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    „Peinliche Debatte“

    „Peinliche Debatte“

    Der Regionalrat wird in der kommenden Woche eine neue Frauenquoten-Regelung verabschieden. Der Freiheitlichen Ulli Mair geht das Thema mittlerweile „auf die Nerven“.

    „Langsam aber sicher wird es peinlich für die Quoten-Frauen im Regionalrat“, schreibt Ulli Mair in einer Aussendung. „Während sich immer mehr Frauen, Sorgen darüber machen, ob die hunderttausenden, großteils muslimischen Männer, die gerade unseren Kontinent stürmen, bereit sein werden, sich in unsere Kultur zu integrieren, unsere Regeln, unsere Weltbilder, unsere Frauenrechte und unsere Säkularisierung anzunehmen, bricht wieder einmal die sinnlose Diskussion über die Frauenquote los.“

    Die Quote sei eine „reine Luxusdebatten angesichts des islamischen Frauenbilds, das gerade zuwandert“, so die Freiheitliche.

    „Wer erklärt den jungen Männern, dass 15-jährige Mädchen auch leicht bekleidet hierzulande kein Freiwild sind? Dass Frauen hier anziehen und sagen, was sie wollen. Davon höre ich weder von den SVP-Frauen noch von anderen Frauen aus der linken Reichshälfte etwas. Stattdessen immer wieder das Thema der Quote, das mittlerweile allen halbwegs selbständig denkenden Menschen auf die Nerven geht.“

    Die Freiheitliche weiter:

    „Ich bin überzeugt, dass die Quote nicht an den eigentlichen Ursachen für eine zwar steigende, aber immer noch geringe Anzahl von Frauen in Führungspositionen ansetzt und deshalb langfristig wirkungslos, wenn nicht gar kontraproduktiv ist.

    Frauen und Männer haben unterschiedliche Interessen und Neigungen, was weder gut noch schlecht ist und vielleicht sollten wir das einfach akzeptieren. Dann gibt es die ambitionierten Frauen, die gern Karriere machen möchten, aber – manchmal vergeblich – darauf warten, „entdeckt“ zu werden.

    Viele Frauen machen ihre Ansprüche nicht deutlich genug oder scheuen auch eher als Männer davor zurück, mehr Verantwortung in Aufgaben oder Projekten zu übernehmen, die sie vielleicht nicht zu 100 Prozent beherrschen, die sie aber beruflich weiterbringen oder sichtbar machen würden.“

    Nach meiner langjährigen Beobachtung gibt es aber noch einen weiteren, wesentlichen Grund, der ungern ausgesprochen wird: Es gibt viele berufstätige Frauen, für die eine Karriere einfach nicht erstrebenswert ist und die, wenn ihnen eine Beförderung angeboten wird, diese nicht annehmen, häufig mit dem Argument, dass sie sich da wohl fühlen, wo sie sind. Das mag jeder bewerten, wie er mag – mich stört nur, dass dieser Punkt von den politischen Befürwortern einer Quotenregelung nicht bedacht wird.

    Viele Frauen haben einfach keine Lust auf den mit einer Karriere verbundenen Stress, die Mehrarbeit, die Machtspiele und den damit verbundenen Druck. Sie haben mehrheitlich andere Ansprüche, was ein erfülltes Leben anbelangt und dazu gehört eben nicht die Karriere bis in die Vorstandsetage, den Gemeindeausschuss oder die Landesregierung. Männer, nebenbei erwähnt, haben meist auch keine Lust auf Machtspiele und den täglichen Kampf um die besten Plätze; sie sind aber im Gegensatz zu Frauen unter einem viel größeren Zwang, Karriere zu machen, während dies für Frauen nach wie vor nur eine Option von vielen ist.

    Was nützt in dieser Situation also eine gesetzliche Quote? Gar nichts.

    Die Quote beleidigt und setzt die Leistungen derer herab, die auch ohne Quotenregelung die Karriereleiter erklommen haben oder noch erklimmen werden“, schließt Mair.

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