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    Die eifrigen Putzfrauen

    Die Installation von Goldi&Chiari so wie sie war (Foto: Museion)

    Die Installation von Goldi&Chiari so wie sie war (Fotos: Museion)

    Posse im Museion in Bozen: Die Putzfrauen haben eine Installation von Goldi&Chiari weggeräumt – weil sie meinten, es seien die Spuren eines Besäufnisses.

    Die Direktorin des Museion, Letizia Ragaglia, tröstet sich:

    „Das ist auch schon mit Werken von Joseph Beuys und Marcel Duchamp passiert.“

    Was ist geschehen?

    Im Museion fand am Freitag ein Fest statt. Am nächsten Tag waren die Putzfrauen beim Aufräumen offenbar zu fleißig: Sie räumten nämlich die Reste eines vermeintlichen Besäufnisses weg.

    Nur:

    Die leeren Flaschen und der Unrat waren nicht Müll – sondern eine Installation der Künstlerinnen Goldschmied&Chiari. Die Ausstellung war am Donnerstag eröffnet worden.

    Die Müllsäcke mit den Flaschen

    Die Müllsäcke mit den Flaschen

    Das Museion nimmt am großen nationalen Ausstellungsprojekt „L’albero della cuccagna, nutrimenti per l’arte” teil.

    Dieses Projekt entsteht unter der Schirmherrschaft der EXPO und wird von Achille Bonito Oliva kuratiert.

    Zu diesem Anlass haben die Künstlerinnen Goldschmied&Chiari ein Werk über die Achtziger Jahre in Italien geschaffen („Dove andiamo a ballare stasera?“).

    Historisch gesehen war dies eine Zeit der „cuccagna“ ( ein Schlaraffenland), mit ihrem Konsumismus, Hedonismus, den Partys und der sozialistischen Politik, so schreibt das Museion auf der Internet-Seite.

    Die Rauminstallation im Atelierhaus zeigt (bzw. zeigte) die Überreste einer Party, eines Festessens, die zur Metapher für ein Stück italienische Geschichte werden.

    Wie Museion-Direktorin Letizia Ragaglia nun auf Facebook mitteilte, soll die Installation wieder hergestellt werden.

    Das Glück der Museion-Macher:

    Die Putzfrauen hatten die Flaschen nicht gänzlich entsorgt, sondern nur in Müllsäcke gepackt.

    Bildschirmfoto 2015-10-25 um 14.16.44

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    Kommentare (38)

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    • Brennessel

      Eine erfundene Geschichte um einige Müll Fetischisten auf die große Müllhalde zu locken und damit die Besucherzahlen etwas zu steigern.
      Die Beschreibung dieses angeblichen „Kunstwerkes“ spiegelt die geistige Verwirrtheit dieser Müllstler wieder.
      Sollte es wirklich so sein, dass Putzfrauen den Müll entsorgt haben, so haben sie einzig ihre Pflicht getan und Müll, den sie als solchen erkannt haben fachgerecht entsorgt.

      ES LEBE DIE PUTZFRAU!

    • Hartmuth Staffler

      Gratulation den tüchtigen und fleißigen Putzfrauen. Sie sind auf jeden Fall nützlichere Mitglieder unserer Gesellschaft als sogenannte Künstler(innen), die Müll zu Kunst erklären.

    • Erich

      Herrlich ! Hier sieht man , was moderne Kunst ist , bzw. als was dieser Mist von der zahlenden Bevölkerung gesehen wird : Mist .! Wer braucht sowas ? Niemand !!!

    • Ilsebyll

      Es leben die Putzfrauen dieser Welt!! Nicht alles hat künstlerischen Wert. Punkt.

    • Andreas

      Inszeniert, bei dem Gerempel wäre ja sonst ein Schild gewesen, von wem diese vermeintliche „Kunst“ ist.
      Wie bescheuert ist unsere Gesellschaft eigentlich geworden um so einem Schwachsinn als Kunst zu bezeichnen?

    • Criticus

      Eines muss man dieser netten und immer wohlgelaunten Direktorin lassen: Sie nimmt es wie immer mit Humor. Gratuliere Frau Ragaglia!

    • THEMA

      Wenn man ohne Probleme Steuergeld für einen solchen Irrsinn verschleudern kann, ist leicht Humor zu haben.

    • goggi

      Wir habens ja,oder?
      Wenn die Bevölkerung nur annähernd wüsste,für welchen Sch…. im
      ganzen Land Geld verschleudert wird,wären sicher tausende auf der Strasse.
      Aber für jeden Blödsinn findet man einen Deckmantel um solche Sachen zu
      rechtfertigen.

    • Verwunderlich

      über das museion wird so gut wie gar nicht gesprochen… so tut so eine gedächtnis auffrischung recht gut… das es die kunst so nicht gibt… hat ja auch das museion mittlerweile verstanden… zur sache…. da ich ausstellen nicht kann im museion… habe ich gebeten man möge mich doch als künstler wenigstens zum putzen anstellen… so hätte ich arbeit… nicht`s da nicht mal eine antwort von der frau Ragaglia…. also wussten sie genau warum keinen künstler anstellen…

    • Hubert

      Es ist nicht die Schuld von Frau Ragaglia – zumindest nicht die ganze Schuld-, denn sie ist nur Teil des Systems, wo Künstler Politiker und solche, die es sein möchten mit Dingen überbeanspruchen, die sie zwar nicht verstehen (können), aber gemäß Ihrem Status sich nicht getrauen, diese Wahrheit zu sagen. Sie könnten sich ja blamieren. Da ist es schon bequemer, die Nichtwissensgesellschaft auszubeuten und das Spiel mitzuspielen.
      Oder sehe ich das wirklich total falsch?

