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    Marias Doppelpass

    Marias Doppelpass

    Maria Hochgruber Kuenzer spricht sich klar für die doppelte Staatsbürgerschaft aus: Diese sei ein zusätzlicher Sicherheitsgarant für Südtirols Autonomie.

    Der raue Wind aus Rom, die zunehmende Feindseligkeit gegenüber der Sonderautonomie Südtirols und die unlängst stattgefundene Aussprache mit dem Südtirol-Unterausschuss im österreichischen Parlament nimmt Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer zum Anlass, auf die große Bedeutung der doppelte Staatsbürgerschaft hinzuweisen.

    Rechtsexperten hatten beim Zusammentreffen zwischen den Mitgliedern des Südtirol-Unterausschusses und den Vertretern des Südtiroler Landtages versichert, dass die doppelte Staatsbürgerschaft für die Rechte der Südtiroler eine sehr starke Absicherung bedeuten würde.

    „Es gibt auch keine verfassungsrechtlichen oder juridischen Bedenken“, betont Landtagsabgeordnete Maria Kuenzer. „Die doppelte Staatsbürgerschaft ist möglich! Und nach Meinung der Rechtsexperten würde sie Südtirol – neben unserer Autonomie – einen beträchtlichen Sicherheitsbonus bringen“. Südtirols Autonomie sei zwar international verankert und könne nicht zurückgenommen werden. Doch als Staatsbürger eines zweiten Landes würden die Südtirolerinnen und Südtiroler einen zusätzlichen Schutz bauen können.

    „Vor allem in diesen Zeiten, in denen wir unsere Autonomie ständig verteidigen müssen. Die Tatsache, dass Senator Francesco Palermo auf den Alarmknopf drückt, sollte uns als Warnung reichen“, unterstreicht Hochgruber Kuenzer. Unmissverständlich habe Palermo in einem Kommentar verlauten lassen, dass Südtirol stets als privilegiert bezeichnet werde und dass es immer schwieriger werde, Sonderregelungen zu erreichen. Es brauche vermehrt handfeste Argumente, um den Sonderstatus Südtirols zu rechtfertigen.

    Maria Kuenzer legt Wert darauf, dass die Diskussion zur doppelten Staatsbürgerschaft auf jeden Fall weitergeführt werden müsse. Diese sei für Südtirol ein Gewinn – auch im Hinblick auf die zentralistische Verfassungsreform Italiens. „Mit der doppelten Staatsbürgerschaft signalisieren wir Rom, dass wir mehr sind, als eine normale Provinz im Norden des Staates, die eine Sonderstellung genießt. Wir würden damit auch ein geschichtliches Signal setzen“, ist Kuenzer sicher. Die doppelte Staatsbürgerschaft wird deshalb auch beim geplanten Gegenbesuch des Südtirol-Unterausschusses in Südtirol zentrales Thema sein.

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    Kommentare (14)

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    • Besorgter Bürger

      Die Ex-Krapfengarantin (mittlerweile umgeschult zur Pasta… äh Pass-Tante) kennt sich aus: Es ist alles sicher – aber zur Sicherheit brauchen wir halt noch etwas dazu. Warum klingt unsere weltbeste Autonomie plötzlich wie ein Kernkraftwerk, das nur darauf wartet, durchzubrennen?

      • schorsch

        Wieder einmal werden Nebelwerfer eingesetzt. Die „Autonomie“ ist rechtlich gesehen international nicht verankert, basiert auf dem sogenannten „Gruber-de Gasperi-Abkommen“, über das Gruber damals selbst zunächst erklärte, daß dies kein Vertrag ist.
        Wie könnten denn auch wenige allgemeine, nebulose Zeilen den Schutz eines Volkes sicherstellen? Man wagt sich mit Klagen auch niemals vor den Internationalen Gerichtshof, weil diese schludrige Seite „Vertrag“ nicht ernstgenommen wird.
        Das einzige, was Südtirol noch in Zukunft retten wird, ist die Forderung nach einer international abgesicherten, demokratischen Volksbefragung über den politischen Status.
        Hier machen sich jedoch die Pfeffersäcke der SVP, allein beim Gedanken daran, voll in die Hose.

