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    „Du blöde Kuh“

    Die SVP-Fraktion will sich mit ihrer Initiative, anonyme Online-Kommentare zu verbieten, nicht die Finger verbrennen – und sucht Verbündete. Doch die Opposition ist gespalten.

    Von Matthias Kofler

    Der Landtag macht den anonymen Kommentatoren im Netz den Garaus. Wie berichtet, soll der Entwurf für das neue Mediengesetz dahingehend abgeändert werden, dass Portale, auf denen weiterhin ohne Namen kommentiert (und geschimpft) werden kann, keine Förderbeiträge des Landes erhalten.

    Der Entwurf soll bereits in der ersten Sitzungswoche Mitte September behandelt werden.

    Dieter Steger

    Dieter Steger

    Auch in der Fraktionssprechersitzung am Dienstag stand das Thema auf der Tagesordnung. Unter dem Punkt „Allfälliges“ erklärte SVP-Fraktionschef Dieter Steger, dass er alle Parteien im Landtag bei der Neuregelung der Online-Foren miteinbeziehen wolle. Und er fragte, welche der Kollegen bereit seien, die Initiative seiner Fraktion mitzutragen. „Die SVP hat offensichtlich kalte Füße bekommen und gemerkt, dass sie sich mit ihrer Forderung die Finger verbrennen kann“, sagt ein Teilnehmer der gestrigen Fraktionssprechersitzung. Deshalb habe sie am Dienstag „nach Mittätern gesucht“.

    Das Problem: Die Opposition ist in der Frage, ob man das Kommentieren mit Pseudonymen verbieten soll, gespalten. Es gibt Abgeordnete, die am liebsten noch heute den anonymen Kommentaren den Riegel vorschieben würden. Und wieder andere, die dem SVP-Vorhaben, über das Mediengesetz eine Klarnamenpflicht einzuführen, nichts abgewinnen können.

    Andreas Pöder

    Andreas Pöder

    Andreas Pöder gehört zur zweiten Gruppe. Der Ansatz, Medien über die Förderbeiträge zu disziplinieren, sei falsch, sagt der Abgeordnete der BürgerUnion. Das käme „einer Art goldenem Maulkorb“ gleich. Pöder spricht sich stattdessen für eine „Selbstregulierung der Medien“ aus: „Medien sollten Online-Kommentare ähnlich behandeln wie gedruckte Leserbriefe – immer mit offenem Visier, immer mit Namen und Herkunft.“

    Eine ähnliche Haltung nimmt Ulli Mair ein: Eine Regulierung über den Förderungsweg sei „schwierig“, meint die Freiheitliche. Zwar habe sich ihre Fraktion mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt. „Ich bin aber grundsätzlich der Meinung, dass es in einer Demokratie möglich sein muss, kritisiert zu werden, zu kritisieren und zu seiner Kritik zu stehen“, sagt Ulli Mair. Der „Shit-Storm im Netz“ betreffe nicht nur Politiker, sondern auch Künstler, Sportler und Unternehmer. Es gebe viele, die „aus der Anonymität heraus auf Leute schießen, die dann aber, wenn man vor ihnen steht, nicht den Mut haben, diese Kritik zu wiederholen“, sagt die Freiheitliche. Und dafür müsse zusammen mit den Medien eine Lösung gefunden werden.

    elena artioli

    Elena Artioli

    Klar für ein Verbot der anonymen Kommentare spricht sich Elena Artioli aus. „Ich verstehe alle, die sie heiß haben, wenn sie im Netz als ,blöde Kuh’ beschimpft werden – und die Schreiber nicht das Gesicht herzeigen müssen.“ Zumal oft hinter den Kommentatoren Leute steckten, die mit der kritisierten Person alte Rechnung begleichen wollten, so die Abgeordnete des A-Teams.

    Riccardo Dello Sbarba plädiert dafür, zusammen mit den Medien nach einer Lösung zu suchen. Eine Neuregelung sollte aber nicht über das Mediengesetz vorgenommen werden. Für viele Portale seien die Fördergelder nämlich „lebensnotwendig“. Aus der Sicht des Grünen ist der Umgang mit Online-Kommentaren durchaus problematisch – auch für die Journalisten: Zum Beispiel könnten User mit zehn verschiedenen Nicknames zehn Mal denselben Kommentar abgeben. „Es müssen technische Möglichkeiten gefunden werden, mit denen wieder ,a bissele Ehrlichkeit’ in die Diskussion zurückkehrt, ohne die Meinungsfreiheit einzuschränken“, so Riccardo Dello Sbarba.

