Du befindest dich hier: Home » Politik » Schundblatt

    Schundblatt

    Schundblatt

    Die Rüge kam von ganz oben. Der Präsident des Landtages des Bundeslandes Tirol zog bei einem Treffen der Landtage Südtirol und Tirol wild über die Tageszeitung her.

    Mieser Journalismus sei das, die Tageszeitung sei zudem ein Schundblatt. Wenn das der Präsident eines Bruderlandtages sagt, dann hat das natürlich ein ganz besonderes Gewicht, schließlich ist Herwig van Staa ja eine politische Größe Tirols.

    Der Schwiegersohn des mythischen Landeshauptmannes Eduard Wallnöfer, der in Südtirol wie ein Heiliger verehrt wurde, hätte ja in seine Fußstapfen treten sollen, seine Landeshauptmannschaft war aber von kurzer Dauer, dafür wurde er mit dem Sessel des Landtagspräsidenten abgegolten, ein Posten, der seiner Eitelkeit genüge tut. Warum er so über uns hergefallen ist?

    Die Geschichte ist ganz banal. Der Südtiroler Landtag hatte ein Treffen mit den Nordtirolern vorgeschlagen, um gemeinsame Themen zu besprechen: Flüchtlinge und Fahrverbot. Van Staa hat die Einladung ohne Wissen der Südtiroler Seite an seinen Trentiner Amtskollegen Bruno Dorigatti ausgedehnt, was bei den Südtirolern für arge Verstimmung sorgte.

    Der Tageszeitung wurde dieser Zank zugespielt und nachdem er von höchster Stelle bestätigt wurde, hat die Tageszeitung es sich erlaubt, darüber zu berichten. Apriti cielo.

    Eine Sauerei, diese Tageszeitung, wie immer, unseriös, Schmierenjournalismus aller schlimmsten Güte, ein Schundblatt. Starker Tobak, wenn man bedenkt, dass gar nichts Falsches gesagt wurde, sondern lediglich das berichtet, was bei den Fraktionssprechern im Landtag Tagesgespräch war und für Unmut sorgte.

    Das Problem hat dann Dorigatti gelöst, indem er sich entschuldigte. Muss man sich deshalb beschimpfen lassen? Von einem vornehmen Herrn wie van Staa hätte ich mir das nicht erwartet. Gewisse Politiker lieben die Presse nur dann, wenn sie über sie gut berichtet, keine Fragen stellt, nicht hinter die Kulissen blickt. Diese Kategorie Politiker lieben den Verlautbarungsjournalismus, am liebsten sehen sie es, wenn man die langweiligen Kommuniques ihrer PresseprecherInnen veröffentlicht, Lobhudeleien in der Regel.

    Neulich wurde mir berichtet, dass der Fraktionssprecher der SVP im Landtag gesagt haben soll, dass es ihm persönlich völlig gleich sei, wenn die Tageszeitung eingeht. Er hat das nicht seiner Frau zu Hause gesagt, sondern in einem Kreis von Politikerkollegen, weshalb ich annehme, dass die Nachricht wahr ist.

    Warum sollte eine Person sich so was einfallen lassen? Ich muss sagen, dass ich schon sehr, sehr sehr enttäuscht und auch traurig war, weil ich den Fraktionssprecher eigentlich schätze und ihm immer eine hohe demokratische Kultur zuerkannt habe. Nun höre ich, dass er auf die zweite Tagezeitung deutscher Zunge pfeifen würde und beweist damit, was er vom Medienpluralismus und von der Meinungsfreiheit hält.

    „Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ Dieses sehr pathetische, dem französischen Schriftsteller und Philosophen Voltaire zugeschriebene Zitat sollte eigentlich die Grundlage der Meinungsfreiheit in jeder modernen, aufgeschlossenen Demokratie sein.

