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    Der Speck-Streit

    In einem Strafverfahren am Landesgericht wird über den „richtigen“ Speck gestritten. Die Hintergründe.
     
    Von Thomas Vikoler

    So etwa kam bereits bei den alten Römern vor. Ein Lebensmittelhändler, der seinen benachbarten Konkurrenten anzeigt.

    In diesem Fall beim Südtiroler Speckkonsortium. Der Fall landete schließlich bei der Staatsanwaltschaft, die Ermittlungen wegen Handelsbetrug und „Verkauf von gewerblichen Erzeugnissen mit irreführenden Bezeichnungen“ aufnahm.

    Sie richtet sich gegen den Betreiber eines Wurststandes am Bozner Obstmarkt, der anlässlich des Christkindlmarkts 2012 in einem Korb in Zellophan verpackten Speck anbot – im Korb lag ein Täfelchen mit der Aufschrift IGP. Die Kunden mussten also davon ausgehen, dass sie Schutzmarke-Speck mit dem Stempel des Südtiroler Speckkonsortiums kauften, was aber nicht stimmte.

    Der angezeigte Wurstverkäufer räumte im laufenden Strafprozess am Landesgericht ein, dass ihm an jenem verkaufsreichen Tag der Speck mit Herkunftsbezeichnung ausgegangen sei. Er habe den Korb mit anonymem Speck ersetzt – allerdings vergessen, das IGP-Täfelchen zu entfernen.

    Also: Kein Betrugsvorsatz, sondern lediglich ein Versehen.

    Der Angeklagte, der zuvor ein Strafdekret der Staatsanwalt angefochten hat, verweist zudem darauf, dass kein Preisunterschied zwischen Schutzmarke-Speck und anonymen Speck bestehe. Dazu wurden gestern am Landesgericht von Richter Carlo Busato mehrere Zeugen, darunter die Verkäuferin des Wurststandes, angehört. Auf der nächsten Verhandlung angehört werden soll auch Michael Desaler, damaliger Direktor des Speck-Konsortiums.

    Dieses würde sich über einen Schuldspruch sicherlich nicht ärgern.

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    Kommentare (28)

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    • Tiroler

      Wie geht das eigentlich? Bei IGP kommen die Schweine aus Holland und stinken nach Fischmehl und nicht IGP heisst die Schweine kommen aus China? Was würde ich für einen echten südtiroler Speck geben, so wie früher, wo auch das Schwein aus Südtirol kam und schön mit Fett durchzogen war, geselcht mit Kranebitten….kein Vergleich zum heutigen IGP aus Fischmehlschweinen mit Buchenholz geraucht…schade

      • Fritz

        Hallo Tiroler,
        probier doch mal den Laden „Stubenfein“ in Bozen. 2 junge Burschen, die persönlich zu versch. Bauern gefahren sind, um die Produkte auszusuchen, die sie in ihrem Geschäft verkaufen. Unter anderem Speck von einem der wenigen Bauern, die noch selber Schweine züchten.

      • martin

        Diese Schweine werden gemästet. Am Ende der Mast kommen sie in ein Kohlendioxyd Tauchbad. Die Schweine werden zu Hauff im Käfig etwa zwei Meter tiefer hinabgelassen, wo sich das Kohlendioxid gesammelt hat.
        Die Schweine ersticken erbärmlich, recken die Schnauzen in die Höhe, qieken minuten lang, zappeln, beissen sich. Einige leben noch, wenn ihnen dann die Kehle durchgeschnitten wird und schreien stumm weiter. Solltet ihr euch mal ansehen. Auf youtube etwa. Das ist die humane Tötungsweise für Südtiroler Speck.

        • Andreas

          Aha, Du kennst die Tötungsart von allen 5 Millionen Schweinen 🙂

          • Roberto

            …….. es sind 350 Mio Schweine pro Jahr in ganz Europa, die erbärmlich in den Elendsfabriken massakriert werden.

            … wünsche guten Appetit beim Speckfestival – Speck essen zu Spass

            • martin

              Gewisse Leute denken, ihr Speck wächst auf dem Baum 😀
              Ja, Andreas, aber einige sterben auch vorher am Herzinfarkt. Die Tiere sind so hochgezüchtet, nervös und voll Adrenalin, dass das Zufallen einer Tür fürs vorzeitige Ableben sorgt. Der Konsument isst all diese Angsthormone ect. mit. Guten Appetit.

            • Mann

              Ja, daher kommt der Spruch armes Schwein.
              Martin, kannst du den link zum Kohlendioxyd Tauchbad senden? Würde mir den Film gerne ansehen.

            • martin

              @Mann
              Gib genau diesen Begriff ins WWW ein….

