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    Bestpreis, ade

    Bestpreis, ade

    Das Parlament in Rom sagt der Bestpreisklausel auf Buchungsportalen den Kampf an – ganz zur Freude von Daniel Alfreider.

    Am Dienstag hat sich die Abgeordnetenkammer mit dem Gesetzentwurf “Concorrenza” auseinandergesetzt. „Durch Unterstützung des HGV und der Federalberghi auf nationaler Ebene ist es gelungen die „Bestpreis-Klausel“ auf Buchungsportalen zu löschen“, so der SVP-Fraktionssprecher in Rom Daniel Alfreider im Namen der Kollegen Gebhard, Plangger, Schullian und Ottobre.

    „Die Buchungsportale sind von großem Nutzen, sowohl für den Kunden als auch für den Anbieter”, erklärt der SVP – Abgeordnete Daniel Alfreider, “doch sie haben eindeutig ihre Marktposition missbraucht, indem sie den Beherbergungsbetrieben wie Hotels, Pensionen, sowie Zimmervermietern eine hohe Provision aufzwingen und sogar die Preisbildung durch eine „Bestprice“ – Klausel beeinflussen. Was im ersten Moment als Verbraucherfreundlich scheinen könnte, kann sich schnell zum Negativen wenden, denn in den Vertragsbedingungen gefangen, sehen sich viele Betriebe gezwungen, Provisionen und Stornierungsmöglichkeiten im Endpreis zu akzeptieren.”

    “Mit dem Gesetzentwurf wollen wir einen freien Markt ermöglichen, in dem sich die Betriebe frei fühlen können die Preise nach den herkömmlichen Marktregeln zu bilden und sich in der Konkurrenz ebenso frei zu bewegen”, so begründet Daniel Alfreider die Zustimmung der SVP – Abgeordneten zur Gesetzesänderung. “Vor allem auch deshalb, weil die größten Buchungsportale ihren Steuersitz im Ausland haben, was vor allem in Italien verheerende Auswirkungen auf die Investitionen mit sich bringt”.

    „Wir danken dem Präsidenten Manfred Pinzger und dem gesamten HGV für die wertvolle Arbeit und Unterstützung über Federalberghi. Jetzt muss das Gesetzentwurf noch durch den Senat um endgültig verabschiedet zu werden“, so Daniel Alfreider im Namen der Abgeordneten Gebhard, Schullian, Plangger, Ottobre und Marguerettaz, die alle den Abänderungsantrag unterzeichnet und unterstütz haben.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (31)

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    • Honecker

      aha… unternehmerfreundluch aber nicht kundenfreundlich.
      danke svp

      gestern in der tagesschau hat der alfreider ja extrem rumgestottert als er das erklären wollte…

      • WM

        In einer Marktwirtschaft sind Anbieter und Kunde zugleich Gegenspieler und Partner.
        Alfreider hat herumgestottert, da er die Sache ganz offensichtlich selber nicht verstanden hatte (peinlich!).
        Weiter unten habe ich geschrieben, wie ich die Problematik verstehe.

    • docholly

      Was soll das ganze Wichtigmachen?? Angebot und Nachfrage regeln den freien Markt, kein Unternehmer ist gezwungen sich mit Buchungsportalen einzulassen, wenn ihm die Bedingungen nicht passen. Aber über Buchungsportale Gäste anlocken wäre halt doch schön……
      „La botte piena e la moglie ubriaca“ – das spielt halt in einer freien Marktwirtschaft nicht, und das ist auch gut so

    • Honecker

      und was soll der satz:
      „Was im ersten Moment als Verbraucherfreundlich scheinen könnte, kann sich schnell zum Negativen wenden, denn in den Vertragsbedingungen gefangen, sehen sich viele Betriebe gezwungen, Provisionen und Stornierungsmöglichkeiten im Endpreis zu akzeptieren.”

      mich als verbraucher interessiern die konditionen, die das hotel mit booking hat, einen sch@@ssdreck.
      ich will die beste leistung zum güstigsten preis.

    • WM

      Wir leben in einer Welt der zunehmenden Wegelagererei!
      Preise und Kosten haben nichts mehr mit Aufwand oder Verdienst zu tun, sie sind ein unabhängig Ding geworden. Alles ist Markt.
      Die Buchungsportale geben sich als Vermittler, also Dienstleister aus, sie nutzen aber ihre Position, um aus den Informationen, die ihnen Anbieter und Kunden gratis geben, maximalen Profit zu schlagen und sie maximieren ihren Profit bis sie den letzten Blutstropfen ausgesaugt haben – sie sind Raubritter.

      • WM

        … und @Honecker:
        wer gibt dem Betrieb das, was die „Vermittler“ aus ihm heraussaugen?
        Wir sind das; wir als immer mehr ausgebeutete Arbeitnehmer und wir als Kunden, die dann nicht mehr die „beste Leistung“, sondern die gerade noch lieferbare Leistung kriegen.
        Ich will nicht „die beste Leistung zum günstigsten Preis“,
        sondern die erwartete Leistung zu einem gerechten Preis!

