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    Sieg der Separatisten

    Foto: gunsandburger.com

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    Ein historischer Tag für Katalonien: 5,5 Millionen Wahlberechtigte waren am Sonntag zur Abstimmung über die Unabhängigkeit von Spanien aufgerufen. Die Separatisten haben die absolute Mehrheit erreicht.

    Ein entscheidender Tag für Katalonien, Spanien und letztlich auch für Europa:

    Rund 5,5 Millionen Wahlberechtigte in Katalonien waren am Sonntag zur Stimmabgabe aufgerufen.

    Regionalpräsident Artur Mas hatte die Wahlen zum Regionalparlament zur Abstimmung über die Unabhängigkeit von Spanien erklärt.

    Der Hintergrund:

    Für den Fall eines Wahlsieges seines Parteienbündnisses kündigte Mas an, Katalonien bis 2017 in die Unabhängigkeit führen zu wollen.

    Letzten Umfragen zufolge konnten die Befürworter der Unabhängigkeit auf eine absolute Mehrheit im Regionalparlament hoffen, das heißt mit mehr als 68 der insgesamt 135 Mandate rechnen.

    Allein Mas‘ Bündnis Junts pel Sí (Zusammen für das Ja), dem auch die linksnationalistische Partei Esquerra Republicana de Catalunya (ERC, Republikanische Linke) und andere Organisationen angehören, wurden bis zu 67 Sitze vorausgesagt.

    Gegen eine Loslösung Kataloniens von Spanien sind die in Madrid regierende rechtskonservative Volkspartei (PP), die wirtschaftsliberale Partei Ciudadanos, die Sozialisten und Podemos, die spanische Schwesterorganisation der griechischen Regierungspartei Syriza.

    Im Jahr 2006 hatte sich Katalonien zur „Nation” erklärt, doch das spanische Verfassungsgericht erkannte der Region diesen Status 2010 wieder ab.

    Und: Im November 2014 verhinderte die Zentralregierung in Madrid ein Unabhängigkeitsreferendum mittels Klage vor dem Verfassungsgericht. Artur Mas reagierte mit einem Schachzug:

    Ein echtes Referendum hatte die spanische Regierung für verfassungswidrig erklärt.

    Mas setzte vorgezogene Neuwahlen an …

    +++ UPDATE 20.39 Uhr +++

    Ersten Prognosen zufolge ist aus den Regionalwahlen in Katalonien das separatistische Parteienbündnis als stärkste Kraft hervorgegangen.

    Die Allianz Junts pel Sí (Gemeinsam fürs Ja) von Regierungschef Artur Mas gewann nach einer Prognose des Senders TV3 63 bis 66 der insgesamt 135 Sitze im Parlament der nordostspanischen Region.

    Damit dürfte das Bündnis die absolute Mehrheit von 68 Mandaten zwar verfehlt haben. Allerdings könnte die Allianz bei einem Bündnis mit der separatistischen Linkspartei CUP doch noch auf eine absolute Mehrheit kommen, so analysiert Focus. de.

    Kundgebung Katalonien

    In Südtirol freut sich der Südtiroler Heimatbund über das Abstimmungsergebnis in Katalonien.

    In einer Aussendung heißt es:

    „Der Südtiroler Heimatbund ist hoch erfreut darüber, dass bei den katalanischen Regionalwahlen die Befürworter eines unabhängigen Kataloniens Wahlsieger sind und die absolute Mehrheit gewonnen haben. Die Wähler haben damit völlig demokratisch ihren Willen für den Weg in die Freiheit bekundet.

    Es liegt nun an Artur Mas und den anderen Selbstbestimmungsbefürworten, die nächsten vom Volk gewollten Schritte in die Unabhängigkeit zu setzen. Der Souverän, das Volk, hat nun dazu den Auftrag erteilt.

    Selbst die Drohung, dass ein neuer Staat Katalonien aus der EU fliegen würde, konnte den Freiheitsdrang des Volkes nicht brechen. Es wäre im Übrigen völlig unlogisch, wenn ein Staat, der im Gegensatz zu anderen Staaten der EU alle Voraussetzungen erfüllt, aus der Staatengemeinschaft ausgeschlossen würde.“

    +++ UPDATE Montag 06.30 Uhr +++

    Die „Süddeutsche Zeitung“ bewertet das Ergebnis der Wahl in Katalonien so:

    * Die Separatisten in Katalonien haben die absolute Mehrheit der Sitze in der Regionalwahl errungen, jedoch nicht einmal die Hälfte der Wählerstimmen.

    * Die Befürworter der Unabhängigkeit sehen sich in ihrem Plan einer Abspaltung von Spanien gestärkt.

    * Die in Madrid regierende konservative Volkspartei (PP) spricht den Separatisten hingegen den Sieg ab.

    Nach der Wahl sehen sich die Separatisten in ihrem Vorhaben zu einer Abspaltung der Region von Spanien bestärkt. „Wir haben gewonnen“, sagte Regierungschef Artur Mas in der Nacht zum Montag in Barcelona. Das Wahlergebnis gebe seinem Bündnis „große Legitimität“, den Prozess der Abspaltung voranzutreiben. Er zeigte sich überzeugt: „Die Katalanen haben Ja für eine Unabhängigkeit gestimmt.“

    Bei der als historisch eingestuften Wahl hatten die separatistischen Parteien insgesamt die absolute Mehrheit der Sitze im Parlament der nordostspanischen Region gewonnen. Die separatistische Allianz Junts pel Sí (Gemeinsam fürs Ja) von Mas gewann 62 der insgesamt 135 Sitze. Die ebenfalls separatistische Linkspartei CUP kam auf 10 Mandate. Die beiden Parteien erhielten aber zusammen weniger als die Hälfte der Wählerstimmen, nämlich 47,8 Prozent.

    In Kreisen der konservativen spanischen Zentralregierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy hieß es, Mas sei mit seinem separatistischen Vorhaben gescheitert. Die „Mehrheit der Katalanen“ habe gegen eine Unabhängigkeit gestimmt, sagte der Sprecher von Rajoys Volkspartei (PP), Pablo Casado. Nach diesem „Scheitern“ müsse Mas zurücktreten oder endlich im Sinne aller Katalanen regieren.

    Auch der sozialistische Madrider Oppositionsführer Pedro Sánchez sagte: „Die Separatisten haben das Plebiszit verloren.“

    Die spanische Regierung hatte im Vorfeld gewarnt, eine Abspaltung Kataloniens von Spanien sei nicht nur verfassungswidrig, sondern würde auch den Verlust der EU-Mitgliedschaft und des Euro für Katalonien bedeuten. Ferner sei die Auszahlung der Renten in Gefahr. Während des Wahlkampfs riefen Rajoy und andere führende spanische Politiker wiederholt zur Einheit Spaniens auf und forderten, den Unabhängigkeitsbefürwortern eine Niederlage zu bereiten.

    Eine weitere Reaktion gibt es aus Südtirol.

    Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit

    Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit

    Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, gratuliert den Katalanen zu ihrer „historischen Wahl für die Freiheit“. Mit dieser Wahl hätten die Katalanen gezeigt, dass Selbstbestimmung eine Frage des politischen Wollens ist und somit auch für Südtirol eine wichtige Vorreiterrolle eingenommen, so Knoll.

    Das klare Votum für die Liste der Unabhängigkeitsbefürworter sei nun ein Auftrag an die neue Regierung, die Loslösung von Spanien vorzubereiten.
    Katalonien hat damit einen Präzedenzfall in Europa geschaffen, der auch für Südtirol Vorbildfunktion hat.

    Der Wunsch nach Selbstbestimmung, die Überwindung von Unrechtsgrenzen und der Aufbau eines echten Europas der Völker und Regionen, könne nun nicht länger ignoriert werden.

    2015-09-25_JpS

    „Hem guanyat! Hemos guañado! We have won! Nous avons gagné!“.

    Gleich in vier Sprachen fasste Artur Mas am Sonntag Abend das Wahlergebnis seines Bündnisses „Junts pel Sí“ zusammen.

