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    Applaus für Veronika

    Hessischer Besuch im Landtag: Die SVP-Politikerin Veronika Stirner Brantsch erhielt für ihre Kritik am deutschen Bildungssystem Applaus von der SPD.

    Der für Bildung zuständige erste Gesetzgebungsausschuss hat sich am Mittwoch zu einem Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit dem kulturpolitischen Ausschuss des hessischen Landtags getroffen.

    Die von Lothar Quanz angeführte Delegation aus Wiesbaden wurde von Landtagspräsident Thomas Widmann im Plenarsaal empfangen und unterhielt sich anschließend mit der Vorsitzenden des I. Gesetzgebungsausschusses, Magdalena Amhof, und den Ausschussmitgliedern Myriam Atz Tammerle, Veronika Stirner, Josef Noggler, Brigitte Foppa und Alessandro Urzì über Vor- und Nachteile des deutschen und des italienischen Schulsystems und insbesondere über die Inklusion von benachteiligten Schülern an Südtirols Schulen.

    Die Debatte über die schulische Integration bzw. über die Abschaffung von Sonderschulen ist derzeit in vielen deutschen Bundesländern an der Tagesordnung und wird teilweise auch heftig diskutiert. Dementsprechend detailliert waren auch die Fragen der Gäste an die Südtiroler Abgeordneten: Ob die Inklusion von der Politik bzw. den Familien akzeptiert wird, wie hoch der Anteil der Schüler mit Förderbedarf ist, wie die Integrationslehrer ausgebildet werden, wie Migranten- und Flüchtlingskinder aufgenommen werden u.a.m.

    Dazu konnten vor allem die Abg. Amhof, Stirner und Foppa aufgrund ihrer Erfahrungen im Schulbereich detailreich Auskunft geben. Während das Integrationsprinzip an den Schulen parteiübergreifend befürwortet wird, wie Atz Tammerle darauf hin, dass die Integration von Schülern aus anderen Kulturkreisen, für Minderheiten eine zusätzliche Herausforderung darstellt.

    Im Laufe des Treffens schwappte auch kurz eine langjährige ideologische Debatte aus Deutschland über die Grenze. Als Veronika Stirner das bundesdeutsche Schulsystem kritisierte, das den Schülern bereits früh die Entscheidung über den späteren Bildungsweg abverlangt, erntete sie Beifall von der SPD, während CDU-Vertreter das System mit Verweis auf eine niedrigere Jugendarbeitslosigkeit verteidigten.

    Kulturpolitischer Ausschuss des Hessischen Landtags in Südtirol

    Kulturpolitischer Ausschuss des Hessischen Landtags in Südtirol

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    Kommentare (5)

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    • Elli

      Hätte die dame bloß schon als lehrerin solch ein engagement an den tag gelegt…

    • Gynne

      Muss gut tun ,wenn mann aus der Versenkung erscheint ,einen Aplaus zu kriegen .
      Bis auf das, die Stirner ihr VORGESTRECKTES Renten Geld verteidigt habe ich nichts mitgekrigt was Sie bis jetzt geleistet hat .

    • romanok66

      Ich denke mir, Frau Stirner sollte wie alle anderen Schulpolitiker, die uns diese Schul(spar)reform mit einem Haufen unsinniger Schulschließungen, didaktischem Krimskrams und unglücklichen Bestimmungen zugeschoben haben, lieber nicht über Schule reden und dieses Thema lieber denjenigen überlassen, die an der Front stehen und Tag für Tag die Suppe auslöffeln, die sie und die anderen „Schul(spar)politiker“ Schülern, Lehrern und Eltern und der ganzen Gesellschaft eingebrockt haben.

    • rocco siffredi

      Integration bzw inklusion in schulen konn lei besser funktionieren wenn die mitarbeiter für integration vollzeitstellen erholten u so die maximale betreuung der schüler gegeben isch.

    • simon

      Hatte Frau Mair keine Zeit? Sie ist ja auch Mitglied der ersten Gesetzgebungskommission.

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