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    „Ich bin ausgerastet“

    Der Angeklagte mit seinem Anwalt (Screenshot: SWR)

    Der Angeklagte mit seinem Anwalt (Screenshot: SWR)

    Der Mord an einer 25-jährigen Frau aus dem Trentino in Karlsruhe steht nach 28 Jahren vor der Aufklärung. Die Hintergründe.

    Der mutmaßliche „Hardtwald-Mörder“ hat vor dem Landgericht Karlsruhe zugegeben, im Sommer 1987 eine junge Eisverkäuferin getötet zu haben. Der 48-Jährige hatte sich im Februar dieses Jahres selbst gestellt.

    Die Last war offenbar zu schwer. „Ich habe es nicht mehr ausgehalten“, sagte der Angeklagte am Dienstag zu Prozessbeginn in Karlsruhe.

    Der 48-Jährige blieb auch vor dem Karlsruher Landgericht bei der Aussage, die er bereits im Februar dieses Jahres  gemacht hatte, als er sich in der Schweiz selbst anzeigte.

    So schildert der SWR die Fakten:

     

    Am 21. Juni 1987 habe ihn die damals 25-jährige Antonella Bazzanella auf einer Bank in einem Karlsruher Waldstück angesprochen und nach Pferden gefragt. Dann sei die Italienerin weggefahren. Er habe sie kurz darauf mit seinem Fahrrad verfolgt, eingeholt und von ihrem Rad gerissen, weil er mit ihr schlafen wollte.

    „Sie hat mich beschimpft, dann bin ich ausgerastet.“

    Er habe die Frau mit seinen Händen gewürgt und sie misshandelt.

    Die Tote wurde einen Tag später von Spaziergängern gefunden, sexuell missbraucht und erdrosselt.

    Trotz aufwendiger Suche und Hunderten von Hinweisen wurde ihr Peiniger nie gefunden, obwohl die Polizei von einem schnellen Fahndungserfolg ausgegangen war: Im nahe gelegenen Wildparkstadion hatte zur Tatzeit ein Konzert mit Tina Turner stattgefunden und mehrere Zeugen hatten in der Nähe des Waldstücks einen jungen Mann gesehen.

    Doch weder ein Phantombild noch die Hinweise oder die hohe Belohnung von damals 15.000 Mark hatten zu dem Täter geführt.

    Die junge Frau war erst kurz vor der Tat nach Deutschland gekommen, um in einem Eiscafe im Stadtteil Durlach als Bedienung auszuhelfen.

    Der Angeklagte war 20 Jahre alt, als er die Frau tötete.

    Ob für ihn deshalb das Jugendstrafrecht angewendet wird, soll im Rahmen der Urteilsverkündung bestimmt werden. Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage angesetzt, das Urteil wird – immer laut SWR – am 16. Oktober erwartet.

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    Kommentare (2)

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    • Wusler

      Sollen wir jetzt mit diesem eiskalten Mörder Mitleid haben oder was?

      Ab ins Gefängnis die letzten Lebensjahre dann kann er darüber nachdenken, diese Hanswurst! Aber ohne Flatscreen, Arbeit -bzw. Verdienstmöglichkeit, wöchentlicher Sex usw. auf Kosten der Steuerzahler. In Haft bei Brot und Wasser.

      Es ist eine Straftat die er begangen hat und das soll keine Berechtigung für bezahlten Urlaub sein!

      ..und verschont die Bevölkerung mit Details seines ach so schwierigen Lebens, die dann gegebenenfalls einen bestialischen Mord rechtfertigen.

      Tätergesellschaft elendige!

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