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    Schaels Maulkorb

    schael dokDer Generaldirektor im Sanitätsbetrieb, Thomas Schael, verbietet den Angestellten des Sanitätsbetriebes jegliche Kommunikation mit dem Assessorat. Kein Primar, kein Hausarzt und kein Verwalter dürfen sich künftig bei der Landesrätin beschweren.

    von Artur Oberhofer

    Im Gesundheitsassessorat erntet Martha Stocker Lob für ihren Schachzug.

    „Die Landesrätin“, so heißt es hinter vorgehaltener Hand, „hat es tatsächlich geschafft, einen Generaldirektor zu finden, der noch unsympathischer rüberkommt als sie selbst.“

    Wahr ist: Seit Thomas Schael, der Mann mit der Fliege und den coolen Sprüchen, in die Generaldirektion des Südtiroler Sanitätsbetriebes eingezogen ist, haben Allgemeinmediziner, Primare, Krankenhausverwalter und Patienten ein neues Feindbild: Thomas Schael.

    Noch in zehn Jahren wird man Thomas Schael vorhalten, er sei der unbarmherzige Manager, der Über-70-Jährigen nur mehr gebrauchte Prothesen einpflanzen und Krebskranke im fortgeschrittenen Alter mit Weihwasser behandeln lassen will.

    So unglücklich der Start von Thomas Schael in seinen neuen Berufsabschnitt war, so glücklich ist Martha Stocker – weil sie an Lebensqualität gewonnen hat. Sie ist nicht mehr die (alleinige) Buhfrau.

    Schon bisher war es Angestellten des Betriebes und des Assessorates strikt verboten, sich an die Medien zu wenden.

    Jetzt wird alles noch viel schlimmer.

    Jetzt wird jegliche Kommunikation zwischen Bediensteten des Sanitätsbetriebes und dem Assessorat abgewürgt bzw. untersagt.

    Die TAGESZEITUNG veröffentlicht am Samstag in der Print-Ausgabe ein Rundschreiben des Generaldirektors.

    Die Botschaft:

    Liebe Hausärzte, liebe Krankenschwestern, liebe Primare, niemand von euch darf sich künftig schriftlich bei der Landesrätin, bei Spitzenbeamten im Assessorat, geschweige denn bei den Medien beschweren. „Ein Maulkorberlass“, so sagt ein bekannter Primar aus Bozen, „so wie es ihn im Sanitätsbetrieb noch nie gegeben hat.“

     

    LESEN SIE DIE GANZE GESCHICHTE IN UNSERER WOCHENEND-PRINTAUSGABE.

     

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    Kommentare (22)

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    • BatMan

      Charles Bukowski:

      “Der Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur liegt darin, dass du in der Demokratie wählen darfst, bevor du den Befehlen gehorchst.” 

    • Criticus

      Ja wenn Argumente ausgehen, dann kommt der Maulkorberlass. Typisch Deutsch und SVP!
      Interessant finde ich, dass unser Rechtsamt, das sogar die Notenregister der Lehrer kontrollieren lässt, die Lohnüberschreitungen der Primare fast 2 Jahre lang übersieht.

    • ......

      Funktioniert aber nicht.

    • Andreas

      Ich gehe mal davon aus, dass der letzte Satz im Artikel nicht die Formulierung von Schäl ist, denn wenn jemand vorher keine Absicht hatte sich zu äußern, provoziert dieser Satz ja geradezu die Sanität mal anständig in die Pfanne zu hauen.
      Die Angestellten der Sanität sollten aus ihren Reihen ein Gruppe bestimmen, welche die Verhandlungen mit dem Land fûhrt, die Gewerkschaften sind dazu nicht geeignet, da ihre Daseinsberechtigung nur darin liegt, immer mehr herauszuholen, Vernunft und Mittelmaß ist nicht deren Ding.
      Von jeder Berufsgruppe 2-3 Vertreter und diese sollten auf Augenhöhe mit dem Land verhandeln.

      Momentan sind die Angestellten der Sanität in einer ungerechtfertigten Opferrolle und das Land selbstverschuldet, durch teilweise recht bescheidene Aussagen, in einer Täterrolle.
      Lösung ist so eigentlich keine zu erwarten.

