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    Ebners Sorgen

    03-BBT-2733Handelskammer-Präsident Michl Ebner macht sich große Sorgen um die Zulaufstrecken des Brennerbasistunnels.

    Das Herzstück der Nord-Süd-Hochleistungseisenbahnachse zwischen Berlin und Palermo wird der Brennerbasistunnel zusammen mit seiner nördlichen und südlichen Zulaufstrecke sein – der sogenannte Schienenkorridor zwischen München und Verona.

    Während der Bau des BBT und der südlichen Zulaufstrecke voranschreitet, gibt es im Norden einige Verzögerungen, stellt die Handelskammer Bozen fest.

    Der Zentralraum zwischen München und Verona sei von besonderer Bedeutung, weil hier die Kapazitätsgrenze für den Verkehr sowohl auf der Schiene als auch auf der Straße nahezu erreicht ist und die Prognosen von einer Zunahme der Güterverkehrsnachfrage ausgehen. Ein europapolitisches Ziel sei die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene und die Entlastung der Alpenregionen. „Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn der Brennerbasistunnel vollständig genutzt werden kann, und das gelingt nur, wenn die Zulaufstrecken dasselbe Verkehrsvolumen bewältigen können wie der BBT selbst und gleichzeitig fertiggestellt werden“, so heißt es in einer Aussendung.

    Der Präsident der Handelskammer Bozen Michl Ebner ist überzeugt, dass alle Parteien zusammenarbeiten müssen, damit ein kontinuierlicher Baufortschritt erzielt werden kann:

    HK-Präsident Michl Ebner

    HK-Präsident Michl Ebner

    „Große Sorgen bereitet uns die nördliche Zulaufstrecke zwischen der österreichischen Staatsgrenze und München, die frühestens 2035 fertig sein soll. Das sind fast zehn Jahre, in denen nicht das gesamte Potenzial des BBT ausgeschöpft werden kann.“

    Der BBT könne mit weiteren 300 Zügen pro Tag zusätzliche Kapazität schaffen, aber nur wenn die Zulaufstrecken auch in Betrieb sind.

    Deshalb ist es der Handelskammer Bozen ein Anliegen, dass auch der Nordzulauf pünktlich fertiggestellt wird. Aus diesem Grund hat nun die Handelskammer den bayrischen Ministerpräsident Horst Seehofer ersucht, sich bei der deutschen Bundesregierung für eine rasche Schaffung der Voraussetzungen für den Bau einzusetzen.

    Die Unterinntaltrasse hat, seit ihrer Eröffnung im Jahr 2012, bereits eine wesentliche Entlastung gebracht. Der BBT wird voraussichtlich 2026 fertig gestellt und die südliche Zulaufstrecke zwischen Waidbruck und Franzensfeste nehme auch schon konkret Gestalt an, nachdem vor einigen Tagen der Schienennetzbetreiber RFI das Projekt dazu beim italienischen Ministerium für Infrastruktur eingereicht hat, so HK-Präsident Ebner.

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    Kommentare (6)

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    • Stephan Mair

      Herr Eber ist über die Zulaufstrecke in Bayern besorgt???

      Und das Neumarkt die Zulaufstrecke untertage nicht zulassen will, darüber ist er nicht besorgt???

      • mike

        Und im Unterland wird wieder die offene Trassenführung mitten durchs Tal bevorzugt weil günstiger aber der Bevölkerung im Unterland wird das logisch nicht gesagt. Für die offene Trassenführung werden 40 bis 50 Hektat Kulturgrund verbaut . BITTE WO BLEIBT DIE STIMME DES BAUERNBUNDES deren primäre Aufgabe es wäre Grund und Boden der Bauern zu bewahren .

    • Ilsebyll

      Unsere Zulaufstrecken sind ja auch noch lange nicht gebaut, Herr Ebner!?

    • Eisacktaler

      Was kümmert uns ein nicht ganz ausgelasteter BBT. Für das Wipptal/Eisacktal ist es wichtig, dass alle Güterzug im Tunnel fahren und wir vom Lärm verschont werden. Deshalb können die Zulaufstrecken im Norden noch gerne einige Jahre länger benötigen, denn wenn die Kapazität des BBT ausgeschöpft ist, fahren die restlichen Züge wieder auf der Bestandstrecke und das möchte mit Sicherheit niemand!!

    • Luis

      Das ist längst bekannt. Schläft Ebner bereits Jahrzehnte?

    • Muchele

      Welche Sorgen wird er damit wohl haben? Etwa, wie man damit ins Geschäft kommen könnte?

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