    In dieselbe Kerbe schlägt auch Paul Köllensperger: „Eine solche Regelung sollte nicht über das Förderungsgesetz getroffen werden“, sagt der Abgeordnete des Movimento 5 Stelle. Es gebe zwar das Problem mit den Hetz-Kommentaren. „Wer aber zieht die Grenze und sagt, welcher Kommentar Hetze ist und welcher einfach nur böse?“, fragt sich Köllensperger. Zudem habe die Initiative über das Mediengesetz den „Beigeschmack der Medien-Züchtigung“. Es gebe technische Lösungen wie die Veröffentlichung der IP-Adressen, die zielführender sei.

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    Kommentare (69)

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    • BatMan

      Soll ich veröffentlichen was sich Politiker unter dem Deckmantel des guten Benehmens, mir gegenüber so alles geleistet haben?
      Umgekehrt, Ihr seid keinen Funken besser, als jene die ihr kritisiert!

    • Guenther

      Will die Svp das Internet neu erfinden? Ich sehe da nicht Beleidigungen, sondern lediglich Bürger, die ihre Meinung zu Themen sagen.
      Was sich dir da ausdenken jetzt ist ein Skandal. Überwachung, Zensur und Polizeistaat lassen grüßen.

      Wir haben immer noch Meinungsfreiheit hier.

    • gonz genau

      und beim Rentenskandal, bei der Abstimmung, wor des et auch anonym va die Politiker. Do war a nix zi die Bürger gsog worden wenns net aukemmen warat. Zwecks Aussage va do Uli dass viele Bürger et in Mut haben ihre Meinung öffentlich zu sagen. Sie hot a nichts bei der Abstimmung zur Vorauszahlung der Renten gsog! ach ja! Sie konnte die Bombe ja nicht platzen lassen !!!

      • svp - 70 jahre käse

        Wie ist das Kräfteverhältnis Regierung versus Bürger?
        Die SVP – Regierungen haben viele Bürger zensuriert, drangsaliert, verhindert, ruiniert, …
        Nicht nur Mitglieder von Landesregierungen sondern auch von Gemeinderegierungen üben auf Bürger ungerechtfertigte Macht aus.
        Wer nur andenkt Medien zu zensurieren, soll abgewählt und nicht mehr gewählt werden.

        • BatMan

          Pierre Joseph Proudhon:?

          „Regiert sein heißt unter polizeilicher Überwachung stehen, inspiziert, spioniert, dirigiert, mit Gesetzen überschüttet, reglementiert, eingepfercht, belehrt, bepredigt, kontrolliert, eingeschätzt, abgeschätzt, zensiert, kommandiert zu werden durch Leute, die weder das Recht, noch das Wissen, noch die Tugend dazu haben.
          Regiert sein heißt, bei jeder Handlung, bei jedem Geschäft, bei jeder Bewegung versteuert, patentiert, notiert, registriert, erfasst, taxiert, gestempelt, vermessen, bewertet, lizenziert, autorisiert, befürwortet, ermahnt, behindert, reformiert, ausgerichtet, bestraft zu werden.
          Es heißt, unter dem Vorwand der öffentlichen Nützlichkeit und im Namen des Allgemeininteresses ausgenutzt, verwaltet, geprellt, ausgebeutet, monopolisiert, hintergangen, ausgepresst, getäuscht, bestohlen zu werden; schließlich bei dem geringsten Widerstand, beim ersten Wort der Klage unterdrückt, bestraft, ?heruntergemacht, beleidigt, verfolgt, misshandelt, zu Boden geschlagen, entwaffnet, geknebelt, eingesperrt, füsiliert, beschossen, verurteilt, verdammt, deportiert, geopfert, verkauft, verraten und obendrein verhöhnt, gehänselt, beschimpft und entehrt zu werden.
          Das ist die Regierung, das ist ihre Gerechtigkeit, das ist ihre Moral.“ 

        • Evta

          Du hast recht, Anonymität ermöglicht es eben trotz unterschiedlicher Kräfteverhältnisse eine freie Meinungsäußerung zu gewährleisten.
          Sollte jemand wirklich strafrechtlich relevante Äußerungen machen dann gibt es technisch genügend Möglichkeiten den Schreiber ausfindig zu machen wie z.B. eben durch die IP-Adresse oder durch die Verifizierung der E-Mail Adresse.
          Außerdem ist zu sagen, dass Regulierung der Medien nichts anderes als Zensur bedeutet… und dazu sollte die Antwort immer NEIN lauten.