    • maffi

      In denn Betrieb gibt es zu viele Hierarchien und Wildwuchs in der Verantwortlichkeit. Jetzt bringt einer mal eine Ordnung rein, dass wird er als Buh-Mann deklariert. Leider wird in den Medien seine Person so zerrissen. Wieso hat er ein Rundschreiben verschickt? Weil viele nur das getan haben war sie wollten, statt das was sie sollten

      Am End rennt jeder dem was nicht passt bis zur Politik, anstatt das Betriebsintern zu klären.
      In den Medien als die Opfer auftreten ist wohl Erwachsener als die konstruktive Diskussion zu pflegen.

    • Hubert

      Eines dürfte bereits jetzt klar sein: es wird so lange gestritten, dass zum Schluss nicht nur die Gelder für die Pensionen, sondern auch noch die Streitkosten vom Volk übernommen werden müssen, oder?

    • manniS

      Da will sich wohl ein NIEMAND mit einem CROTONE CURRICULUM den Titel GRÖGAZ zulegen. Frau Stocker sie können einem wirklich nur mehr leid tun.Soviel Führungsunfähigkeit hätte ihnen wohl keiner zugetraut aber wie man sieht der Inkompetenz sind keine Grenzen gesetzt..

    • Düsentrieb

      Witz:
      In ospedale si trova un paziente gravemente malato.
      I familiari si riuniscono e entra un medico stanco e desolato:
      „Mi dispiace d’essere potatore di brutte notizie“, disse guardando le facce preoccupate, „l’unica speranza e‘ un trapianto di cervello. E‘ qualcosa di sperimentale e rischioso, economicamente del tutto a vostre spese!“
      Alla fine uno domanda: “ quanto costa un cervello?“ “ Dipende,risponde il medico, 5.000€ un cervello di un uomo manager, 200€ uno di donna o di individui critici!“ Un lungo momento di silenzio invade la stanza mentre gli uomini presenti cercano di non ridere ed evitano di guardare le donne negli occhi,
      Infine la curiosita‘ fa domandare uno di loro, “ dottore, a che si deve la differenza di prezzo?“ Il medico sorridendo a una domanda cosi‘ innocente risponde:“ quelli femminili e dei critici costano meno perche‘ sono gli unici ad essere stati
      usati, gli altri sono come nuovi!“

    • Bärig

      Maulkörb kosten weniger als überbezahlte Manager,

    • Betrachter

      Ich bedauere solche Argumentation, wie weit muss man wohl sinken.
      Mein Vorschlag: Ich würde den Herrn Schael zu Flughafen schicken und da arbeiten lassen, da kann er bis zur Grenze gehen.

    • Bärig

      Maulkorb, Redeverbot, Zensur warum?
      Antwort Wikipedia: “ intern kann mit dem Instrument des Redeverbotes die Diskussion über bestimmte Themen oder Zustände verboten und so bis zu einem gewissen Grad interne negative Diskussionen und daraus resultierende unerwünschte Aktionen reduziert und nach aussen schlechte Publicity unterdrückt werden. Nach aussen hin kann die Mitteilung unerwünschter Positionen unterbunden werden!“

      Misstände werden verdeckt
      „Redeverbot ist nach Heinz Leymann auch ein Bestandteil von Mobbing: der Gemobbte wird ( meist unter Androhung weiterer Repressalien) von den Mobbern zum Schweigen gezwungen!!!

    • Aha

      Suspekt die Anrede: Liebe Hausärzte, liebe K….., liebe P……, einfach lieb, weniger lieb wenn im SB Rede- und Meinungsfreiheit herrschen und propagiert werden sollten, durch den “ Maulkorberlass“ jedoch bestimmte Themen und kritische Stimmen unterdrückt, unerwünscht und nicht erlaubt sind!

    • Frage?

      WEISSRUSSLAND?
      NORDKOREA?
      KIRGISIZTAN?

      oder einfach nur Mobbing?

    • didi

      Und dann wundern wenn das kompetente medizinische personal abwandert…

    • Puschtrabui

      Frau Stocker, waren Sie damals nicht auch für das Projekt mit dem Pensplan Rentenvorschuss für Politiker tätig?

    • Düsentrieb

      Welchen „AUSgang“ wird die „schäle“ O. Mayr’sche Kur haben? Eine entgiftende, eine gewichtungsreduzierende, eine schlankere, eine schälere Wirkung? Oder wären „Handauflegen, wohlschmeckende Düfte, energetische Beratung u. ä. m. vielleicht viel versprechender??? Wer weis……

    • Hubert

      so weit sind wir also schon?
      Redeverbot ist ein untrügliches Zeichen der Schwäche der „Oberen“

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