    Cristian Kollmann von der Süd-Tiroler Freiheit war mit einer Delegation der Europäischen Freien Allianz in Katalonien unterwegs und hat den Wahlausgang so wie zuvor das Wahlgeschehen vor Ort mitverfolgt.

    Noch bevor gegen 23 Uhr das endgültige Wahlergebnis feststand, traten die drei Spitzenkandidaten des independentistischen Wahlbündnisses „Junts pel Sí“ (Gemeinsam für das Ja) vor die Medien und die gewaltige Menge des Wahlvolkes und gaben erste Stellungnahmen ab, die sich Kollmann notierte.

    Bis auf den ersten viersprachigen Satz von Mas wurde der Rest der Reden in der Nationalsprache Katalanisch gehalten.

    Artur Mas („Convergència Democràtica de Catalunya“ – Demokratische Übereinstimmung Kataloniens):

    „Heute haben wir einen doppelten Sieg errungen. Das Ja hat gewonnen. Aber mehr und mehr hat auch die Demokratie gewonnen. Wir haben jetzt eine enorme Kraft und eine große Legitimität, unser Projekt voranzubringen.“

    Oriol Junqueras (Partei „Esquerra Republicana de Catalunya“ – Republikanische Linke Kataloniens):

    „Wir haben Geschichte geschrieben. Diese Geschichte werden wir jetzt fortsetzen. Wir machen einen Staat. Niemand kann uns mehr sagen, dass wir nicht die demokratische Berechtigung hierfür hätten!“

    Raül Romeva i Rueda (ehemaliges Mitglied der katalanischen Grünen, für die er bis 2014 im EU-Parlament saß):

    „Trotz der feindseligen Kampagne, einer Kampagne des Neins und der Lügen haben die Menschen sich nicht einschüchtern lassen und erkannt, dass sie eine historische Chance haben. Das Ja hat über das Nein klar gesiegt. Wir werden mit Allen gemeinsam dieses Land aufbauen und es Allen anbieten.“

    Das Wahlbündnis „Junts pel Sí“ wird im katalanischen Parlament mit 62 von insgesamt 135 Sitzen vertreten sein. Hinzukommt eine weiteres independentistischens Bündnis „Candidatura d’Unitat popular“ (Kandidatur der Volkseinheit), auf das 10 Sitze entfallen. Beide Gruppen zusammen ergeben im katalanischen Parlament mit 72 Sitzen eine absolute Mehrheit, die sich für die Unabhängigkeit Kataloniens ausspricht.

    Jordi Solé, Vizegeneralsekretär der „Esquerra Republicana de Catalunya“ und Generalsekretär der Europäischen Freien Allianz, wird laut Cristian Kollmann am 24. Oktober als Hauptredner auf der Landesversammlung der Süd-Tiroler Freiheit zu Gast sein und Kataloniens Weg in die Unabhängigkeit aufzeigen.

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    Kommentare (99)

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    • Mark

      Es schaut so aus, dass die Parteien der Befürworter der Selbstbestimmung in Katalonien (Stand Sonntag zirka 20:30 Uhr nach glaubwürdigen BBC-Berichten) diese Wahl gewonnen haben. ST-ler auch WIR südlich und nördlich des Brenners in Tirol haben jetzt diese einmalige Chance nach dem Gleichheitsprinzip in der EU bekommen, etwas daraus zu machen, bitte vergisst das gerade jetzt nicht, sollte sich das auch in der politischen Realität genau so voll bewahrheiten!!!

      • Mark

        Aktuelle Meldung der Presseagentur APA von 20.13 Uhr, Zitat:

        „Ein separatistisches Parteienbündnis ist laut ersten Hochrechnungen am Sonntag aus der Wahl in Katalonien als stärkste Kraft hervorgegangen.

        Die Allianz Junts pel Si (Gemeinsam fürs Ja) von Regierungschef Artur Mas gewann nach einer Prognose des Senders TV3 63 bis 66 der insgesamt 135 Sitze im Parlament der nordostspanischen Region. Damit dürfte sie die absolute Mehrheit von 68 Mandaten aber verfehlt haben.

        Allerdings könnte die Allianz bei einem Bündnis mit der separatistischen Linkspartei CUP doch noch auf eine absolute Mehrheit kommen. Die Separatisten hatten angekündigt, bei einem Wahlsieg einen Prozess der Abspaltung Kataloniens von Spanien einzuleiten. Madrid will dies aber nicht zulassen.“

    • badabimbam

      Auf gehts Südtirol!!!

    • schorsch

      Die Demokratie und Freiheit, der Freiheitswille haben gesiegt. Dank tapferer Männer und Frauen Kataloniens, die wir beim großen Freiheitstreffen in Meran teilweise kennenlernen und begrüßen konnten.
      An diesem Freiheitswillen kann niemand mehr in der EU achtlos vorbeigehen. Es wird Auswirkungen auf alle nach Selbstbestimmung strebenden Volksgruppen haben: Flamen, Wallonen, auch Basken und auf uns.
      LOS VON ROM!

      • Walter Mair

        @Mark
        EURE Euphorie in Ehren! Aber KEIN Staat wird die besten Provinzen und Regionen einfach so ohne Gegenwehr abgeben. Gerade diese, sind der Garant für das „Weiterwursteln“ dieser bankrotten Ländern!
        @Schorsch
        Einen so eklatanten politischen Erdrutsch werden sich die Regierungen nie leisten können, da das Chaos in ganz Europa vorprogrammiert wäre! Auch alle autonomen Provinzen würden das Selbe einfordern! War es nicht gerade die EU, die seit ihrer Geburt nichts anderes im Sinn hat, als eine totale Zentralisierung an zu peilen? Sollte es hart auf hart gehen, möchte ich sehen, wie viele „LOS VON Rom Schreier“ noch den Mumm und den Willen aufbringen würden, auf Wesentliches im Leben verzichten,da die „befreiten Länder“ sich selber verwalten müssten und der einzelne Bürger mit mehr Spesen belastet würde .Unter Anderem könnte man den schwarzen Peter nicht mehr auf den ach, so bösen Staat abwälzen und wäre SELBST gezwungen Nägel mit Köpfen machen . Mit einer solchen Polit- Gilde wie die unsere? Das ich nicht lache!! 🙂 Politiker gehen IMMER den einfacheren Weg! Leider!

        • Walter Mair

          Eine Möglichkeit ist nicht außer Acht zu lassen:Durch solche Entscheidungen würde man Ereignisse fördern und das ist die Zukunft in Europa: Einen Bürgerkrieg, wo Alle gegen Alle sind und die Nutznießer immer wieder die selben wären ….

          • Stephan Mair

            Bürgerkrieg… wie kommen sie zu diesem Schluß.
            Die Katalanen wollen ja nicht aus der EU.
            Sie befürworten die EU (wieso auch immer).
            Die Einzigen die raus wollen sind interessanter weise die Briten! Und ja von denen ist ein Krieg jederzeit zu erwarten.

            • Andreas

              Es wäre aber nicht die Entscheidung der Katalanen, ob sie in der EU oder Nato bleiben dürfen oder nicht.
              Ein bisschen schwanger geht halt nicht.

            • schorsch

              @ Andreas: Nein, die Katalanen sollen ihr Maul halten. Das entscheidet immer noch der Papst und die Hochfinanz, kommentiert von Andreas.

            • Andreas

              @schorsch
              Von mir aus können die Katalanen den ganzen lieben langen Tag auf irgend einem Platz stehen und wie die Verrückten Freiheit schreien.

              Doch warum soll es nicht die Enstcheidung der EU sein, ob sie in dieser bleiben dürfen oder nicht?
              Es sind sie, welche entschieden hätte und gerne anerkannt werden möchten und nicht umgekehrt.

              Wenn jemand schon das Recht für sich in Anspruch nimmt seinen Weg selbst zu bestimmen, entgegen der spanischen Verfassung, sollen sie gefällgst auch Manns genug sein die Konsequenzen dafür zu tragen.