    Ich weiß nicht, was den Herrn Fraktionssprecher dazu bewegt, eine so schreckliche Meinung über uns zu haben, wahrscheinlich ist er mit der Berichterstattung aus dem Landtag unzufrieden, vielleicht ist über ihn was Schlechtes oder Falsches geschrieben worden. Darüber kann man sich beschweren, ohne gleich den Tod des Blattes zu wünschen. Arme Demokratie. Ich hoffe, dass das ein Scherz war, ein Witz, wenn auch ein blöder.

    Über den Verfolgungswahn einer Fraktion, die ich nicht nenne, will ich gar nicht reden. Da gibt es Eingaben und ein Abgeordneter hat geklagt. Er will 1.500.000 Euro von uns.

    Dabei muss ich sagen, dass wir zum Großteil der Politik ein ausgesprochen nettes, freundschaftliches und respektvolles Verhältnis pflegen.

    Clip to Evernote

    Kommentare (49)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • michl

      Wen interessiert das was ein Würstchen meint? 🙂

      • barfusler

        all dein Bemühen macht die Arbeit der Tageszeitung wohl kaum einfacher nicht den Eindruck eines Schmierblattes zu hinterlassen.
        Sorry, verstehe aber nicht dass solch eindeutiger Mist hier liegen bleibt

      • Mark

        Meinst du damit den Chef dieses vermeintlichen „Schundblattes“ vielleicht? Wenn ja, dann hast du Recht, denn das hat auch hier schon immer geholten und gilt immer noch, wessen Brot ich esse, dessen Lied singe ich noch so laut, die Hofnarren der Herrschenden sind das zweitälteste Gewerbe der Welt, und welches das älteste ist, wo man sogar die eigene Großmutter für Bares verkauft, wird man schon allgemein wissen müssen. Dabei ist das nur die Spitze der Spitze des Eisberges, wenn man mehr dazu wissen sollte, wie der Hase hier bei dieser Frage wirklich läuft, mir persönlich wird es dabei meistens speiübel, andere sagen Mahlzeit, bzw. boun apettito, also nur weiter so!

        • mary

          Die ff deckt auf, schaut hinter die Kulissen, hinterfragt, rüttelt an Tabus, sorgt für Überraschungen, fordert zur Diskussion, stellt interessante Menschen vor, hat die besten Fotos.
          Wer ff liest, wird sich oft ärgern – über die Zustände, die von dieser Zeitung aufgedeckt werden.
          Wer ff liest, wird sich oft krumm lachen – über den Witz, den diese Zeitung neben ihren knallharten Storys pflegt.
          Die ff schreibt nicht das, was die da oben gerne lesen möchten, sondern das, was die da oben fürchten.
          Die ff gibt jenen eine Stimme, die etwas zu sagen haben.

          nehmt euch halt ein beispiel!

    • Silvius M.

      ja, ja so sind sie halt unsere strammen Politiker, die von uns Bürgern in die Landtagsbar abgeordnet bzw. verdammt wurden, damit sie nicht allzu großen politischen Schaden im Ländle anrichten. In der Landtagsbar, da wird seit 30 Jahren große Politik gemacht. Denn 28 Jahre hat nur einer regiert und da mussten alle „mucksmäuschen“ spielen. Jetzt regiert einer, der meint er kann´s und wo sich alle anderen Abegordneten immer „ducken“, wenn wieder einmal ein Blödsinn verzapft wird oder das „Arno & Achi Marketing“ wieder mal völlig daneben greift. Aber sagt, wo geht das „sich ducken“, das „mucksmäuschen machen“ und das „Bückling sein“ besser als in der Landtagsbar beim Dieter Stegerle? Und deswegen ist ja auch die „Gipfele“ und „Panini“ Rechnung unser Landtagsabgeordneten so hoch ausgefallen…

      • Andreas

        Durnwalder war von 1989 bis 2014 was 25 und nicht 28 oder 30 Jahre sind.
        Könntest Du mir erklären was „mucksmäuschen“ spielen bedeutet?

        • Peter.g

          Durnwalder hat schon als LR für die Bauernlobby gewusst wie man gratis und umsonst seinen Bauch füllen kann. Den persönlichen Kreis für sein Weiterkommen hat schon damals aufgebaut. Wie lange war Landesrat?

        • Silvius M.

          Andreas, hast recht, es sind 25 Jahre!
          Mucksmäuschen spielen hat für unsere Politiker geheißen: Geld kassieren, Maul halten, beim Klingelton in den Landtag rennen, Hand rauf oder runter machen, je nachdem wie es Durni dirigiert hat, dann zurück in die Landtagsbar, mucksmäuschen still sein und weitermarschieren!

      • Gregor Beikircher

        @Silvius M.
        Bei Durnwalder mussten sich wirklich alle (fast alle) ihm unterordnen. Ich habe das nie gemacht und hatte deshalb auch einige offene Auseinandersetzungen mit ihm. Hernach war er dann recht höflich mit mir. Allerdings wich er mir auch öfters aus und versuchte mich nicht zu beachten.

        • Andreas

          Die Wortgefechte von Durnwalder mit der großen Pizzinini waren teilweise genial. War in Badia mal dabei als sie ihn von der der Bühne aus zur Schnecke machte und er klein bei gab. Er respektierte sie sehr, denn sie war eine der Wenigen, die ihn auch um den Fingern wickeln konnte um etwas zu erreichen. Bei ihr, welche vor Kurzem verstorben ist, hat auch Durnwalder seinen Meister gefunden, sie war in manchen Beziehungen klüger als er.

    • wert

      Bravo michl , Mehrzahl Würstchen !

    • Andreas

      Reichlich dünnhäutig wie Tribus wie immer auf Kritik reagiert, wobei er in diesem Fall aber mal zufällig recht hat.
      Die Aussage, dass er sehr, sehr, sehr enttäuscht und sogar traurig ist, finde ich jetzt amüsant. anscheinend liest er sein eigenes Blatt manchmal nicht.
      TZ ist Boulevard und teilweise ein richtiges Schmierenblatt, da die Artikel einseitig sind um das eigene, manchmal recht derbe Publikum, zu bedienen. Ich dacht eigentlich mit der Bestimmung des Chefredakteuers und dem Abgang des besten Journalisten Südtirols, war klar, welche Linie das Blatt verfolgt.

      • barfusler

        Jedenfalls scheint kein anderes Medium gut genug zu sein deine auch schon mal nicht ganz so sauberen Kommentare auszuhalten. Anforderungen können sich halt auch schon mal widersprechen, wobei die TZ den nicht ganz falschen Weg eingeschlagen zu haben scheint

    • Hubert

      Andreas, also da muss ich doch mal das „Schmierenblatt“ verteidigen, wenn ich das grundsätzlich bei Zeitungen nicht so gerne tue.
      Zeitungen sind halt mal interessiert, für den Leser vermeintlich „Interessante Meldungen“ zu verbreiten, denn das ist das, was die Verkaufszahlen fördert.
      Deine Einstufung in Richtung TZ wundert mich insofern, dass Du eigentlich reichlich Raum in diese, „Schmierenblatt“ einnimmst.
      Wie soll man das verstehen?

    • Hubert

      sorry:sollte natürlich heißen „in diesem „Schmierenblatt“…..

    • Tobia

      Europaregion Tirol ist überflüssig und hässlich wie ein Kropf! Dabei geht es lediglich um die Vormachtstellung von Innsbruck wieder zu etablieren, wie im Mittelalter, das will kein Mensch mehr. Es ist lediglich ein teurer Traum von ausrangierten rechtskonservativen Provinzpolitikern, die den Leichnam Alt-Tirol wieder aufkricken wollen, no way! Die Geisterkreation Europaregion Tirol ist abgestandenes Bier von vorgestern und folglich ungenießbar, sofort aufhören mit dem Pseudo-Heimat-Theater, vollkommen überflüssige Geldverschwendung, schlimmer noch wie die Region Trentino-Südtirol, die auch schon längst abgeschafft gehört.

    • Lubia

      Die Innsbrucker sind unsere Nachbarn, und dabei muss es auch bleiben. Wir wollen die ungute gemeinsame Geschichte nicht neu beleben. Die lebensfreuden-spendende Mittelmeerluft reicht noch bis Brixen, aber dann wird’s kalt.

    • BatMan

      …und es grüßt das tägliche Politaffentheater! Mit was soll man sonst TÄGLICH die leeren Blätter füllen? Ob sich ein van Staa mit einem Dorigatti trifft und ein paar Südtiroler Wichtigtuer dabei sind, wem interessiert das?

    • Ladi

      Der blaue „Verfolgungswahn“ (ich schreib’s mit Anführungszeichen, Herr Tribus ganz ohne) ist eine interessante Feststellung. Gelegentlich bezichtigte die ehemalige F-Führung interne Kritiker in dieser Art…
      Die internen Kritiker waren schlecht, das Parteiinteresse war bei den Kritikern immer wieder „persönlichen Befindlichkeiten“ untergeordnet und „freiheitlich“ waren diese schon überhaupt nicht. Die Führung hingegen war edel, gut und ehrlich.
      Nun ja, der Rentenskandal und die Aussagen der ehemaligen Parteispitze in diesem Zusammenhang haben gezeigt, wer die persönlichen Befindlichkeiten wirklich vor das Interesse der Partei gestellt hat.

    • komment

      AN ARNOLD TRIBUS
      Sie brauchen nicht über ihr “ Schmierblatt “ sich grosse Gedanken zu machen, weil ich lese es alle Tage gerne und mit Unterschied zu anderen Tageszeitungen wird zum Glück nicht täglich von Einweihungen , Papst usw berichtet . In der TZ hat man die Möglichkeit von vielen Geschehnissen informiert zu werden und wenn man einen triftigen Grund hat und ein Thema angebracht ist so wird auch darüber geschrieben . Wie wir bereits alle selbst miterleben durften ist es heute so , dass sich jeder Politiker aufregt , weil wir sollten ja so wenig wie möglich mitbekommen wie die ganze SCH… so läuft und was sich alles abspielt . Wir sollten spuren wie die Ochsen vor dem Karren , immer ja und Amen sagen und womöglich weniger als wenig verstehen , dass sich dies aber auch ändern kann das wollen die Politiker nicht verstehen und gerade deshalb versuchen sie immer jemanden zu finden , damit sie sozusagen ein Opfer haben und dem dann eine auswischen zu können . Was ich noch kurz melden möchte ist , dass es gut ist , dass wir hier die Möglichkeit haben unsere Kommentare zu schreiben , weil gerade deshalb ist es uns Bürgern möglich vielleicht EINIGES MEHR ZUM ROLLEN ZU BRINGEN . Also Herr Tribus und Mitarbeiter , nur weiter so und diese Fraktion oder der Abgeordnete sollte sich die 1.500.000 € auf das AB stecken und sich verkriechen . Hat er möglicherweise noch zu wenig € ????

    • Garuda

      Herr Tribus,

      Sollten die Worte des Herrn Steger stimmen, dann wundert es mich doch recht sehr, warum Sie die Aura eines Herrn Steger bis heute nicht erkannt haben.

      Denken Sie mal daran, dass die TZ sich eindeutig für das Projekt Benko positioniert hat, und wofür Herr Steger Lobbyist ist, dann wissen Sie vielleicht, warum er der TZ so wohlgesonnen ist.

      Was die F-Klage betrifft, muss ich nur mehr den Kopf schütteln, denn das zeigt, welche Mimosen im Landtag sitzen und das ist reichlich traurig.

    • Hubert

      Mimosen hüben wie drüben, oder?

    • Luis

      Wenn „Schundregierungen“ an der Macht sind, gibt es auch einen gewissen Anteil an „Schund“ in den Medien. „Von nichts kommt nicht“.

    • helmut

      In der TZ liefern manche Journalisten nicht nur Nachrichten ab, sondern lassen auch ihre ideologischen Vorlieben durchblicken.

      Die muss man nicht teilen und auch nicht immer mögen.

      Die Fairness gebietet aber, festzustellen, dass genau diese Journalisten in diesem Blatt und in diesem Forum sehr wohl auch andere Meinungen als ihre eigenen zu Wort kommen lassen.