    • Honecker

      also ich hab nur gute erfahrungen mit booking gemacht.

    • Honecker

      wenn ich ehrlich bin, vertraue ich eher booking. com
      als einem raffgierigen Pinzger oder diversen Gadertaler Hoteliers.

    • Andreas

      @Honecker
      Spätestens wenn in dem Sektor, in welchem Du Dein Geld verdienst, sich ähnliche Halsabschneider wie Booking tummeln, wirst Du Deine Meinung ändern.
      Booking hat eine zu große Marktmacht und nutzt diese gnadenlos aus, um die eigenen Rendite zu erhöhen.
      Sie kassieren 12-15% Provision für was eigentlich?
      Ich schau immer auf Booking ob Zimmer frei sind, ruf dann an, buche direkt und zahle den Bookingpreis.
      Mir ist lieber der Hotelier geht die 12-15% versaufen, als dass sie Booking kriegt.

      • roadrunner

        Mach das auch immer so. Bei den kleinen hotels fallen provisionen um 15% an. Vein den großen bis 60%!

        • Andreas

          Von den 60% hab ich noch nie gehört, bis 25% ja, aber nie direkt von einem Hotelier der es wirklich zahlt. Die waren alle um die 15%.
          Sind das die Hotelketten?

          • Senoner

            Bei uns sind es „nur“ 12% bis 15%.

            Am Gardasee sind es aber bis zu 25% – dort können sich die Hotels nicht wehren, da sie keine starken Tourismusverbände haben mit eigenem Portal wo man buchen kann. Wer am Gardasee nicht bei booking.com inseriert, hat leere Betten.

            Die Best-Preis-Klausel zu verbieten ist daher für manche Hotels überlebenswichtig. Hoffentlich geht das Gesetz bald durch.

            • Andreas

              Für die Hotels am Gardasee und auch Madonna di Campiglio ist Internet noch Neuland, wie Merkel so schön zu sagen pflegt 🙂
              Dass diese in Schwierigkeiten kommen, war vorhersehbar, Werbung machen sie so gut wie keine. Vielleicht sollten sie ihre Zahlungsmoral mal überdenken, dann gebe es genug Südtiroler, welcher Ihnen erfolgreiche Strategien verkaufen könnten.

    • Arnold

      Leben und leben lassen Leute!

    • Honecker

      Andreas, was hältst du dann vom hgv, der für booking südtirol eine provision von 9% verlangt:
      http://www.hgv.it
      Für alle Buchungen, die nun über „Booking Südtirol“, das Buchungsportal für Südtiroler Beherbergungsbetriebe eingehen, werden neun Prozent Provision verrechnet

      ich fasse zusammen:
      die südtiroler hoteliers sind gegen 12% Provision auf einer professionelen buchungsmaschine,
      verlangen aber selber für ihre billige, kaum finktionierende kopie 9% provvision.
      aha.
      sehr kohärent.

      schlaue Hoteliers bieten die billigen Zimmer über booking an und verkaufen die teuren selbst.

    • Honecker

      nicht nur dass geld verbraten wird.
      der pinzger wettert gegen booking, betreibt aber selber genau dasselbe…

      wenn wir ehrlich sind ist es wie beim kaufhaus bozen: es geht nicht im die sache an sich, es feht darum, dass man unliebe bewerber vom markt drängen will. (weil mans auf dem freien markt alleine nicht schafft).

    • Garuda

      Typisch Italien. Ganz im Sinne von Alfreider und Pinzger werden antiliberale Marktmechanismen als Liberalisierung verkauft.

      Mein Gott, sind diese beiden Herren so doof oder tun sie nur so, denn jede Hausfrau erkennt, dass hier freier Markt abgewürgt wird im rückständigen Italien und genau diese Dinge seit Jahrzehnten die italienische Wirtschaft lähmen, weil es eben keinen liberalen Markt in Italien gibt.

      Denn 1. Ist jeder Hotelier frei , sich solchen Portalen anzubieten und 2. Hat jeder, der sich sich dort nicht anbietet, Futterneid jenen gegenüber, die auf den Portalen ihre Unterkünfte anbieten.

      Hier geht es also eindeutig um Lobbyismus im Sinne eine unreifen Marktstruktur.

      Danke Herr Pinzger und Danke Herr Onorevole.

      • Garuda

        Im Sinne eines unfreien Marktes.

