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    Kampf den Mietnomaden

    Kampf den Mietnomaden

    Christian Peintner vom ASGB prescht mit einem aufsehenerregenden Vorschlag zur Bekämpfung der Mietnomaden vor: Mieter, die ihren Mietzins nicht begleichen, sollen keine Sozialwohnung mehr erhalten.

    Von Matthias Kofler

    Christian Peintner spricht von einer „großen Ungerechtigkeit“: „Es kann nicht sein, dass Mieter, die ihre Mieten nicht bezahlt haben, Sozialwohnungen des Landes erhalten – und so die öffentliche Hand praktisch für die Schulden von Privaten aufkommen muss“, sagt der ASGB-Gewerkschafter und schüttelt den Kopf.

    Auch in Südtirol ist die Zahl der sogenannten Mietnomaden im Steigen. Als Mietnomaden werden Personen bezeichnet, die eine Mietwohnung beziehen und ab einer gewissen Zeit die entsprechende Miete und die Kondominiumspesen nicht mehr verrichten. Diese Mieter ziehen dann meist in eine andere Wohnung, häufig auch in eine Sozialwohnung, ohne die angehäuften Mietschulden zu begleichen.

    Allein in den vergangenen Monaten haben sich etwa 30 Vermieter hilfesuchend an die Dienststellen des ASGB gewandt. Die Dunkelziffer der Fälle von Mietnomaden in Südtirol liegt jedoch deutlich höher.

    „Das Vermieten von Wohnungen ist längst kein Honigschlecken mehr“, meint Christian Peintner von der Fachgewerkschaft Wohnbauinstitut beim ASGB. Nicht selten würden sich die Mietschulden der Nomaden beim Auszug aus der Wohnung auf mehrere Tausend Euro summieren. „Die Vermieter sind froh, wenn die Mieter eine Sozialwohnung erhalten, aus der Wohnung ausziehen und so aus den Eiern sind – aber richtig ist das nicht“, kritisiert Peintner.

    Schon beim „Sozialtisch“, den Sozialvertreter, Abgeordnete und der zuständige Landesrat Christian Tommasini Anfang des Jahres abgehalten haben, wurde auf das akute Problem von Mietnomaden hingewiesen.

    Doch passiert ist seitdem nichts.

    Christian Peintner prescht nun mit einem aufsehenerregenden Vorschlag vor: Personen, die ihre Mietschulden nicht begleichen, sollen keine Sozialwohnung mehr erhalten. „Damit wollen wir das Bewusstsein der Mieter schärfen und den entsprechenden Personen verständlich machen, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung ist“, erklärt der Gewerkschafter.

    Konkret sollen alle Antragssteller bei der Ausschreibung von Sozialwohnungen im September per Banküberweisungsbeleg nachweisen, dass sie ihre Miete regelmäßig und pünktlich bezahlt haben. Wer dies nicht nachweisen kann, dem soll der Zugang zur Rangliste für die Sozialwohnungen verwehrt bleiben.

    „Es werden bereits Mieter vom Mietbeitrag ausgeschlossen, wenn sie auf eine Wohnung verzichten – warum soll der Ausschluss von Mietnomaden von den Sozialwohnungen also nicht möglich sein?“, fragt sich Peintner. Schließlich müsse die öffentliche Hand auch für die Kosten von Sozialwohnungen aufkommen. Manche Sozialwohnungsbesitzer seien sogar komplett von der Miete befreit.

    Auch das Wohnbauinstitut berichtet von Problemen mit Mietern von Sozialwohnungen, die ihren Mietzins nicht begleichen. Es gibt wohl einige Fälle.

    Fast alle dem ASGB bekannten Fälle beziehen sich auf säumige Mieter aus Nicht-EU-Staaten. Diese erhalten in den ersten fünf Jahren in Südtirol keine Sozialwohnungen.

    Das Problem: Sobald die Nicht-EU-Bürger dann konkrete Chancen auf eine Sozialwohnung sehen, so berichtet Christian Peintner, würden sie häufig die Miete für die aktuelle Wohnung nicht mehr bezahlen. Den Vermietern sind in dann aber die Hände gebunden. Sie können nur warten, bis der Mieter ausgezogen ist. Das ihnen so durch die Lappen gegangene Geld werden sie wohl nie wiedersehen.

    An die Gewerkschafter sind bislang keine Fälle von Südtiroler Mietnomaden herangetragen worden. Man geht aber davon aus, dass auch einheimische Mieter ihren Mietzins ab einer gewissen Zeit nicht mehr begleichen.

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    Kommentare (40)

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    • ......

      Es hat keinen Sinn in den unteren Rängen umherzuklauben. Es ist nunmal Fakt, dass sich viele die Mieten nicht mehr leisten können, und es wird erst recht, demnächst, noch viel schlimmer werden.
      Die Sozialwohnungen müssen geräumt werden, und zwar von denen, die überdurchschnittliche Einnahmen aber in Sozialwohnungen leben. Diese können sich locker fröhlich PrivatMietwohnungen leisten.UND DAS SIND WIRKLICH SEHR SEHR VIELE!!!!! Den Gewerkschaften sind bislang keine Mietnomaden bekannt, und wie stehts mit den SozialWohnungkönige? Das sind gute 50% der Nutzer die sich tagtäglich still ins Fäustchen lachen, nicht Herr Peintner?

      • Senatur

        Wer sind die Sozialwohnungskönige?

      • Patrick

        „Es hat keinen Sinn in den unteren Rängen umherzuklauben“
        Und wie das Sinn hat. Es gehören endlich mal die Vermieter geschützt! Es spielt überhaupt keine Rolle ob die Mietnomaden, weiß, braun, oder violett mit grüne Punkte sind, wer seine zwei Mieten nicht bezahlt hat soll binnen zwei Monaten aus der Wohnung fliegen und nicht nach anderthalb Jahren mit mords Spesen für den Vermieter wie es jetzt ist.

    • ......

      Es ist Gesetzt der Verfassung und ein Menschenrecht, dass der Staat/ das Land jedem Bürger ein Dach über den Kopf bietet, sorgt dass jeder Arbeit hat um sich und seine Familie zu Versorgen oder demensprechend finanzielle Mittel bekommt.
      Bis jetzt, haben nur Ausländer das Privileg diese Rechte zu geniessen.
      Das Gesetzt von dem hier Peintner spricht ginge einzig und alleine wieder zum Nachteil der einheimischen ärmeren Bevölkerung. Und das zu wissen, und das dann zu beanstanden, finde ich äusserst schäbig.

      • Andreas

        Kleiner als Menschenrechte und sonstigem Geschwafel hast es nicht?
        Natürlich profitieren auch Einheimische von Sozialwohnungen, die 15.000 Wohnungen sind sicher nicht nur von Ausländern besetzt.

        Du behauptest, dass die Hälfte zuviel oder einige 4.000-7.000 Euro verdienen, zeig sie doch an, wenn Du dies schon alles weißt. Wirst Du aber nicht machen, da es reines Stammtischgerede ist.

      • romanok66

        Lieber ………, ich glaube, dass es mindestens so viele einheimische wie ausländische Sozialparasiten gibt. Ich kenne selber Familien, die in Sozialwohnungen leben; häufig arbeitet nur der Ehemann, die Frau geht schwarz putzen, die Kinder jobben teilweise schwarz, erhalten Stipendien, Zuschüsse, und, und, und … die Wohnungen sind groß, mit Tiefgarage, Keller und allem drum und dran, kosten zwischen 100 und 400 Euro im Monat … und bei manchen steht noch ein schönes 30.000-40.000 Euro-Auto auf dem Autoabstellplatz, der zusätzlich zur Garage zur Wohnung gehört … manche machen sogar Urlaub im Camper, also was soll’s.
        Ganz egal ob braun, weiß, schwarz, den Leuten, die das System so schamlos ausnützen, sollte man das Handwerk legen. Vor allem sollte man auch den Lebensstandard kontrollieren; Familien mit Großraumautos, in denen jeder ein Handy mit entsprechenden monatlichen Kosten hat, in denen bei 4/5 Leuten offiziell nur einer arbeitet , sollten erklären, wie sie diesen Lebensstandard aufrecht erhalten können. Außerdem sollte man auch die Hilfen besser staffeln; wenn die Kinder studieren, sollten sie kein Stipendium erhalten, sondern nach dem deutschen Modell ein günstiges Studiendarlehen, dass sie dann nach dem Ende des Studiums wieder in kleinen Raten zurückzahlen. Geschenkte Stipendien würde ich persönlich grundsätzlich nur leistungsbezogen vergeben, und zwar an Studenten, die Höchstleistungen aufweisen (unabhängig von der Einkommensstufe), während ALLE anderen um Studiendarlehen ansuchen können.

    • ......

      Es leben Leute in Sozialwohnungen die haben ein monatliches Einkommen von 4000€ bis 7000 €…..

      • Klaus

        Hier muss die Politik GERECHTIGKEIT auch für die Vermieter schaffen, sonst ist alles nur heiße Luft um Nichts und wieder nichts.Auch meine Freundin hatte auch solchen Mietnomanden einEinheimischer gebürtiger Jenesiener der jetzt in Meran wohnt:-(((((( Der ging nur davon aus alle zu fregieren , denn er brauchte das Geld um seiner kostspieligen Freundin, auch Einheimische zu imponieren. Sonst zwei linke Hände aber beim fregieren auf Zack!!!!

      • THEMA

        Immer fest schwafeln über unbewiesene Sachen. Reine Stammtischparolen.

    • matthias

      es gibt familienväter die für 1000€arbeiten……non so se mi spiego!!!!

    • Mann

      Es gibr keine Entschuldigung für Mietnomaden. Das ist die schlimmste Sorte von Menschen die es gibt. Es geht nicht einmal darum, dass sie keine Miete zahlen, vielmehr aber in welchen Zustand sie die Wohnung zurücklassen. Da gibt es keine Entschuldigung. Wenn man So eine Drecksauerei einmal gesehen hat, dann würde man diese Leuten am liebsten nur mehr einen Platz in einem Stall geben, gleich neben den Schweinen. Obwohl ich jetzt wirklich die Schweine nicht beleidigen will. Ausserdem.Sozialwohnungen werden mit Steuergelder finanziert. Wenn man diese aber nur arbeitsscheuen Leuten gibt (und ich gehe nicht darauf ein wem ich da meine), dann kònnten wir uns das nicht mehr lange leisten. Wer nichts zahlt, der respektiert auch meistens nicht di Anlage und die verheerenden Zustände bemerkt man tagtäglich in manchen Gebäuden. Ich fordere deshalb: “ wer sich nicht an die Regeln hält muss die Sozialwohnung verlassen. Ohne wenn und aber.

    • ......

      Mietnomaden sind keine bekannt, aber von den zigtausenden gutverdienenden sozialSchmarotzern alle. Warum passiert nichts? Wenn diese die Sozialwohnung verlassen müssten gäbe es einen Knalleffekt in der im immobilenBranche. Also?

    • Hubert

      Das Problem ist doch evident. Die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander und gerade ein Gewerkschafter müsste das wissen.
      Im „unteren“ Bereich „aufzuräumen“ oder dies vorzuschlagen ist nicht gerade das Wichtigste in dieser Zeit, oder?

    • paulus

      Wenn die Mieten so hoch sind ist das einen Mitschuld der Mieter.
      Vermieter halten die Mieten bewust hoch für eventuelle Ausfälle oder Schäden.
      Eine von mir geerbte Dachwohnung (miete 400 €) wurde nach langen Rechtsstreit für den Eigengebrauch frei. Renovierungskosten ca. 60.000 €
      Summe der Miete in den letzten 12 Jahren = 57.600 € und die mußte noch versteuert werden.
      Kein gutes Geschäft.

    • christian waschgler

      Das Problem „Mietnomaden“ ist nicht neu. Deutsche Fernsehsender berichten öfters darüber. Manche dieser “ Mietnomaden“ zahlen nicht nur keine Miete sondern hinterlassen oft eine verwüstete und sanierungsbedürftige Wohnung. Bei uns erhalten sie noch Mietbeiträge vom Land, die sie dann zweckentfremden. Das Mietgeld soll direkt an den Wohnungsbesitzer überwiesen werden und in unserer vernetzten Welt sollte auch kontrolliert werden ob Strom, Gas, Heizung, Wasser usw. regelmäßig bezahlt wird. Zudem sollten die Wohnungen in regelmässigen Abständen kontrolliert werden

    • docholly

      Nomaden ist noch geschmeichelt, und ich spreche aus Erfahrung:
      Einheimischer, wohlgemerkt:
      Erste 2 Monate Miete bezahlt, dann die nächsten 24 Monate keinen Cent
      2 Jahre Heizkosten: Fehlanzeige
      2 Jahre Trinkwasser: Fehlanzeige
      Klage, ging über 2 Jahre, dann Frist für Räumung, hat er natürlich verstreichen lassen, dann Zwangsräuming mit Carabinieri und Gerichtsvollzieher.
      Resultat: ca. 2 Jahre keine Miete (18.000€), Heizöl (3.000€) allgemeine Spesen (1.000€), Entsorgungsgebühren für Müll (500€) Schäden an der Wohnung (ca. 10.000€) Rechtsanwalts-/Gerichts-/Räumungskosten (15.000€) – Und abei ist der ganze Ärger noch nicht mitgerechnet.
      Das sind nicht Nomaden, das sind Mietbetrüger, gehörten eigentlich ins Gefängnis (Betrug/Sachbeschädigung)!!!
      Wohnung steht seitdem leer – damit ist unterm Strich am meisten verdient – und die wird auch leer bleiben, solange der Vermieter nach Abschluß des Mietvertrages kein Recht mehr an seinem Eigentum hat.

    • ......

      Hihi Fazit? Investition Wohnung nicht rentabel. Verkaufen. VIELVERDIENER VON DEN Sozialwohnungen schmeissen, die sollen dann kaufen. Problem gelöst.

      • Berni

        Mensch Du …… Weist ja nicht von was Du sprichst! Genau solche Typen wie Du sind für diese Missstände verantwortlich – tausende von ehrlichen Mietern Werdens Dir Danken Du A……..

        • Mann

          Ich bin froh, dass nicht nur ich diesen ___ als I….betrachte. Soll ER doch diesen „armen“ Leuten eine Wohnung vermieten und nach ihren Auszug wieder säubern und restaurieren. Oder wohnt er etwa unter der Brücke? So wie er spricht, würde man es glatt glauben.

    • ......

      Die Vermieter wollen nur eines, mehr Mietbeitrag abzocken. Die Ipes will nur eines, hohe Mieten verlangen. Der Gewerkschafter wird von der Svp geschickt um wiedermal kräftig zu schüren. Nene. Alles gut.

    • Alter Egon

      Es wäre ganz einfach, wenn man die Mietbeiträge direkt an die Vermieter überweisen würde, wegen Zweckbindung und so…

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