            • schorsch

              Wenn Sie von der Haltung von „Männern“ schwadronieren, wird mir schwarz vor den Augen.

        • schorsch

          Ob sich die Regierungen dies oder das noch leisten wollen oder können, bestimmt das Volk mit dem Stimmzettel. Den Freiheitswillen können die Betonköpfe und Diktatoren der EU lange unterdrücken, auslöschen aber nie.
          Schottland sogar ist der Beweis, daß man auch nach einer knappen Abstimmungsniederlage das Denkmögliche an Rechten herausholen kann.
          Die „LOS von ROM-Schreier“, zu denen ich mich seit 50 Jahren zuzähle, sind die politisch Weitsichtigen, wir kennen das Ziel und wir werden es erreichen.
          Ich erinnere an Kanonikus Michael Gampers zentralen Satz: „Auch wenn Italien den Schlern mit Gold überziehen würde können wir der Landeseinheit nicht entsagen!“

          • Andreas

            Raus aus EU, raus aus Nato, Abzug der internationalen Finanzmittel da die Zukunft zu ungewiß ist und was dann?

            Bevor man großartig von Freiheit schwadroniert, wobei Freiheit in unserer Situation ein recht dehnbarer Begriff ist, sollten man sich die Unterstützung der relevanten Staaten sichern.
            Die EU wird einen Teufel tun, Spanien durch eine Trennung zu schwächen, das würde der Griechenlandpolitik widersprechen.

            Nebenbei finde ich das Freiheitsgerufe absurd, da es nicht um Freiheit, sondern größtenteils um wirtschaftliche Interessen geht, in Südtirol ist es nicht anders.
            Sucht gute Argumente, warum ihr weg wollt, so kann man Euch nicht ernst nehmen.

            Ich hoffe für Dich Du kannst noch weitere 50 Jahre „Los von Rom“ schreien, doch ohne gravierenden Änderungen der politischen Landschaft in Europa, werden auch diese Rufe recht sinnlos sein, aber wenigstens hast Dich bemüht 🙂

            • Hubert

              „Sucht gute Argumente, warum Ihr weg wollt“ , hallo habe ich da richtig gelesen? Diese Argumente sind doch zur Genüge schon durchgekaut worden, die Frage ist eher: wo sind die Argumente für den Verbleib bei Italien?

            • schorsch

              “Auch wenn Italien den Schlern mit Gold überziehen würde können wir der Landeseinheit nicht entsagen!”

            • THEMA

              Die Argumente: Verbleib in der Eu und keine Grenzen. Um in die EU zu kommen braucht es eine einstimmige Entscheidung, und falls diese nicht durch
              Italien, Frankreich, Spanien blockiert wird, ein über Jahre dauerndes Aufnahmeverfahren. In der Zwischenzeit ist unsere Wirtschaft ruiniert.
              Sicherung der Banken durch BCE. Erhalt des wichtigen italienischen Touristen.
              Sie sollten den Leuten einmal die Vor- und die Nachteile erzählen. Dann würden
              die Träume bald vorbei sein.

            • Senoner

              „Raus aus EU, raus aus Nato“ ?!? Und wo wäre da bitte das Problem?
              Die Schweiz ist nicht in der EU, und es geht ihr blendend.
              Österreich ist nicht in der NATO und keinen stört es.

              Aber weisst du was, Andreas? Das unabhängige Katalonien wird sehr wohl in der EU und in der Nato bleiben und ebenso den Euro behalten. Ja sogar die spanische Staatsbürgerschaft würden die Katalanen (laut spanischer Verfassung!) behalten dürfen. Die Katalanen bleiben somit offiziell auch Spanier und EU-Bürger, und Katalonien EU-Mitglied.

              Und noch was für all die Angstmacher: sogar Barca würde in der spanischen Liga bleiben, da man auf beiden Seiten interessiert ist weiterhin spannende Fussball-Duelle wie den Klassiker Madrid-Barcelona zu erleben.

          • THEMA

            Mir sein net in Gamper seine Pamper !

        • Stephan Mair

          Wesentliches im Leben verzichten?
          Was könnte das wohl sein? Du musst dich schon klarer ausdrücken damit wir deine Drohungen schon richtig verstehen.
          Auf was müssen wir verzichten.
          Wir müssen uns selbst verwalten?
          Mehr Spesen für was..

          Wir veralten uns schon weitgehend selbst, zumindest wäre das der Sinn der weltbesten Autonomie gewesen.
          Wir zahlen bereits für die staatl. Dienstleistungen, man heisst das Steuern!
          Also wage ich zu behaupten das wir keine zusätzl. Spesen haben werden.
          Nicht nur ich sage, dass wir jene Gelder die wir sonst nach Palermo schicken, in Süd-Tirol / Sudtirolo bleiben und hier effizienter verwaltet werden!
          Klar müssten wir dazu die SVPD abwählen.

          • THEMA

            Sie müssen aufwachen. Wir schicken keine Gelder nach Palermo. 90% der eingenommenen Steuern bleiben in Südtirol. Mit dem Rest erhält der Staat die Polizei,
            das Heer, die Lehrer (sind ja Staatangestellte),die Bahn, u.s.w..Nur alteSprüche auftischen ist zu wenig.

            • Stephan Mair

              Lesen. Dann kommentieren.

            • THEMA

              Eben. Sie haben offensichtlich von den Steuern und dem Finanzausgleich keine Ahnung. Bevor man behauptet wir schicken Geld nach Palermo sollte man sich dokumentieren. Also lernen, guter Mann, und dann schreiben.Es ist Ihnen aber unbenommen weitere Jahrzehnte vom Los von Rom zu träumen. Träume sind ja kostenlos. So wie die der Schotten und der Katalanen. Auch dort keine Mehrheit. Über die Hälfte der Schotten und der Katalanen sind gegen die Unabhängigkeit. Der Gaukler Mas hat 10 Sitze verloren, die jetzt seine Freunde die Kommunisten der CUP gewonnen haben. Eine schöne Koalition für die Freiheit. Viel Vergnügen mit den „compagni“.

            • Stephan Mair

              Eben darum geht es ja.
              Wir könnten die Gelder effizienter verwenden.
              Vorausgesetzt wir schreiben die SVPD endlich ab.

            • THEMA

              Welche Gelder ? Die sie in ihren Träumen in Sizilien sehen ? Wer soll es besser
              verwalten ? Die Ulli Maier ? Oder der ex Zollbeamte ? Oder der Knoll?
              Der hat sicher BWL studiert.

            • schorsch

              @ Thema: Ein ‚Bozener Unternehmer, 50 Leute im Betrieb, sagte mir, wenn er seinen Betrieb nördlich des Brenners hätte, würde er fünfmal soviel Gewinn jährlich machen. Soviel zur Wirtschaftsfreundlichkeit des Stiefels.

            • Walter Mair

              @Stephan Mair
              Hoffen heißt: vom Leben falsche Vorstellungen haben!! 🙂
              Gottfried Benn
              @THEMA
              Ich bin wach! Denke so wie Sie,also träume ich nicht!!
              Träume sind der Sonntag des Denkens! 🙂
              Henri F. Amiel

            • Ortler

              Hallo Thema, laut Lorenzo Dellai kriegen Südtirol und Trentino inzwischen nur noch 60% ihrer Steuern zurück (http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=23266).

          • Walter Mair

            @Stephan Mair
            SVPD abwählen? Und die Ulli oder den Sven an die Macht?? Träumen Sie ruhig weiter? @THEMA hat Recht! Lesen Sie zuerst richtig, dann kommentieren Sie! In Ihrer Verblendung sehen Sie den Wald voll lauter Bäume nicht mehr! Wo bleiben dann die ganzen EU Gelder? Mit denen es erst möglich ist international mit zu halten. Embargo heißt man das oder? Meinen Sie in Brüssel oder sonst wo, wird man erfreut sein, dass man an ihrem Plan kratzt? Was den Bürgerkrieg anbelangt haben Sie auch nicht richtig gelesen. Wenn Sie Kommentare Anderer nicht zur Kenntnis nehmen wollen , ersparen Sie uns auch IHRE! Bürgerkrieg in Europa: Nicht im Land Tirol! Vielleicht auch dort, wenn man uns mit Emigranten überschwemmt! Da stelle ich mir den „TIROLER“ bildlich vor, wie er nach Hilfe winseln würde! Legen Sie bitte nur für kurze Zeit Ihre rosarote Brille ab und denken Sie kurz nach!!

            • Stephan Mair

              Die Katalanen werden ihren Weg machen mit oder ohne Ihnen Herr Mair oder Thema.
              Die EU wird das zur Kenntnis nehmen müssen und sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen.
              Die EU, Spanien kann sich ein Ausscheiden der Katalanen aus der EU nicht leisten. So wie sich die EU und Italien ein Ausscheiden eines Selbstständigen Süd-Tirol/Sudtirolo nicht leisten könnten.

              Aber Südtirol, kann sich eine Partei wie die SVPD nicht mehr leisten.

              Wo bleiben die ganzen EU-Gelder?
              Ist das alles was Sie an der EU interessiert?
              Wo sie hingegangen sind, fragt sich die EU!
              Leider haben wir da einige Erklärungs-Probleme.

              Jeder Narr kann Regeln aufstellen und jeder Tor wird sich danach richten. (H.D.Thoreau)

            • THEMA

              @ Stefan Mair. Herr Mair, wachen Sie doch endlich auf. Südtirol ist nicht der Nabel der Welt, und in der Eu interessiert es keinen wenn ein paar hunderttausend Leute (soviel wie ein Stadtviertel einer Grossstadt) irgendetwas wollen, was die grossen Staaten wie Italien, Frankreich etc.nicht wollen. Realpolitik ist gefragt und nicht Träumereien, die übrigens seit 50 Jahren posaunt werden, ohne dass sich ein Beistrich geändert hat. Die Schotten und die Katalanen sind mit ihrer Unabhängigkeitsmanie baden gegangen. Das sollte doch genügen..

            • Stefan77

              @Thema
              Wieso sind die Schotten Baden gegangen? Durften sie etwa nicht das Selbstbestimmungsrecht ausüben? Eine knappe Mehrheit wollte nach einer beispielslosen Lügen- u. Angstkampagne von Seiten GB, EU, USA vorerst keine Selbstständigkeit. Aber das Thema einer Schottischen Unabhängigkeit ist noch lange nicht gegessen.
              Es stimmt zwar, dass die Unabhängigkeitsbefürworter (Junts pel Sì – 62 Sitze u. Candidatura d’Unitat Popular – 10 Sitze) nur 47,78% der Wähler hinter sich vereinen konnten, die Unabhängigkeitsgegner konnten jedoch nur 39,14% für sich gewinnen. Zudem sicherte sich die Koalition aus Podem und einem Teil der katalanischen Grünen 10 Sitze (sie verzichtete eine Positionierung in der Unabhängigkeitsfrage und plädiert stattdessen weiterhin für eine legale Abstimmung.). Somit kommen die Unabhängigkeitsbefürworter samt jenen, die eine legale Abstimmung fordern (also nicht von vorneherein eine Selbstständigkeit ausschließen)auf insgesamt 82 Sitze und die Unabhängigkeitsgegner auf lediglich 52 Sitze.
              Bei den Katalanen gilt abzuwarten wie es sich entwickelt. Dass das Thema Unabhängigkeit dort zu Ende ist, das träumen nur Sie und ein paar Madrider Betonköpfe.
              Wie lange wird es diese „großen“ Staaten noch geben? Italien driftet bereits auseinander. Im Veneto, in der Lombardei gibt es bereits Unabhängigkeitsbewegungen. Auch die EU ist in ihrer heutigen Form absolut überholt und für den Bürger unbrauchbar. Entweder es gelingt, ein Europa der Völker zu schaffen, ansonsten wird es die EU nicht mehr lange geben. Die Flüchtlingsdebatte, die Griechenland-Hilfe, TTIP, Ukraine haben eindrucksvoll gezeigt, wie wenig die EU zukunftsfähig ist.
              Was mich erstaunt, dass Sie als „Thema“, der dauernd jede Grüne Position verteidigt, den eigenen Parteifreunden in Schottland und Katalonien in den Rücken fallen. Anscheinend ist das Selbstbestimmungsrecht der Völker sehr wohl auch ein Thema der Grünen, nur nicht in Südtirol. Da befinden sich unsere Grünen diesbezüglich auf derselben Wellenlänge wie die Faschisten. Aber auch in den Bereichen faschistischer Ortsnamensregelung, faschistisch belasteter Straßennamen, faschistische Denkmäler, Proporz usw. haben sie dieselben Positionen wie die Faschisten.

            • Natürlich

              Nicht zu vergessen die selbe Position von Grünen und Faschisten zur mehrsprachigen Schule.

              Ach nein. Da habe ich etwas verwechselt: Da haben ja die italienischen und deutschen Rechtsparteien die selbe Position.

            • Stefan77

              Lach!!!!
              Jetzt schauen Sie sich Mal disen Link an.
              Programm von Alto Adige nel cuore: (http://www.alessandrourzi.it/home/?page_id=1365)
              3. Scuola plurilingue – Autonomia anche in termini organizzativi ma soprattutto finanziari per le scuole dei diversi gruppi linguistici e le singole istituzioni affinchè tutta la popolazione scolastica sia posta nelle condizioni di apprendere la seconda lingua. La conoscenza della seconda lingua deve esser considerata un dovere ma anche un diritto, uno strumento in ogni caso necessario per l’emancipazione delle giovani generazioni e la crescita di un sentimento di appartenenza comune ad un territorio plurilingue.
              Wer hat also bezüglich einer mehrsprachigen (plurilingue) Schule dasselbe Programm?
              Aber wenigstens können Sie die anderen Punkte des Kommentars nicht abstreiten.

            • Stefan77

              Und da Sie sich bei Ideologien so gut auskennen, mir fehlt immer noch die Antwort ob Lenin und Stalin Nationalisten waren.

            • Natürlich

              Diskussion zum Gesetzesantrag der Grünen zur Einführung einer zweisprachigen Schule.

              Wortmeldung Donato Seppi: “La scuola deve essere chiaramente o italiana, o tedesca”

              https://riccardodellosbarba.wordpress.com/2008/06/12/i-patrioti-del-monolinguismo/

              Svegliati!

            • stefan77

              Ja der Seppi, welcher im aktuellen Landtag die Marschrichtung vorgibt. Programm von Alto Adige nel coure nicht verstanden? Etwa keine mehrsprachige Schule besucht?

            • Natürlich

              Ach. Man muss nur auf die achten, die im Landtag sitzen. Dann bitte nicht mehr mit CasaPound kommen. Die sitzen nämlich auch nicht im Landtag.

              Noch etwas: http://www.wahllokal.it/images/downloads/Wahllokal_it%20-%20Alle%20Antworten%20im%20Detail%20mit%20den%20Kommentaren%20den%20Parteien.pdf, Seite 9
              Bitte darauf achten, wer hier die gleiche Antwort wie die Faschisten gibt.

            • Stefan77

              Es erstaunt mich, dass Sie weiterhin mit mir diskutieren obwohl ich Sie ja anscheinend beleidigt haben soll. Auf meine Nachfrage wann wie und wo konnten Sie zwar keine Antwort geben, aber immerhin.
              Es erschreckt Sie anscheinend, wenn man Ihnen den Spiegel vor das Gesicht hält. So viele deckungsgleiche Positionen zwischen Grünen und Faschisten. Und bevor Sie das wieder abstreiten, dann beantworten Sie mir bitte diese Fragen:
              Haben die Grünen und die Faschisten dieselbe Position beim Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler? Haben die Grünen und die Faschisten dieselbe Position was die faschistische Ortsnamensregelung anbelangt?
              Haben die Grünen und die Faschisten dieselbe Position was faschistisch belastete Straßennamen und Namen von Schutzhütten (z.B. Locatelli-Hütte benannt nach einem ital. Kriegsverbrecher) anbelangt?
              Haben die Grünen und die Faschisten dieselbe Position was faschistische Denkmäler (Siegesdenkmal, Beinhäuser, Kapuzinerwastl usw.) anbelangt?
              Haben die Grünen und die Faschisten dieselbe Position was den Proporz anbelangt?
              Haben die Grünen und die Faschisten dieselbe Position was das Muttersprachenprinzip der Pflichtschulen anbelangt?
              Und wie war es noch Mal mit den Nationalisten Lenin und Stalin? Und wo befindet sich der Universitätsplatz wo einem Politikwissenschaften beigebracht werden?

            • Natürlich

              Mir wäre nicht bekannt, dass ich Stefan77 vorgeworfen hätte, dass ich ihn beleidigt hätte. Selbst wenn es so gewesen sein sollte, ist das kein Grund, seine Behauptungen nicht widerlegen zu dürfen.

              Wenn zwei Parteien aus vollkommen unterschiedlichen politischen Spektren zu einem Thema die gleiche Position vertreten, so heißt das noch lange nicht, dass dahinter dieselbe Intention stecken muss. Deswegen ist das Argument mit den gleichen Positionen zwischen Grünen und Faschisten einfach nur schwach.

              Lenin? Stalin? Universitätsplatz? Hä?

            • stefan77

              Stimmt, das warf mir eine andere Person, die auf derselben Wellenlänge ist wie Sie, vor.
              Eine gemeinsame Position, Mann träumen Sie weiter.

            • Natürlich

              „Eine gemeinsame Position, Mann träumen Sie weiter.“

              Das schreibt genau der Richtige.

      • THEMA

        Die Katalanen brauchen nicht das Maul halten. Sie sollen aber ohne Mogelpackung mehr als
        die Hälfte der Bevölkerung hinter sich bringen. Bis jetzt sind es magere 47%. Oder 36% der
        Bevölkerung Kataloniens. Mehr als die Hälfte der Wähler ist also dagegen. So wie in Schottland . Da helgen auch alle Mogeleien und das Schönreden der rechten Kameraden nichts.

    • Andreas

      Ich würde den Katalanen alles gewähren, würden sie nur diesen Pep Guardiola zurücknehmen und dort behalten.

    • anarchoseppl

      Ein Sieg der Seperatisten in der EU-Demokratur? Wie ist das möglich?
      Sind die Katalanen auf Geheimdienstterroristen vorbreitet?
      Die EU-Demokratur wird Kaosstifter entsenden.. Wie üblich werden ein- zwei Sprennungen irgendwelcher Personen reichen, um die Katatlanen schnell wieder zur Vernunft bringen…

    • Mali

      „Die Katalanen haben gezeigt, dass Selbstbestimmung nur eine Frage des politischen Willlens ist.“ – Das stimmt.
      Aber wenn das Svens einzige Schlussfolgerung ist, dann ist das wenig. Ist ihm noch nicht aufgefallen, dass sich in Katalonien alle Unabhängigkeits-Parteien zu einer Liste zusammengeschlossen haben? Mit anderen Worten, sie haben konsequent zusammengearbeitet, die Kräfte gebündelt, und das nicht erst vor dieser Wahl. Wann werden die Oppositionsparteien in Südtirol dazu imstande sein? Ich habe noch nie bemerkt, dass die sich gegenseitig unterstützen, im Gegenteil, sie neiden einander jeden Erfolg.

      • THEMA

        Der gute Knoll findet dass Katalonien mit der Mogelpackung Parlamentswahl-verkappte Abstimmung einen Präzedenzfall geschaffen hat. Wenn er das glaubt dann steht ihm doch frei die nächste Landtagswahl auch zur Abstimmung umzumogeln. Das wäre lustig Dann hätten wir das Thema endlich vom Tisch und die seit 50 Jahren „Los von Rom“ schreien, könnten einer nützlichen Arbeit nachgehen.
        Vorher hatte der Herr Mas und seine Kommunisten von CUP versprochen dass die Unabhängigkeit
        nur bei 50%+1 der Wähler verlangt wird. 47% sinds geworden, aber jetzt ist es plötzlich ein Sieg. Mehr als die Hälfte der katalanischen Wähler haben GEGEN die Unabhängigkeit gestimmt,
        Sollen jetzt diese auswandern,wenn sie nicht mit dem Herrn Mas und seinem Schuldenberg untergehen wollen. Raus aus der EU, aus der Nato, aus der BCE u.s.w. Neue Grenzen,
        neue Pässe, die Banken ohne Deckung der BCE, kein Zugang zum europäischen Markt u.s.w. u.s.w. Da ist kein Wunder dass die Mehreheit Nein gesagt hat.Wer will schon freiwillig ins eiskalte Wasser springen.

        • Stephan Mair

          Fein das sie sich zu erkennen geben.

          Es gibt kein Gesetz, dass ad priori den Ausschluss Katalonien (oder Schottlands) bei einer Unabhängigkeit, festsetzt.

          72 Sitze ist bei mir daheim die Mehrheit von 135 Sitze… aber Rom und Bozen haben ja schon gezeigt das Mathematik in der Politik nichts zusagen hat.

          • THEMA

            Wurden die Sitze gewählt oder die Unabhängigkeit ? Also zählen die Sitze im
            Landtag bei uns für die Unabhängikeit ?. Dann schaut es aber schlecht aus, für euch rechte Kameraden. Die Mogelpackung ihres Idols hat nichts genutzt. 53% der katalanischen Wähler haben gegen die Unabhängigkeit gestimmt. So wie die Schotten.
            Der Gaukler Mas, der auf einem Schuldenberg sitzt, hat 10 Sitze verloren, und kann nur mit den Kommunisten von CUP regieren. Ein schöner Sieg ! Kein Gesetz ?
            Da lachen ja die Hühner. Katalonien ist doch nicht der Rechtsnachfolger Spaniens in
            derEU sondern ein neues völkerrechtliches Subjekt, dass einstimmig (!) von der
            Eu, nach all den Beitrittsverhandlungen, aufgenommen wird . Spanien, Frankreich,
            Italien und Belgien werden immer dagegen stimmen. Also ? Alles nur Träume, wie es eben bei der rechten Fraktion üblich ist. Dort interessieren nicht die aktuellen
            Probleme der Bürger, sondern die Zukunftsphantasien.

            • Stephan Mair

              Oha sie sprechen also im Namen der EU?
              Der Dorfmann sind sie nicht weil der hat in den letzten Jahren nie soviel gesagt wie sie in den letzten zwei Stunden. Nicht das der für die Eu sprechen könnte.
              Aber was solls. Tatsache ist Katalonien geht seinen Weg weiter.
              Ob es ihnen als staatstreuer Diener gefällt oder nicht.

            • Stephan Mair

              Vielleicht sollten Sie sich aber besser interessieren wie viel wikrlich GEGEN die Unabhängigkeit sind.
              Dazu braucht es aber Freiraum im Stübchen dieser fehtl den rechten Erzkonservativen, natürlich.

            • THEMA

              Ihre Kommentare werden immer wirrer. Ich spräche im Namen der Eu ?
              Warum soll ich das ?. Die Eu interessiert sich eine feuchten Kehrricht was ein paar Südtiroler hinter den Bergen bei den sieben Zwergen sagen. Haben Sie es noch immer nicht kapiert ? 53% der Katalanen haben gegen den Gaukler Mas
              gewählt, also gegen seine Mogelpackung. In Schottland waren es 55%.
              Was wollen Sie noc ? Erklären Sie ihre Meinung wenigstens deutlich, und nicht in wirren Sätzen.

            • Stefan77

              @Thema
              Es haben keine 53% gegen die Unabhängigkeit gestimmt!!!!
              Es stimmt zwar, dass die Unabhängigkeitsbefürworter (Junts pel Sì – 62 Sitze u. Candidatura d’Unitat Popular – 10 Sitze) nur 47,78% der Wähler hinter sich vereinen konnten, die Unabhängigkeitsgegner konnten jedoch nur 39,14% für sich gewinnen. Zudem sicherte sich die Koalition aus Podem und einem Teil der katalanischen Grünen 10 Sitze (sie verzichtete eine Positionierung in der Unabhängigkeitsfrage und plädiert stattdessen weiterhin für eine legale Abstimmung.). Somit kommen die Unabhängigkeitsbefürworter samt jenen, die eine legale Abstimmung fordern (also nicht von vorneherein eine Selbstständigkeit ausschließen)auf insgesamt 82 Sitze und die Unabhängigkeitsgegner auf lediglich 52 Sitze.

      • schorsch

        Zu diesem Schritt, d. h. vor allem: das eigene EGO hinten an zu stelln, ist der Sven nicht bereit.
        Er hält sich lieber an den Spruch von Wilhelm Busch:
        „Ohne ihn war nichts zu machen, keine Stunde hat er frei – gestern, als sie ihn bebruben, war er wirklich auch dabei“.

      • THEMA

        Und Mas und Konsorten haben dabei 10 Sitze verloren und können nur mit den Kommunisten der CUP regieren. Ein schöner Sieg.

    • Hubert

      Mali, an Deiner Argumentation ist schon etwas, leider !

    • Stephan Mair

      Die Basken werden jetzt wohl die Nächsten sein. Spanien täte gut daran mit Barcelona und Bilbo endlich konstruktive Gespräche zu beginnen.
      Ansonsten sehe ich für das politische Gebilde Spanien schwarz.
      Auch die EU müssen langsam aber sicher aufwachen.
      Es gibt innerhalb der EU eine etliche Anzahl an Völker die sich mehr Selbstbestimmung wünschen.
      Na kein Angst, damit habe ich nicht Süd-Tirol gemeint. Immerhin hat sich der Landeshampelmann, mit einer ihm zuvor nie zugetrauten Geschwindigkeit, beim Dottore Renzi gemeldet und ihm unsere absolute Loyalität zugesichert…
      Viva il Dottore

    • THEMA

      Warum beleidigen Sie den Landeshauptmann ? Sind Sie so frustriert ?

    • schorsch

      Liebe Leute, eine Gruppe, ja sogar eine politische Mehrheit in einem Land kann offiziell verkünden, daß sie auf das Selbstbestimmungsrecht grundsätzlich für ihr Land verzichtet, wie z.,B. der Kompatscher – das ist politisch schon möglich.
      Aber diese Gruppe kann nicht für die ganz Welt und all jene Völker sprechen, die darauf nicht verzichten.
      Das Menschenrecht der Selbtbestimmtheit ist universell.
      Es mag schon sein, daß es manche Südtiroler gibt, aber sicher nicht die Mehrheit, für die der Gedanke von Maria Ebner Eschenbach zutrifft:
      „Die glücklichen Sklaven sind die erbittersten Feinde der Freiheit“.

      • THEMA

        Guter Mann, Auf was der Kompatscher oder die Südttiroler verzichten interessiert herzlich wenige
        Leute auf der Welt.Leider ist in manchen Hirnen hier der Trugschluss eingebrannt Südtriol wäre der Nabel der Welt und alle würden sich dafür interessieren.Sogar die Wahlen in Katalonien haben in einem guten Teil der internationalen Presse nur als Notiz in untergeordneter Reihung Platz gefunden.

    • ÖZzi

      Katalonien: eine ganz andere Geschichte die nicht mit unserer vergleichbar ist, das wissen die meisten Südtiroler die nach wie vor kein Interesse darin sehen, sich von Rom zu trennen.

    • M.F.

      Nur 39% der Katalanen haben sich für einen Verbleib bei Spanien entschieden!

    • michl

      Italien ist ein sinkendes Schiff von dem die Südtiroler zu blöd sind abzusteigen!
      Sicherer ist es mit Fußfesseln drauf zu sitzen.Kann man ja nichts falsch machen.Wobei es aber auch nie möglich wäre mit so manchen Landhauspfeifen ein Land in Schwung zu bringen!Da gebe ich recht.

    • Spaltpilz

      Sobald Nationalisten das Sagen haben, geht es mit dem Land bergab!

    • Spaltpilz

      Beim Absteigen vergiss besser die Schwimmweste nicht, sonst kannst nicht mehr gerettet werden!

    • helmut

      Es ist lustig zu hören, wie der immer gleiche Chor von Freiheitsfeinden und Politikerarsch-Küssern das hohe Lied der wunderbaren Fremdbestimmung anstimmt.

      • Andreas

        Und wenn Südtirol „frei“ wäre, was immer Du damit meinst, gäbe es dann keine Politiker?
        Nebenbei, was ist ein „Freiheitsfeind“? Etwa einer, der Dein subjetives Empfinden nicht teilt?

        Aber erzähl mal, welche Form der Freiheit wäre für Dich die richtige?

        • schorsch

          Frei ist jenes Volk, das die Möglichkeit erhält, in geheimer und freier Wahl über seinen eigenen Status abzustimmen.
          Diese Freiheit wird jenen Völkern vorenthalten, die unter Besatzungsstatus stehen und das Land von fremdem Militär gegen den Willen des Volkes besetzt wurde.
          Südtirol zum Beispiel oder Tibet.

      • Alter Egon

        Tja solange bei uns hier die Freiheitsfreunde so sind wie sie sind, also rechts, manchmal ein bisschen naiv und in mindestens 3 Lager gespalten, wird das halt nichts….

        • THEMA

          Mit der Freiheit der rechten Kameraden ist das so eine Sache. Nationalismus hat immer nur
          zu Gewalt und Krieg geführt. Und dabei standen diese Brüder immer in vorderster Front.
          Wir brauchen in Südtirol kein zweites 1939 sondern weitere 60 Jahre Frieden und Wohlstand
          wie wir es bis jetzt hatten, und ein freidliches Miteinander aller Bürger, ganz gleich welcher
          Rasse, Sprache oder Religion.

      • THEMA

        Intelligente Leute sind gegen Fanatismus, Nationalismus und Gewalt, und lassen sich nicht von
        „Ploderern“ zu abenteuerlichen Plänen und Phantasien überreden. Es ist ihnen klar, dass diese
        Populisten immer nur die Leute ausnützen wollen um selbst an die Macht zu kommen, und dann
        für sich und ihre Freunde abzukassieren. Da ist nichts mit Freiheit, Vaterland und dem ganzen
        Geschwafel, sondern nur Macht ! Hitler, Mussolini,Franco, Lenin und Stalin, alles dieselben Gauner
        und Massenmörder.

        • Stefan77

          Lenin und Stalin Nationalisten? Beide wollten die Weltrevolution des Kommunismus, die hatten kein Interesse an Nationalismus. Und Stalin, der Georgier hat ja ein Gross-Georgien geschaffen, von Königsberg bis Vladivostok.

    • Stephan Mair

      @Thema
      Zitat: Die Schotten und die Katalanen sind mit ihrer Unabhängigkeitsmanie baden gegangen. Das sollte doch genügen.

      Huch jetzt sind also auch schon Wahsager oder doch eher unter die Realitätsverweigerer?

      Schottland hatte die Möglichkeit sich frei (oder fast) zu entscheiden. Etwas was man uns verwehrt. Die Schotten haben sich knapp für einen verbleib geäußert.
      Dieses Ergebnis muss man respektieren. Die Briten haben den Schotten eine größere Selbständigkeit bei Steuern usw. versprochen.

      Die Katalanen hatten diese Möglichkeit nicht, dennoch haben sie es geschafft ihren Willen zu bekunden.
      39 % sind gegen die Unabhängigkeit.
      Für die katalanische Regierung ist das ein klarer Auftrag auf dem Weg der Unabhängikeit weiterzugehen.
      Es ist noch zu Früh den Sieger zu bestimmen, zweifellos.
      Aber der Verlierer heisst schon mal Madrid.

      • THEMA

        Mathematik ist anscheinend nicht ihre Stärke. Mas und Cum haben 47% der Stimmen erhalten.
        Die Differenz zu 100 ist wieviel ? Preisfrage . 39% Nein,setzen, 5 ! 53% ja, gut gemacht.
        Und gerechnet auf die Einwohner Kataloniens sind 36% dafür und 64% dagegen.
        So simpel ist es wenn man nicht die rechten Scheuklappen aufhat.

        • Stephan Mair

          Sie sollten sich aber die Programme der Parteien anschauen bevor sie so ein Stuss schreiben.
          Der Stimmenanteil jener Parteien die gegen die Unabhängigkeit sind bertägt 39 %!
          Natürlich finden sie das nicht in den konservativen Medien sie lesen.

          • THEMA

            Ja,wenn man auf dem Bauch landet und nicht mehr weiter weiss dann sind es die immer bößen Medien die alles verfälschen an was man selbst glaubt. Diese schlimmen
            Buben !

            • Stefan77

              Stellen Sie sich vor, es gibt auf eine Gruppierung zwischen den Unabhängigkeitsbefürwortern und -gegnern. Stephan Mair hat absolut recht. Unabhängigkeitsbefürworter (Junts pel Sì – 62 Sitze u. Candidatura d’Unitat Popular – 10 Sitze) insgesamt 47,78% der Wähler welche sie hinter sich vereinen konnten, die Unabhängigkeitsgegner konnten jedoch nur 39,14% für sich gewinnen. Zudem sicherte sich die Koalition aus Podem und einem Teil der katalanischen Grünen 10 Sitze (sie verzichtete eine Positionierung in der Unabhängigkeitsfrage und plädiert stattdessen weiterhin für eine legale Abstimmung.). Somit kommen die Unabhängigkeitsbefürworter samt jenen, die eine legale Abstimmung fordern (also nicht von vorneherein eine Selbstständigkeit ausschließen)auf insgesamt 82 Sitze und die Unabhängigkeitsgegner auf lediglich 52 Sitze.

            • THEMA

              Ach immer diese Windungen. Da zählt man die Sitze als ob die Stühle und nicht die Menschen abstimmen sollten. Dann wird noch die Zukunft miteinberechnet, man weiss ja nie, vielleicht springt noch eine Partei auf den Karren auf. Alles Schönrederei um die Bauchlandung des Herrn Mas zu vertuschen. Er hat 10 Sitze verloren, und kann nur mehr mit den Kommunisten regieren. Und eine Unabhängigkeit sollte doch mit Begeisterung von wenigstens drei Viertel der Bevölkerung mitgetragen werden Diese armselige Ergebnis, noch dazu bei dieser Mogelpackung, muss eben schöngeredt werden. Aber die rechten Schaumschläger sind da seit Jahrzehnten Meister..

            • Stephan Mair

              Nachhilfe:
              Unabhängigkeitsgegner:
              Cs 17,93% = 25 Sitze
              PSC 12,74% = 16 Sitze
              PP 8,5% = 11 Sitze (Regierungspartei Madrid)
              ergibt: 52 Sitze

              Unabhängigkeitsbefürworter:
              xSi 39,54% = 62 Sitze
              CPU 8,2 % = 10 Sitze
              ergibt 72 Sitze
              Die restlichen Parteien hatten sich nicht erklärt.
              CatSiqueesPot 8,94 % = 11 Sitze

              Die absolute Mehrheit in Wählerstimmen haben die Befürworter nicht: 47,74% das ist korrekt.
              Der Weg in die Unabhängigkeit geht weiter.
              Auf jeden Fall ist ein abschliessendes Referendum vorgesehen. Dazu muss aber eben erst Mal Madrid bzw. die span. Verfassung entmachtet werden.

          • Stefan77

            Aha, jetzt legt Thema die Mindeststimmen für eine eventuelle Unabhängigkeit auf 75% der Bevölkerung fest. In einer Demokratie entscheiden zwar normalerweise 50% +1 Stimme, aber Thema hat es ja nicht so mit der Demokratie. Wer hat Sie eigentlich berufen diese Schwelle auf 75% der Stimmen zu heben? Stephan Mair schlüsselt Ihnen die Ergebnisse genau auf und trotzdem sind es für Sie nur Windungen. Der einzige Schaumschläger sind Sie, zwar nicht rechts, dafür tiefrot-grün.

            • THEMA

              Sie haben immer noch nicht verstanden , oder besser, sie wollen es nicht verstehen, dass, bei einem Referendum zur Unabhängigkeit, die Stimmen zählen und nicht die Mandate, die nach iregndwelchen Berechnungen vergeben werden. Aber selbstverstädlich fällt dann das Kartenhaus das ihr beide konstruiert habt in sich zusammen. 47% dafür 53% dagegen. Dies ist die Realität. Nachzulesen in allen Zeitungen Europas. Der Rest ist Zukunftsträumerei. Ich bin aber gespannt ob der Knoll auch die nächste Ladntagswahl zur Abstimmung umdeutet und dann die Mandate zählt.Wäre nett, dann hätten wir die Polemik um des Kaisers Bart endlich einmal los.

            • Andreas

              Mir ist es schleierhaft wie Ihr annehmen könnt, dass dieses Ergebnis irgend eine Gültigkeit hätte.

              Genau so gut könnte man über Steuerbefreiung abstimmen und dies dann als Selbstbestimmung der Völker deklarieren.

              Warum begreift Ihr eigentlich nicht, dass auch wenn 100% dafür sind, weder Spanien, noch die EU zustimmen werden und sollte die EU, aus welchen Gründen auch immer, es sich überlegen, würde Katalonien die Mitgliedschaft, Euro, Nato, usw. gestrichen.

            • Stephan Mair

              @thema
              Wieso beschimpfen Sie ständig andere als Rechte wenn doch genau ihre Position tief braun ist.
              Wieso können sie eine demokratische Wahl nicht aktzeptieren? Was ist daran Falsch, dass ein Volk seine Zukunft bestimmen will, zumal ohne Gewalt und im Rahmen von europaweit anerkannten Wahlregeln.

              Catalunya hat noch nicht gesiegt,noch kann vieles passieren. Spanien hat übrigens den letzte Putsch Westeuropas erlebt. Ich traue da Madrid eingies zu nach dem Motto: und bist du nicht willig so brauch ich gewalt.

            • stefan77

              @Thema
              Verweise auf meinen obrigen Kommentar. Es genügt, diesen zu lesen, dann verstehen Sie vielleicht, dass keine 53% gegen die Unabhängigkeit gestimmt haben. Ansonsten erübrigt sich jeder weitere Kommentar zu diesem Thema.

    • helmut

      Wie schon gesagt: Immer der gleiche lustige Chor!

      • THEMA

        Das ist immer so nett. Man antwortet nicht auf die Fragen (z.B. Andreas) aber verleumdet weiter
        sinnlos, wie ein Papagei, die die nicht der gleichen Meinung sind. Es zeigt die mangelnde Bildung
        und die Armseligkeit der Argumente.

    • Spaltpilz

      Nehmen wir mal an es gäbe in Südtirol ein Unabhängigkeitsreferendum und es würde verloren (was sehr wahrscheinlich der Fall wäre), dann ließe ich euch mal nach Rom gehen und groß Forderungen stellen!

      • Stephan Mair

        Wieso nicht wir haben denen doch erst 3 Milliarden Euro geschenkt.
        Das ist soviel wie Italien im Jahr 2011 oder 2012 an Entwicklungsgelder gegeben hat.