    • Helmuth

      Will der Direktor des Kaufleuterverbandes und derzeitige L. Abg. (durch Anwendung von Bestimmungen des Arbeiterstatutes freigestellt) die Inquisition wieder einführen?

    • iPinktl

      Die Pflicht ein Benutzerprofil anlegen zu müssen würde schon Wunder wirken. Für sowas braucht es keine neuen Gesetze sondern einfach nur Hausverstand.

      Mich wundert auch etwas die Position von TZ und SN, denn eigentlich herrscht Moderationspflicht und sie machen sich auch selbst angreifbar wenn sie der nicht nachkommen. Zum Teil wurden auch schon Seiten vom Netz genommen wegen sowas. Auch wenn es TZ und SN anders darstellen, aber sie kommen hier ganz klar ihrer Pflicht nicht nach.

      Den Politikern geht es zwar nur um ihren eigenen Kragen, aber ein bisschen mehr Niveau würde TZ und SN nicht schaden. Von daher wäre ich dafür das man zumindestens ein Profil anlegen muss.

      • Meister

        A Profil unlegen tat jo waaaahnsinnig,helfen. Nocher schofft sich holt jeder der will irgend an fake account und schimpft weiter.
        Ober sell tat ins (traurige) gesomtstoliche Bild passen: a Problem wos long schun Bestond hot mit an „Supergesetz“ sou regeln, dass es für olle komplizierter, tuirer und umständlicher wert, sich ober faktisch nix am Problem ändert.

        • Luis

          Kurz gesagt: Wenn Bürger und Medien Probleme nicht ansprechen, gibt es keine Probleme.
          Oder wenn niemand die Regierung kontrolliert, herrscht der SVP Landesregierungs „Absolutismus“ in alle Ewigkeit.

    • Andreas

      Ein Armutszeugnis, wenn unsere Verwalter der Steuergelder nur mit einer solchen „Erpressung“ ihren Willen durchsetzen können.
      In der Sache haben sie zwar recht, manche Kommentare sind unter aller Kritik, doch dieses Problem über Beiträge regeln zu wollen ist sehr schwach.
      Wird eigentlich auch bei negativer Berichterstattung den Medien gedroht, ihnen die Gelder zu kürzen, um sie an der kurzen Leine zu halten?
      Es ist äußerst bedenklich, wenn Medien vom Wohlwollen der Politik abhängig sind.
      TZ sollte offenlegen um wieviel Geld es z.B. in diesem Fall geht und auf welcher rechtlichen Basis sie es erhalten haben.

    • goggile

      wie kann es sein dass die noch auflagenstàrkste Zeitung in suedtirol grosse beitragssummen erhàlt und nicht neutral berichtet? ist das richtig? nein!

      • svp - 70 jahre käse

        In den vergangenen 70 Jahren als die „Dolos“ fast immer konform auf SVP Linie berichtet haben, hat keiner von den SVP Fraktionssprechern höhere Beiträge für Gefälligkeitsbeiträge laut angedacht. Oder geringere Beiträge für weniger linientreue SVP Beiträge laut angedacht.

        Interessant wie und dass Auseinandersetzungen der SVP und der Landesregierung mit Athesia, Dolomiten,… zu diesen Zensurmaßnahmen führen.
        Was Zeller in Rom will, will Steger und die Landesregierung in Südtirol?

        Steger und die SVP – Landesräte wollen ihr Unvermögen kaschieren und das geht nur mit Maßnahmen der Zensur.
        Diese SVP – PD Regierungen haben Angst vor Bürgern die ihre Beschlüsse und Verordnungen hinterfragen und kontrollieren.
        Die SVP hat Angst vor der Wahrheit und die kennen mündige Bürger sicher besser als SVP Politik Mitläufer.