      • luise

        Meudele beb ano..net das sie mitn Römer verschwundn isch ,
        odo vielleicht af Weltreise .

    • helmut

      Die Frau Landtagsabgeordnete widerspricht sich selbst:

      Südtirols Autonomie sei zwar international verankert und könne nicht zurückgenommen werden.

      Doch:

      „Vor allem in diesen Zeiten, in denen wir unsere Autonomie ständig verteidigen müssen.“

      Hallo Frau Abgeordnete !!! Aufwachen !!!!!

      Was stimmt jetzt?

      Abgesichert? Oder nicht abgesichert und daher dauernd zu verteidigen?

      Und erklären Sie uns bitte, wieso der Landtag bisher keinen Beschluss fasste, Österreich offiziell um die Möglichkeit der Doppelstaatsbürgerschaft zu ersuchen.

      Haben wir es etwa hier mit einer doppelbödigen und nicht ehrlichen SVP-ÖVP-Augenauswischerei zu tun?

    • Alfons Zanardi

      Man sieht deutlich dass diese Politikerin sehr viel Tagesfreizeit haben muss.
      Ich bin dafür ihr die Pusterer Ehrenstaatsbürgerschaft samt Leitung des Konsulats in Pens lebenslang zu übertragen.
      Wofür? Damit sie endlich einen ordentlichen Job hat.

    • Helmuth

      Endlich einmal eine Politikerin der SVP die etwas tut und ordentliches sagt. Denn die anderen Politiker beweihräuchern sich und lassen sich vom eigenen Bozner Politbüro und ihren Helfershelfern und vom Familienfreund der Rai, W. Mayr in der typischer „Amigo Politik“ feiern. Gleichzeitig wird die nächste Familienfreundin, die „Volggerin“ als neue Vizebürgermeisterin von Bozen lanciert. Den Landinser hat man brutal abserviert (der ist für östereichisches Kapital und gegen die abgedroschenen Laubenhausbesitzer). Den Steger will zwar kaum jemand, außer die wenigen HDS-Sesselkleber und andere Lobbyisten, – die haben aber die Pöstchen in den Gremien gut mit ihren Mannen besetzt. Und die Durnwalders, Walchers, Brandstätters, Widmanns, Bruggers schauen zu – auch wenn sie ab und zu aufbrausen, und die verheerenden Fehler des scheinheiligen SVP-Obmannes anprangern.
      In einem solchen Schlamassel ist es nur gut, wenn eine Landtagsabgeordnete daran erinnert, dass es höhere Sachen in Südtirol gibt, die anzustreben sind. Die italophilen Lobbyisten können weiterhin mit ihren „Amici“ e „Compagni“ in Bozen, auf Kosten der deutschen und ladinischen Bevölkerung Südtirols, die tollsten Seiltanze organisieren.

    • Einereiner

      Bravo Frau Kuenzer!
      Wenigstens eine in der SVP, die nachdenkt.

    • Sabine

      Das ist wieder mal typisch für den Zick-Zack-Kurs der SVP. Stets auf Schlingerkurs, ohne klare Linie und ohne klare Ziele . U N W Ä H L B A R!!!!

    • Roman B.

      Danke Frau Kuenzer! Freut mich, dass Sie hinter der Doppelten Staatsbürgerschaft für die Südtiroler stehen!

    • martin

      A bissl dofür, a bisserl dagegen. Nicht rot, aber auch nicht braun.
      A bissl Gutmensch, aber mit gesundem Egoismus. Ein bisschen sparen, aber nicht zuviel. Für die Arbeiter, aber auch die sozial Schwachen. Total katholisch, aber aufgeklärt rational. Usw usf
      Ist für jeden was dabei, nicht?

    • Luis

      Die widerspricht sich selbst. Also zu vergessen.

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