Du befindest dich hier: Home » News » Die Madame X

    Die Madame X

     

    susanne-stegerAls Stadtobmann hat Dieter Steger entscheidend zum Niedergang der SVP in Bozen beigetragen. Nun will er die Partei und seinen Kopf mit einer Frau retten: Er möchte Arno Kompatschers Wahlkampfmanagerin als SVP-Spitzenkandidatin lancieren.

    von Artur Oberhofer

    Als sie den Sager des Bozner SVP-Chefs lasen, schüttelten nicht wenige SVP-Mandatare und -Funktionäre den Kopf.

    Im Wochenblatt „ff“ erklärte Dieter Steger, er wolle mit einer Frau als Spitzenkandidatin in den Bozner Wahlkampf gehen. Er wisse auch schon, welche Frau das sein könnte, nur wisse die von ihm Auserkorene „noch nichts von ihrem Glück“.

    Wenn die Bozner SVP in der tiefsten Krise ihrer Geschichte steckt, ist auch Dieter Steger mit schuld.

    Der SVP-Chef, der selbst immer und bei jeder Gelegenheit von Erneuerung spricht, war nicht imstande, die Bozner Partei zu erneuern. Hinzu kam dann noch der Umstand, dass Steger in der Benko-Geschichte nicht als SVP-Chef agiert hat, sondern als ehemaliger Chef des hds.

    Hinter vorgehaltener Hand sagen viele SVP-Granden: Steger hätte längst die Konsequenzen ziehen und zurücktreten müssen.

    Dieser nicht besonders erfolgreiche Stadtobmann soll und will die Partei also aus der Krise führen – mit einer Frau.

    Die TAGESZEITUNG weiß, wer die Dame ist, mit der Dieter Steger im Frühjahr 2016 die Wahlen gewinnen und seinen Kopf als Stadtobmann retten will: Es ist Susanne Barta.

    Die 48-jährige Innsbruckerin ist seit 1995 in Bozen ansässig.

    Sie war als Kulturjournalistin tätig, arbeitete später als Beraterin für Moderation und öffentliches Auftreten. 2013 war sie federführend im Wahlkampfteam des SVP-Spitzenkandidaten Arno Kompatscher tätig.

    Sie war gewissermaßen die Wahlkampfmanagerin des späteren Landeshauptmannes.

    LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE:

    • Wie die Bozner Stadtpartei auf die Steger-Idee reagiert
    • Und: Landtagspräsident Thomas Widmann schlägt die Bildung einer großen Sammelliste vor

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (32)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • Helmuth

      Der politisch gescheiterte Stadtobmann von Bozen sollte wirklich endlich die Konsequenzen ziehen und aus allen politischen Ämtern zurücktreten: als SVP-Sprecher und Abgeordneter im Landtag, als Mitglied der 12-Kommission und als Direktor des HDS. Genügt es nicht, dass beim HDS sein Busenfreund und ehemaliger Chef im Assessorat für Handel, W. Frick, sein Schulfreund und andere Protegés sitzen? Die Wirtschaftsverbände, vor allem die Confcommercio, dem der hiesige Ableger HDS angehört, sind mit Flamme und Feuer auf das Arbeiterstatut und den Kündigungsschutz los gezogen. Arbeiter und Angestellte sollen keine Arbeitsplatzgarantie haben, donnerten die Kapitalvertreter. Trotzdem lies sich Herr Steger beim HDS freistellen und seinen (nicht gekündigten) Arbeitsplatz sichern. Jetzt kann er wieder auf seinen überaus gut honorierten Gehaltsposten zurück.

      • Walter Mair

        @Helmuth
        Steger ist zu Höherem bestimmt! Er muss die Stadt Bozen retten und tut das ganz uneigennützig!
        Er ganz allein ist fähig dies zu schaffen! Ganz Kompetenz-frei natürlich…. 🙂

      • der eine

        die bozner svp hat die privstinteressen des herrn obberrauch und des herrn rizzoli vor die interessen der stadt gestellt. während sichergestellt wurde, dass die brieftaschen der herren rizzoli und oberrauch weiter anschwellen, verliert die stadt mehrere hundert millionen euro. der bozner steuerzahler muss für die provatinteressen der beiden herren zahlen. rizzzoli und obberauch leben somit auf kosten der allgemeinheit.

      • Silvius M.

        Helmuth, so weit Gerüchten zirkulieren, soll der Frick aus dem hds hinausexpediert worden sein. Weiss da jemand mehr darüber?

    • Andreas

      Es ist schön zu sehen, dass Frau Barta, welche aus unserem fortgeschrittenen Vaterland kommt, hier Entwicklungshilfe leisten möchte.
      Ich nehme an Tirol möchte so vermeiden, dass es von Südtiroler Flüchtlingen überrannt wird, welche wegen der prekären Verhältnisse in Südtirol um Asyl anfragen.

      • Josef

        wieso wirst Du so persönlich?
        Frau Barta kann gerne kandidieren, ob es sinnvoll ist dass ganze Familien sich politische Parteiämter zuschanzen ist hier wohl die Frage.

        • Andreas

          Das geht jetzt zwar nicht gegen Frau Barta, aber wenn meinst.

          Die SVP glaubt wohl, dass es gut ankommt, wenn zuerst die Mawe und jetzt die Barta als Erneuerung präsentiert werden.

