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    Die Tumler-Preisträgerin

     Landesrat Philipp Achammer, Preisträgerin Kristine Bilkau, Bürgermeister Andreas Tappeiner (Foto: © Franz Grassl)

    Landesrat Philipp Achammer, Preisträgerin Kristine Bilkau, Bürgermeister Andreas Tappeiner (Foto: © Franz Grassl)

    Der mit 8.000 Euro dotierte Franz-Tumler-Literaturpreis 2015 geht an Kristine Bilkau für ihren Debütroman „Die Glücklichen“. Den Publikumspreis erhielt Petra Hofmann.

    Kristine Bilkau (41, Hamburg) wurde für ihren Debütroman „Die Glücklichen“ mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis ausgezeichnet.

    Die Gemeinde und der Bildungsausschuss Laas sowie Literatur im Südtiroler Künstlerbund richteten den Literaturpreis für deutschsprachige Debütromane heuer zum fünften Mal aus.

    Die Auszeichnung ist mit 8.000 Euro dotiert und wird von der Südtiroler Landesregierung gestiftet.

    „Kristine Bilkau erzählt in ‚Die Glücklichen‘ mit großer Präzision von einem Paar, dem das scheinbar selbstverständliche Glück nicht mehr gelingt. Die allgemeine Krise wird zur persönlichen, sie bildet sich in ihren Körpern ab, in ihrer Beziehung zueinander, und sie trübt die Freude an ihrem kleinen Sohn.

    So erweist sich diese Geschichte als eine durch und durch gegenwärtige. In einer Komposition von beeindruckender Geschlossenheit beschreibt Kristine Bilkau bedächtig und subtil den stufenweisen Abstieg in ein städtisches Prekariat.

    Der Roman ist eine empathische und zugleich satirische Milieustudie der ‚Bobos‘, die sich nicht zwischen Bourgeoisie und Bohemiendasein entscheiden können und denen scheinbar alle Lebensplanung aus den Händen genommen wird.

    Und es ist ein Buch über die Angst, ein melancholisches Buch, das aber sehr wohl den Ausweg aus der Lebenslüge und den Lichtblick in ein anderes Leben zulässt“, so die Begründung der Jury.

    Jurorin Daniela Strigl hatte Kristine Bilkau für die Teilnahme am Preis nominiert.

    Vergeben wurde auch ein Publikumspreis, die meisten Stimmen gingen an die in Süddeutschland geborene und in der Schweiz lebende Finalistin Petra Hofmann für ihren Roman „Nie mehr Frühling“.

    Sie darf sich über einen dreiwöchigen Schreibaufenthalt in der Künstlerwohnung auf dem Rimpfhof freuen, den der Verein der Vinschger Bibliotheken ermöglicht.

    Neben Kristine Bilkau und Petra Hofmann hatten sich Sandra Gugic aus Wien, Margit Mössmer aus Niederösterreich und Gesa Olkusz aus Berlin mit ihren Erstlingswerken der Jury gestellt.

    Die international besetzte Jury bestand aus Kennern des Literaturbetriebes: Daniela Strigl (Literaturwissenschaftlerin/Wien), Toni Bernhart (Literaturwissenschaftler/Autor, Prad/Berlin) Manfred Papst (Journalist/Ressortleiter, Zürich), Gerhard Ruiss (Autor/Musiker, Wien) und Gregor Sander (Autor/Berlin).

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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