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    Der Aufruf des Landesjägermeisters

    Landesjägermeister Berthold Marx bezieht Stellung zur Polemik um die Sonderdekrete. Er appelliert, das Südtiroler Jagd-System zu verteidigen. Aktuell hat Marx unter anderem Sorge vor einem Fuchsbandwurm-Befall bei Jagdaufsehern.

    von Heinrich Schwarz

    Seine Mitteilung an die Jäger beginnt Landesjägermeister Berthold Marx mit einem Wortspiel: „Ihr wisst es aus Erfahrung und auch aus der Tagespresse: Die Sonderdekrete des für die Jagd zuständigen Landesrates betreffend Abschüsse außerhalb der gesetzlichen Jagdzeit oder auf nicht jagdbare Arten stehen unter Beschuss.“

    In der Mitteilung, die auf der Homepage des Südtiroler Jagdverbandes veröffentlicht wurde, geht Marx auf die Polemik um die Sonderdekrete ein und damit auch allgemein auf die gesetzliche Jagdzeit für bestimmte Tierarten. Zum Ärger der Jäger werden die Dekrete bekanntlich stets von Tierschutzverbänden angefochten, woraufhin das Verwaltungsgericht die Jagd bis zur Verhandlung aussetzt.

    „Bei der eigentlichen Verhandlung sind dann die Dekrete oft genug schon überholt“, so Berthold Marx.

    Für ihn ist es wichtig, „eine rechtliche Konsolidierung für Jagd und Wildschutz in unserem Land zu erreichen. (…) Ich glaube, Ihr gebt mir recht, dass es mehr denn je an der Zeit ist, zusammenzustehen und unser System, das so viele gute Früchte gebracht hat, zu verteidigen.“

    IN DER WOCHENEND-AUSGABE DER TAGESZEITUNG LESEN SIE DEN KOMPLETTEN ARTIKEL UND DIE DETAILS ÜBER DIE GEPLANTE SONDERJAGD AUF MURMELTIERE.

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    Kommentare (24)

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    • dass i et loch

      do konn i lei mehr lochn. Zuersch wearn die Murmeltiere, Marder,Hasen usw. gschossn… nuar blerrn sie olle dumidumm dass do Fuchs zuviele Hennen frisst! Sog amol!? wos soll der Fuchs fressn wenn des Rambos seine natürliche Nahrung schiasst! Die Natur regelt sich schun alluan wenn et do Mensch eingreift! Und für die Bauern isch jo sowieso jedes Tier wos et Geld bring a Schodtier wos weg keart!!

    • martin

      Es gehört verboten, dass Schiesswütige im Wald rum rennen und herum schiessen.

    • wert

      martin , wozu schreibst Du dann 2 x wenn Dir vorkommt , dass dieser Atikel so unwichtig ist ?

    • Sportler

      Von den Jagdverantwortlichen und den einzelnen Jägern werden längst nachgewiesene ökologische und wildbiologische Zusammenhänge negiert und bewußt der Bevölkerung falsch dargestellt.
      Außerdem weiß ich,wie Jäger unter sich reden,und das ist ganz etwas anderes,als was diese feine Gesellschaft in der Öffentlichkeit so als Rechtfertigung für die Jagd von sich geben.
      Die pure Lust am Töten steht für den Jäger an erster Stelle.

      • Puschtra Org.

        Da muss ich Dir vollkommen Recht geben. In der Öffentlichkeit den braven Maxen spielen und untereinander geilen sie sich gegenseitig auf und brüsten sich mit ihren Taten. Unterste Schublade ist das und meist ist auch noch der Alkohol mit im Spiel.

    • Ando73

      Die Jäger geiln sich dron au, a orms wehrloses Viech aus dem Hinterhalt zu doschiassn. dohoam ekelsn sie sich vor a spinne.
      dai, losst enkon frust woonders aus und et an do natur.

    • Gert

      Die autonomen Befugnisse sind dazu zu verwenden um das mörderische Treiben als Freizeitgestaltung endlich zu verbieten und die Jagd auf Landesebene abzuschaffen.

    • Christoph

      Der Tor ist immer Laut im Geschrei und besserwisserisch sowieso .. zum Glück ist Südtirol voller Menschen die alles besser zu verstehen glauben und nie etwas anderes akzeptieren als die eigene Meinung…. (Ski-touren zb. ist die grösste Störung der Wildtiere überhaupt – @Sportler vielleicht klappt’s wenn man denkt)

    • Klaus

      Die Trophäenjagd, wia sie in Südtirol betrieben werd, isch lächerlich und hot eigentlich im 21. Jahrhundert koane Berechtigung mehr. Des Gonze keart reformiert, der Jagdverband kontrolliert sich selber, Amt für Jagd und Fischerei isch praktisch nimmer funktionsfähig, weil der Durnwalder es kaputt gmocht hot. Und der Schuler tuat nix weiter, anstott die Fehler vom Durnwalder zu korrigieren.