      • guy fawkes

        ….sehe ich auch so.
        Und seien wir mal ehrlich: wie kann ich von einem Vermittler (=Buchungsportal) verlangen dass er mein Produkt auf seiner Plattform (also auf seine Kosten) zu einem von mir vorgegebenen Preis anbietet, während ich dasselbe Produkt selbst zu einem geringeren Preis anbiete? Wenn ich mit der Bestpreis-Klausel nicht einverstanden bin, wird er wenig Interesse haben mich in seinem Katalog zu führen. Die Buchungsportale werden ja deshalb so stark genutzt weil der Kunde eben eine bestimmte Gewissheit hat, dass er nicht übervorteilt wird; der Hotellier hätte natürlich lieber die „herkömmlichen Marktregeln“ die es ihm erlauben bei einigen Kunden „etwas draufzuschlagen“. Wenn das wegfällt kann man gleich das Buchungsportal abschaffen/verbieten – sehr weltoffen und fortschrittlich!

        • Andreas

          Du täuschst Dich.
          Erstens wurde die Klausel in Deutschland schon von einem Gericht verboten und zweitens sind die 15% fürs Portal vom Hotelier zu bezahlen. So einfach ist die Sache dann doch nicht. Nebenbei ist es heutzutage schwierig, dass Dich ein Hoteluer übervorteilt, da fast alle die Preise auf ihrer Webseite haben, transparenter geht’s eigentlich nicht.
          Solche Plattformen, zu welchen ich auch Amazon zãhle, welche die Lieferanten durch ihre Marktmacht an den Rande des Ruins treiben, sollte man eigentlich zerschlagen.

          • Garuda

            @Andreas

            Dein Wunsch nach Zerschlagung von Amazon erklärt auch dein gestörtes Verhältnis zu Benko.

            Klar magst du Benko nicht, weil dies die Sahne vom Kuchen des Bozner Laubenkönige nimmt. Preiswettbewerb ist Gift für Oligarchen. Nur blöd, dass aber letztlich der Kunde von dem allen Profitiert und nicht mehr einer allein den Preis diktieren kann.

            • Andreas

              Ach Garuda, mit Dir über Wirtschaft zu diskutieren macht nicht wirklich Sinn.
              Anscheinend warst Du noch nie in Verkauf oder Produktion tätig, denn sonst würdest Du es etwas anders sehen.
              Ich habe kein gestörtes Verhältnis zu Benko, ich habe nämlich gar keines zu oder mit ihm.

              Amazon drückt die Preise der Lieferanten und der Lieferanten drückt die Gehälter der Angestellten um kostendeckend zu arbeiten, welche letztendlich die Amazonkunden sind und so gezwungen sind, immer das noch Billigere zu suchen.
              Eine unsinnige Spirale wo es nur Verlieren gibt, außer Amazon, welches immer größer wird und noch niedrigere Preise aufdiktieren kann, kapiert?
              Nix gut diese Entwicklung. 🙂

            • Garuda

              @Andreas

              Das beweist nur deine Philie für die Laubenkönige.

              Trotz überteuerter Produkte und Preise zahlen die keinen Cent mehr an ihre Angestellten als Amazon und andere , die in Deutschland mittlerweile einen Mindestlohn von 8.50 zahlen müssen. Viele Verkäuferinnen der LaubenKönige können nur von solchen Löhnen träumen. Denkmal daran, was eine 40h Woche denen mit vier Arbeitswochen für Gehälter bescheren würde. Da könnte sich so manche von Ihnen den Einkauf bei deren Arbeitgeber dann vielleicht leisten. Ansonsten sind sie gezwungen, nach den billigsten Angeboten im Netz zu suchen, was ihnen dann auch noch materiell zu Gute kommt.

              Welche Schizophrenie müssen solche Angestellte jeden Tag erdulden, wenn sie den Kunden ein überteuerten Produkt verkaufen müssen, obwohl sie wissen, dass es im Internet um die Hälfte zu haben wäre.

              Aber sorry, nur du verstehst etwas von Wirtschaft und ich bin nur dummer Laie.

          • guy fawkes

            Klar zahlt die 15% fürs Portal der Hotelier – so was nennt man „Vertriebskosten“. Dafür spart er sich halt die Anzeige in der „Bunte“ oder „Neue Post“ (wenn es die Blätter überhaupt noch gibt….).
            Prinzipiell gebe ich dir mit deiner kritischen Haltung gegenüber amazon & co aber gerne Recht.

    • Mabe

      Viele verstehen nicht dass es nicht das selbe Produkt ist…
      Wenn ein Hotel sein Zimmer auf das Buchungsportal mit kostenloser Stornierung stellt ist das ein Produkt. Wenn das Hotel das Zimmer auf seiner Internetseite verkauft und dafür eine Anzahlung einhebt ist wieder ein anderes Produkt. Nur dass viele schlaue Hotels das Zimmer mit der kostenlosen Stornierung auf dem Portal teurer verkaufen als auf seiner Seite. Das heist das sich das Hotel die „kostenlose Stornierung“ vom Gast zahlen lässt, und das zu recht. Und die die online gebucht haben glauben sie haben den besten Preis…. Und so schnell hat der Gast auf einmal kein Schnäppchen mehr gemacht. Deshalb ist besser auf Portalen nur suchen und dann direkt buchen.

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