          Ist weiblich und aus dem Ausland jetzt das Qualitätskriterium bei der SVP?

          Muss jetzt wieder schnell, schnell jemand eingebürgert werden und denen die Jahre darauf warten und den Südtiroler Frauen der SVP vor den Kopf gestoßen werden?

          Die ganze Aktion und die Präsentation von Frau Mawe war z.B. bei mir der Grund, warum ich nicht SVP gewählt habe.

        • Walter Mair

          @Josef
          Das ist Gang und Gäbe bei der SVP! In Kaltern sind 4 von 6 Ausschussmitglieder miteinander verwandt!
          Vetternwirtschaft ist oberstes Gebot dieser „Volkspartei“!

          • Andreas

            Lass Dir die Haare wachsen, zieh Dir einen kurzes Röckchen an und sag Du bist eine Griechin, wirst sehen, die SVP nimmt Dich sofort, ohne dass Du mit jemanden verwandt sein musst. 🙂

    • Sepp von Glaning

      Muss a suuper Wahlkampfmanagerin gwedn sein ??? Bei soviel Kandidaten fürn Landeshauptmann !

    • Robby

      Wenn des lei net total in die Hose geat

    • Demosthenes

      Dieter Steger scheint ein Faible für Frauen als nützliche Stimmenfänger zu haben.

      Zuerst Elena Artioli, um die „Gemischtsprachigen“ zu ködern, jetzt Susanna Barta, um überhaupt noch Stimmen für die SVP zu bekommen.

      Kulturjournalistin, Moderatorin und Wahlkampfmanagerin für den vielversprechenden, aber wortbrüchigen LH, da wird den Boznern ein Ei des Kolumbus angepriesen.

      Aber nun ist sie eh verbrannt, wir können sie getrost ad acta legen.

      Dieter Steger aber sollten wir im Auge behalten.

    • Honecker

      der kompetenzfreie steger ist ein lustiger zeitgenosse

    • Lituma

      Frau Barta soll also die Auserwählte sein? Ging nicht auch das Gerücht um, die ehemalige Volksanwältin solle ins Rennen geschickt werden? Na weisch‘, da kennt sich keiner mehr aus!

    • Luis

      Die Svp ist für den Flughafen …. Nicht mit uns ….

    • Achfredlachned

      Weisch, er hat mit ihr noch nicht geredet!

    • Woll. Pertinger

      Eine Frau muss nicht unbedingt in die Politik gehen, um Politik zu machen. Die lustigen Frauen der RAI machen jeden Tag Politik, sie brauchen dafür keine Wählerstimmen und sind niemandem Rechenschaft schuldig.

    • RICHY

      Wichtig ist das es jemand vom Ausland ist . Mir haben lauter gute eigene Köpfe im
      Ausland die keine Scheuklappen vor die Augen haben und in der Welt schun was
      glernt und erlebt haben . Leider werden die kein Parteikartl hobn und passen somit
      net daher . Und wenn solche heimkemmen dann geben sie Ihnen netamol an fixen Arbeitsplatz sonder n an unbefristen .

    • Demosthenes

      Susanne Barta ist seit mittag ad acta gelegt, nun wird die Nächste verbrannt, Burgi Volgger.
      Bin gespannt, wieviele Namen und Damen noch genannt und verbrämt werden.

      Ihr jubelt über die Macht der Presse – graut euch nie vor ihrer Tyrannei?
      Marie von Ebner-Eschenbach

    • Snake.Plisskien

      Nichts gegen die Kandidatin, weil ich sie nicht kenne, aber wird das wieder so was wie mit der „Schwedin“ als Zugpferd (außer Spesen nichts gewesen)? Selbst wenn dem nicht so sein sollte, würde uns diese wohl nur als Erneuerung präsentiert, während die Strippenzieher immer dieselben sind. Eine effektive, womöglich radikale Erneuerung des gesamten Apparates (man verzeihe mir den Ausdruck) hat es wohl nicht gegeben.

      Mir kommt vor, da wird man unverfroren weiterverarscht, wobei dies auch die nationale Situation betrifft (s. Entschädigung Wahlausgaben, Politikerrenten und -privilegien die halt mit neuem Namen und einer andere Form wiederbelebt werden, die stärkere Bekämpfung der Steuerhinterziehung indem der Bargeldverkehr wieder erhöht wird und, um bei uns zu bleiben, den Flughafen usw)

    • Woll. Pertinger

      Wer eine gebürtige Innsbruckerin als „Ausländerin“ abtut, hat von Landeskunde wohl keine Ahnung. Oder fängt für die Bozner das Ausland schon in Kardaun an?

    • Pustertal

      Eine innsbruckerin als zugpferd für die svp??? Würde je die övp eine südtirolerin engagieren?? Niemals! Weder im wahlkampf noch als politisches organ.

    • Unterwind

      Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
      Und schrien sich zu ihre Erfahrungen,
      Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
      mit Krachen in die Tiefe, und die, die ihnen zusahen,
      schüttelten die Köpfe beim Sägen und
      Sägten weiter.

      Stoßgebet der Bozner SVPD 2015

    • Pepi

      Die SVP-Bozen soll doch in eine weitere „Italiani-Partei“ umgewandelt werden. Der Steger will ja auch die Öffnung für Italiener, oder? Was die unzähligen It.Parteien in Bozen zustande bringen, liegt wohl auf der Hand. Die Italianisierung schreitet schnell voran……

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen