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    Schuldig!

    Schuldig!

    Die Rekurse der ehemaligen SEL-Führungsspitze wurden vor dem Kassationsgericht abgewiesen. Damit ist das Urteil im zweitinstanzlichen Prozess um den Ankauf des Kraftwerkes Mittewald rechtskräftig.

    Es war ein spannender Abend vor dem römischen Kassationsgericht. In der Causa „Stein an Stein I“, die die Gerichte seit mehreren Jahren beschäftigt, könnte nun endlich ein Schlussstrich gezogen werden.

    Zur Erinnerung: Der ehemalige SEL-Präsident Klaus Stocker und der damalige Präsident des Aufsichtsrates, Franz Pircher wurden bereits in zwei Instanzen des Betruges schuldig gesprochen.

    pircher prozess stein an stein

    Ex-SEL-Aufsichtsratspräsident Franz Pircher

    Ihnen wurde vorgeworfen, das Land mit einem Gutachten zum angeblichen Wert des Kraftwerks Mittewald getäuscht zu haben – nur um sich dann gemeinsam mit Maximilian Rainer über Strohmänner dasselbe Kraftwerk zu sichern.

    Nach dem zweitinstanzlichen Urteil hatte man aufseiten der Verteidigung bis zuletzt auf eine Verjährung des Falles gehofft. Bereits morgen wäre die Frist aufgrund des italienischen Verjährungsgesetzes abgelaufen.

    Die Hoffnungen waren vergeblich: Die Rekurse von Klaus Stocker und Franz Pircher wurden abgewiesen, damit ist das zweitinstanzliche Urteil rechtskräftig. Sprich: Eine bedingte Haftstrafe in Höhe von einem Jahr und sechs Monaten.

    Eine tatsächliche Haftstrafe zumindest ist ausgeschlossen, die Strafe ist auf Bewährung ausgesetzt.

    Nach Informationen der TAGESZEITUNG prüft man aufseiten der Anwälte nun einen Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

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