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    Schael in Rom

    Bildschirmfoto 2015-09-11 um 13.46.35In Rom findet dieser Tage ein internationales Symposium zur Informatisierung des Gesundheitswesens statt. Der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Thomas Schael, ist als Teilnehmer eines „Expertentisches“ geladen.

    „S@lute – il Forum della Sanità Digitale”: So lautet der Titel des internationalen Symposiums zur Informatisierung des Gesundheitswesens, das in diesen Tagen in Rom stattfindet.

    Die Beobachtungsstelle NETICS hat zu Beginn der Tagung das Projekt „Szenarien des digitalen Gesundheitswesens“ vorgestellt, das italienweit für Aufsehen gesorgt hat. In der vorgestellten Studie geht man davon aus, dass durch Investionen in den IT-Bereich italienweit Einsparungen von 6,9 Milliarden Euro möglich seien.

    „Es geht beim Thema Informatisierung darum, Optimierungspotential zu erkennen und auszuschöpfen“, so Generaldirektor Thomas Schael, der am Freitag als Experte bei der Tagung spricht. „Es ist wichtig zu verstehen, dass die Informatik im Gesundheitswesen eine solide Basis darstellt, die eine enorme Datenmenge produziert. Die Daten müssen aber verlässlich und qualitativ hochwertig sein, damit sinnvolle Entscheidungen getroffen werden können – das gilt für den klinischen Bereich aber auch für das Management, also für die Steuerung der Gesundheitsleistungen, die der Bevölkerung angeboten werden.“

    Im Südtiroler Sanitätsbetrieb wird derzeit intensiv am Masterplan für die Informatik gefeilt. Im November soll er vorliegen. Dieser Mehrjahresplan wird von AbteilungsdirektorInnen, verschiedenen Führungskräften und in Zusammenarbeit mit den sanitären Diensten erarbeitet und wird Prioritäten für die verschiedenen Betreuungsstufen (Vorsorge, Grundbetreuung, Akutbetreuung, Rehabilitation) festschreiben.

    „Die Informatik im Gesundheitswesen soll nicht nur ein Instrument sein, welches abrufen kann, welche Leistungen erbracht wurden, sie muss zu einem Kompass werden, ein strategisches Instrument, welches uns hilft, vorausschauend nach Kriterien der Qualität, Angemessenheit und Effizienz das Beste für die Bevölkerung zu planen“, so Generaldirektor Schael. Gerade in dem so kritischen Bereich der Notaufnahmen sei eine zeitgemäße Informatisierung unabdingbar.

    Auch Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin sprach bei der Tagung in Rom: „Die Digitalisierung des Gesundheitssystems ist einer der Hauptpfeiler unserer Bemühungen. Durch die Modernisierung desselben ermöglichen wir mehr Leistungen und eine höhere Qualität für die Betreuten. Gleichzeitig werden die Kosten unter Kontrolle gehalten.”

    Das Projekt der Beobachtungsstelle NETICS, welche im Rahmen der Tagung vorgestellt wurde, hat Daten des Gesundheitsministeriums mit Best-Practice-Modellen in Italien verglichen und geht von 5 Handlungsfeldern aus:

    • Abwendung von der sogenannten “Defensivmedizin”
    • Verzahnung von Krankenhaus und Territorium
    • Erarbeitung neuer Modelle der Grundversorgung
    • Verbesserung der Beziehung mit BürgerInnen/Betreuten/PatientInnen
    • Rationalisierung der Versorgungskette
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