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Keine Deckelung

Schlechte Nachricht für Südtirols Autobesitzer: Der Landtag spricht sich gegen eine Deckelung für Autoversicherungen aus.

Die BürgerUnion und das Team Autonomie forderten mit einem Begehrensantrag an das Parlament eine Deckelung für Autoversicherungen.

Die Autoversicherungen seien in Italien doppelt so hoch wie im europäischen Durchschnitt, kritisierte Andreas Pöder. Die Regierung Renzi wollte dem mit der Black Box – als Gegenleistung gegen eine günstigere Polizze – entgegensteuern, aber niemand wolle sich eine solche einbauen lassen und total überwacht werden. Immerhin habe die Regierung damit gezeigt, dass eine Deckelung möglich sei.

Die Deckelung sei eine Möglichkeit, meinte Sven Knoll (STF), er würde eher auf Liberalisierung setzen, und zwar eine europaweite. Wenn die Versicherungen nicht mehr auf einen staatlichen Protektionismus hoffen könnten, weil man sich den Versicherer überall in Europa aussuchen könne, dann würden die Preise fallen.

Dem schloss sich Hans Heiss (Grüne) an. In diesem Fall sei es der Mangel an Liberalisierung, der die Preise in Italien auf einem unvorstellbar hohen Niveau belasse. In diesem Sinne werde man auch dem Antrag zustimmen.

Die Polizzen seien in Südtirol etwas niedriger, weil das Land auf gewisse Steuern verzichte, erklärte LH Arno Kompatscher, aber der Preis sei dennoch zu hoch. Der Antrag sei aber nicht ganz zielführend, zum einen, weil Zusatzversicherungen weiterhin möglich sein sollten, zum anderen, weil der Staat Auflagen mache. Diese hätten auch mit dem Fahrverhalten in Italien zu tun, wo auch die ausbezahlten Entschädigungssummen im Schnitt höher seien als in Europa. Eine Deckelung sei nicht zielführend, wohl aber eine Anpassung an die europäischen Standards.

Andreas Pöder ging auf diesen Vorschlag nicht ein, denn in Italien habe jede Liberalisierung zu einer Preissteigerung geführt. Renzi habe dies bei den Autoversicherungen praktiziert, gleichzeitig den Versicherungen aber mehr Möglichkeiten zur Abzocke eingeräumt. Trotz Liberalisierung seien Strom, Handyverträge, Benzinpreise usw. wesentlich teurer als in anderen Ländern Europas.

Der Antrag wurde mit 13 Ja und 18 Nein abgelehnt.

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