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    Warten auf die Niere

    Warten auf die Niere

    Die Zahl der Personen, welche eine Dialyse oder eine Transplantation benötigen, nimmt in Südtirol konstant zu. Derzeit warten 53 Menschen auf eine neue Niere.

    Immer mehr Menschen in Südtirol benötigen aufgrund von Nierenversagen eine Dialyse oder eine Transplantation.

    Dies erklärte der Primar der Nephrologie-Abteilung in Bozen Bruno Giacon am Freitag.

    Von insgesamt 500 registrierten Patienten im Jahr 2012 erhöhte sich die Anzahl auf 524 im Jahr 2013, 532 im Jahr 2014, und am 30. September 2015 waren es 545 Personen.

    Die Anzahl der Dialysepatienten nahm von 261 (Dezember 2012) auf 279 (September 2015) zu, während die Transplantierten von 239 im Jahr 2012 auf 266, bis zum 30. September 2015 anstiegen.

    In den ersten neun Monaten dieses Jahres mussten 70 Personen eine Dialyse beginnen. „Eine erhebliche Zahl, wenn man bedenkt, dass im ganzen Jahr 2014 es weniger als 60 waren“, so Primar Giacon.

    Bildschirmfoto 2015-10-23 um 12.53.05In den letzten Jahren konnte man in Südtirol die niedrigste Anzahl an neuen Dialysepatienten registrieren: 12-13 neue Patienten pro 100.000 Einwohner im Vergleich zum nationalen Durchschnitt von 16 bis 17 Patienten.

    „Der aktuelle Trend dagegen, falls dieser bis Ende des Jahres bestätigt wird, wäre mit Abstand der schlechteste in den letzten Jahren und würde über dem nationalen Durchschnitt liegen“, hieß es.

    Die Anzahl der durchgeführten Nierentransplantationen beträgt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 15, bedeutend weniger als im Jahr 2014, in dem 30 Transplantationen durchgeführt wurden, was sicherlich eine Ausnahme war, so hieß es auf der Pressekonferenz.

    Im Moment stehen auf der Warteliste für eine Nierentransplantation 53 Personen, weniger als die 60 Eingeschriebenen vom Jahr 2014. Diese Zahl werde voraussichtlich ansteigen, da viele der neuen Dialysepatienten noch nicht in der Warteliste eingetragen sind.

     

    Bezüglich der Organspenden sind auf Provinzebene gute Ergebnisse in diesem Jahr zu verzeichnen: bis heute sind es 10 Spender mit 7 tatsächlichen Spenden (drei Spender waren leider nicht geeignet) und vier Spender-Ablehnungen, ein sehr ähnliches Ergebnis wie im Gesamtjahres 2014 (7 Spenden und 5 Ablehnungen).

    Was sich in diesem Jahr abzeichnet, ist, dass es seit April nur eine einzige Ablehnung zur Spende bei 11 Todes-Feststellungen gegeben hat, ein sehr erfreuliches Ergebnis. Dazu habe sicherlich die Informations- und Sensibilisierungskampagne der Landesrätin für Gesundheitswesen beigetragen, hieß es.

     

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