    • Franz

      http://de.wikipedia.org/wiki/Meinungsfreiheit
      Rechtliche Grenzen
      Beschränkungen der Meinungsfreiheit dürfen in den meisten Demokratien keine abweichende Meinung unterbinden, sondern nur zum Staatsschutz oder zum Schutz anderer wichtiger Interessen wie dem Jugendschutz eingesetzt werden. Repression, also Sanktionen nach erfolgter Meinungsäußerung, ist meist nur zum Schutze höher- und gleichrangiger anderer Güter erlaubt, aber nur auf der Basis eines ausreichend die Einschränkung detaillierenden rechtmäßig verabschiedeten Gesetzes.
      Allgemein verbreitete Einschränkungen der Meinungsäußerungsfreiheit sind (nicht abschließend):
      • der Schutz der persönlichen Ehre gegen Beleidigung oder Verleumdung,
      Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Online-Portale für Nutzerkommentare verantwortlich
      16.06.2015 17:11 UhrVon Sonja Álvarez
      Für zahlreiche Betreiber von Internetportalen gehört es zur täglichen Arbeit, beleidigende und hetzerische Kommentare auf ihren Seiten zu löschen. Dass sie dazu tatsächlich auverpflichtet sind, hat nun am Dienstag der Europäische Gerichtshof (EGMR) für Menschenrechte in Straßburg entschieden und damit die deutsche Rechtssprechung bestätigt. In seinen 1 Urteil vom Donnerstag, 10.10.2013 – 21:54 Uhr meinte der (EGMR – Lässt ein Internetportal beleidigende Kommentare auf seiner Seite stehen, kann das teuer werden.
      http://www.liberoquotidiano.it/news/scienze—tech/11786454/Facebook–gli-insulti-sul-social.html
      , gli insulti sul social verranno multati: risarcimenti fino a 100 euro al giorno
      Da oggi sarà meglio fare molta attenzione a quello che si decide di scrivere su Facebook, soprattutto se si tratta di insulti. Un giudice con una sentenza ha deliberato che gli insulti online possono costare fino a 100 euro per ogni giorno in cui saranno visibili nel social. La notizia è apparsa sul Resto del Carlino e spiega che una giovane parrucchiera emiliana, offesa pubblicamente su Facebook, sarà risarcita in questo modo. Il giudice civile Chiara Zompì ha emesso un’ordinanza nella quale si impone la rimozione degli insulti rivolti alla ragazza sul social, e il risarcimento di 100 euro per ogni giorno che quelle parole ingiuriose sono rimaste online e visibili pubblicamente. Una vera e propria mazzata.

    • goggile

      auserdem hàtten viele suedtiroler ordentlich anrecht auf schadenersatz wenn man bedenkt durch welche schlammschacht sie oft ungerechtfertigterweise òffentlich hingerichtet werden und das bei laufenden Ermittlungen wo es noch keinen bewiesenen ursacher gibt.

    • Elsa

      Je mehr Autonomie umso weniger Freiheit!

    • Ingenuin

      Sie brauchen nur noch mehr Zuständigkeiten im Bereich der persönlichen Rechte und sie werden uns kreuzigen nach beliebter christlicher Tradition und zwar nicht ohne vorher gefoltert und – zur Abschreckung für weitere Missetäter – in der Öffentlichkeit zur Schau gestellt worden zu sein.

    • gaga

      Politika und partein,
      hom ums Dreckhirn an Heilignschein.

    • ITler

      Und wia soll denn verifiziert werdn dass i do Max Mustermann bin? Muas i epper meinen Ausweis/Poss an de 3 nochrichtenportale schicken bei de i kommentiern will, oder braucht man sich decht lei an account unlegn und mit a e-mail-adresse bestätigen? und dass a folsche mail-adresse in ca 10 sekunden erstellt isch, woas inzwischen wol a jeder…

      also wos welln sie do genau erreichen?

      bestimmte weiber im londtog megn lei froa sein dass di kia (kühe) sich net beschweren kennen dass sie mit besogte weiber verglichen wern…

    • Jaques

      Je kleiner die Provinz, umso kleiner die Bewegungsfreiheit. Wehret den eventuellen Bestrebungen für neue Zuständigkeiten des Landes im Bereich der persönlichen Rechte und der Polizei, ansonsten gibt es kein Entrinnen mehr aus diesem autonomen Käfig.

      Die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino als geografische Erweiterung ist ein – hoffentlich fehlschlagender Versuch – die Mumie Alt-Tirol aus ihrem geschichtlichen Grab heraus zu holen und die territoriale politische und wirtschaftliche Macht einigen lokalen Familienclans im Verbund mit einer religiösen Organisation zuzuschanzen, womit das finstere mittelalterliche Herrschaftssystem zur Unterdrückung und Knechtung des Volkes wieder hoffähig gemacht würde. Wehret an Anfängen!