      Das macht die TZ im Gegensatz zu einigen anderen Medien zu einer Plattform einer sehr offenen und sehr demokratischen Diskussion.

      Die TZ ist ein Beitrag zu mehr Unabhängigkeit und weniger Bevormundung der Bürger. So etwas kann man nicht mit Gleichschaltung der Meinungen schaffen, sondern mit der gegenteiligen Haltung.

      Ich bin angetan davon, dass es die aufmüpfige und die Meinungsvielfalt fördernde TZ mit Tribus und seiner Mannschaft gibt !

      Und mir ist ganz klar, dass Politikern wie Van Staa das überhaupt nicht passen kann.

      • Walter Mair

        @Helmut
        Wo und wann ist oder war die TZ aufmüpfig?@Andreas hat vollkommen recht, wenn er behauptet, dass man den einzigen „seriösen“ Journalisten der TZ „entfernt hat! Wie auch immer! Ob er gegangen worden oder von selbst gegangen ist sei einerlei!! Habe ich da Etwas versäumt?? Oder lesen etwa Sie eine andere TZ, die ich noch nicht kenne!! 🙂

        • Andreas

          Ich denke es ging damals um den Chefredakteurposten und die Richtung des Blattes, Boulevard oder seriöser investigativer Journalismus.
          Warum sich der Besitzer für Oberhofer entschieden hat, ist mir nicht ganz klar, da der Besitzer, so wie ich ihn einschätze, eher kein Fan von Oberhofers Stil ist.
          Wie Tribus aber manche Artikel, für welche sich TZ schon eine Menge Klagen eingehandelt hat, absegnen kann, ist mir auch nicht recht klar. Wenn man schon keine Rechtsabteilung hat, sollte man vielleicht manchmal etwas vorsichtiger vorgehen.

        • helmut

          Ich lese auch die „Dolomiten“ und da fällt mir schon auf, dass dort bestimmte Themen ausgeklammert werden, wenn sie nicht in die tagespolitische Linie passen – die manchmal von SVP-Interessen und manchmal von ganz eigenen Interessen der Familie Ebner bestimmt ist.

          Die TZ konnte bislang nicht mit der Verfolgung solcher Interessen in Verbindung gebracht werden.

          Was Franceschini anbelangt, so bedaure ich auch sein Ausscheiden.
          Ich schätze ihn auch als Historiker sehr hoch ein.

          Ich spekuliere aber nicht über mir nicht bekannte Hintergründe, Freund- oder Feindschaften.

          • Walter Mair

            @Helmuth
            Das genau ist das Problem! Immer schön brav bleiben, angepasst! Vielleicht einmal mit der Nase rümpfen und wie es vor kurzem ein User treffend gebracht hat: „Lauwarme Kommentare“ abgeben! Und das nicht wenige! Spekulationen bringen erst das Wesentliche ans Tageslicht! Wenn man das Thema nicht hinterfragt, dann läuft man ewig hinterher oder nur mit… 🙂

            • helmut

              Spekulationen sind keine Tatsachen.

              Ein Nachrichtenmedium soll aber auf der Grundlage von Tatsachen berichten – und auch kommentieren.

              Anständigerweise sollten dabei Tatsachenbericht und Kommentar deutlich zu unterscheiden sein.

              Die Leserschaft ist ja keine Schulklasse, die belehrt werden muss.

            • Walter Mair

              @Helmuth
              Ich meinte nicht die TZ, sondern SIE…. 🙂

            • helmut

              Ich verstehe nicht ganz, was Sie meinen. Dass ich zu wenig scharfe Kommentare, sondern nur lauwarme abgebe?

              Dass ich angepasst bin?

              Ich darf nochmals kurz sagen, was ich ausdrücken will:

              Es geht um Freiheit und Selbstbestimmung. Dafür haben früher einmal sogar Menschen ihr Leben geopfert.

              Die Gegenposition in unserer heutigen Gesellschaft ist das Konzept einer gegängelten und parteihörigen Untertanenschaft.

