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    Sichere Straßen

    Sichere Straßen

    Die Grünen forderten im Landtag mehr Sicherheit und Lärmschutz auf den Südtiroler Bergstraßen.

    Das Amt für Luft und Lärm in Zusammenarbeit mit den Gemeinden mit einer entsprechenden Messserie noch 2015 zu beauftragen bzw. die Ergebnisse der demnächst vorliegenden EURAC-Studie eingehend auszuwerten; die Anrainergemeinden, die zuständigen Dienststellen des Staates und der Polizei von der geplanten Maßnahme in Kenntnis zu setzen und sich mit ihnen abzustimmen; ab Frühjahr 2016 für Pass- und Gebirgsstraßen entsprechende Vorkehrungen zu treffen und die befristeten Zirkulationsverbote für Motorräder über 150 ccm zu erlassen; ab Frühjahr 2016 für Pass- und Gebirgsstraßen entsprechende Vorkehrungen zu treffen und die befristeten Zirkulationsverbote für Motorräder über 150 ccm zu erlassen; auf Pässen, besonders jenen nahe am Weltnaturerbe Geschwindigkeitslimits im Sinne der Straßenverkehrsordnung einzuführen und durch Kontrollen zu überwachen, die jene in anderen Ländern entsprechen bzw. in den Nachbarprovinzen bereits gültig sind.

    Die Sensibilisierungskampagne des Landes habe wenig bewirkt, bemerkte Hans Heiss, der Blutzoll unter den Bikern sei hoch, die Lärmbelastung steige. Südtirol sei bei Bikern besonders beliebt, weil sie wüssten, dass kaum kontrolliert werde.

    Brigitte Foppa (Grüne) unterstrich die Bedeutung der Lärmbekämpfung, Lärm sei eine Einschränkung der Lebensqualität und führe auch zu gesundheitlichen Schäden. Die geforderten Maßnahmen seien ein Schutz für andere Touristen, für Anrainer, aber auch für Touristiker und schließlich für die Biker selbst, die anderen Verkehrsteilnehmer und die Tiere.

    Andreas Pöder (BürgerUnion) plädierte für freie Fahrt für freie Bürger und gegen eine Regulierungswut. Nach Tempo 90 und Tempo 80 werde man irgendwann einmal auf der Autobahn stehen bleiben müssen. Er befahre täglich die Gampenstraße, und das sei ein gefährlicher Abschnitt. Aber es könne nicht sei, dass man ganze Gruppen von Verkehrsteilnehmern verbanne. Es gebe bereits Vorschriften, deren Einhaltung zu überwachen sei.

    Das Lärmproblem auf den Passstraßen sei Fakt, bestätigte Oswald Schiefer (SVP). Aber auch die Motorradfahrer seien gute Touristen. Schiefer sprach sich gegen zu viele Verbote und für einen Appell an die Vernunft aus.

    Man wolle nicht als Spaßbremse auftreten, sondern vernünftig mit dem Phänomen umgehen, erklärte LR Richard Theiner. Die Presseberichte zu Tempo 90 zeugten übrigens von Unkenntnis der Sachlage. Maßnahmen zu den Passstraßen seien notwendig, aber die rechtlichen Möglichkeiten seien nicht unbegrenzt. Daher habe man sich mit den Kollegen von den Nachbarprovinzen getroffen, um Maßnahmen zu erarbeiten. Ziel sei es, dass man Einschränkungen nicht mehr nur auf Verkehrssicherheit gründen müsse, sondern auch auf Umweltschutz. Eine entsprechende Durchführungsbestimmung sei der Zwölferkommission übermittelt worden, das Umweltministerium hebe keine Einwände, das Verkehrsministerium habe noch Vorbehalte. Sobald es zustimme, könne man zusammen mit dem Trentino ein Gesetz zum Schutz der Pässe erarbeiten. Eine Eurac-Studie zu den Pässen werde bald öffentlich vorgestellt.

    Die Motorräder seien heute sicher die lautesten Kraftfahrzeuge, erklärte LR Florian Mussner. Viele würden auch ihren Schalldämpfer manipulieren, umso wichtiger sei die Kontrolle. Laut Straßenverkehrsordnung sei ein Verbot derzeit nur aus Gründen der Verkehrssicherheit möglich, nicht aus Umweltschutzgründen. Für die Überwachung der Bestimmungen seien die Polizeikräfte zuständig, mit denen man ständig in Verbindung stehe. Man könne nicht behaupten dass die Kampagne „No credit“ nichts bewirkt habe, die Zahl der Todesfälle sei immerhin von 18 auf 14 gesunken.

    Hans Heiss stellte eine zunehmend konstruktivere Haltung in der Frage fest. Zum Vergleich mit den Bergsteigern meinte er, bei diesen gebe es kaum Fremdgefährdung, außerdem seien sie geräuschloser. Der Vorwurf, hier werde etwas zu Tode geregelt, sei fehl am Platz, derzeit führe die Nicht-Regelung vielfach zum Tod.

    Es wurde über die verschiedenen Teile des Antrags abgestimmt. Angenommen wurden der Teil zur Eurac-Studie und jener zu den Geschwindigkeitslimits. Die anderen Teile wurden abgelehnt.

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    Kommentare (26)

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    • Luis

      Das Risiko in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden und verletzt zu werden, ist sehr hoch. Täglich passieren Verkehrsunfälle. Ob die angekündigten Einschränkungen etwas bringen? Vielleicht.

    • bernhart

      Liebe Grüne habt ihr nichts besseres zutun als immer gegen die Bevölkerung vorzugehen.
      Habt ihr noch nicht verstanden, dass der moderne Mensch ein Fahrzeug besitzt, welches Euro 4 oder Euro 5, wenn ihr das noch nicht verstanden habts , das sind Fahrzeuge welche wenige Schadstoffe ausstossen und diese der Umwelt nicht so sehr schaden , wir die Fahrzeuge vor 20 Jahren,oder welch ihr noch benutzt,lieber ein fliessender Verkehr als durch Geschwindigkeitsbegrenzungen Staus verursachen.Liebe Grüne kauft euch eine einsame Insel und zieht euch da zurück und lebt weiter wie Einsiedler, lasst uns endlich in Ruhe.
      Ihr tragt am meisten Schuld, am ganzen Schlamasel in Bozen und im ganzen Land.

    • bernhart

      Überlegt euch wer bezahlt die Steuern??
      Ohne Verkehr keine Wirtschaft, ohne Wirtschaft keine Arbeit , ohne Arbeit keine Steuern,ohne Steuer bekommt ihr kein Gehalt.
      Dann brauchen wir auch die LANDESRGIERUNG UND EUCH gRÜNE NICHT MEHR:

      • Natürlich

        In Irland, der Niederlande und der Schweiz gibt es auf Landstraßen ein Tempolimit von 80 km/h und auf Autobahnen ein Tempolimit von 120 km/h.
        Sieh mal einer an: Die Wirtschaft ist dort nicht zusammengebrochen.

    • Garuda

      Immer wieder dieser grüne Mief.

      An diesem Sonntag wird der Showdown in Wien eine Politlawine auslösen und die arrogante Vassilakou so wie sie sich am Montag in der Diskussionsrunde gegeben hat, ganz schön blöd aus der Wäsche schauen.

      Aber selber Schuld, wenn ein grüner Stadtrat öffentlich bekennt, dass er nicht im Geringsten Mitleid habe mit Autolenkern im Stau.

      Also inkonsistenteren Polithaufen als die Grünen kenne ich Gott Lob keinen.

      • Natürlich

        Immer wieder dieser Mief vom Benutzer namens Garuda.

        Möglichst alle Autos rein in dicht bevölkerte Städte. Platz gibt es da ja reichlich und die Luft ist da noch viel zu gut. Da müssen unbedingt noch ein paar Schadstoffe rein, damit die Luft gut schmeckt.

        Alle Leute, die aufgrund von Autoabgasen an Atemwegerkrankungen leiden, dürfen sich herzlich beim Benutzer namens Garuda bei seinem Kampf für eine möglichst autofreundliche Welt bedanken.

    • Alex

      Jedem Gegner von Maßnahmen zum Lärm- und Gesundheitsschutz (besonders bernhart und Garuda) eine Autobahn vor die Tür!

      Die werden dann schnurstracks ihre Meinung ändern.