      • Alex2

        Und genauso ist er in der Pseudo-Musik in Südtirol. Irgendwelche impostori saugen öffentliche Gelder aus und geben ihre Sch#%^+e als große Kunst, Musik oder sogar als Jazz aus: zum Schämen! Und fleißig leben Pseudo -Kuturschaffende, Pseudo-Organisatoren von Steuergeld und glauben, dass das niemand mitbekommt…und natürlich sind es immer dieselben 5 Hanselen, die vom fetten Kuchen schmarotzen.
        Die Geschichte vom Museion klingt wie ein erfundener Werbegag…Duchamp ecc.

    • Fritz

      Ein dreifaches Hoch auf die braven Putzfrauen. Denn der gesäuberte Raum ist 100% schöner als diese „sogenannte“ Kunst. Für so einen Blödsinn wird also unser Steuergeld verschwendet, den die Summe für diesen künstlichen Müllhaufen wird uns wie immer verschwiegen und nach dem Frosch am Kreuz mit Ei und Bierkrug und der ital. Hymne mit Klospülgeräuschen (wehe die STF oder die FH hätten es gemacht) ist das nun ein weiteres Highlight des Museion. Scheinbar ist bei Kunst alles erlaubt. Ich kann jene Menschen nicht verstehen, die auch noch Eintrittsgelder bezahlen um so etwas anzuschauen.

    • pervinca

      Zum Thema dieses Beitrages: Ich fordere hier die Anerkennung der Hausfrauenarbeit und der Kindererziehung….das ist längst überfällig……………….

    • tammi

      Die Aktion war 100%ig so geplant.
      So kommt man ins reden. Und die Putzfrauen wurden benutzt und ins lächerliche gezogen, weil diese so wenig verstünden und Kunst nicht von Schmutz unterscheiden könnten.

    • tammi

      Und noch etwas: Die Installation ist schlecht, grottenschlecht!
      (ich habe eine Kunstausbildung genossen)

    • George

      Recht so, dass sie es weggeräumt haben. Wieso sit die Museumsleitung so nachlässig, dass sie es nicht entsprechend gekennzeichnet haben um es als Ausstellungsobjekt zu kennzeichnen. Das ist die gerechte Strafe für sie.

    • tito

      Ich bin auch ein Kuenstler,am Samstag sah es beim mir zu Hause gleich aus!

    • Helmuth

      Ein großes Dankeschön den italienischen Putzfrauen. Man müsste ihnen einen „Südtiroler Orden“ verleihen. Denn ein Großteil der Südtiroler Bevölkerung ist längst der Meinung, dass dieses mit Steuergeldern aufrecht erhaltene Museion zum historischen Müll gehört. Man brauch sich nur die nichts sagenden, Interviews der von der SVP-PD-Seilschaft geförderte Direktorin des Museion, Letizia Ragaglia, anzuhören, um zu erkennen, dass es hier nicht um die Tiroler Kultur geht. .

    • christian waschgler

      Was sich so alles als „Künstler“ bezeichnet ist meist wohl nur Eingeständnis des eigenen Unvermögens. Hier werden wohl „Künstler“ die Dummheit des Publikums, das auch noch Eintritt gezahlt hat, gefeiert haben und die (leeren) Flaschen liegen gelassen. Die Putzfrauen haben sicher mehr Verstand gezeigt.

    • Gynne

      Schaut aus wie bei der letzten Fete ,auf der ich war. Nur die Kotze fehlt noch .

    • Rasputin

      Das gesunde Volksempfinden hat gesprochen, die entartete Kunst wurde entsorgt. Es lebe die Putzfrau! Das entfernte Kunstwerk ergibt einen unbezahlbaren Werbeeffekt für unser Provinzmuseum.

    • Leps

      Diese Putzfrauen haben sich einen Orden verdient!

    • Steve

      Ihr seits ja alle Banausen!
      Die Kunst bei dieser Art von Kunst liegt darin mit Abfall Geld zu machen, versteht das endlich! Und das muss erst mal einer nachmachen!

      Der Grund wieso so etwas öffentlich gefördert wird ist wohl wieder mal ein Banaler:
      Schließlich müssen die Töchterchen aus einflussreichen Hause ja auch einen Lebenssinn finden, Und wenn er nur darin besteht, Kunstkäufer zu verarschen. Das kann durchaus reizvoll sein, stell ich mir vor.

      Wenn ein Künstler wirklich was drauf hat, dann schafft er es auch alleine.
      Die Zeiten in denen Künstler hingegen auf gesellschaftliche Missstände hingewiesen haben oder sonst nützlich für die Gesellschaft waren, sind lange schon vorbei. Allein schon deswegen, weil ein Interessenskonflikt besteht. Z.B. sind momentan gerade die Leute aus der Finanzindustrie die größten Aufkäufer von Kunst. Wieso sollte ein Künstler also diese Kaste provozieren?

    • P

      Die Putzfrauen selbst sind offensichtlich unfreiwillig zu Künstlerinnen avanciert! Den weltweiten Durchbruch hätten sie jedoch nur geschafft, wenn sie ein Werk von Beuys weggeschmissen hätten!

    • P

      Frank Zappa hat es schon damals gewusst: „Art is making something out of nothing and selling it“.

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