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    „Geile Sache“

    baldur brugger jakob rathaus bozenPolitiker-Sohn Jakob Baldur Brugger bastelt weiter an einer überethnischen Sammelliste für Bozen, bei der nach seinen Vorstellungen die Volkspartei die Regie übernehmen sollte. Ein Treffen mit SVP-Stadtobmann Dieter Steger kam bisher allerdings nicht zustande.

    von Thomas Vikoler

    Die Erneuerung des SVP-Parteikärtchen erfolgte bisher auf persönlichem Wege. Der Obmann oder der Kassier der Ortsgruppe kam vorbei, um den Jahresbeitrag zu kassieren und vielleicht nach den politischen Befindlichkeiten des Mitglieds zu fragen. Das gilt offenbar nicht mehr. Die Ortsgruppe schickt eine E-Mail und bittet darum, die 15 Euro zu überweisen.

    „Das möchte ich schon persönlich erledigen“, sagt Jakob Baldur Brugger, aus Familientradition SVP-Mitglied. Sein Vater Siegfried Brugger war Landesobmann, seine Mutter Utta Brugger zeitweilig Gemeinderätin in Bozen.

    Es ist klar:

    Der junge Brugger, Rechtsanwalt in einer Bozner Kanzlei zusammen mit seinem Vater, möchte mit der Volkspartei ins Gespräch kommen. Er hat Stadtobmann Dieter Steger um einen Termin gebeten, doch der kam bisher nicht zustande. Denn Jakob Baldur Brugger hat eine große Vision: Eine überethnische Sammelliste für die Landeshauptstadt Bozen.

    Mit dieser Idee bringt er sich gleich doppelt ins Gespräch: Als möglichen Kandidaten auf der SVP-Liste bei den Wahlen im Mai 2016 und als potentiellen Volkspartei-Dissidenten.

    „Es ist Zeit, dass die SVP im Jahre 2016 Verantwortung übernimmt, und ein Projekt für die Stadt vorantreibt, bei dem die Sprachgruppe eine untergeordnete Rolle spielt. Sich weiter hinter der ethnischen Vertretung zu verstecken, ist keine Perspektive für die Zukunft“, analysiert der Politiker-Sohn.

    Seine Idee, die er eine „geile Sache“ nennt, ist also die:

    Will die Volkspartei nicht weiter dabei zusehen, wie sie an Bedeutung und Wählerzuspruch verliert, muss sie sich – in federführender Rolle – in eine Sammelliste eingliedern. Denn das vorrangige Ziel der SVP müsse es sein, so Brugger, „die Stadt effizient zu verwalten“. Dem stünden bisher die ethnische Fixierung und die Zersplitterung der Parteien im Wege.

    Eine große Liste, in der beide Sprachgruppen vertreten sind, könne diesen Bremsklotz beseitigen, glaubt der Bozner Rechtsanwalt, der auf der Homepage der Kanzlei als „erfahren in Rechtsangelegenheiten mit medialer Exposition“ beschrieben wird.

    LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE:

    • Wie sich Jakob Baldur Brugger eine Zusammenarbeit mit den „moderaten Italienern“ vorstellt.
    • Und: Ob er sich eine Zusammenarbeit mit Elena Artioli vorstellen kann.

     

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