Du befindest dich hier: Home » News » Schatzers Wiederwahl

    Schatzers Wiederwahl

    Schatzers Wiederwahl

    Nächste Woche wird der Rat der Gemeinden neu gewählt. Andreas Schatzer wird wohl als Präsident bestätigt. Daneben gibt es viele Änderungen.

    von Heinrich Schwarz

    Das Amt des Gemeindenverbands-Präsidenten dient als Sprungbrett für die Landespolitik. Arnold Schuler und Arno Kompatscher sind die besten Beispiele. Der aktuelle Präsident allerdings will von den Landtagswahlen 2018 nichts wissen: „Das ist für mich kein Thema“, betont Andreas Schatzer. Er wurde im Dezember 2013 zum Gemeindenchef gewählt.

    Jetzt – nicht einmal zwei Jahre später – wird der Rat der Gemeinden und somit auch der Verbands-Präsident erneut gewählt. Denn im vergangenen Mai fanden die Gemeinderatswahlen statt – und viele Mitglieder des Rates haben keinen Anspruch mehr auf ihre Posten, da sie nicht mehr Bürgermeister sind.

    Aus dem 17-köpfigen Gremium, das als Beratungsorgan der Zusammenarbeit zwischen Land und Gemeinden dient, scheiden gleich acht Mitglieder automatisch aus. Darunter Franz Complojer, Bernhard Daum, Liliana Di Fede, Werner Dissertori, Günther Januth, Elisabeth Laimer, Albert Pürgstaller und Benedetto Zito.

    t6b mitglieder

    Die Neuwahlen im Rahmen der Bürgermeistervollversammlung finden am 17. September um 09.00 Uhr im Festsaal der Gemeinde Bozen statt.

    Die drei Sitze, die der Landeshauptstadt zustehen, werden weiterhin von Luigi Spagnolli, Klaus Ladinser und Luigi Gallo besetzt. Diese drei Mitglieder wurden – wie vom Gesetz vorgesehen – bereits namhaft gemacht. Allerdings steht hinter den drei Namen ein Fragezeichen, denn der Bozner Stadtrat steht weiterhin auf der Kippe.

    Fix sind bereits die Sitze von Paul Rösch, Bürgermeister von Meran, und von Peter Brunner, Bürgermeister von Brixen.

    Die restlichen zwölf Mitglieder werden nächste Woche gewählt. Darunter ein Mitglied der ladinischen Sprachgruppe (voraussichtlich Roland Demetz), zwei Mitglieder der italienischen Sprachgruppe, je ein Mitglied der sieben Bezirksgemeinschaften, ein Mitglied der Kleingemeinden (wohl wieder Patrik Ausserer) sowie ein 17. Mitglied, das an keine Vorgaben gebunden ist.

    Letzteren Sitz wollen die Pusterer Gemeinden für sich beanspruchen. Derzeit haben sie trotz ihrer 80.000 Einwohner nur einen Vertreter. Neben Joachim Reinalter will man den Prettauer Bürgermeister Robert Alexander Steger in den Rat der Gemeinden holen.

    Als Präsident des Gemeindenverbandes wird aller Voraussicht nach Andreas Schatzer bestätigt. Die Mehrheit der Bürgermeister steht hinter ihm. Und Schatzer kündigt seine neuerliche Kandidatur bereits an: „Es gibt noch sehr viele offene Baustellen mit dem Land, von denen ich zumindest einen Großteil in dieser Amtsperiode erfolgreich abschließen möchte.“

    Interessanter Aspekt: Unter die deutschsprachigen Ratsmitglieder könnten sich erstmals zwei Nicht-SVP-Politiker mischen: Fixes Mitglied ist bereits der Bürgerlistler Paul Rösch. Zu ihm könnte sich der Sterzinger Rebell Fritz Karl Messner als Vertreter des Wipptales gesellen.

     

     

    Clip to Evernote

    Kommentare (4)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • Gotthart

      Gemeinden zusammenlegen auf Tal-Ebene, dann braucht es keine extra-Gemeindelobby mehr. Die Bezirksgemeinschaften sind aufzulösen.
      SEHR viel Geld könnte eingespart werden und die Bürgermeister können sich mehr um ihre eigentlichen Aufgaben in ihrer Gemeinde kümmern.

    • George

      @Gotthart
      Oder die Gemeinden zu Bezirksgemeinschaften zusamenlegen und von dort aus verwalten. Damit bräuchte es keine separaten politischen Verwaltungen (sprich Bürgermeister u. Referenten) mehr. Das könnten dann die gewählten Vertreter der Dörfer in einem Bezirksrat erledigen.

      • Walter Mair

        Ich wiederhole mich:Ein Vorort von Mailand hat gleichviel Einwohner, wie Südtirol mit EINEM Bürgermeister! Ich glaube, dass schon 20 im Land zuviel sind! Vetternwirtschaft kann nur gestoppt werden, wenn nicht jede „Hundehütte“ ihren eigenen Bürgermeister hat.
        Beispiel gefällig?? KALTERN: Von SECHS Assessoren im Gemeinderat sind VIER miteinander verwandt! Noch Fragen?

      • Gotthart

        @George: Auch in Ordnung, es muss halt eine Flurbereinigung gemacht werden, es kann nicht sein, dass wir uns auf Dauer 116 Gemeindeverwaltungen leisten, in Zeiten wo alles über dem Computer abrufbar ist. Es existieren derzeit 8 Bezirksgemeinschaften, die in 8 Großgemeinden umbenannt werden müssten, dann könnte man auch die Lobby-Organisation Gemeindenverband auflösen, denn 8 Großgemeinden könnten sich wunderbar selber vertreten.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen