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Neuer Gastkurator im Museion

Francesco Vezzoli, FRANCESCO BY FRANCESCO: BEFORE & AFTER (Foto: Francesco Scavullo)

Francesco Vezzoli, FRANCESCO BY FRANCESCO: BEFORE & AFTER (Foto: Francesco Scavullo)

Francesco Vezzoli ist der Gastkurator des Jahres 2016 im Museion für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen. Am 29. Januar wird der Künstler dort das neue Ausstellungsjahr mit zwei Projekten eröffnen.

Als Gastkurator setzt sich Vezzoli mit der Sammlung Museion auseinander. Als Künstler stellt er die erste Retrospektive seines bildhauerischen Werks vor. Beide Projekte tragen den Titel „Museum Museion“ und bespielen alle Ausstellungsräume des Hauses. Francesco Vezzoli (Brescia, 1971) ist einer der international angesehensten italienischen Künstler. Ironisch und exzentrisch verwebt er in seinen Arbeiten Vergangenheit und Gegenwart. Ob es sich um die Pop-Kultur, das internationale Starsystem oder das „System Kunstgeschichte“ handelt – der anarchische Vezzoli liebt die Dekonstruktion und die von innen ausgehende Sprengung von Systemen.

In Bozen stellt er in seiner Eigenschaft als Kurator die erste thematische Präsentation der Sammlung Museion vor und setzt diese in Beziehung zu Meisterwerken der Kunstgeschichte. „Wir stellen Francesco Vezzoli unser Haus zur Verfügung und setzen damit ein unmissverständliches Zeichen, das die Bereitschaft, uns selbst zu hinterfragen und einzubringen unterstreicht. Indem er unsere Sammlung mit der Vergangenheit verkoppelt, entdeckt Vezzoli nicht nur ganz neue Lesarten für diese Arbeiten – er befasst sich auch mit offenen und verborgenen Bezügen in der Kunst und mit überholten Interpretationsrastern“, erklärt die Direktorin des Museion Letizia Ragaglia.

Francesco Vezzoli ist der vierte Gastkurator im Museion und gestaltet damit – wie seine Vorgängerinnen und Vorgänger – eine Themenausstellung. Seit 2012 übernahmen diese Aufgabe der aktuelle Leiter der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Rein Wolfs, die chinesischen Kuratoren und Kritiker Carol Yinghua Lu und Liu Ding sowie der Direktor des Contemporary Art Center in Bretigny (Frankreich), Pierre Bal-Blanc, der auch dem Kuratorenteam der documenta 14 angehört.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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