      Nur ein politisch geeintes Europa kann uns retten!

    • Hubert

      Die Art und Weise, wie Politiker auf zugegeben teils unter der Gürtellinie geposteten „Meinungen“ reagieren, ist kein bisschen besser als das in der Form ungerechtfertigte Gepostete.
      Sie führen sich trotz der selbstgewählten Position, die eigentlich eine dickere Haut voraussetzt, auf wie Mimosen.
      Es muss doch ein Leichtes sein, Leute, die sich in diesen Foren unkorrekt ausdrücken, ausfindig zu machen und sie dann zu belangen.
      Im Unterschied zu Normalbürgern haben Politiker ja das Problem nicht, sich einen Anwalt zu leisten. Dabei ist ja auch noch die Rechtssicherheit gegeben, dass sie das „investierte“ Geld bei einer Verurteilung des „Straftäters“ zurück zu bekommen. Also was soll dieses ganze Geeiere und auch noch auf Kosten der Allgemeinheit?

    • komment

      Die Sonne geht auf und jeden Tag wieder unter . Und wir ? Ganz einfach , untergehen müssen wir , wenn es das ist was man von uns will , mitlerweile haben wir uns an viele Gesetze gewöhnt , also 1 mehr macht nicht viel Unterschied oder ?

    • helmut

      Die SVP produziert Ausreden.

      Dem Missbrauch eines Forums kann man ganz einfach entgegen wirken:
      Die Verwendung mehrerer Benutzer-Namen mit ein- und derselben Herkunft kann die Redaktion unterbinden.

      Bei Ehrenbeleidigungen kann der Beleidigte im Rechtsweg bereits jetzt den Beleidiger ermitteln lassen. Dazu braucht es kein neues Gesetz.

      Bei schlichten falschen Tatsachenmitteilungen kann der Betroffene eine Richtigstellung ins Netz stellen.

      Wo ist also das Problem für die SVP?

      Das Problem liegt hier:

      Die Partei hat das Land mit einem Netz von Abhängigkeiten und Vorteilsangeboten und überzogen. Bei unbotmäßigem Verhalten drohen Nachteile.
      Sanktionsfreie Kritikmöglichkeiten sind hier sehr unerwünscht!

      So wie die SVP in ihrer kleinen Welt haben sich zu jedem Zeitpunkt der Geschichte alle Alleinherrscher oder Fast-Alleinherrscher auch in größeren Ländern verhalten.

      Das ist nichts Neues und wie wir sehen, schützt auch die öffentlich daher getragene Monstranz der „Christlichkeit“ nicht vor solchem Denken.
      Muss sie auch nicht!
      Lässliche Sünden kann man beichten, betet dann ein paar Straflitaneien und ist wieder sündenfrei! (Falls man überhaupt religiös ist und das nicht nur vortäuscht!)

      Es gibt wohl nur wenige Bürger, die meinen, dass es der Partei mit ihrer jetzigen Forderung um mehr Ehrlichkeit im Lande geht.

    • komment

      Was ich vergessen habe ist folgende Frage : “ wenn man einen Termin bei LH und Landesrätie vereinbaren möchte , dann heißt es immer nicht möglich , warum darf man dann kommentieren ?? Ich bin nicht gross , also könnte ich niemanden fressen , aber zumindest ein Gespräch führen !!!!

    • svp - 70 jahre käse

      Interessant, dass die Regierungs Mehrheit der SVP eine solche Frage mit der Opposition überhaupt anspricht. Bei allen anderen Gesetzen macht die Regierung was sie will ohne auf Opposition überhaupt einzugehen.
      Steger ist einer von vielen in der SVP und PD der vieles verstecken muss, um nicht die letzten 2-3 Quadratzentimeter Gesicht zu verlieren. Und Artioli idem.

    • wellen

      Wenn die SVP über das Förderungsgesetz glaubt der Bevölkerung die Meinungsfreiheit einschränken zu können, ist das ein Angriff auf demokratische Grundwerte.
      Zensur gibt es in Diktaturen.
      Also will die SVP eine Diktatur?Klagen vor der EU sind vorprogrammiert.