      • Garuda

        @Alex

        Sicher nicht. Das zeigt nur wie weltfremd du mit deiner grünen Brille bist.

        Alles Märchen und die dazu passenden Unheilspropheten.

        Oder tut dir auch kein Autolenkern im Stau leid?

        • Alex

          An Garuda

          Leute, die direkt neben der Brennerautobahn ein Haus besitzen, suchen dringend Käufer. Du wärst der ideale Kandidat dafür.

          Ich habe mehr Mitleid mit den getöteten bzw. verletzten Leute wegen erhöhter Geschwindigkeit auf der Straße und mit den Leuten, die täglich den Schadstoffcocktail einatmen müssen. Gesundheit geht vor Zeit.

          • Garuda

            @Alex

            Alles unbewiesene Behauptungen. So wie es in den 80er Jahren den verbreiteten Stuss gab, dass es in 30 Jahren keinen Wald mehr in den Alpen und in den Tropen gebe.

            Die Zeit straft diese Grünen Lügen.

            • Garuda

              @Alex

              Ja super, was du unter einem wissenschaftlichen Beweis verstehst.

              Nur interessant, dass du mit keinem einzigen Argument belegen kannst, was gewesen wäre, wenn diese Leute nicht neben der Autobahn gewohnt hätten.

              Also alles hätte hätte, Fahrradkette.

              Aber bei manch einem Tölpel scheint irgendwelches Gequatsche schon als wissenschaftlicher Beweis.

            • Alex

              An Garuda:

              Ich behauptete: Leute, die direkt neben der Brennerautobahn ein Haus besitzen, suchen dringend Käufer.

              Diesen Beweis habe ich erbracht.

            • Garuda

              @Alex

              Gar kein Beweis. Auch in Meran und Bozen und Brixen und sonst irgendwo suchen Haus- oder Wohnungsbesitzer Käufer und sie finden Sie nicht.

              Könnte es an den überteuerten Preise liegen?.

              Da lachen ja die Hühner, wenn Wohnraum in Südtirol als Provinznest dreifach höhere Wohnungswesen hat als Wien oder Berlin.

              Soviel zu deinem Beweis!

            • Alex

              An Garuda

              Der gesamte Artikel handelt von der Belastung durch die darüber liegende Brennerautobahn. Außerdem wird geschrieben, dass die Frau das Haus verkaufen möchte, aber keinen Käufer findet. Wenn du glaubst, dass die Frau das Haus aus anderen Gründen als die darüber liegende Brennerautobahn verkaufen will und es deswegen nicht schafft, dann bist du ein Ignorant. Ich bin überzeugt, dass die Frau das Haus immer noch verkaufen will und ich glaube, dass du auch einen guten Preis bekommen wirst. Auf was wartest du?

              Wenn ein Haus unverkäuflich ist, dann können sehr viele Gründe das verursachen. Übertriebene Preiserwartungen, unattraktive Umgebung. Kannst du beweisen, dass beim Haus neben der Brennerautobahn der gleiche Grund entscheidend ist wie bei den Beispielen in Bozen-Meran-Brixen?

      • bernhart

        Wohne an einer Durchzugsstrasse, deshalb weiß ich , dass fliessender Verkehr besser ist als Stau.
        Und wach endlich auf.

    • Mike

      also einen größerer Schwachsinn, als Umwelt- und Lärmschutzmaßnahmen am Hubraum eines Motorrades festzumachen, ist mir noch nicht untergekommen.
      Wetten dass mein Touren Motorrad viel weniger Abgase und Lärm verursacht als der alte VW Bus meiner grünen Nachbarin.
      Wetten dass jedes Kleinmotorrad mehr Lärm verursacht als ein Maxiscooter und ebensoviel verbraucht.

      Liebe Grüne, sobald es nur mehr Elektroautos gibt wird es für euch besonders gefährlich, also Vorsicht wenn ihr beim Frösche über die Straße tragen die Fahrbahn betretet und die herannahenden Fahrzeuge nicht mehr hört! 🙂

    • Patrick

      Weniger Motorräder auf unseren Straßen bedeuten weniger Tote auf unseren Straßen.

    • Luis

      Tödliche Verkehrsunfälle in Südtirol? Jährlich, etwa 40 bis 45 und 1500 bis 2.000 Verletzte.

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