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    „Wir gehören zusammen“

     Anlässlich des Euregio-Fests öffnete das Museum Münze Hall seine Türen. Die drei Landeshauptleute nutzten die Gelegenheit und prägten gemeinsam mit zahlreichen Besuchenden eine Euregio-Münze. Foto: Land Tirol/Frischauf

    Anlässlich des Euregio-Fests öffnete das Museum Münze Hall seine Türen. Die drei Landeshauptleute nutzten die Gelegenheit und prägten gemeinsam mit zahlreichen Besuchenden eine Euregio-Münze. Foto: Land Tirol/Frischauf

    Was zusammengehört, neu verbinden – so definierten am Samstag die Landeshauptleute von Südtirol, Arno Kompatscher, von Tirol, Günther Platter, und des Trentino, Ugo Rossi, beim Euregio-Fest in Hall das Ziel der Europaregion. Das Fest, zu dem 5000 Personen aus den drei Ländern nach Hall gekommen waren, stand unter dem Motto: „Gemeinsam feiern und zusammenwachsen“.

    Rund 5000 Personen besuchten heute das Euregio-Fest in Hall, das ganz im Zeichen der drei Länder Tirol, Südtirol und Trentino stand.

    „Unser Ziel in der Europaregion Tirol ist das Zusammenwachsen der drei Landesteile, Tirol, Südtirol und des Trentino sowie seiner Bevölkerung. Was historisch zusammengehört hat, wollen wir neu verbinden. Die Menschen sollen spüren, dass die Europaregion ihr Leben positiv beeinflusst. Auch gemeinsames Feiern soll dabei einen fixen Platz haben – das ist uns mit diesem Fest gelungen. Die Besucherinnen und Besucher aus den drei Ländern hatten heute die Gelegenheit, die verschiedenen Facetten der Europaregion kennenzulernen“, freuten sich die Landeshauptleute Günther Platter, Arno Kompatscher und Ugo Rossi über das gelungene Euregio-Fest. Die Veranstaltung bildete den Abschluss des zweijährigen Tiroler Vorsitzes in der Europaregion.

    An vier Schauplätzen konnten die Besucher die Euregio erleben: Beim Salzlager wurde ein buntes Familien- und Kinderprogramm geboten, auf dem Oberen Stadtplatz lösten sich verschiedene Bands und Musikgruppen ab, die zahlreiche Konzerte gaben. Für Begeisterung sorgten unter anderem die Band Boarding Line, Sieger des Upload Sounds-Festivals, die Musikkapelle Wintherthur oder der Trentiner Chor La Valle di Sover. Die Highlights bildeten das ladinische Poptrio Ganes und Herbert Pixner mit Band. Am Oberen Stadtplatz befand sich auch die Kulinarik-Meile mit Gerichten und Spezialitäten aus den drei Landesteilen.

    Sportlich ging es währenddessen beim Halbfinale des Kerschdorfer Euregio-Fußballcups in der Unteren Lend zu, bei dem die Paarungen für den morgigen Finaltag ausgespielt wurden. Am Sonntag wird dann ab 10 Uhr um Platz drei gespielt, im Anschluss findet das Endspiel um den von Euregiopräsident Platter gestifteten Gewinnerpokal statt.

    Darüber hinaus öffnete das Museum Münze Hall mit dem Münzerturm seine Tore. Hier konnten Besucher ihre eigene Euregio-Münze prägen. An mehreren Ständen konnten Informationen über die Euregio gesammelt werden. Zahlen und Fakten gibt es nun auch im neuen Statistikfolder, der beim Fest vorgestellt wurde. Die drei Landeshauptleute werteten ihn als nützliches, umfassendes und kompaktes Referenzwerk für all jene, die auf Entdeckungsreise durch die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino gehen wollen. Abgerufen werden kann der Folder unter www.europaregion.info/zahlen.

    Das Euregio-Fest wurde als Green Event konzipiert. So wurde unter anderem kein Wegwerfgeschirr verwendet, die Besuchenden konnten kostenlos und umweltfreundlich mit dem Euregio-Zug anreisen. Zudem wurde ein besonderes Augenmerk auf Mülltrennung gelegt.

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    Kommentare (18)

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    • ......

      Ansonsten streiten sie, aber wenns um Knete geht…grinsgrins….wen grinsen die eigentlich an? Uns? Mah….

    • cecon

      Geldsäcke gehören zusammen! !

    • Einereiner

      Ja, aber ohne das Trentino. Trennt endlich dort, wo getrennt werden soll. Südtirol zu Österreich und Trentino zu Italien.

    • Pirmin

      Euregio Tirol, ist ein aktueller Versuch die Mumie Alt-Tirol wieder aus der geschichtlichen Versenkung herauszuholen, aufzukricken und mittelalterliche feudalherrschaftliche Zustände wieder hoffähig zu machen. No way!
      Innsbruck und Trient versuchen ihre Vormachtstellung wieder auf Vordermann zu bringen. Innsbruck hegt alttirolische Hauptstadt-Allüren, Trient hat uns ebenfalls eine Zeitlang bevormundet. Der 1. Weltkrieg hat uns von Innsbruck befreit und von Trient haben wir unsere Selbstständigkeit mit dem „Los von Trient“ erkämpft. Südtirol hat sich gemausert, ist emanzipiert, erfolgreich und ist heute selbstständig. Diesen paradiesischen Zustand gilt es zu bewahren und zu verteidigen.
      Südtirol darf sich nicht einem bürokratisch-politischen Konstrukt ausliefern, wie es die Euregio Tirol darstellt, die gezielt von Politstrategen von oben her ausgeklügelt, lediglich geschichtliche lokale Vergangenheitsgeografie neu etablieren möchten. Südtirol muss achtgeben, sich nicht wieder in die Abhängigkeit einer oder beider Nachbarprovinzen (Nordtirol und Trentino) hinein manövrieren zu lassen. Wir haben – Dank der Republik Italien – unsere Autonomie*, also unsere Selbstständigkeit, erringen können, es gilt nun diese zu wahren und zu pflegen und sie gegen Unterwanderungsversuche zu verteidigen. Wehret den Anfängen!
      * Österreich zum Vergleich hat dem Trentino nie eine Autonomie gewährt! (Richard Schober, Der Kampf um das Autonomieprojekt 1900-1902 für das Trentino, aus der Sicht österreichischer Quellen. La lotta sul progetto d’autonomia per il Trentino degli anni 1900-1902, secondo le fonti austriache. Società di studi trentini di scienze storiche Trento (Collana di Monografie 31), Trento 1978 (Zweisprachig deutsch-italienisch)

    • Gottl

      Die Blutspuren sind zu groß, da kann nichts mehr zusammenwachsen, man kann höchstens nachbarschaftlich kooperieren, Vergangenheit in die Gegenwart zurückholen? mit der Geschichte? nein, niemals.

      • Stefan77

        Welche Blutspuren? Mir ist nicht bekannt, dass sich Tiroler dies- u. jenseits des Brenners je bekämpft haben. Welschtirol hat sich auch an den Abwehrkämpfen stets beteiligt. Die letzten Blutspuren auf unserem Gebiet gab es vor Hundert Jahren zwischen Tirolern und den italienischen Angreifern.

        • Genovefa

          Euch scheint schon mehr nicht bekannt zu sein bzw. man versucht die Tatsachen zu verdrehen wie’s grad politisch ins Kalkül passt. Neuerdings wird auf dieser von den lokalen Rechtsaußen-Organisationen neu ausgedachten Geschichtsdarstellungs-Welle versucht die Trentiner von den anderen Italienern zu trennen. Die Trentiner und die anderen italienischen Regionen, wie Lombardei, Veneto und Friuli haben im Laufe der österreichischen Okkupation jede Menge Tote zu beklagen und bei den kriegerischen Auseinandersetzungen (bei denen die Südtiroler als vermeintliche Österreicher, in Wirklichkeit eingedeutschte Rätoromanen, fleißig mitgemischt haben) ging es die österreichische Fremdherrschaft loszuwerden, was ja Gott-Lob geglückt ist.

          • Stefan77

            Wer verdreht hier die Tatsachen????
            Die Südtiroler als eingedeutschte Rätoromanen? Wie wollen Sie wissen ob ich ein eingedeutschter Rätoromane bin oder von den Bajuwaren abstamme? Übrigens, es gab bereits vor den Rätoromanen Völker im heutigen Südtirol wie z.B. die Venosten, Isarker usw. welche wahrscheinlich den Kelten angehörten. Wurden diese Völker dann von den Rätoromanen Romanisiert?
            Haben Welschtiroler Seite an Seite mit den restlichen Tirolern 1809, 1848, 1866 und im 1. WK gegen die Aggressoren (lediglich 1809 Bayern und Franzosen, ansonsten immer gegen Italiener) gekämpft oder nicht? Haben über 10.000 Welschtiroler in den Reihen der Tiroler Kaiserjäger ihr Leben gegeben um die Heimat zu verteidigen oder nicht? Wie viele Welschtiroler haben sich denn auf die Italienische Seite geschlagen außer Battisti und wenige andere? Kennen Sie das Sprichwort welches unter den Italienische Soldaten über die Welschtiroler kursierte? Dio ci lieberi degli irredenti.
            Ja gegen das österreichische Joch haben die Tiroler (Welschtiroler, Ladiner, deutschsprachige Tiroler) wirklich sehr hart gekämpft. Die Tiroler Geschichte ist voll von Schlachten gegen Österreich. Wie z.B. 1703, ach nein da ging es ja gegen Bayern. Na dann 1809, ach nein Kämpfe gegen Bayern und Franzosen. Na dann eben 1848, 1866 und im 1. WK, wieder nichts, da kämpften die Tiroler ja gegen die Italiener. Ja das österreichische Joch muss den Tirolern wirklich sehr zugesetzt haben. Fremdherrschaft in der Lombardei und Venetien mag zugetroffen haben, aber heute sehnen sich viele Menschen in Venetien und vor allem im Friaul nach der österreichischen Herrschaft. Die Lombardei und das Veneto haben die österreichische Herrschaft mit der Fremdherrschaft von Rom eingetauscht. Glücklicher sind sie deshalb nicht geworden. Es ist kein Zufall, dass in diesen Regionen die Lega regiert und viele Menschen sich von Italien loslösen wollen. Ich hoffe jedenfalls, dass sie diese Fremdherrschaft auch los werden.

    • Gottl

      Diese institutionellen Fress- und Sauffeste, wie bei den Gemeindepartnerschaften, bringen überhaupt nichts, außer eben auf Vereinsebene Gelegenheit zum Fressen und Saufen auf Kosten der Allgemeinheit.

    • Hubert

      vielleicht wirklich ein neuer Anfang?
      die ewigen Miesmacher wird es immer geben – auch einen Neuanfang machen sie schlecht.
      Mein Gott, wissen die wirklich, was sie wollen?

    • schorsch

      Eine „Währung“ prägen, die es nicht gibt ist Falschmünzerei. Die drei Grinser sind also selbstenttarnte politische Falschmünzer, politische Scharlatane, dem Betrug am Volk verpflichtet. Sie müssen abgewählt werden, da werden ihnen Stimmungsmacher mit Freß- und Sauf-Festen nichct mehr helfen.

      • Lisbeth

        schorsch, wieso gefällt dir das protzige Getue rund um die politisch-gestrige Fantasiefigur Euregio Tirol nicht. Auf regionaler höchster Ebene wird versucht die Mumie Alt-Tirol aus dem blutbefleckten geschichtlichen Sarg auszugraben und auf den Polit-Altären der lokalen Gegenwart nun als erweiterten regional-politischen Zukunftskäfig erzkonservativer Weltanschauung als neuerdings erstrebenswert zu präsentieren. Die tiroler Miliz marschiert schon fleißig mit mit trara und bum-bum-Salven. Vielleicht gelingt es doch früher oder später das friedliche Zusammenleben zu zerstören und kriegerische Konflikte auch bei uns auszulösen. Ist doch wunderbar, eine solche aktive Zukunftsvorstellung für unsere Alpen-Provinzen, was stört dich daran?

    • helmut

      Gegen ein alpines Folklore-Fest wäre überhaupt nichts einzuwenden. Musik, Essen, Trinken! Warum nicht!

      Abzulehnen ist das pseudo-patriotische Geflunker, dass mit dem aufgeblasenen Luftballon „Euregio“ die Landeseinheit Tirols erreicht wäre.

      Die „Euregio“ hat keine Gesetzgebungs-Kompetenz, keine Verwaltungs-Kompetenz und keine Exekutiv-Kompetenz.

      Sie ist eine Augenauswischerei und eignet sich für inhaltslose aber wohltönende Sonntagsreden von Politikern, denen die Landeseinheit so etwas von Wurscht ist, die aber wiedergewählt werden wollen.

      Immerhin verdienen sie im Monat das, was mancher Normalbürger im Jahr für seine Arbeit – und nicht für’s Sprücheklopfen – bekommt.

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