    • Franz

      wellen . . http://www.tagesspiegel.de/medien/urteil-des-europaeischen-gerichtshofs-fuer-menschenrechte-online-portale-fuer-nutzerkommentare-verantwortlich/11926416.html

      Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Online-Portale für Nutzerkommentare verantwortlich
      16.06.2015 17:11 UhrVon Sonja Álvarez
      Für zahlreiche Betreiber von Internetportalen gehört es zur täglichen Arbeit, beleidigende und hetzerische Kommentare auf ihren Seiten zu löschen. Dass sie dazu tatsächlich auch verpflichtet sind, hat nun am Dienstag der Europäische Gerichtshof (EGMR) für Menschenrechte in Straßburg entschieden und damit die deutsche Rechtssprechung bestätigt. In seinen 1 Urteil vom Donnerstag, 10.10.2013 – 21:54 Uhr meinte der (EGMR – Lässt ein Internetportal beleidigende Kommentare auf seiner Seite stehen, kann das teuer

    • tztz

      aha -die SVP will eigendlich die Meinungsfreiheit der Mitbürger abschaffen
      (wie letztes Wochenende Frau Deeg)
      aber dabei die anderen Politiker der anderen Partei als „Lolli’s“ darstellen lassen ,,,
      weil’s sie schon viele Dummheiten geleistet hatten und nicht mehr für Diese plamieren wollen …
      Mit jeden Tun vorallem der SVP wird das Volk kritischer …
      Bereits vor einigen Jahren hat die SVP in manchen Situationen hat die Gesetze erlassen,
      das ein Rekurs nicht möglich sei,
      aber hat nicht mit der Internet-Freiheit der Bürger gerechnet …

    • Anton

      Warum haben ca. 15.000 SVP – Mitglieder in den letzten paar Jahren die Partei verlassen. Weil SVP – Regierungsmitglieder die Bürger andauernd „verarscht“, „belogen“, „betrogen“ … haben?

    • nix phil

      Die hohen „Tiere“ fordern „Tierschutz“ durch Zensur der Medien.

      Besser die Medien gleich abschaffen. Sonst müssen die Bürger über sich eine 100-prozentige „Lügenpresse“ ergehen lassen.

    • VOLK IST DUMM!

      Es sollten nur noch Facebook-Postings möglich sein – dann weiss man ja sofort mit wem man es zu tun hat! Bin überzeugt, dass dann die Qualität doch ein wenig steigt denn wenn ich mir die Postings hier oben anschaue dann frage ich mich wirklich was dies mit freier Meinungsäußerung noch zu tun haben sollte und der Spruch DAS VOLK IST DUMM doch nicht ganz so falsch ist! 😉

    • seppele

      Die SVP will doch nur die Kritik der Bürger an die eigene Partei unterdrücken! Kommentare sind einige der wenigen Möglichkeiten sich gegenüber bestimmten Themen und Aktionen der SVP öffentlich zu äußern. Das dies der SVP nicht gefällt ist klar! Das ist versuchte Zensur nichts anderes!

    • Gebi Mai

      Köllensberger wird diese SVP – Zensur nicht unterstützen.

    • Franz I

      Solange es keine wirkliche Opposition gab, hatte die SVP kein Problem, die konnte schalten und walten mit ihrem Kaiser Luis dem I.und niemand kam auf den Gedanken sich dagegen zu stellen.

      Denn damals kamen die „Gelder und Beiträge für Vereine ja aus SVP-Hand“! (??)
      Oder liege ich falsch?
      Da gab es noch ganz wenig Kritik und all jene wurden wohl „Mundtot“ (kaltgestellt),
      das nennt man dann saubere Politik!

    • ManniS

      Eine stabile demokratiische Gesellschaft hält jede Form von Kritik aus auch wenn sie anonym geäussert wird. Südtirol mag hier eine Ausnahme bilden denn wer hier eine Meinung äussert die gegen SVP Dolomiten Kirche und sonstige Mächtige kundtut wird sich sehr schnell im Abseits wiederfinden und Repressalien in seinem Beruf oder Arbeitsverhältnis ausgesetzt sein. Die Macht in Südtirol gehört wenigen Drahtziehern und die möchten in ihren Umtrieben weiterhin nicht gestört werden und wer sich ihnen in den Weg stellt oder ihre Machenschaften aufdeckt der wird im heiligen Landl schon mundtot gemacht werden. Voran ihr kleinmütigen Machthaber es lebe die Oligarchie bis zur Diktatur ist es nur mehr ein kleiner Schritt. Südtirol magst ruhig sein bald wird wieder Totenstille herrschen im Land der Duckmäuser..