    • Mann

      Gerade gesehen. Man macht es jetzt aber mit 98% Helium, wie man im Film sieht. Das kann das Schwein schon asuhalten.

      https://www.youtube.com/watch?v=vVfUAL7R

      • martin

        Dann hast du den Film nicht zu ende gesehen…es ist genau umgekehrt. Helium ist zu teuer. Fleisch soll billig sein

      • Walter Mair

        @Mann
        Was man den Tieren zumutet, sollte auch der Mensch einmal miterleben müssen! Ganz gleich, ob es mit Helium oder CO2 oder sonst eine perverse Art des Tötens ins Jenseits befördert! . Fakt ist, dass das Schwein nicht auf „natürlichem Schlacht-Weg“, wie es unsere Altvordern getätigt haben. „Humanitäre Schlachtung“? So wie es bei Menschen auf der ganzen Welt vollzogen wird? Das Einzige, was ICH nicht aushalten kann sind solche Kommentare , die keinerlei Feingefühl erkennen lassen! Dass ein Tier ein Tier bleibt,ist mir schon klar! Das berechtigt uns nicht zu solchen Methoden zu greifen! Na dann Mahlzeit!!

        • Walter Mair

          PS. Ich war so zornig, dass ich,wegen des Kommentars des“all zu menschlichen“ @Manne(s)“ einige unvollendete Sätze ins Portal gestellt habe. Sorry. Meine Meinung über diesen „Herrn“ ändere ich trotzdem nicht!! Er ist und bleibt für mich ein Depp!! 🙂

          • Andreas

            … “natürlichem Schlacht-Weg”, wie es unsere Altvordern getätigt haben.“

            Du meinst also mit einem Holzknüppel dem Schwein den Schädel einschlagen und dem Schwein nachlaufen, wenn es nicht gleich tot ist, so wie es unsere Vorfahren gemacht haben?
            Da gab es manchmal recht lustige Verfolgungsjagden, manchmal sogar umgekehrt, die Sau lief dem Metzger nach, dass war dann immer ein Spaß als wir zusehen durften. So eine Sau mit halb eingeschlagenen Schädel kann verdammt schnell sein und lange leben. 🙂

            • martin

              Und du hast dir dabei vor Angst in die Hosen geprunzt. Wie lang hattest du danach noch Alpträume?
              Weisst du, den Tod ereilen nicht nur die Tiere. Ich wünsche dir eine gute Sterbestunde. Ohne Ironie, ganz ehrlich wünsche ich dir die von Herzen.

            • Andreas

              Überhaupt nicht, wir schlossen anfangs immer Wetten ab, wer gewinnt, bis wir drauf kamen, dass der Metzger immer das größere Durchhaltevermögen hat. 🙁
              Nach dem 10 mal dem Schwein auf den Kopf zu schlagen, war dieses dann meistens tot, wurde auf den Baum gehängt, ein Kübel drunter gestellt um das Blut, welches aus dem Stich in den Hals kam, aufzufangen.

              Was war das damals noch für eine lustige Zeit, als es noch keine Grüne und Moralapostel gab.

            • martin

              Na, du bist aber ein lustiger Geselle. Geht dir die Brutalität ab? Nicht, dass du auf einmal einen Drang verspürst. Hoffentlich ist dann kein Mensch in der Nähe.
              Leute, die so etwas lustig finden sind auf alle Fälle ein Fall für die Klapsmühle.

    • Snake Pliessken

      @Tiroler
      Da gibt’s einen alten Witz:
      „Sagt der Carabinieri-Maresciallo: Das versteh ich nicht, da kommen die Schweine aus Holland und ein paar Monate später sind sie echt Südtiroler Speck. Ich bin jetzt zwar schon 10 Jahre hier, aber immer noch ein Walscher Fock“.

    • Jennifer

      Soweit kommts noch dass wir Südtiroler kein Schweinefleisch mehr essen. Die Muselmanen sind eindeutig im Vormarsch. Dem Land Tirol und dem (Holland)Speck die Treue!!!

      • Yannis

        @Jennifer,
        Die Muselmanen, schneiden den Schlachtvieh ganz ungeniert einfach bei VOLLEN BEWUSSTSEIN den Hals durch und das hält auch deren GOTT für die humanste Methode ein Tier zu töten.
        Zum Glück mögen sie das „Schweinerne“ nicht, so bleibt diese Tötungsmethode wenigstens den Schweinen erspart !

    • Mann

      Arme Schweine grunz grunz. Der Martin und der Walter Mair vernaschen wahrscheinlich nur Marzipanschweinchen, denn dann brauchen sie kein schlechtes Gewissen zu haben. ups, schon 12.45. Es wird Zeit ein gutes Speckbrot mit Gurkerl zu verspeisen. Keine Angst ihr Grasfresser, bei der Schlachtung von diesem Schweinderl war ich persònlich anwesend. Ich kann euch versichern, die Sau hat nicht gelitten. Nach fachgerechter Betäubung, wurde der Schnitt in die Halsschlagader sauber ausgeführt. Innerhalb weniger Minuten hat sie wahrscheinlich ihr kurzes Leben vorbeiziehen sehen und sitzt jetzt wohl auf Wolke 7 im Schweinehimmel.

    • Mann

      Danke, ich dir dein Gras auch

    • Mann

      @Andreas. Ja stimmt und ich habe es auch nicht übers Herz gebracht sie zwischen meinen Zähnen zu zermalmen. Armes Gurkerl, hat sich so wohl gefühlt eingebettet zwischen 20 dkg weichen, geschmackvollen speck

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