Du befindest dich hier: Home » Wirtschaft » Pinzgers Freude

    Pinzgers Freude

    Die angekündigte Anhebung der Bargeldgrenze auf 3.000 Euro sorgt auch im Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) für Genugtuung.

    Die angekündigte Anhebung der Bargeldgrenze auf 3.000 Euro sorgt auch im Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) für Genugtuung. Seit der Senkung dieser Grenze auf 1.000 Euro hat der Hoteliers- und Gastwirteverband bei unzähligen Gelegenheiten in Rom auf die Problematik dieser Regelung, vor allem in Grenzregionen, hingewiesen, schreibt der HGV in einer Pressemitteilung.

    Selbst HGV-Präsident Manfred Pinzger nutzte den letzten Südtirol-Aufenthalt von Ministerpräsident Matteo Renzi, um ihn die Sorgen der Touristiker wegen der niedrigen Bargeldgrenze zu berichten. „Damals hatte Renzi noch kein Gehör für unsere Anliegen.

    Jetzt ist es offenbar gelungen, ihn von einer Anhebung der Bargeldgrenze zu überzeugen“, kommentiert Pinzger die am Dienstag bekannt gewordene Absicht der Regierung.

    In diesem Zusammenhang dankt Präsident Pinzger den Südtiroler Abgeordneten in Rom, insbesondere Senator Hans Berger und Parlamentarier Daniel Alfreider, welche sich immer wieder für eine Erhöhung der Bargeldgrenze eingesetzt haben.

    Mit der nun getroffenen Entscheidung, die Bargeldgrenze auf 3.000 Euro zu erhöhen, werde sich Italien dem Standard in anderen europäischen Ländern anpassen. „Mit dieser Maßnahme wird nun verhindert, dass Kaufkraft nicht mehr in angrenzende ausländische Regionen abfließt, was vor allem für den Tourismus, aber auch für den Handel von Vorteil sein wird“, meint HGV-Präsident Manfred Pinzger abschließend in der Presseaussendung.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (9)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • Skifahrer

      Bravo Daniel Alfreider! Damit wird wieder vieles für die Gäste einfacher und weniger Bürokratie ist nebenbei auch angesagt!

      • schmopf

        und unsre Hoteliers dürfen ihr Schwarzgeld wieder leichter ausgeben. Der Kampf der Korruption und der Steuerhinterziehung dankt!

        Ein Normalmensch (Angestellter, Arbeiter, usw.) profitiert von dieser Neuerung NICHT, ganz im Gegenteil: Der Staat verzichtet auf Kontrollen und auf Einnahmen.

        Mr. Renzi entpuppt sich immer Mehr als politischer Nachfolger des Herrn Silvio… leider verkörpert unser jetziger (nicht gewählter) Ministerpräsident keine Erneuerung, er ist politisch älter als so mancher erfahrener Politiker unseres Landes.

        Der Fakt dass sich unsere römischen Abgeordnete so über die neue Regelung freuen spricht Bände!

    • Besorgter Bürger

      „Refugees Welcome“ war gestern. Heute ist „Illegal Earnings Welcome“.

    • bergbauer

      lieber schmopf,du solltest mit deinen Äußerungen etwas vorsichtig sein,von wegen Schwarzgeld und Steuerhinterziehung….sooo schlecht geht es arbeitern und angestellten sicher nicht im lande.ansonsten solltest du dich schnell sälbständig machen,dann kannst du schubkarrenweise Geld verdienen….ansonsten besser maul halten und andere berufsgruppen in den dreck zu ziehen…..

    • romanok66

      Toll, dann können ja viele Gäste wieder ihr Schwarzgeld besser loswerden. Ich kann mir ehrlich gesagt erklären, wieso die Bezahlung mit Kreditkarte und Bankomat so viel komplizierter als die Bargeldbezahlung sein soll; gerade das wird ja von den Befürwortern der Erhöhung der Bargeldgrenze immer als Ausrede angeführt.

    • romanok66

      ich meinte natürlich „nicht erklären“ …

    • Josef

      Das ist eine ganz gute Anpassung an die anderen EU-Länder. Für den Toourismus ist es eine sinnvolle Bestimmung. Wer sich ein bisschen auskennt, weiß dass die Schwarzgeldvorwürfe in diesem Ausmaß Humbug sind.
      zur Erinnerung: Die Margen sind ja viel zu niedrig und die Kosten müssen ja auch aus legalem Geld getragen werden.

    • checker

      Nicht nur Pinzgers Freude, auch meine. Auf Einnahmen verzichten: nein, denn wenn ein „normaler“ Zahlungsverkehr ermöglicht wird, werden auch wieder mehr Touristen, die erwiesener Massen ihr Geld für Urlaub in Österreich ausgegeben haben, wieder die heimische Wirtschaft beleben. Reitet jetzt nicht auf dem bisschen Schwarzgeld rum, denn wenn den Leuten wirklich um Steuergerechtigkeit gelegen wäre, würden sie nicht Iphones und andere Produkte von Konzernen kaufen, die grösstenteils 0 Euro an Steuern zahlen obwohl sie in Italien verkaufen.
      Der Normalmensch profitiert insofern, als dass damit ein Recht wahrgenommen wird und zwar jenes auf Bargeld. Er kann damit bezahlen, es aufbewahren und hat damit ein Stück mehr Sicherheit als mit Buchgeld, den digitalen Nullen und Einsen auf dem Konto. Profitieren die Arbeitgeber, bedeutet dies auch Arbeit und damit Arbeitsplätze, klaro?
      Es scheint überhaupt, dass es viele sogar positiv finden, dass ihre Rechte eingeschränkt werden. Denn was ich mit meinem Geld mache, ob ich es horte, ausgebe oder sonst was mache, ist rein MEINE Angelegenheit und nicht die, von irgendeinem Staat oder Bankern, die glauben sie müssten die Welt an der Leine halten. Sie sind primär dem Dienste der Realwirtschaft verpflichtet.
      Ist dies nun jedem klar oder müssen wir das Einmaleins nochmals aufrollen?

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen