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    Goldener Baum

    Goldener Baum

    Die Finanzwache hat einen Südtiroler Holzhändler angezeigt. Er soll sieben Jahre lang schwarz Holz im Wert von 25 Millionen Euro verkauft haben.

    (tom) Um nicht aufzufallen, so vermutet man bei der Finanzwache, hat der Südtiroler Unternehmer, den Sitz seiner Firmen nach Rom verlegt. Doch auf die Spur gekommen sind ihm die Finanzer offenbar trotzdem.

    Es geht um einen Holzhändler aus dem Eisacktal, der nun als mutmaßlicher Steuerhinterzieher angezeigt wurde. Über eine Rekonstruktion der Bankbewegungen fanden die Finanzer von Bozen und Brixen heraus, dass der Unternehmer während der vergangenen sieben Jahre italienweit tonnenweise Holz verkauft – schwarz, also gänzlich unversteuert.

    Das Holz im Wert von rund 25 Millionen Euro war vornehmlich aus Österreich importiert worden. die Firmen des Eisacktaler Unternehmers hatten jeweils geringfügige Gewinne versteuert. In Wirklichkeit, so die Finanzwache, hätte der Holzhändler mehrere Millionen Euro aus seinen Verkäufen versteuern und rund fünf Millionen Euro an Mehrwertsteuer abliefern müssen.

    Und so nannten die Ermittler ihre groß angelegte Operation gegen den Schwarz-Holzhandel „Golden Tree“, goldener Baum.

    Angezeigt wurde auch ein Gesellschafter der Firmen des Holzhändlers aus dem Eisacktal mit (fiktivem) Wohnsitz Monaco. Er soll es verabsäumt haben, in Italien Einkünfte in der Höhe von 400.000 Euro zu versteuern.

    Angezeigt wurden zudem zahlreiche Unternehmer, welche schwarz Holz gekauft hatten. Koordiniert wurde die Ermittlung von der Staatsanwaltschaft Rom.

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    Kommentare (31)

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    • Andreas

      Kurzfristig ein super Geschäftsmodell 🙂
      Es wird Zeit, dass Bargeld abgeschafft wird und solche Deals nicht mehr möglich sind.

      • Tapir

        Aha und du glaubst dass der die evtl. „Schwarzsummen“ als Bargeld mit sich rumgetragen oder ausgegeben hat..?

        Die Finanz stellt mal den „worst case“ fest und sind immer höchst astronomisch unterwegs; wenn im Holzhandel wirklich soviel Geld zu verdienen wäre würde es vor lauter Akteuren wimmeln…

        bis zum Schluss werden wahrscheinlich Vermutungen übrigbleiben eine überschaubare Geldstrafe..

      • Stephan Mair

        Ja besser ist Plastikgeld, so weis jeder der es will genau wie viel ich ausgebe und für was.
        Damit kann man dann wunderbar mein Kaufverhalten ausleuchten und dementsprechend mich dann mit personalisierter Werbung zumüllen.

        Und wenn es soweit ist dann werde ich eingesperrt weil ich 1984 oder Farm der Tiere gekauft habe.

        Nein Danke.

      • Armin

        Landespo..o mit deinen drei Kröten.Neidisch?

    • Karl

      Andreas: Du glaubst wohl, dass die Abschaffung des Bargeldverkehrs die finanziellen Probleme dieses Staates lösen kann. Du bist ein wirklich sehr naiver Sozialist nach dem Motto: „Aufwärts immer, rückwärts nimmer“. Träum weiter!

      • Andreas

        Abschaffung von Bargeld und Kontrolle des Zahlungsverkehrs hilft sehr wohl die Schattenwirtschaft auf ein Minimum zu reduzieren.
        Steigen dadurch die Steuereinnahmen, können die Steuern auf ein erträglicheres Maß gemindert werden.
        Endgültig gelöst wird das Problem nicht, doch es wäre ein erster Schritt zu mehr Steuerehrlichkeit.
        Frag ruhig nach, wenn etwas nicht verstanden hast….

        • Alter Egon

          ja die 1000€ Bargeldgrenze hat das ja eindrucksvoll bestätigt. Bist wohl ein Öffentlicher?

          • Andreas

            Was um alles in der Welt ist ein „Öffentlicher“ bzw. ist das Gegenstück ein „Geheimer“?

            Dein Grundgedanken, dass jemand etwas nur befürwortet, weil es ihm keinen Nachteil bringt, ist schon mal falsch, bitte schließe nicht von Dir auf andere.

            Mit der 1.000 Euro Regel kann ich trotzdem bei einem illegalen Geschäft 10.000 Euro in bar bezahlen, deshalb hat Bargeld abschaffen mit dieser Regel schon mal wenig bis gar nichts zu tun.

            Gäbe es kein Bargeld, müsste man die 10.000 Euro mit Schweinen oder Kühen zahlen, was ich schon logistisch als problematisch ansehe, da ich z.B. keinen Stall für die Tiere hätte.

            • Alter Egon

              Öffentlicher, meinte öffentlicher Angestellter. Also einer der auf den 27. wartet und kein Schwarzgeld hat.
              Aber vielleicht bist du auch ein Banker, die würden ja profitieren. Obwohl, da gibt es doch diese Studie von der Deutschen Bank, die du dir bitte selbst suchst, die belegt, dass das Abschaffen von Bargeld kompletter Schwachsinn wäre.
              Abgesehen davon, stünde der totalen Überwachung dann nichts mehr im Wege.

            • Andreas

              Du meinst die „Deutsche Bank“, grad die, welche x Milliarden Rückstellungen wegen Betrug und über 2.000 Klagen gebildet haben?
              Ja wenn etwas von denen kommt, muss es ja richtig sein 🙂
              Welcher der glorreichen Krieger Jain und Fitschen hat die Studie zu verantworten?

              Danke zur Erklärung für „Öffentlicher“, wäre aber nicht notwendig gewesen.
              Wie geschrieben, schließe nicht von Dir auf andere.

            • steve

              Ohne Bargeld ließe sich Steuerhinterziehung und Deflation bekämen, da man negative Zinsen einheben könnte.

            • Alter Egon

              und wie sieht es mit der totalen Überwachung aus?

    • Alter Egon

      Da sollte auch der letzte Doofmensch sehen, dass uns Steuerflüchtlinge mehr kosten als Kriegsflüchtlinge

    • Nix verstehn-andere Baustelle

      Wirtschaftskriminalitaet, legal oder illegal, hat es, gibt es und wird es immer geben… jedoch koennte man deren ein wenig Herr werden wenn gewisse
      Grundlagen und/oder Voraussetzungen geaendert oder angepasst wuerden. Z.B. wenn der Steuersatz von derzeit ca. 42% auf 20% gesenkt wuerde.
      oder wenn Ver- und Ankauf von Unternehmen nur noch mittels elektronischer Abwicklung laufen koennten und wenn endlich das so sehr gepriesene vereinigte Europa sich auf ein gemeinsames Steuerfandernetz einigen koennte.

    • Specht

      Sehr gut,das war endlich gute Arbeit von Finanzwache.Es wird noch viel mehr aufgedeckt als mancher glaubt

    • martin

      Frandreas for Landeshauptmann 🙂

    • tottele

      Ich wüsste da noch einen Herrn , der vor Jahren in Deutschland mit eigenem Personal Holzfäller ausübte und in der Nacht befahl er immer einen der Arbeiter zur Grenze zu fahren mit voller Ladung und kassierte ordentlich ab . Ergebnis : Er hat sich damit inBozen 3 Wohnungen gekauft !

    • sepp

      so gscheide wie in Andreas in Südtirol koane

    • Karl

      Andreas: Du und Dein neoliberales Denken. Schwarzgeld belebt auch die Wirtschaft. Du denkst, dass die private Wirtschaft mit ihren Steuerabgaben den Staat finanzieren muss, das ist ein Irrglaube. Ich glaube, Du musst ein bisschen was von Keynes lesen, dann wirst Du aufwachen mit Deinem Geschwätz!

      • Andreas

        Ob Wirtschaft oder Privatperson, einer zahlt gezwungenermaßen die Steuern und wenn die Steuersätze durch mehr Steuergerechtigkeit und weniger Steuerhinterziehung niedriger wären, würde mehr in den Konsum fließen, was wieder mehr Wachstum bedeuten würde.
        Ein Bankraub belebt nebenbei auch die Wirtschaft.

        Befürwortet Keynes Steuerhinterzug?

    • Wusler

      Andreas ist Beamter – noch fragen?

    • iluap

      Bezüglich kein bargeld: wenn alles mit kredit karte bezahlt wird ist alles offiziell das stimmt und wäre nicht schlecht, nur wer dabei verdient sind nur die Banken. Die kommissonen müßten bei höchstens 0,2 prozent lieben und nicht bei 0,9 bis 5%. Ein kleines Beispie mit Bezahlung per Kartel: wenn jemand für 50,00 € beim Bäcker einkauft, dieser mit den Selben 50,00 € den Frisuer, der Frisuer mit den Selben 50,00 € den Metzger und dies so weiter bei 10 verschiedenen Einkäufen und der letzte Käufer zum Schluß wieder mit 50,00 € per Karte beim Bäcker so bleilben bei 1,2 % Kommissionen ca. 43,80 € übrig, und wer hat schließlich verdient ??? Nur die Bank. Wenn alles mit Bargeld bezahlt wird bleiben am ende wider genau die 50,00 € übrig, wer hat schließlich verdien??? jeder einzelene Käufer. Warum macht es der Staat nicht anders??? Wäre es nicht sinnvoll, dass der Staat jeder Privatperson die Möglichkeit gäbe gewisse Beträge in Abzug zu bringen`? (egal Frisuer, Urlaub, Zahnarzt, Hausrenowierungen, Gemüsehändler, Getränke an der Bar und so weiter) Dafür müßte er am Ende eines jeden Jahres einen gewissen % der ausgegebenen Spesen bekannt geben (heuer z.B. 10% des Urlaubers, 5% des Malers, 30% des Zahnartztes usw.. und jedes Jahr anders) somit wäre jede Person im vorhinein gewillt sich für alles einen Kassazettel, oder ricevuta machen zu lassen, denn er weiss ja nicht im vorhinein wieviel % er für was absetzen kann, und somit wäre alles versteuert, und egal ob mit Bargeld oder mit Karte bezahlt.

    • Mekfly

      das Geld auf meinem Konto werde ich nicht für Blödsinne ausgeben, habe ich aber was dazuverdient kann es sein dass mir kurz mal ein Blödsinn nicht zu teuer ist.

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