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    „Bin überwältigt“

    „Bin überwältigt“

    Vor kurzem wurden die Trauben von Patrick Uccelli mit Naphtha vergiftet. Nun steht ihm eine Schadenersatzforderung von Alois Lageder bevor – aber Kollegen aus ganz Italien haben ein Spendenkonto eingerichtet, um ihn zu unterstützen.

    Am 15. September wurde dem Salurner Landwirt und Winzer Patrick Uccelli Naphtha in eine Kiste Weintrauben geschüttet. Die Kellerei Alois Lageder musste wegen diesem Vandalenakt 8.000 Kilogramm Trauben wegwerfen – ein Schaden von rund 33.000 Euro, wie aus einer Kostenanalyse hervorgeht.

    Auch wenn die Schadenersatzforderung noch nicht im Haus von Patrick Uccelli eingetroffen ist, so rechnet der junge Landwirt dennoch damit, dass er für den entstandenen Schaden aufkommen muss. „Alois Lageder hat einen Schaden und ich habe diesen verursacht – wenn auch unwissentlich, weil ich nicht wusste, dass ein Unbekannter Naphtha über meine Trauben geschüttet hatte“, erklärt Patrick Uccelli.

    Um dem jungen Landwirt zu helfen haben Freunde und Produzentenkollegen ein Spendenkonto eingerichtet. „Ich habe am Montag über die sozialen Netzwerke von dieser Aktion erfahren und mich gleich mit den Initiatoren in Verbindung gesetzt“, sagt Patrick Uccelli, der sich über diesen Zuspruch sehr freut. „Ich war echt überwältigt als ich von dieser Aktion erfahren habe und möchte allen ein herzliches Dankeschön aussprechen“, sagt der junge Winzer.

    Bis jetzt sind schon einige Spenden auf das Konto eingegangen. Patrick Uccelli freut sich über jeden Euro und ist dankbar dafür. „Wir haben viele Investitionen auf dem Hof hinter uns und daher haben wir das Geld auch nicht auf der Kante“, sagt Uccelli.

    Welche Summe effektiv auf der Schadenersatzforderung steht ist noch unklar. Patrick Uccelli hat mit Alois Lageder in den kommenden Wochen noch ein Treffen vereinbart um über dieses „leidige Thema“ und auch über die Summe möglicherweise noch einmal zu sprechen.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (7)

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    • E_andy

      Also ehrlich 33000 Euro für 8.000 kg Trauben scheint mir ein bisschen viel. Was verrechnet der Herr Lageder den Bauer? Den Wert der weggeworfenen Trauben oder den fiktiven Wert eines noch nicht erzeugten und vor allem nicht verkauften Weines. Gruß Eller

    • BatMan

      Wo hatte Lageder einen Schaden von 33.000 €, bei diesen Maischepreisen?
      33.000 weil der Betrieb stillstand und für die Reinigung der Maschinen?
      Frage: Was ist wenn der Bauer nur Mittel zum Zweck war und die Nafta für Lageder bestimmt war?

      • Andreas

        Bastelst jetzt schon an eigenen Verschwörungstheorie?
        Geh hin zu Lageder und frag ihn einfach, statt irgendwelche unsinnige Gerüchte in die Welt zu setzen.
        Herr Lageder ist ein sehr freundlicher Mensch, er wird Dir also keinen Tritt in den Hint… geben, was Du Dir für solche Spekulationen eigentlich verdienen würdest.

      • Bauer

        Der Bauer bekommt 2€ pro Kilo und die Flasche 7/10tel kostet im Regal das zehnfache 20€

    • Truegrit

      @Batman: ich nehme mal an dass eine bestimmte Menge an Maische von anderen Bauern weggeworfen werden musste. Ist ja auch ein Schaden für den jemand geradestehen muss oder?
      Dennoch: wäre ich Staatsanwalt, würde ich eine Anklage gegen (vorerst) Unbekannt wegen versuchten Mordes erheben.

    • Patrick

      Eine andere Frage ist, wieso die Trauben über Nacht in den Kisten im Gut gelassen wurden, verlieren sie dadurch nicht einiges an Grad wenn sie erst am nächsten Tag abgeliefert werden?

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