    • vinschgau

      Marx , hat die Realität zu der Basis den Mitgliedern total verloren, kein Jäger will das Sonderdekret für Fuschabschuss oder Murmel usw. ,und wenn schon haben wir über 70 Hauptberufliche Jagdaufseher (laut aussagen von Marx gut Ausgebildet) die kranke Füchse auch ohne Dekret erlegen können. Anstatt dauernd diese Sonderdekrete zu erlassen sollte man mal den Jagdaufsehern einen Dienstanweisung zu erlegen der gefährlichen Füchse erteilen , die wissen ja nicht wie sie die Arbeitszeit verbringen sollen.
      Marx u. der Jagdverband hat weit größere finanzielle Probleme von denen er ganz nichts schreibt.
      A wollte noch Fragen wer zahlten die laut Urteile erlassenen Strafen ? die Jäger oder die Steuerzahler, bitte mal die Urteile öffentlich machen und die Strafen den zuständigen Politikern und Jagdverband anlasten nicht den Steuerzahler. Rechnungshof bitte prüfen !!!!!

    • vinschgau

      Bravo Klaus, wie Du schreibst der Jagdverband kontrolliert sich selber, nirgends gibt es so was , der Aufseher wird von den Jägern angestellt und bezahlt, wie soll der seinen eigenen Chef kontrollieren? da ist er sofort entlassen, jetzt will der Jagdverband langsam schleichend alle Aufseher übernehmen und somit seinen Existenz sichern, der Schuler spielt mit baut die neutralen Aufsichtsorgane Landesjagdaufseher ab gibt dem Jagdverband Beiträge da bleibt nur Kopfschütteln, um 400.000,00 € kann das Land die Aufsicht der Forstbehörde übertragen den Revieren eine HA Gebühr anlasten und so die Jagdaufsicht garantieren.

    • Einheimischer

      Jäger,
      Menschen,wie euch,die Töten als ihr liebstes Hobby haben,find ich einfach nur zum Kotzen.

      • Elouise

        und das auch noch auf die abschäulichste Art, sie morden aus dem Hinterhalt nochgerüstet mit bester Technik und schieße auf wehrlose friedliche Lebewesen aus der Tierwelt, dass sowas geduldet wird, kann nur darauf hinzielen, dass die Bereitschaft zum Töten wachgehalten werden soll, um sie dann gegen auch gegen Menschen einsetzen zu können, denn wenn die Gewaltbereitschaft nicht vorhanden wäre, würden Kriege bzw. Menschenschlachtungen auch schwieriger zu organisieren sein.

    • Bernhardl

      Wie hoch sind die Schäden durch Wild verbiss im Wald, Schutzwald und Wirtschaftswald?
      Wie können sich die Grundeigentümer die Waldbesitzer wehren deren Wiesen und Wälder Schäden erleiden.
      So wie bei den Schäden hervor gerufen durch Wölfe und Bären nicht? Wie sonst?

      • michl

        Wild verbiss?Wir trieben die Almtiere absichtlich in den Wald um in einigen Jahren mehr Weidefläche zu haben.Besonders wenn in der Alm das Gras nicht mehr wächst bleiben die Jungbäume nicht mehr verschont.Wie es viele machen! :-)Weide ist mehr wert als Wald.
        Dort schimpften die Bauern auch über die Gemsen die den Kühen das Gras werckfressen.Obwohl es Weltnaturerbe ist wird auch dort geschossen!

    • Fridolin

      Die Jagd gehört verboten, die Jäger gesellschaftlich geächtet.

      • michl

        Finde ich nicht.Es sollte nur die Art geändert werden.Kranke Tiere können ja geschossen werden aber in der Regel sind es die schönen,gesunden!
        Zudem sind viele Jäger nicht in der Lage richtig zu treffen.Sei es das sie zu schlecht sehn,zittern,oder alkoholisiert sind.
        Anders kann man sich die angeschossenen Tiere im Wald nicht erklären.
        Ich fordere 0,0 Promille für Waffenträger,und 1 jährlichen Sehtest!
        Ansonsten weck mit dem Schein!
        Die Jäger würden sich mehr als halbieren!

      • Claro

        Sobald ich weiß, dass jemand die Jägerei pflegt, nehme ich Abstand von dieser Person.

    • Martin

      An alle Jäger: Alles was ihr den Tieren tut kommt zu euch zurück. Gesetzt der Resonanz. Habt ihr schon mal gehöhrt davon??

    • AL BUNDY

      …..Jo und wos sogt der Sunnenkinig Luis darzua????????

    • Nirwana

      Normalerweise werden Menschen umgebracht, weil man im Krieg ist und dazwischen, in Friedenszeiten, muss man sich in Übung halten und da schießt man halt auf Tiere, ist ja logisch, oder?

    • vinschgau

      Kann der Herr Jäger Marx mal erklären wie sein Verbandsaufseher in Matsch eine führende Rehgais und ein Trächtiges Rotwild abknallen kann, sind das gut ausgebildete Aufseher ?
      Das Kitz verhungert und das ungeboren Kalb sind für den Fuchs , besser er hätte sich um die Fuchsplage gekümmert anstatt diese zu füttern meinen Sie nicht auch Harr Marx

    • Lisi

      Schande pur! Das Freizeit-Morden der Jägerschaft wird auch noch vom Land mit Millionen Euro Beiträgen (also mit unserem Steuergeld) finanziert: http://altoadige.gelocal.it/bolzano/cronaca/2015/09/08/news/pioggia-d-oro-sulla-caccia-due-milioni-in-due-anni-1.12057874?ref=hfaabzer-3

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