    • ......

      Wer meinen die eigentlich, wer sie sind?

    • roadrunner

      Ich frage mich, warum hier die meisten zwischen freien Meinungsäußerung, (konstruktive) Kritik und Pöbeleien nicht unterscheiden können. Ist dies denn so schwer, oder haben einige hier nur die Gossensprache gelernt??

    • ......

      Ich schlage vor, jeder bezahlt 1 Euro pro Tag der Tageszeitung, mit der Bedingung dass sie neutrale Berichte veröffentlicht. 800 pro Tag, 5 mal die Woche, plus wer will freiwillige Spende, anonym. Zusätzlich den Umsatz der Verkaufsexemplare (Bar’s und Caffe’s) müsste passen.

    • unglaublich

      Zum Vorschlag der SVP jene finanziell zu bestrafen, welche die Namen der Kritiker nicht preisgeben, sagt alles aus. Da ist sie wieder, diese mittelalterliche Festung.

    • sepp

      och do STEGER der schleimer do hohlaten sie die oppositon mit ins boot und suscht ba jeder Abstimmung dagegen leute wissts wos sbeschte isch nett SVP wählen für solche gehälter wie die hoben miessen sie amol an schlog unter die gürtelline vertrogen und suscht nett wählen lossen lieber steger ,degg und wie sie olle hoassen

      • Bernhardl

        Haben Steger, Deeg, … ihre Funktionen geerbt?
        Steger kassierte oft mehrfach, also multifunktional ab und Deeg bringt im IT – Bereich, im Personal – Bereich, ecc. nichts auf die Reihe.

        • helmut

          Große Begabungen müssen mehrfach gleichzeitig eingesetzt werden. Die kann man nicht auf einem einzigen Posten verkümmern lassen ! Zum Wohl der Allgemeinheit !

          Daraus ergeben sich dann logischer Weise auch Mehrfachbezüge.

          Das ist doch ganz normal – in der SVP und anderen gleich gearteten Talent-Kaderschmieden.

          Das faule Volk sollte diese Mehrfachtalente und Arbeitsbienen etwas mehr bewundern !

          Und natürlich wieder wählen !

    • Klaus

      Aber Elena. Aber auch sie müssen sich ändern. Denn das Bedrängen des lieben Renzi soll auch nicht ungestraft bleiben. Gell, amore Mio….. Schade nur das der für Sie sturnig/ Toret war, gell Elena:-))))) Der soll in Rom gesagt haben. Orco cane in Alto Adige mi persegue una strana donna, ho paura:-)))))))))

    • Wahl - intern

      Steger ist überhaupt nicht glaubwürdig. Er hat sich als Jurist einer Wahl 2008 gestellt, obwohl er nicht wählbar war.
      Was ist das für ein komischer Jurist der das nicht wusste oder tut er nur so?
      Erst nach einem Urteil des Landesgerichtes Bozen am 19-ten November 2010 hatte Steger, darauf hin im Februar 2011 den Landtag verlassen.
      Steger hat wissentlich demokratische Regelungen verletzt. Der gehört von allen öffentlichen Ämtern enthoben.

    • nairb

      anonyme onlinekommentare gibt es nicht. im falle einer straftat kann die person ermittelt werden. ansonsten finde ich es höchst bedenklich die freie meinungsäußerung zu behindern. gängige beleidigungen in onlineforen halte ich da für das geringere übel..

    • michl

      Es geht nicht um Beschimpfungen sondern Unterstellungen!So manche bringen oft einen Funken „Wahrheit „,das kann gefährlich werden!
      Wäre dafür das ihr eure Zuschüsse bekannt gebt und ihr ein Spendenkonto einrichtet.Und bitte auch eure Genzen die euch gesetzt wurden!Was dürft ihr nicht berichten oder wie muss es umgestaltet werden.Laut einem ehemaligem Mitarbeiter der Dolomiten muß jeder Text genehmigt werden.
      Bin sicher ihr bekommt eine straffreie Erklärung hin.

    • Franz

      michl, …genau Unterstellungen wie die vom michl sind gefährlich, …,

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