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    Gefährliche Strahlung

    Gefährliche Strahlung

    Die Bürgerwelle Südtirol warnt vor den Gefahren der Umrüstung des Zivilschutzes auf Tetrafunk – und kritisiert Arnold Schuler.

    Die Bürgerwelle Südtirol macht darauf aufmerksam, dass die Umrüstung des Zivilschutzes auf Tetrafunk durch Landesrat Arnold Schuler im ganzen Lande kaum bemerkt voranschreite und im Widerspruch zum Landtagsbeschluss vom 10.06.2015 stehe (Landesbeschluss Absatz 2: Eine Arbeitsgruppe „soll klären, welche Technologien für den Mobilfunk, das mobile Internet und den Zivilschutz strahlungsarm und zukunftsfähig sind.“).

    „Tetrafunk birgt erhebliche Gefahren und Risiken für die Bevölkerung, in erster Linie für die Helfer. Anlass genug, vermehrt dazu öffentlich zu informieren“, so Hubert Comploj und Erika Rinner.

    In einer Aussendung schreibt die Bürgerwelle:

    Die Tetrafunktechnologie ist äußerst umstritten. Sie gilt als veraltet (über 25 Jahre alt) und hat sich bei Rettungseinsätzen in anderen europäischen Ländern als störungsanfällig erwiesen. Die Strahlenbelastung der Bevölkerung und vor allem der Einsatzkräfte wird durch den Tetrafunk maßgeblich verstärkt. In Südtirol wird für den Zivilschutz ein Netz von ca. 100 Funksendern aufgebaut.

    Diese Umsetzerstationen emittieren zusätzlich zu den schon bestehenden Mobilfunksendern 24 Stunden täglich hochfrequente Strahlung, unabhängig ob ein Rettungseinsatz oder nicht. Sie werden auch auf Feuerwehrhallen oder anderen Gebäuden in dicht bewohnten Zentren montiert. Zu all den Mängeln und Belastungen der Tetrafunktechnologie kommt, dass sie als kostspielig bekannt ist (in Deutschland befasste sich damit u.a. auch der Rechnungshof).

    Die Spitze des Widerstandes gegen den Tetrafunk liegt im Bundesland Bayern (ca. 200 „Widerstandsgemeinden“). Dort forderte in mehreren Gemeinden der Gemeinderat geschlossen einen Ausstieg aus dem Tetrafunknetz bzw. eine Rückkehr zum analogen örtlichen Funksystem. Die Gemeinde Herrischried in Baden Württember hat 2014 u.a. eine Petition mit dieser Forderung auch an den Bundestag Berlin geschickt.

    In Südtirol sind im Zivilschutz viele Freiwillige tätig. Die Informationen zur Umrüstung auf Tetrafunk erhalten sie von Seiten der Betreiber. „Mehr öffentliche Information durch die Presse wäre ein notwendiger Beitrag zu umfassenderen Kenntnissen“, so Erika Rinner.

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    Kommentare (16)

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    • Der den Arno kämmt

      Tetra klingt aber auch gefährlich: Tetralin, Tetrachlorkohlenstoff, Tetrapak, Tetraeder… Da wird man mit dem Verbieten kaum fertig!

    • iPinktl

      Veraltet sind nur die Ansichten mancher Leute, weniger die Technologie!

    • Puschtra

      Lasst uns die veraltete Technik einführen, dann können wir bald wieder etwas neues einführen, weil die neu eingeführte veraltete Technik schon veraltet ist.
      Typisches Bozner Bürokraten-Latein und damit zwingend logisch!.

    • jenny lein

      Die Tageszeitung gibt Pressemitteilungen jeglicher Art und jeglicher Qualität wider. Der Wahrheitsgehalt dieser Mitteilung beschränkt sich darauf, dass es auch in Bayern Initiativen gibt die sich gegen diese Technik eingeschossen haben.

      Tetrafunk ist nichts besonderes, sondern lediglich eine spezielle Entwicklung für eine beschränkte Anwendung. Ja, es gibt die Basistchnologie seit 25 Jahren, sie wurde aber ständig weiterentwickelt und daher kann mann nicht von einer veralteten Technologie sprechen.

      Die „hochfrequente“ Strahlung ist im Verhältnis zum aktuellen GSM um den Faktor 4 niedriger. (ca. 430 Mhz zu 1800 Mhz). Wobei sich an den Fequenzen nichts grundlegendes ändert. Es werdenü blicherweise die selben Frequenzbänder wie bisher verwendet. Gegen irgendeine beliebige Funktechnologie zu sein ist einfach nur lächerlich und zeugt davon dass man keine Ahnung hat was für Strahlen überall unterwegs sind. Und vor allem muss man dann selbst auf jegliche Funktechnologie verzichten: Fernbedienung, Wlan, Haustelefon, aber vor allem Handy. Denn die Strahlenbelastung eines am Ohr gehaltenen Handys ist um vielfaches höher als eines Umsetzers in wenigen Metern Entfernung.

      • George

        @jenny lein
        Etwas, das alt ist und nur weiterentwickelt wurde, muss nicht besser geworden sein. Manches, da man weiter entwickelt hat, ist gesundheitlich gar nicht besser, sondern schlechter. Kennen Sie die Physik des Tetrasystems so genau und den Einfluss auf Mensch und Tierwelt, alsdass Sie ein Urteil aufstellen können?

    • Sabina Pirhofer

      Ein laut Expertenmeinung veraltetes und in den Einsatzländern mit vielen Problemen behaftetes Digitalfunksystem, genau richtig für Südtirol.

    • Spaltpilz

      Meine lieben Leute, falls ihr es noch nicht mitbekommen haben solltet, es gibt nur mehr Digitalfunk! Immer, überall und ausschließlich!

    • docholly

      angeblich sollen diese Strahlen auch den Besenwuchs beim Apfelbaum fördern, ob der Schuler das weiss?? sollte vieleicht mal im TIS oder EURAC, oder Laimburg, oder wie die alle heissen, untersucht werden, dann wärer diese Strukturen auch ausgelastet…….

    • walter

      die WLAN bestrahlung in den Dorfzentren nicht vergessen!!!

      • Veit

        Bravo!!!: Tag und Nacht werden auch alte Leute und Babys „geröstet“
        obwohl sie kein Handy und keinen PC benutzen, ABER: der Bürgermeister
        macht für die Touristen „eine gute Figur“, manchmal die einzig gute,
        bis sie dann wieder weg sind…….., schön für sie……

    • Spaltpilz

      Wollte ich in den Gemeinderat gewählt werden, oder wäre ich gar Bürgermeisterkandidat, ich würde für freies WLan plädieren!

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