlen? Nein Danke!

    • Robby

      Es geht nicht nur um den Superbollo. Steuer und Versicherung machen in Deutschland auch nur einen Bruchteil aus. Wieso sind die Bedingungen nicht „harmonisiert“? Wozu also dieses ganze EU Geschwafle? Ich fahre selbst ein Mietauto mit D Kennzeichen.

    • Karl

      Es geht nicht um den superbollo? Es geht nur darum. Die Versicherung interessiert die Finanzer garn nix. Die Autos, um die es hier geht sind zu 99% deutsche Fabrikate und die sind in Italien genauso teuer wie in Deutschland. Der eklatante Unterschied zwischen beiden Staaten besteht in der Besteuerung der Leistung!

      • Andreas

        Es geht darum, dass man die gesamte Miete von der Steuer absetzen kann.
        In der Miete ist Versicherung, Steuer, Wartung, usw. enthalten.
        Die meisten Autos die mit deutschen Kennzeichen rumfahren betrifft der superbollo gar nicht, das sind obere Mittelklassewagen mit Motoren bis 2.5 Hubraum, wie BMW 3/5, Mercedes C/E, Audi 4/6 usw.

    • Karl

      Moment. Nicht Äpfel mit Birnen verwechseln. Die Vorwürfe der Steuerhinterziehung betreffen in diesem Fall die Autovermieter nicht die Kunden! Dass man die Mietkosten absetzen kann ist mir schon klar. Ich weiß nicht welche Autos mit deutschem Kennzeichen Du immer siehst. Ich sehe RS4, RS6, Cayenne, G63, C63 usw. Die haben mehr als 2.5 Liter Hubraum und oft mehr als 500 PS. Da greift der superbollo und wie. 5000-10000 Euro sind da fällig Andreas, altro che balle und das jährlich! In D kommst Du mit 300 Euro davon!!

      • Andreas

        Die Steuerhinterziehung, welche hier angeprangert wird, hat schon mal gar nichts mit dem superbollo zu tun.
        Hier wurde laut Bericht keine Steuer auf den Gewinn gezahlt.

        • Karl

          Bist Du schwer von Begriff? Der superbollo ist der Grund warum die Reichen ihre Autos im Ausland mieten. Deswegen gibt es diese Agenturen. Dass die Einkünfte – nicht der Gewinn mein lieber Andreas – nicht versteuert wurden betrifft diese Agenturen, nicht die Mieter, das ist ein anderes Thema. Der Grund für diese Ausweichmanöver ins Ausland ist der superbollo. Außerdem ist in Deutschland die Auswahl an Autos sowieso viel größer.

          • Andreas

            Bin selbst jahrelang mit deutschem Kennzeichen rumgefahren, also bitte erzähl mir nicht, warum ich das gemacht habe, das hatte gar nichts mit dem superbollo zu tun.
            Steuern zahlt man normalerweise auf den Gewinn, aber Du wirst es schon wissen.

            • Karl

              Ja du hast es nicht wegen dem superbollo gemacht. Dann bist du einer der wenigen. Ein Auto kannst du auch in Italien leihen. Wolltest wohl auffallen mit deinem deutschen Kennzeichen, weil du sonst keine Aufmerksamkeit bekommst. So ähnlich wie hier im Forum. Vollhorst!

    • P

      All diese Hochstapler haben bei mir (ich weiss, es interessiert eh keinen) mit ihren Rosenheimer Kennzeichen sowieso ihren Restrespekt verspielt: einen auf dicke Hose machen wollen entlarvt sich auch ohne fettes Auto, das umgekehrt proportional zum persönlichen Format der meisten steht! Besser, sage ich immer öffentlich, kann man der Welt nicht seine Attitüde zur Steuerhinterziehung zeigen.

    • Spaltpilz

      Da 90% der entrichteten Steuern in Südtirol bleiben, betrifft diese Steuerhinterziehung uns selbst.

    • Einereiner

      Wenn die Gelder auf das Konto der Hauptniederlassung gingen, dann ist alles in Ordnung. Dann wurden nämlich die Gewinne in Deutschland versteuert.
      Denke, das ist wieder eine Blendgranate der italienischen Finanzer. Die sagen einfach mal, dass man das in Italien hätte versteuern müssen und vermelden somit einen Riesenerfolg. Am Ende kriegt Italien aber nix, weil bereits in Deutschland versteuert.

    • Chris

      Handelt es sich um die Firma in Nals? Warum steht eigentlich in einigen Faellen der Name nicht dabei um wen es sich handelt.
      Welche Autos beschlagnahmt und wieder zuerueckgegeben..?

    • Werner

      Aber wenn sich ein SteuerBeamter von Italien aus, online, irgend was aus dem Internet kauft, soll dies OK sein?
      Auch wenn das Produkt in Irland oder Luxenburg versteuert wird? Und er nie dort gewesen ist? Das Produkt wird frei Haus nach Italien geliefert und hier konsumiert. Womöglich hilft ihm sogar die staatseigene Post in dieser Machenschaft.

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