              Die Selbstbestimmung fängt bei dem Einzelnen an.

              Die Selbstbestimmung einer Gemeinschaft ist ein späterer Schritt, aber unmöglich, solange der einzelne Bürger sich nicht zu eigenen Entscheidungen entschließt.

              Wenn wir den selbstbestimmten freien Bürger wollen, ist die Freiheit der Meinungsäußerung eine wesentliche Voraussetzung.

              Und jetzt behaupte ich:

              Die TZ, deren von einzelnen Redakteuren geäußerte Meinungen ich durchaus häufig nicht teile, tritt insgesamt für die Meinungsvielfalt und damit für ein Stück verwirklichte Freiheit ein.

              Das ist ihr Verdienst und Beitrag zu einer freieren Gesellschaft.

              Ich will keine gleichgeschalteten Redakteure – auch nicht mit meinen Ansichten gleichgeschaltet.

              Es sind die, die – auch uns – widersprechen, die unsere Freiheit verteidigen und im Falle der TZ auch nichtkonforme Meinungen veröffentlichen.

            • Andreas

              @helmut
              Der Wunsch an TZ wäre der, etwas differenzierter und weniger einseitige und reißerische. Artikel zu schreiben. Du wirst doch nicht ernsthaft behaupten, dass Du TZ als glaubwürdige Informationsquelle ansiehst?
              Es ist amüsant was sie schreiben, doch um sich ein objektives Urteil zu bilden, taugt TZ nur bedingt.
              Einen TZ Artikel als Quelle für eine Behauptung anzugeben, würde mir nicht im Traum einfallen, da ist die Bild noch um Welten verlässlicher.

            • helmut

              Wenn eine Tatsachenmeinung in der TZ quellenmäßig belegt ist, dann ist das doch in Ordnung.

              Als Leser sollte man natürlich auch in der Lage sein, die Qualität der Quellen und zu beurteilen und wie man diesen vertrauen will.

              Das ist auch bei anderen Medien nicht anders.

            • helmut

              Schreibfehler. Es muss heißen „Tatsachenmitteilung“ und nicht „-meinung“.

            • Walter Mair

              @Helmuth
              Freiheit, Selbstbestimmung, Meinungsvielfalt! PAROLE,PAROLE!! Wörter, die der TZ am Arsch vorbeigehen! Sie will verkaufen und nicht den Befreier spielen. Dazu war die „obere Etage“ der Zeitung niemals fähig und auch nicht bereit, obwohl sie so tut als wäre sie das große „Revoluzzerblattl“! Sie werden nicht ernsthaft behaupten wollen, dass die TZ eine ernst zu nehmende Zeitung ist? Sie schwimmt meist aufreißerisch, unter Anderem auch mit Annoncen für „eindeutige Massagen“ auf der Oberfläche daher. Dieselbe Zeitung, die dann mit großem Trara verkündet ,dass wieder einmal ein PUFF ausgehoben worden ist, oder eine willige Kellnerin die sämtliche Ratsmitglieder beglückt!
              In Wahlzeiten kommen mehr Vertreter der SVP zu Wort als Vertreter anderer Parteien. Und glauben Sie nicht, dass all die Prozesse, die diese Zeitung zu bewältigen hat, Grund für ein Einsetzen für Ihrer Freiheit bedeutet, sondern ein Resultat oberflächlichem, oft nicht einmal fundiertem Recherchierens!

            • Walter Mair

              Damit will in KEINSTER Weise dem Herrn Staa Recht geben. Ein Schundblatt ist etwas Anderes! Wenn man einem Politiker vertraut oder seine Aussagen ernst nimmt, dann ist man auf dem Holzweg! Und selber schuld!
              Außer große Reden schwingen, sind sie nicht fähig nur eine Kleingkeit zustande zu bringen! Jeder Handwerker(ohne ihn jetzt zu beleidigen) ist imstande Nägel mit Köpfen zu machen! Der Beweis liegt auf der Hand!!