        Hat Catalunya von einem Tag auf den Anderen eine Wahl darüber abghalten (ja Andreas wir wissen ist nicht Verfassungskonform, passt).
        Nein, das ist keine Sache die man von heute auf Morgen durchzieht. Es braucht Zeit man muss mit allen reden und Überzeugngsarbeit leisten.
        Ich persönlich finde da vor allem das Programm von BBD sehr gut. Und ein Miteinbeziehung aller Volksgruppen in Südtirol (ita, lad, deu, eu-Bürger und nicht) ist auf jeden Fall voraussetzung.
        Ein selbstständiges Süd-Tirol/Sudtirolo, Politik und Gesetze für unser Land die nicht vor einem Verfassungsgericht in Rom angefochten werden, ob zutreffend oder nicht.
        Eine Steuerpolitik auf unser Land zugeschnitten und auf seine Bevölkerung.
        Maßnahmen in der Sanität und Mobilität, Umweltschutz abgestimmt auf uns und nicht auf irgend eine italienische Makroregion.

        Was ist daran falsch? Es braucht Zeit, viel Reden und Erklären, es braucht Vertrauen von Seite der Italiener und verstehen deren Ängste von Seite der Deutschen.
        Die Argumente für die Selbstständigkeit sind nicht für oder gegen jemand, sie sind vielfach finanzieller Natur aber nicht nur.

    • Kassandra

      Ist schon lustig wie manche hier argumentieren. Fakt ist, dass es Wahlen zum katalanischen Parlament waren und in Wirklichkeit keine Volkabstimmung über die Unabhängigkeit. Es ging also um Parteien und deren Programme wie bei allen anderen vergleichbaren Wahlen dieser Art.Die Programm der Parteien bei dieser Wahl beschäftigten sich u.a. mit der Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien und wer bestimme Parteien wählte unterstützte somit die Unabhängigkeit. Es traten aber auch Parteien an, die sich nicht explizit für oder gegen die Unabhängigkeit positioniert hatten und auch gewählt wurden. Die Tatsache, die ganz klar ist, ist jene dass SITZE gewählt wurden und dass die katalanische Regierung aufgrund der gewählten Sitze und nicht auf Basis der absoluten Stimmen zusammengesetzt wird. Die meisten Sitze haben jene Parteien bekommen, die die Unabhängigkeit im Programm hatten, das ist Fakt. Ob sie imstande sind gemeinsam eine Regierung zu bilden, ist offen. Auch wenn man die absoluten Stimmen betrachtet, sind die Stimmen für die Pro Sezession in der Mehrheit mit 47,78 gegen 39,14 jener, die explizit gegen die Sezession ausgesprochen haben. Die Stimmen für jene Parteien, die sich neutral verhalten haben können nicht zu eine der beiden Gruppen dazugerechnet werden und schon gar nicht die Stimmen jener, die gar nicht zur Wahl gegangen sind, deren Meinung kennen wir nicht. Was wir wissen ist die Tatsache, dass die Stimmen jener die sich explizit für die Abspaltung ausgesprochen haben eben bei 47,78 liegt und jene die sich explizit dagegen ausgesprochen haben, eben bei 39,14 liegt, die Befürworter,jener die Parteien gewählt haben, die sich erklärt haben, ist klar. Aber wie gesagt, es geht um die Sitze.
      Aber relevant sollte eine andere Tatsache sein. Es gibt innerhalb DERSELBEN EU eben Zentralstaaten und Föderalstaaten. Die Regionen in den Föderal- oder Bundesstaaten haben alle Freiheiten und genießen sozusagen Eigenstaatlichkeit ( jeder deutsche BundesSTAAT ist eine parlamentarische Republik) und haben weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten. Die Regionen der Zentralstaaten hingegen werden am Gängelband der Zentralregierung gehalten und bekommen höchstens eine Autonomie gewährt. Weil sie wissen, dass sie innerhalb eines Zentralstaates niemals wirkliche Gestaltungsfreiräume erhalten werden, kämpfen sie für die Loslösung. Die Regionen die sich selbst in Bundesstaaten zusammengeschlossen haben, stellt sich diese Frage nicht. Und jetzt kommt der springende Punkt: Ist es gerecht, dass manche Regionen innerhalb derselben EU, etwas haben, was man anderen nicht zugestehen will, zumal Regionen wie Katalonien und Südtirol gegen den Willen der dort lebenden Bevölkerung einem Zentralstaat am grünen Tisch zugeschlagen wurden?
      Um Sezessionsbewegungen zu entkräften braucht es einmal die Umwandlung aller Zentralstaaten (Italien, Spanien u.a.) in Bundesstaaten mit freien Regionen, die NUR dem europäischen Grundgesetz verpflichtet sind. Denn die bestehenden Ungerechtigkeiten werden nie von Dauer sein können.

      • THEMA

        Sie haben die übliche eigenartige Argumentierung der Verlierer. Mas hat (vor der Wahl) gesagt
        nur bei 50% + 1 der STIMMEN wird er die Unabhängigkeit fordern. Geworden sidn es 47% Jetzt wird versucht mit Parteien die dafür, ein bisschen dafür, oder nicht dagegen, oder ganz dagegen sind, im Stil derTaschenspieler zu tricksen. Wenn die Mogelpackung des Mas schon als Wahl gelten soll,
        dann muss man bei den Stimmen bleiben, alles andere ist Kaffeesatzlesen und beschönigen eines
        Misserfolg.

      • Natürlich

        Ist schon lustig, wie Kassandra hier verschweigt, dass es gerade die Separatisten waren, die diesen Wahlen „plebiszitären Charakter“ verliehen und diese zu einer indirekten Volksabstimmung über die Unabhängigkeit erklärten.

    • Kassandra

      Inwieweit meine Argumentation eigenartig ist, erschließt sich mir nicht. Ich habe lediglich Fakten aufgezeigt. Und Fakt ist nun einmal dass es bei dieser Wahl um Sitze ging, da kann Herr Mas vorher erzählen was er will. Und dass diejenigen Parteien, die sich für die Unabhängigkeit ausgesprochen hatten, die Mehrheit der Sitze ( unabhängig von den Verlusten oder Zugewinnen der einzelnen) erlagt haben ist ebenso unbestritten. Ob dies dazu legitimiert die Unabhängigkeit auszurufen ist zweifelhaft, ich persönlich glaube es nicht. Um die Meinung der Katalanen wirklich zu erkunden bräuchte es eine ordentlich durchgeführte Volksbefragung.
      Das Problem sitzt aber, wie bereits ausgeführt, tiefer. Diejenigen Regionen welche (meist gegen ihren Willen) irgendwelchen Zentralstaaten zugeschlagen wurden, haben nicht dieselben Möglichkeiten sich zu entfalten und eigenständige Entscheidungen zu treffen und ihre Umwelt und Zukunft im Sinne ihrer Bevölkerung zu gestalten, wie es Regionen, die bundesstaatlich organisiert sind, haben ( z.B. der Freistaat Bayern oder die Schweizer Kantone) haben. Da Regionen wie Südtirol oder Katalonien wissen, dass die innerhalb dieser Staatsform (Zentralstaat)NIEMALS zu denselben Freiheiten gelangen, wie andere bundesstaatlich organisierte Regionen ( innerhalb derselben EU!!!), versuchen sie es über die Sezession. Das kann ihnen niemand ernsthaft verwehren, denn dass es innerhalb der Eu Regionen mit unterschiedlichen Möglichkeiten zur Eigengestaltung gibt, kann doch nicht gottgewollt sein. Diese Entwicklung lässt sich auch nicht aufhalten, denn in einer Welt die immer unübersichtlicher wird, wo Banken, Großkonzerne, globale Vernetzungen aller Art immer mehr die Überhand gewinnen, haben die Menschen den Überblick verloren. Sie haben Angst immer weniger selbst entscheiden zu können und von außen gegängelt zu werden. Deshalb besinnen sie sich auf ihren unmittelbaren Umkreis und wollen innerhalb dessen mitbestimmen und gestalten. Deshalb sollte man nicht so höhnisch auf die Bestrebungen der Katalanen schauen, sondern sie mit Verständnis betrachten. Und ich muss sagen auch ich kann einem Europa der freien Regionen, die allein dem europäischen Grundgesetz und nicht irgendwelchen Nationalstaaten verpflichtet sind, einiges abgewinnen.

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