            • helmut

              Lieber Herr Mair!

              Wir reden aneinander vorbei.

              Ich spreche nicht über das Niveau, das man bei so manchen überheblich belehrenden Leitartikeln und Kommentaren der Konkurrenzblätter zur TZ auch vermissen kann.

              Themen auf Boulevardniveau sind ein Spektrum der Publizistik und zu bedienen. Die Athesia tut dies mit der ZETT am Sonntag.

              Dass eine Zeitung Geld verdienen will, ist normal und zur Sicherung der Gehälter auch angebracht.

              Was ich betont habe, war lediglich, dass die TZ Meinungsvielfalt zulässt und keine Nachrichten aus ideologischen Gründen unterschlägt – obwohl einige Redakteure manchmal durchaus andere persönliche Meinungen zu haben scheinen.

              So etwas kann man auch Fairness nennen.

              Das ist jedenfalls in der heutigen gegängelten Gesellschaft nicht selbstverständlich.

    • George

      Ja, seit Franceschini von der TZ weg ist, liest man eine andere TZ.

    • Montagabend

      Die Tageszeitung ist ein Medium, genaus wie südtirolnews, das nur versucht zu hetzen und das primitive aus den Bürgern herauszulocken. Hauptsache, die Leute kritisieren und sind dagegen…
      Tribus go home!

    • bergbauer

      liebes tagaszeitung-Team,lasst euch von derartigen blödsinnigen Sachen nicht aus der ruhe bringen, im vergleich zu stol.it oder den Dolomiten mit ihrem Gehirnwäsche-artigen komentaren ist euer Journalismus wohltuend,unabhängig und bissig und scheut sich nicht die Sachen auf den punkt zu bringen auch wenn es um unsere lieben svp-Heinis geht…….vielen dank an euch,macht weiter so!!!

    • Woll. Pertinger

      Ich verdamme auch so manches, was der Tageszeitungs-Herausgeber ab und zu in Form von Geschriebenem von sich gibt (etwa die äußerst peinliche, unbegründete und unsinnige Lobhudelei auf einen Südtiroler, der bei den italienischen Carabinieri eine gut bezahlte, aber sonst wohl eher unerhebliche Funktion ausgeübt hat), aber ich werde mich immer dafür einsetzen, dass er seine ab und zu seltsame Meinung äußern kann. Daher verurteile ich das Verhalten des nicht weniger seltsamen Nordtiroler Landtagspräsidenten auf das Entschiedenste. .

    • epolus

      Was stört `s die Eiche, wenn daran sich reibt die Sau?

    • epolus

      Armer Staa: Sie sind zum Fremdschämen!!!

    • svp - 70 jahre käse

      Staa hat anscheinend nichts mehr zu verlieren. Der Oberösterreicher Van Staa mischt sich in Tiroler Angelegenheiten?

    • Wusler

      All jene die hier auf die TZ wettern, ihr braucht sie ja nicht zu lesen, es zwingt euch doch keiner, ihr Vollhorste. Die TZ ist angeblich alles außer eine ordentliche Zeitung aber gut genug damit ihr eure geistiges Ejakulat ausbreiten könnt – ihr Vollhorste! Ihr seid dermaßen ein undankbares Volk – verpisst euch aus diesem Forum, wenn die Zeitung doch so ein Kasblattl ist oder haltet einfach das Maul. Andere Foren hätten diese unkonstruktive Kritik längst aus dem Forum gelöscht. Ihr könnt jeden Scheiß posten, ihr könnt euch um Nicknames streiten, ihr könnt eure Kindergartensiele fortführen, es sind euch doch keine Grenzen gesetzt.

      Also wer sich hier tummelt, soll auch darüber mal nachdenken – Vollhonks!

      Was van Staa anbelangt – er ist ein alter seniler Politiker – noch Fragen?

    • huisele

      „Je besser wir uns trennen, desto besser verstehen wir uns“, dieser bekannte Spruch eines bekannten südtiroler Politikers macht bezogen auf Nordtirol Sinn, denn die möchten uns nur melchen.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen